Pardela_cenicienta
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Aber auch weit übers weite Wasser?
Ich hatte versucht, mit der satirischen Zuspitzung eine goldene Brücke zu bauen, um das Absurde einer absurden Hypothese ad absurdum zu führen. Man fällt nämlich sehr leicht ins Wasser.Warum nicht?
Ein vermeintlich keltischer Brauch muss eines haben: Kontinuität. Und da hakelt es!
Ich hatte die Variante des "grünen Mannes" geschildert, die ich selbst aus eigener Anschauung und Erleben kenne.
- Ja, die Gegend war latènezeitlich intensiv genutzt.
- Ja, in der materiellen Kultur gibt es eindeutig in der Region hergestellte keltische Schmuckstücke oder Geschirrteile.
- Aber diese Menschen waren relativ plötzlich gekommen, hatten die Bodenschätze genutzt und gehandelt.
- Sie verschwanden dann genau so plötzlich wie die Grundlage ihres bescheidenen Broterwerbs verschwand: Sie waren Bergleute und Kleinhändler, und sie verschwanden mit dem Zusammenbruch ihrer Absatzmärkte.
- Die Menschen die danach hier im Rahmen der fränkischen Landnahme siedelten, hatten nichts, aber auch gar nichts mit den früheren Bewohnern zu tun: Sie betrieben extensive Weidewirtschaft und Landwirtschaft auf kargen Böden. Es gab dann einen erneuten Zuzug von außen her, erneut mit Spezialisten im organisierten Bergbau.
- Viele der beschriebenen Bräuche (Heischebräuche, Umzüge) setzen dörfliche Gemeinschaften voraus, die gab es aber nicht, es waren zunächst verstreute Einzelgehöfte.
- Die Besiedelung ging von der Hallstattzeit bis Latène D2, dennoch hat die Latènezeit dort keinerlei kulturelle Folgen hinterlassen.
Es gab Gallier oder Kelten unter römischer Herrschaft, die integriert in das römische Wirtschaftssystem waren, als Moselschiffer, Fernhändler arbeiteten oder als Siedler im Dekumatland lebten. Aber haben die der dortigen Kultur einen keltischen Stenpel aufgedrückt?
Im Rheinland vielleicht, der Matronenkult oder die gallorömischen Umgangstempel. Aber das war vermutlich eingewanderte gallische Bevölkerung, nicht unbedingt autochthon.
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