Gefallenenentsorgung vergangener Zeiten

Dieses Thema im Forum "Kriegsschauplätze" wurde erstellt von El Quijote, 2. Oktober 2007.

  1. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Es gibt möglicherwiese eine epigraphische Bestätigung des Tacitustextes - vielleicht ist diese aber auch durch den Text der Annalen korrumpiert.
    Wiegels, Rainer: Ein «Gemeinschaftsgrab» für Tote aus der Varusschlacht im südlichen Hispanien? Zur frühneuzeitlichen Überlieferung zweier Inschriften und Grabepigramme. In: Archivo español de arqueología 71 (2001).
     
  2. ketti

    ketti Neues Mitglied

    Was wurde mit den Gefallenen nach der Schlacht ? Europa im 18. Jh.

    Danke
     
  3. R.A.

    R.A. Neues Mitglied

    Die Bauern der umliegenden Dörfer wurden verpflichtet, die Toten in Massengräbern zu verscharren.
     
  4. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Erde zu Erde, Staub zu Staub.
     
  5. Jacobum

    Jacobum Neues Mitglied


    Ich kann mir vorstellen, dass diese Arbeit auch ihre "angenehmen" Seiten hatte, denn die Gefallenen wurden sicherlich vor dem Eingraben durchsucht. Da fiel dann für die Zwangsverpflichteten sicher das eine oder andere ab, und wenn es nur ein paar getragene Stiefel waren.

    Ich habe mal einen Artikel gelesen, wo nach der Schlacht von Mars-la-Tour 1870 die Bauern ebenfalls zu diesem Dienst ausrücken mussten (und zwar vor allem, um Seuchen in der Region zu vermeiden). Das größte Problem waren die toten Pferde, denn es war eine Reiterschlacht gewesen. Da die Pferde der Bauern vor dem Leichengeruch scheuten, mussten die Bauern entweder Kühe anspannen oder die Tierkadaver selbst wegschleifen.

    Kann sich jemand vorstellen, wie groß die Gruben sein mussten, um hunderte oder gar tausende Pferde zu verscharren? Die gefallenen Soldaten waren da das geringste Problem...
     
  6. Repo

    Repo Neues Mitglied

    20. Jahrhundert
    Siegfried Lenz, Heimatmuseum
    August 1914

    ein Junge und ein alter Mann ziehen gefallenen Soldaten die Stiefel aus, der alte Mann sollte Stiefel haben...

    Wütende Soldaten erschießen den alten Mann, Leichenfledderer! Genickschuss, der Junge hat Glück, der Schuss geht fehl...
     
  7. Hamburger

    Hamburger Gesperrt

    In Hassenhausen gibt es einen eindrücklichen Bericht des damaligen Augenzeugen und Pfarrers Tietze zu den Folgen der Schlacht aus dem Jahre 1806, die besser bekannt als Schlacht von Auerstedt in die Geschichte einging, obwohl auf Auerstedts Fluren selbst nie ein Schuß fiel.
    Der Augenzeugenbericht behandelt auch umfassend das Bergen und Bestatten der Gefallenen mit all seinen Begleiterscheinungen.

    Wer Lust hat, kann dort bei den Museumsveranstaltungen einmal vorbeischauen:
    Veranstaltungen Hassenhausen.com
     
  8. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Naja, die Frage ist schon etwas naiv.
    Was soll mit den Leichen werden, wenn da noch Menschen leben müssen?
    Wenn es anfängt zu stinken, verbuddelt man sie.

    Bei der Varusschlacht war es anders, da hat das keinem gestört. War ja irgentwo im Wald.
     
  9. Friesengeist

    Friesengeist Gesperrt

    Flo, wo du gerade die Varusschlacht ansprichst fällt mir doch wieder was ein.
    Hatten wir die Frage mit den "Leichen" nicht schon einmal hier im Forum?
     
  10. R.A.

    R.A. Neues Mitglied

    Na ja, das eigentliche Plündern hatten zu diesem Zeitpunkt schon die Soldaten der siegreichen Seite erledigt.
    Irgendwelches Material minderer Qualität wird wohl noch übrig geblieben sein - aber bestimmt nicht genug, um die Arbeit attraktiv zu machen.
    Denn es ist nach verschiedenen Schlachten dieser Zeit davon die Rede, daß die Bauern dazu zwangsverpflichtet wurden.
     

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