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Ich kenne die original Stelle ,im alten Testament nicht aber Könnte es nicht für Jonah einen Auftrag bis nach Ninive gegeben haben im Zweistrom Land zu predigen?
Denn in der Sure Saffat heisst es im Vers 147. ". Und Wir entsandten ihn zu hunderttausend oder mehr (Menschen)"
Die orientalischen(allgemein) Präambeln können mit einem Wort mehrere Botschaften transportieren so dass auch zukünftige Leser darin fündig werden was gemeint sei.So könnte das Bild Fisch/Wal bzw. "Dhu Nun" auch Mesopotamien bedeuten ,dass das Zweistromflusssystem als Flosse darstellt .In diesem Falle würde Dhu Nun auf Jonas als Wanderprediger in dieser Gegend zurück zuführen sein ,wenn die Interpretation annähernd korrekt ist.
Man stelle sich vor es würde einem der Auftrag über "Gott und die Welt" zu predigen erteilt ,beginnend im eigenen Dorf dann in der Umgebung und die ganze verwandte Sippschaft kriegt alles mit.Wer würde da nicht Lampenfieber bekommen?
Das Buch Jonas ist (Angabe ohne Gewähr) das kürzeste in der ganzen Bibel, es sind nur 4 Kapitel.
Der Inhalt im Telegramm-Stil:
Jonas ist Schmalspur-Prohet im Nordreich Israel in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts vor Christus.
Jonas erhält von Gott den Auftrag nach Ninive zu gehen, und den Feinden seines Volkes eine Botschaft zu überbringen.
Jona 1, 1-5: "Und das Wort des HErrn erging an Jona, den Sohn Amittais folgendermaßen. Mache dich auf nach Ninive, in die große Stadt und verkündige gegen sie, denn ihre Bosheit ist vor mein Angesicht herauf gekommen.
Das ist eine recht weite Reise, in eine feindlich gesinnte Stadt, wo zu erwarten ist, dass begeisterte Reaktionen eher nicht zu erwarten ist, wo man davon ausgehen kann, dass das Publikum nicht die Ratschläge befolgen wird, eher harthörig reagiert und dass man vielleicht in ein Rudel Ohrfeigen läuft oder geteert und gefedert aus der Stadt gejagt wird.
Also flieht Jonas vor Gott, glaubt er kann vor Gott fliehen geht nicht nach Ninive, sondern nach Jaffa und löst eine Schiffspassage nach Tarsis.
Gott schickt aber keinen günstigen Wind, sondern einen Sturm, und die Crew hat alle Hände voll, ihn abzureiten. Inbrünstige Gebete zu allen Gottheiten steigen auf, während Jonas unter Deck den Sturm glatt verschläft. (Jonas 1, Der Kapitän sagt, er soll auch zu seinem Gott beten. Die Crew wirft Lose, um zu erfahren, wer an dem Unglück schuld ist. Jonas hat den Seeleuten erzählt, dass er vor Gott auf der Flucht ist.
Jonas selbst schlägt vor, dass ihn die Seeleute über Bord werfen sollen, um das Schiff und die Crew zu retten, was die Seeleute zunächst ablehnen. Als der Sturm immer schlimmer wird, ruft die Besatzung Gott an, er soll Schiff und Mannschaft nicht wegen der Vergehen Jonas nicht untergehen lassen und ihnen auch nicht anrechnen, wenn sie Jonas über Bord werfen, was natürlich ein Verbrechen wäre.
Kurz und gut, sie schmeißen Jonas in den Bach, und sofort hört der Sturm auf und die See wird wieder ruhig.
Gott schickt einen großen Fisch, der Jonas verschlingt. Jonas bereut seine Vergehen und setzt seine Hoffnung auf Gott, dass er ihn errettet und Gott hat ein Einsehen und befiehlt dem Fisch, den verhinderten Propheten wieder auszuspucken. (Jona 2, 1-11)
Jonas bekommt erneut den Auftrag, nach Ninive zu gehen und zu predigen, was ihm aufgetragen wird, und diesmal tut das Jonas auch. Er kündigt den Bewohnern von Ninive an, dass in 40 Tagen die Stadt zerstört wird.
Unverhofft nehmen sich die Bewohner von Ninive Jonas Worte zu Herzen. Sie tun das, was auch Jonas getan hat. Sie ändern ihr Verhalten, sie tun Buße, fangen an zu fasten, lassen ab von bösem Tun. Gott reagiert gnädig, Ninive wird
nicht zerstört, seinen Bewohnern geschieht kein Leid, niemandem wird ein Haar gekrümmt. Ende gut, alles gut könnte man denken, alle sind zufrieden, nur Jonas nicht, denn seine Prophezeiung ist ja nicht eingetreten und er schmollt und ist zornig, wünscht sich zu sterben, sagt zu Gott, er soll ihm das leben nehmen.
Gott fragt ihn aber nur, ob es recht ist, dass Jonas zornig ist.
Jonas zieht sich zurück ins Grüne, immer noch gefrustet, und Gott schickt ihm eine Rizinus-Pflanze, die dem Propheten Schatten spendet und um ihn etwas aufzuheitern. Jonas freut sich auch über das Pflänzchen, da schickt Gott einen Wurm, und am nächsten Morgen ist die Rizinus-Pflanze hin.
Wieder wird Jonas zornig und wünscht sich den Tod.
Gott fragt ihn, ob es recht sei von Jonas, so zornig zu werden, und Jonas sagt: Jawohl ich bin zu recht zornig wegen dem Rizinus, da sagt Gott zu ihm: Du bist zornig und hast Mitleid mit dem Rizinus, den du gar nicht gepflanzt hast, der in einer Nacht gewachsen und einer Nacht zugrunde gegangen ist, und ich soll kein Mitleid haben mit einer Stadt von 120.000 Einwohnern? (Jonas 4, 9-11)
Es ist ja völlig legitim, Hypothesen oder Thesen aufzustellen. Das können auch Thesen sein, die abenteuerlich oder auch abwegig sind.
Aber um eine These oder Hypothese aufzustellen, dann muss man sich eben auch mit dem Text auseinandersetzen, muss die Methoden der Quellenkritik anwenden. Was steht im Text, was ist die Aussage? Was ist die theologische Botschaft des Textes? Wer sind Adressaten?
Ohne den Text zu lesen, ohne zu überprüfen, was steht eigentlich im Text und was nicht, ohne Quellenkritik ist es eben keine These, keine Hypothese. Eine These oder Hypothese muss zumindest überprüfbar, muss verifizierbar sein, andernfalls aber sind es nichts als bloße Mutmaßungen und Behauptungen aus dem hohlen Bauch heraus, Fabulieren ohne den geringsten Erkenntnisgewinn. Fabulieren, Mutmaßungen aus dem hohlen Bauch heraus ohne Erkenntnisgewinn ist aber sinnlos in einem Geschichtsforum Ohne Quellen und ohne Quellenkritik sind wir nichts.