Falsche Gerüchte über hist. Personen *

..., nutzte ein Souvenir von der Eroberung Korsikas, nämlich sein blindes Auge, indem er mit diesem angestrengt durch sein Fernglas sah, feststellte, dass er das gemeldete Rückzugssignal beim besten Willen nicht ausmachen konnte und lustig die Dänen besiegte.
Alles leider auch nur nachträglich erfunden ( kommt seiner Originalreaktion viel näher), wird aber bis heute willig abgeschrieben...

Och menno, ich glaube ich hætte den Thread nicht lesen sollen. Das war doch echt eine gute Story, und ich hætte sie dem Nelson zugetraut.
Schade eigentlich.

Gruss, muheijo
 
Offenbar nicht ganz 1,70. Die Durchschnittsgröße in der preußischen Armee betrug Ende des 19. Jhdts. 1,68.

Zur Zeit des preußischen Königs Friedrichs II., 18. Jhdt., war die Mindestgröße der Soldaten schon 169 cm. Zumindest hat man das bei einer Folge der Serie "Die Deutschen" gezeigt; ein Originalmaßband jener Zeit war jedoch mit Zollangaben versehen, soviel ich noch weiß. Möglicherweise gibt es also Differenzen bei der Umrechnung, so dass einmal 168 und einmal 169 herauskommt; obwohl hier ausdrücklich von Mindestgröße gesprochen wurde.
Kann es also sein, dass die Durchschnittsgröße später unter der anfänglichen Mindestgröße lag? Ein Herabsetzen der Anforderungen, um mehr Soldaten ausheben zu können, wäre eigentlich sinnvoll, v.a. im Krieg gegen Napoleon.

Wenn Napoleon aber nicht viel kleiner als war als die Soldaten jener Zeit, woher kommt dann tatsächlich der Mythos, er sei so klein gewesen? Beruht das eventuell auf einer subjektiven Einschätzung jener Männer, die größer als er waren? Da Napoleon anscheinend durchschnittsgroß war, hätte es auch viele geben müssen, die größer als er waren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die "Langen Kerls" waren aber nicht die regulären Truppen. Eine Armee aus lauter mindestens 1,88ern könnte man haute noch nicht aufstellen.
 
Und ich dachte immer das Gardemaß der "langen Kerls" lag bei mindestens 6 prussischen Fuß, was an die 1,88 sein sollen? :grübel:

Für den einen oder anderen unter euch vielleicht interessant: die langen Kerls leben noch, sozusagen in alter Tradition :)
Mit Gardemaß in Reih und Glied - Reutlinger General-Anzeiger - Magazin - Heimat und Welt

In Deutschland und schon gar nicht in Berlin oder Potsdam können sie sich (leider) öffentlich kaum noch blicken lassen, sonst hagelt es Eierwürfe der Autonomen. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Zur Zeit des preußischen Königs Friedrichs II., 18. Jhdt., war die Mindestgröße der Soldaten schon 1,69 cm. Zumindest hat man das bei einer Folge der Serie "Die Deutschen" gezeigt; ein Originalmaßband jener Zeit war jedoch mit Zollangaben versehen, soviel ich noch weiß. Möglicherweise gibt es also Differenzen bei der Umrechnung, so dass einmal 168 und einmal 169 herauskommt; obwohl hier ausdrücklich von Mindestgröße gesprochen wurde.
Kann es also sein, dass die Durchschnittsgröße später unter der anfänglichen Mindestgröße lag? Ein Herabsetzen der Anforderungen, um mehr Soldaten ausheben zu können, wäre eigentlich sinnvoll, v.a. im Krieg gegen Napoleon.

Wenn Napoleon aber nicht viel kleiner als war als die Soldaten jener Zeit, woher kommt dann tatsächlich der Mythos, er sei so klein gewesen? Beruht das eventuell auf einer subjektiven Einschätzung jener Männer, die größer als er waren? Da Napoleon anscheinend durchschnittsgroß war, hätte es auch viele geben müssen, die größer als er waren.

Wie groß war Napoleon Bonaparte? Stanze's Blabla(h)

Seine auch aus heutiger Sicht knapp unterdurchschnittliche Körpergröße fiel auf, wenn er inmitten seiner Marschälle agierte, von denen etliche (Mortier, Ney) Gardemaß hatten.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Caro1 und Ravenik

Na, ja, daher hat F. II. die Truppe auch aufgelöst.

Ein zeitgenössischer Rap:

Eh Alter, cooler Typ,
willst Du zu uns?

Zu Euch, voll uncool, da will ich nicht hin.
Ihr seit so groß und ich so klein.

Eh, Alter, Gardemaß, muß nicht sein.
Hauptsache Du gehst in die Schlacht hinein.

Grenadier, das kommt nicht hin, Musketier ist aber auch ein Ding.

Warum soll ich aber dann groß sein?

Eh, Alter, die Patrone muß rein.

Ihr habt Vorderlader voll uncool,

da stehe ich im Feuer und immer voll drin.

Lineartaktik ist nun mal so, aber vertrau dem Alten, der ist gut drauf, der hat die "schiefe Schlachtordnung" gebaut.

O.K. Euer Boß ist kein NERD, warum soll ich ihm vertrauen?

O.K. Die Jeans sind nicht angesagt, die Chucks "abgewrackt".

Aber wenn Du mitmachen willst... schlag ein...

...könnte Deine Heimat sein....

M.
 
Ist nicht auch die Geschichte von der Meuterei auf der Bounty ein Beispiel für ein solches Gerücht? William Bligh, der Kapitän der Bounty, war in Wirklichkeit nicht so grausam, wie er in Filmen oder Romanen dargestellt wird. Er galt zudem als fähiger Seemann.

Ich erinnere mich da an einen Spielfilm aus den sechziger Jahren: Ein fantastisch aussehender Marlon Brando spielt den den Schiffsoffizier Fletcher Christian; Trevor Howard als William Bligh scheint richtig Gefallen daran zu finden, seine Matrosen zu beleidigen und zu quälen. Fletcher Christian befreit die Mannschaft von der Tyrannei des Kommandanten, aber er stirbt als gebrochener Held.

Caroline Alexander hat 2004 ein gut geschriebenes Sachbuch über die Bounty veröffentlicht.
 
Zurück
Oben