@ Ursus: Ich verstehe da gerade gar nichts. Was hat Herodot mit dem jüdischen Hellenismus zu tun? Dass man die Bibel nicht als lupenreine Geschichtsquelle ansehen darf, ist klar, das ist auch gar nicht ihre Absicht. Aber Herodot war weder Jude noch lebte er im Hellenismus noch wollte er ein theologisches Werk schreiben.
Herodot schrieb über hundert Jahre vor der Entstehung des Hellenismus, und er zitierte auch nicht aus Textquellen, weil es die noch gar nicht gab.
Das ist das Problem bei dieser Diskussion;
Herodot, wie auch später andere (Diodorus, Josephus, u.v.a.), läutete den Hellenismus ein, indem das Geschichtsbild allmählich mythologisch- philosophisch ausformuliert wurde; - denn die Quellen über das alte Ägypten waren damals überall bekannt und ablesbar (waren schließlich wesentlich älter). Jeder gebildete Grieche konnte hieroglyphisch lesen, aber der Sinn des Hellenismus war schließlich die Verklärung nicht der Sachinhalt historischer Ereignisse.
(vergeblich suchst Du bei Herodot nach hieroglyphischen Quellangaben)
........ Die Tora (auch Thora, Torah; hebräisch תּוֹרָה, Weisung, Belehrung, Gebot, von jarah = unterweisen) ist der erste und wichtigste Hauptteil des Tanach, der Hebräischen Bibel. Sie besteht aus fünf Buchrollen (griechisch: Pentateuch), deren Abfassung Mose zugeschrieben wird.
............ Auf ihre Verschriftung und Kanonisierung (ab ca. 1000 bis ca. 250 v. Chr.*) folgte eine lange mündliche Auslegungstradition, die die Rabbiner seit 70 n. Chr. in der Mischna und im Talmud sammelten und für alle Juden verbindlich machten. .........
(*Geschichtsverzerrung hat eben eine sehr lange Tradition)
http://de.wikipedia.org/wiki/Tora
Deshalb auch mein Link zu Artapanos:
Artapanos war Romanautor und lebte (damals im 2. Jhd. v. u. Zr.) als moderner Jude in Alexandria, lektorierte neben den genannten 5 Büchern Mose, auch andere Erfolgsromane, welche mit geschichtlicher Historizität jedoch absolut nichts zu tun hatten/haben (u.a. Grundlagen des „heutigen“ AT; teilweise auch NT).
Auf dem Weg zur Endgestalt von ... - Google Bücher
Im „Lexikon Alte Kulturen“ (Meyers) steht z. B. über Artapanos (wörtlich):
Jüdisch- hellenistisch in Ägypten lebender Schriftsteller des 2. Jhd. v. Ch. – Die überlieferten Teile eines historischen Romanes “Über die Juden” tragen apologetisch- missionarischen Charakter, der in der Darstellung Abrahams, Jakobs, Mose’ als Kulturbringer Ägyptens gipfelt. (im 1. Band; A–Fir; Seite 199; ISBN: 3–411–07302–2)
Denn jeder der die Texte der Königs- Familie Thot – Mosis, Amen - Hotep (Amenophis) kennt (um jene es schließlich geht), weiß natürlich dass diese aus Palästina kommende Dynastie das Ende, den Untergang des klassischen Ägyptens bedeutete und in Wahrheit ein Schreckensregime war.
Entscheidend ist ebenfalls das Wissen um das hellenistische Judentum
Hellenistisches Judentum – Wikipedia
- sowie die Exegese des Talmuds, der vieles sein mag, aber mit Sicherheit kein Geschichtsbuch.
Mit dem Hellenismus (dem daraus hervorgehenden „heutigen“ Judentum), vor allem der Bildung des Christentums unter Kaiser Konstantin wurde alte Geschichte zum Märchen degradiert und ist seit dem eigentlich nur in Originalschrift/Originalquellen nachvollziehbar;
Wie mühselig alte Geschichte erst wieder rekonstruiert werden muss, erkennt man an der vielen Arbeit bei Historikern;
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