Frage zum Imperialismus

Dieses Thema im Forum "Die großen Kolonialreiche" wurde erstellt von Clea, 24. Juni 2008.

  1. Clea

    Clea Gast

    Hallo Zusammen
    Also ich habe ein Problem, und zwar sollte ich für Geschichte folgende Frage beantworten:
    Wenn Du einen Vortrag über den Einfluss und die Auswirkungen des Imperialismus und des imperialistischen Denkens auf die GEschichte des 20. Jahrhunderts bis heut halten müsstest
    1. was für Inhalte sprichst Du an?
    2. Was für Auswirkungen / Flgens des Imperialismus und des imperialistischen Denkens auf die Geschichte von Europa und übersee zeigst du auf?

    Da ich im Spital war, und die Antwort aber bis morgen Abend (also 25. Juni) abgeben muss, wäre ich sehr froh um schnelle Hilfe. Ich habe bis jetz folgende Lösungen, falls ihr Fehler seht oder noch mehr wisst, bin ich sehr dankbar.

    Zu 1.


    - Imperialisitsches Denken war Auslöser für den 1. Wk
    - Deutsche Machtansprüchte in Europa im 2. Wk
    -Globalisierung als moderen Form des Imperialismus
    -Imperialistische Mächte beanspruchten fremde Gebiete

    Zu 2.
    - die armen Länder wurden ausgebeutet
    - Anspruch der USA auf weltweite Vorrangstellung als vorzeige demokratischer Staat
    - Aufteilung der Welt in 1. Welt und 3. Welt Länder

    Mehr habe ich wie gesagt nicht, bin mir auch hier nicht sicher.
    Liebe Grüsse
    Anna
     
  2. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Ich bin immer sehr unglücklich über offensichtlich unsaubere Fragestellungen. Gerade der Begriff "Imperialismus" (noch schlimmer: "imperialistisches Denken"!) bedeutet,was der Sprecher will..

    Man kann "Kolonialismus"als eine Ausprägung des "Imperialismus" sehen - oder auch umgekehrt! Im 19.Jahrhundert wird das Wort "Imperialismus" auf die konkrete Außenpolitik der Kaiserreiche Frankreich, Deutschland und des britischen "Empire" (teilweise auch auf Russland) angewendet: Staatliche Kontrolle über das historische Gebiet der "Nation" hinaus.

    Die "klassische Zeit" des Imperialismus ist mit dem 1.WK beendet, danach spricht man häufig von "Neo-Imperialismus".

    Nach marxistsicshen Theorien (Kautsky, Rosa Luxemburg) ist der Imperialismus die konsequente Ausweitung des Prinzips der Ausbeutung des Proletariats, das nun außerhalb der alten Staatsgrenzen gesucht werden muss.

    In diesem Sinne ist es nur konsequent, dass der "Neo-Imperialismus" sich wirtschaftspolitischer Techniken bedient. Die Abhängigkeit von Ländern wird nicht mehr durch offene Kolonialpolitik erreicht, sondern durch subtile Manipulation der formal unabhängigen Regierungen, Stationierung von Militär als "Unterstützung", Entwicklung von Infrastruktur und Bildung im Sinne der "Schutzmacht".

    So agiert sowohl die kommunistische wie auch die nicht-kommunistische Seite!
     
  3. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts wurde es offensichtlich, dass mit den Theorien Marx und Engels etwas nicht stimmen konnte.
    Von den Theoretikern des Marxismus (siehe oben) wurde deshalb die Hilfskonstruktiion des "Imperialismus" entdeckt.
    "Die Kapitalisten schieben den Zusammenbruch ihres Systems hinaus, indem sie die Ausbeutung auf die Kolonialvölker übertragen"

    Mit der vorgegebenen Synthese: Die Marx/Engels´schen Schlußfolgerungen sind natürlich richtig. Nur ist das kapitalistische System viel perfider als erwartet, was seinen Untergang aber auch nur verzögern wird.:scheinheilig:
     
  4. geschichtsfan07

    geschichtsfan07 Neues Mitglied

    Ich würde den Panslawismus, den russischen Imperialismus, und damit verbunden die 1. Balkankrise wenigstens mit erwähnen.
     
  5. Gast

    Gast Gast

    Hallo deSilva, Repo und Geschichtsfan
    vielen DAnk für eure schnellen Antworten, habe sie miteingefügt und werde die Antwort nun absenden, danke für eure schnelle Hilfe und einen schönen Abend.
    LIebe Grüsse
    Anna
     

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