Die Pest

Dieses Thema im Forum "Alltag im Mittelalter" wurde erstellt von florian17160, 8. Juni 2006.

  1. Klaus

    Klaus Neues Mitglied

    Jede Epidemie hat ihre eigene Dynamik, die sich aus der Bevölkerungsdichte, der Inkubationszeit, der Ansteckungswahrscheinlichkeit, der Lebensdauer des Kranken, möglicher Immunität u.v.m ergibt.

    zur Inspiration :
    http://www.kanitrino.de/PageDE/Grippe.html
     
  2. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Hmm.Ich habe java, sonst könnte ich ja auch kein Billard spielen. Aber der Link geht nicht auf.
    Trotzdem Danke.
     
  3. Vercingetorix01

    Vercingetorix01 Gesperrt

    Auch dann nicht, wenn Du auf „Start“ klickst?
     
  4. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Klaus hatte mir schon eine Mail geschickt. Jetzt gehts.
     
  5. Jacobum

    Jacobum Neues Mitglied


    Im medizinischen Lexikon heißt es u.a.:

    " Bubonenpest (Beulenpest, Schwarzer Tod): Die Beulenpest ist die häufigste Form der Pest (mehr als 90 Prozent). Sie beginnt schlagartig mit hohem Fieber und Schüttelfrost. Die Lymphknoten in der Nähe der Infektionsstelle schwellen an und beginnen innerlich zu bluten, wodurch sie blau-schwärzlich durch die Haut schimmern (Bubonen). Die Erkrankten entwickeln ein sehr schweres Krankheitsgefühl. Im weiteren Verlauf kommt es zu Bewusstseinsstörungen. Unbehandelt liegt die Letalität der Bubonenpest bei ca. 30 bis 40 Prozent... "

    Das heißt also, dass zwei Drittel der Angesteckten über genügend Widerstands- und Abwehrkräfte verfügen, um zu überleben. Anschließend verfügen sie über Anti-Körper, vergleichbar einer Impfung (gegen Pest kann man sich heutzutage ja impfen lassen). Somit haben neue Pest-Wellen weniger Verluste zur Folge.


    Jacobum
     
  6. ning

    ning Gesperrt

  7. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Ich hatte bereits weiter oben geschrieben, das ich den alten Thread übersehen habe.
    Kann doch mal passieren, bei so vielen Beiträgen hier.
     
  8. Jacobum

    Jacobum Neues Mitglied

  9. fingalo

    fingalo Aktives Mitglied

    Es war nicht 1/3 der Menschheit. In Amerika und Ozeanien gab es damals keine Pest.

    Was das Ende betrifft, si habe ich das in http://de.wikipedia.org/wiki/Pestepidemien_in_Norwegen
    dargestellt. Es war tatsächlich die radikale administrative Isolierung der Pestherde.
     
  10. fingalo

    fingalo Aktives Mitglied

    Bei der Beulenpest sind genetische Zusammenhänge bislang nicht beschrieben worden. Aißerdem handelt es sich bei Aids um ein Virus bei der Pest aber um ein Bakterium - kann man also nicht vergleichen.
    Es gibt sowas wie Pestimmunität bei den Überlebenden, die hält aber nicht länger als 7 Jahre an.
     
  11. fingalo

    fingalo Aktives Mitglied

    Außerdem: Es wird immer wieder eine neue Sau durchs Dorff getrieben. Dazu gehört auch die englische Vermutung, dass es sich um Viren gehandelt habe, dem Ebola-Virius ähnlich.
    Zwar wird kein Rattensterben berichtet, aber das argumentum e silentio ist immer eine gewagte Sache.
    Jedenfalls passt die Verbreitungsgeschwindigkeit und der Pestzusammenbruch im Winter (Alle Pestepidemien endeten in einem Winter) haargenau auf den Pestfloh, der eine relativ kurze Lebenszeit hat und sich unter 5 ° C nicht mehr vermehrt. Auch die Pestwege zusammen mit dem Transport von Korn und Mehl passt zu gut. Solange man diese Übereinstimmungen mit anderen Krankheiten nicht besser modellieren und korellieren kann, sollte man bei der Pest bleiben.
     

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