Hygiene und Körperbewußtsein im Mittelalter

Dieses Thema im Forum "Alltag im Mittelalter" wurde erstellt von Leopold Bloom, 13. April 2004.

Schlagworte:
  1. William Wallace

    William Wallace Neues Mitglied

    Stimmt es wirklich, dass die Menschen der niederen Schichten bessere Zähne hatten, als des Adel, da dem ja Süßspeisen zugänglich waren, oder ist das auch wieder ein Klischeebild?
     
  2. Tangua

    Tangua Neues Mitglied

    Die haben doch nicht nur Süßes gegessen.
     
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  3. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Wie Tangua bereits sagte, ist es zum einen so, daß selbst der Adel lange Zeit ja nicht vordergründig Süßspeisen konsumierte; und im europäischen Mittelalter sogar vergleichsweise sehr selten.
    Menschen niederer Stände mochten - gerade im Mittelalter - zwar gar keine Speisen mit hohem Zuckergehalt zu sich nehmen, andererseits aber dürfte sich ihre Zahnpflege sehr in Grenzen gehalten haben. Zudem mangelte es ihnen noch mehr als höheren Ständen in ihrer Ernährung an Vitamin C, was der Qualität der Zähne wenig zuträglich ist, da es Skorbut verursacht, wodurch die Zähne ausfallen.
    Das alles leitet sich aber eigentlich aus dem Beitrag ab, den ich bereits gestern schrieb...
     
  4. Wolfsburger

    Wolfsburger Neues Mitglied

    Hygiene im Mittelalter

    Hallo,
    Ich hätte mal ein paar Fragen zum Thema ``Hygiene im MIttelalter``
    1. WO gingen die Leute früher aufs Klo?
    2.Wie oft badeten die Leute?

    Wenn ihr mir noch etwas Über Hygiene verraten könntet, wäre ich euch sehr dankbar.


    Danke im vorraus!
     
  5. Wolfsburger

    Wolfsburger Neues Mitglied

    Mir ist noch eine Frage eingefallen und zwar.
    Wie sah es früher in einem Krankenhaus aus?
    Wie war da die Hygiene ?
     
  6. Murasaki

    Murasaki Neues Mitglied

  7. Was ist Leibesblödigkeit?

    Hallo, für einen Vortrag über Mineralwasser brauche ich eine Definition von Leibesblödigkeit. Kann jemand helfen? Danke
    Domenica
     
  8. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Das ist bzw. war ein Ausdruck für körperliche Erkrankung(en) - allerdings weniger während des Mittelalters als vielmehr während der Frühen Neuzeit (ab 16. Jh.). Dabei war blöd(e) ein Synonym für schwach i.S.v. krank...
    Vgl. dazu S. 17 f. von http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=984655751&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=984655751.pdf sowie http://www.geschichtsforum.de/375512-post557.html
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. März 2009
  9. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

    Leibesblödigkeit ist/war einfach ein anderer Ausdruck für Leibesschwachheit.
    Johann Lauterbach, ab 1567 Rektor der Heilbronner Lateinschule (jetzt Theodor-Heuss-Gymnasium) erhielt ab 1586 wegen Leibesblödigkeit einen Gehilfen und musste nur noch eine Stunde pro Tag Dienst leisten. 1593 wurde er seines Amtes enthoben und verstarb noch im selben Jahr.

    Einen Hinweis auf heilendes Mineralwasser habe ich auch, aber es kann nicht wirklich bei "Leibesblödigkeit" wirksam gewesen sein, sondern sollte vermutlich zwecks der Mineralstoffe der körperlichen Stärkung dienen.

    aus Bad Vilbeler Anzeiger: Wo Wasser zum Erlebnis wird – Quellenfest vom 9. bis 13. Mai mit Kultur, Sport, Spiel und Live-Musik im und rund um den Kurpark

    Solltest du mehr über historisch-medizinische Begrifflichkeiten wissen wollen, ist folgende Datei interressant http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2007/0285/pdf/daf.pdf
     

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