Geschichtswettbewerb: Skandale in der Geschichte

Dieses Thema im Forum "Schulprojekte" wurde erstellt von El Quijote, 22. September 2010.

  1. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Skandal auf dem Reichstag

    Wo?
    Regensburg.

    Wann?
    14.10.1757.

    Wer?
    Freiherr von Plotho gegen Dr. Aprill.

    Am Jahreswechsel 1756/57 spitzten sich die diplomatischen Beziehungen zwischen den Häusern Habsburg und Hohenzollern zu. Es "verschlechterten sich auch die diplomatischen Umgangsformen am Regensburger Reichstag" (Heinz Schilling). Als der kaiserliche Notar Dr. Aprill dem preußischen Gesandten Freiherr Erich Christoph von Plotho (1707-1788), der übrigens ein erfolgreiches Spionagenetzwerk unterhielt, die Androhung der Acht und Reichskriegserklärung überbringen wollte, wurde Aprill von Plotho geradewegs aus dem Haus geworfen.
    Die zeitgenössische Reichsöffentlichkeit schenkte diesem Eklat große Aufmerksamkeit. Goethe erwähnte ihn noch in "Dichtung und Wahrheit" und der Mangel an Umgangsformen des preußischen Residenten war noch im 19.Jh. ein Geschichtsanekdötchen.*

    Als Skandal würde ich den Vorgang schon bezeichnen.:fs:

    Siehe auch: http://books.google.de/books?id=7Ihxp9r4sfMC&pg=PA401&lpg=PA401&dq=Dr.+Aprill+Notar+1757&source=bl&ots=ZbmuW33zCm&sig=lSKmUpMO3qupZOGXREWN4-Q6MXo&hl=de&ei=2SC8TID2AsecOpn8oM0M&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CBgQ6AEwAA#v=onepage&q=Dr.%20Aprill%20Notar%201757&f=false

    * Heinz Schilling: "Höfe und Allianzen" Siedler, Berlin, 1998
    S. 111
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Oktober 2010
  2. Narhara

    Narhara Neues Mitglied

    Ich meld mich auch mal wieder... *schnauf*

    Johänneken hat sich als Flinte rausgestellt ._."
    Also hab ich mir nen neuen Skandal geangelt (das Stadtarchiv ist dein bester Freund :D)
    Nun ist es die Zerstörung des Kriegerdenkmals 1919 in Siegburg durch britische Besatzer.
    Ich habe einiges an Material gefunden und wie es der Zufall will, werd ich wohl um die 20 Seiten nur mit Hintergrundinformationen füllen können :'D
    Erst hatte ich es vor mit einer Freundin zusammen zu machen, aber sie ist abgesprungen, weil es ihr zu viel ist mit Facharbeit und co. (ich kombiniere es quasi^^)

    Einen näheren Bericht werd ich demnächst erst abliefern, aber er kommt noch ;)
     
  3. Narhara

    Narhara Neues Mitglied

    So ein Hoch auf Doppelposts ^^°

    Da heute offizielle Abgabe war, ich meine Ausarbeitung abgeschickt habe und mich rena sowie ein anonymer User (wer outet sich?) lieb mit einem grünen Bömmel drum gebeten haben, einmal ein wenig darüber zu berichten und ich morgen die ersten beiden Stunden frei hab, hab ich mich entschlossen, jetzt noch einen (kleinen?) Bericht zu verfassen, da ich nebenbei auch noch andere Ermuntern will, wenn sie die Chance haben dort mitzumachen, diese auch zu nutzen.

    Denn ich bereue es gar nicht, im Gegenteil, ich bin froh dass ich es gemacht habe, denn ich hätte nie zu Träumen gewagt, dass man so einfach im Stadtarchiv arbeiten kann oder, dass die Mitarbeiter sehr so viel Verständnis für uns Schüler haben und extra für uns Überstunden scheffeln...
    Naja wenn ich durch dieses Projekt eines gelernt habe, dann:
    Struktur und vor allem Kommunikation sind das A und O.

    Ich kann euch einiges dazu Flüstern, was passiert wenn man weder das eine, noch das andere hat... :S
    Dass ich es trotz Chaos bei der Themenfindung, Teamfindung und Durcharbeitung der Zeitungsartikel, mit den 5 Monaten Zeit sehr... knapp nur geschafft habe, das Zeug fertig zu kriegen, grenzt wahrlich an ein Wunder...
    Ich musste heute vom Unterricht befreit werden, da es sonst gar nicht geklappt hätte...

    Also: Wenn ich noch einmal mitmachen könnte, dann würde ich auf jeden Fall viel früher anfangen und nicht immer sagen "hat ja noch Zeit..." bis man irgendwann erschrickt und sagt "Mist in 7 Tagen ist Abgabe!"
    (DAS war mein Genickbruch!)

    Wie ich festgestellt habe, ist es auch immer ratsam seine Lehrer mit einzuspannen, denn mein Tutor hat mir durch seine Korrekturlesung und seine Tipps zum Aufbau total geholfen und mich unterstützt, wenn es darum ging, den Unterricht für das Projekt zu nutzen...

    Thema meiner Arbeit war die Zerstörung des Kriegerdenkmals in Siegburg in der Nacht vom 28. auf den 29. Juni 1919 durch britische Besatzer.
    Meine Quellen sind nur an einem Ort zu finden: Dem Stadtarchiv.
    Also bin ich dorthin und habe mindestens 5 Dienstag Nachmittage von 14,oo bis 17.oo dort verbracht um meine Quellen zu sichten und zu sortieren.
    Was auch praktisch wäre, wenn es vorhanden ist (kann amn aber nicht erwarten), ist die Fähigkeit auch ältere deutsche Schriften lesen zu können. (bei mir Vorhanden weil ich diese Schriften toll finde und deswegen eh gerne lese - eine positive aber auch negative Eigenschaft...)
    Meine Kollegin konnte es nicht zwangsläufig, also musste ich ihr den Text vorlesen, Fremdworte erklären (Sprache entwickelt sich rasant weiter - von 1877 bis 1919 ist es kaum aufgefallen, aber im Zusammenhang mit der normalen deutschen Umgangssprache ist es echt heftig!) und vor allem versuchen ihr beizubringen, wie man die einzelnen Buchstaben auseinanderhält. (Übungstext ist der Anhang - mein Lieblingstext unserer kompletten Recherche ♥)
    Nach kurzer Zeit konnte sie den Text dann auch einigermaßen lesen und hat nur ab und zu mal nachgefragt, was dieses und jenes Wort heißt oder bedeutet.
    Was ich als ein großen Nachteil empfinde ist, dass ich sobald ich zu lange ein gehobeneres Deutsch lese, spreche ich automatisch so und was noch viel schlimmer ist, ich übernehme die Schrift ebenfalls (besonders schlimm bei "s" und "k") und es dauert Wochen bis es sich abgeschliffen hat...
    Ist es bei euch auch so, oder bin ich da ein Einzelfall? oO
    Dafür kann ich - spätestens seit diesem Projekt - mit Fug und Recht behaupten, dass ich keine Probleme habe, ältere Texte zu lesen, sowohl vom Stil als auch vom Inhalt her.

    Ich bin ja durch unsere Archivrecherche so auf den Geschmack gekommen, dass ich es bedaure, dass die Zeitungen heutzutage nicht annähernd so mitreißend schreiben. (Lest das erste viertel und seht selbst!)
    Aber back to topic.

    Nach den ersten Recherchen (mittlerweile sind wir in der Mitte des Dezembers) haben wir Pause gemacht oder eher - vorsichtig ausgedrückt - wir waren uns unsicher, ob wir weitermachen sollten, weil wir zu wenig miteinander drüber gesprochen haben.

    Also (falls hier zukünftige Mitschreiber mitlesen, was ich allerdings ein wenig bezweifle...): Wenn ihr Partnerarbeiten macht, ist es Lebensnotwendig (!!!), dass ihr miteinander sprecht und euch nicht anschweigt. Das führt nur zu Missverständnissen und sorgt letzten Endes für schlechte Laune der noch schlimmer für totales aneinander Vorbeiarbeiten. Bei uns hat es gestern Abend um 10 (man beachte den Tag und die Uhrzeit im Angesicht des Abgabetermins) ganz fürchterlich geknallt und gipfelte darin, dass wir (bessergesagt ich) das Handtuch werfen wollten und uns nur noch angeschnautzt haben. (Ein dreifaches Hoch auf die Kommunikation...)
    Eine macht der anderen Vorwürfe und die andere der einen...
    Ende vom Lied => Wir beide waren sauer und haben noch weniger miteinander geredet. Erst nachdem ich ihr mitgeteilt hab, dass ich den Schotter (~ca. 27 Seiten) fertig habe, konnten wir wieder normal miteinander reden.
    Soviel zum Thema Kommunikation.

    Was die Struktur angeht habe ich mich zuerst voll in die Nesseln gesetzt, weil ich das ganze Zeug wie eine öde Klausur aufgesetzt habe.
    (Meine Lehrerin wäre stolz auf mich gewesen...)
    Ich hab also mit meinem Tutor geredet und er hat mit mir zusammen eine geeignetere Gliederung mit mir erstellt, welche ich versucht habe zu verfolgen. Mir war diese neue Art der Gleiderung fremd, denn ich bin es einfach nicht gewohnt, in einem Wissenschaftlichen Bericht, mit Spannung zu beginnen...
    Aber Tutor sei Dank, bekam ich auch dieses Problem in den Griff...
    Soviel zur Struktur.

    Fatal ist, wenn beide Faktoren aufeinandertreffen und einem das Leben unnötig schwer machen...
    Aber hey, ich weiß nun, wie ich es nicht machen sollte und das hat mir schon einiges gebracht, da ich jetzt weiß, wie ich im Archiv mit den Dokumenten umgehen muss und was wichtig ist.

    Und um meinem Roman einen gelungenen Abschluss zu geben, sage ich hier:
    Wer sich gerne durch 21 Seiten Text quälen möchte, kann mir bescheid sagen, dem geb ich den Kram dann zu lesen...

    So und nu is Ende im Gelände.
    Narhara
     

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    Zuletzt bearbeitet: 28. Februar 2011
    3 Person(en) gefällt das.
  4. Narhara

    Narhara Neues Mitglied

    So weils so schön war, noch einmal ein Paar Worte aus meiner Ecke (Ja ich lebe noch^^")
    Wir haben Anfang Juni die Antwort auf unseren Beitrag bekommen und sind leider nicht weiter gekommen (schade), dafür gibt es einen netten Verweis auf den Wettbewerb auf dem Zeugnis. :D

    Außerdem ist dabeisein bekanntlich alles :D
     

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