Jeopardy!

Dieses Thema im Forum "Quiz" wurde erstellt von Friedrich II., 9. Dezember 2008.

  1. Lexius

    Lexius Mitglied

    Metternich würde ich behaupten...

    Talleyrand und Metternich hatten eigentlich ein immer sehr interessantes Verhältnis, würde mich nicht wundern wenn er ihn so charakterisiert. Wobei mich sehr wohl wundert wie gut Talleyrand in moderner Forschungsliteratur abschneidet...
     
  2. excideuil

    excideuil unvergessen

    Völlig richtig, Metternich war gemeint, und diese kurze "Charakterisierung" ist eher T. Ärger über die Verzögerungstaktik M. auf dem WK geschuldet. Beide kannten sich sehr lange und schätzten sich durchaus.
    Was die Beurteilung T. angeht, ist wohl zu verzeichnen, dass die früher eher moralischen Betrachtungen einer eher sachlichen Wertung gewichen sind.

    Du bist dran! :winke:

    Grüße
    exci
     
  3. Lexius

    Lexius Mitglied

    Stimmt, treffender hätt mans nicht formulieren können.

    Zur nächsten Person:

    Sein Onkel war der Fünfte, sein Vater war der Erste, und er selbst war "der Andere". Der Onkel schaffte Krieg, der Vater schaffte Frieden, ihm selbst wars eigentlich egal.

    Wer ist gesucht und um was gehts?
     
  4. Lexius

    Lexius Mitglied

    Hinweis: HRR. 16.Jh
     
  5. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Wer war Kaiser Maximilian II.?
     
  6. Lexius

    Lexius Mitglied

    Korrekt. Wär noch interessant zu hören, was mit "ihm wars egal" gemeint war, aber im Prinzip ist die Frage beantwortet.
     
  7. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Was war die Reformation?
    (Zumindest stand er ihr gleichgültig bis wohlwollend gegenüber, obwohl er sich natürlich nicht zu ihr bekennen konnte.)
     
  8. Lexius

    Lexius Mitglied

    Jep... genauso. Er bekannte sich explizit nicht zu irgendeiner Konfession weshalb ihm eine Sympathie zum Protestantismus nachgesagt wird.

    Nächste Frage dann...
     
  9. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Dass er der Erbe eines großen Reiches war, brachte ihm nichts als Probleme. Erst nach dem Tod seines berühmten Vaters, dessen Namen er erhielt, geboren, war er zwar nominell König, war aber in Wahrheit stets nur Spielball in den Händen der wahrhaft Mächtigen und wurde ermordet, kaum dass er das Teenageralter erreicht hatte.
     
  10. tejason

    tejason Aktives Mitglied

    Wer war Alexander IV. Aigos?

    Sohn Alexanders des Großen mit der sogdischen Prinzessin Roxane. Ermordet im zarten Alter von etwa 13 Jahren, gemeinsam mit seiner Mutter aufgrund von Ränkeschmieden und Kriegen zwischen den Diadochen, die sich um das Erbe seines großen Vaters stritten und ihn wohl nur als "Etikett" für ihre eigenen Interessen benutzt hatten.
     
  11. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Das ist richtig.
     
  12. tejason

    tejason Aktives Mitglied

    Danke

    Aus relativ bescheidenen Verhältnissen gelang einer Familie im Italien der Renaissance ein beispielloser Aufstieg zu den Zentren der Macht. Eher als Drahtzieher hinter den Kulissen bestimmten sie das politische Leben ihrer Stadt einige Zeit, ehe ihnen schließlich der Durchbruch in den europäischen Hochadel gelangte. Doch bis dahin hatten sie einige Hindernisse zu überwinden. Obwohl für Humanismus und geistige Kultur bekannt, schlugen sie mit aller Brutalität einen „Putsch“ von Leuten nieder, die ihren Aufstieg über einige Zeit aktiv unterstützt hatten. Zahlreiche Mitglieder der dadurch verfeindeten Familie wurden ohne jedes Gerichtsurteil an Palästen und Türmen an den Fenstern aufgehängt.

    Wie war der Name des „feindlichen“ Familienoberhaupts, den Bauern am Folgetag des Anschlags aufgriffen? Wobei mir der Familienname bereits reicht, wenn ihr Gegenspieler ebenfalls namentlich genannt wird.

    Dem später gehängten war wohl bewusst, welche Schrecken auf ihn warteten, als der gläubige Christ die Bauern um eine Gelegenheit zum Selbstmord bat. Stattdessen wurde er so verprügelt, dass er nicht mehr auf eigenen Beinen stehen konnte. Angeblich legte er ein Geständnis bei den Machthabern ab, doch es existieren keine Aufzeichnungen darüber (was befremdet). Er habe die Sterbesakramente empfangen, ehe er hingerichtet wurde: Nur bekleidet mit einer Strumpfhose, einem purpurroten Gewand und einem weißen Ledergürtel wurde er am Fenster des Regierungssitzes gehängt und einige Zeit baumeln lassen. Doch das Töten ging weiter.
     
  13. tejason

    tejason Aktives Mitglied

    Da sieht man mal wieder was dabei herauskommt, wenn man zu viele unwichtige Details einstreut.
    Die „Machtfamilie“ lebte und führte ihr Regiment in der vielleicht pulsierendsten und interessantesten Stadt jener Epoche in Italien und begann ihren Aufstieg wohl in der Textilbranche, ehe sie – wie damals fast schon natürlich – in den „Bankensektor“ umschwenkte und dabei den geschäftlichen Durchbruch erzielte. Die Bankiers und Kaufleute jener Zeit betätigten sich in den Stadtrepubliken sehr häufig als Politiker und als Kunstmäzene. In all diesen Bereichen brachte diese Familie einige, sehr einflussreiche Persönlichkeiten hervor. Zum Zeitpunkt des „Putsches“ kontrollierten sie eher indirekt die Politik ihrer Stadtrepublik, dass man ihre Regierungsform oft als Prinzipat bezeichnet. Das Familienoberhaupt zu dieser Zeit war noch sehr jung, doch äußerst fähig, dass er mit einem einprägsamen „Beinamen“ bekannt wurde. Bei dem Putsch wurde er nur leicht verletzt…
    Dieser Oligarch war mit der gegnerischen Familie verschwägert und beide Familien arbeiteten schon lange zusammen im Bestreben, die Politik ihrer Stadt zu bestimmen. Die Familie des Oligarchen hatte ohne Zweifel die führende Rolle schon längere Zeit in ihren Händen! Damit dies so bliebe, hatte der Oligarch begonnen, den weiteren Aufstieg der späteren Putschisten zu behindern. Damit begann ein Komplott an Gestalt zu gewinnen, in den mehrere gewichtige Landesherren Italiens mitzumischen begannen, so dass dem blutig niedergeschlagenen „Putsch“ ein Krieg der Worte und der Waffen folgen sollte… Es brachte das vorherige Bündnissystem Italiens durcheinander… Unmittelbar nach dem Scheitern des „Putsches“ sollen zwischen 80 bis 100 Männer von den Siegern in Kurzverfahren abgeurteilt und hingerichtet werden. Die Hauptfamilie der „Looser“ wurde mit unbarmherziger Wut verfolgt – über den Tod hinaus! Der „Putsch“ wird nach der Familie der „Looser“ benannt.

    Ich korrigiere also meine Fragestellung, die wohl zu kompliziert ist:
    Wie war der Name dessen, gegen den das Komplott gerichtet war und wie war der Familienname der „Looser“?
     
  14. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Wer waren Lorenzo di Magnifico Medici und die unterlegene Familie Pazzi ?
     
  15. tejason

    tejason Aktives Mitglied

    Die Antwort ist natürlich richtig. Galeotto, bitte übernehmen sie! :winke:

    Die unter dem Namen „Pazzi-Verschwörung“ in die Geschichte [1478] eingegangenen Ereignisse haben mich in dem Buch von Lauro Martines „Die Verschwörung“ recht befremdet. Der ganze wohl gepflegte Eindruck über die Medici (und Lorenzo den Prächtigen im Besonderen) als gebildete, humanistische Kunstmäzene, bekommen hier eine ganz andere Facette hinzugefügt (und nicht nur diese). Der ganze Eifer und Hass mit dem die echten und vermeintlichen Verschwörer verfolgt wurden zeigt, wie Macht funktionierte. Interessant ist auch, dass die Medici versuchten, das komplette Ansehen der Pazzi zu vernichten und dabei fast nach antik/römischem Vorbild eine damnation memoriae verhängten [Ich denke als Liebhaber der Antike dürften sie von dieser Praxis erfahren haben?]. Sie umfasste selbst den bereits gut 30 Jahre vorher verstorbenen Begründer des Reichtums der Pazzi! Aber den Reichtum konfiszierte man, so weit man ihn in die Finger bekommen konnte...

    Es war das greise Oberhaupt der Pazzi: Jacopo de Pazzi, nach dem ich zuerst mit gefragt hatte. Seinen schlimmen Tod habe ich skizziert. Doch auch der Tote sollte in der christlichen Stadt keine Ruhe finden. Dass er angeblich normal bestattet worden war, habe die Rache Gottes in Gestalt von Unwettern auf die Umgebung von Florenz herabgerufen, so dass er nahe der Richtstätte neu verscharrt wurde. Nicht lange lag er dort, als „Buben“ die Leiche herauszerrten und im Spott durch die Stadt zerrten, ihm abwechselnd hämisch huldigten und das Fleisch von den Knochen peitschten. So zogen sie vor den (längst enteigneten) Palazzo der Pazzi und forderten Eintritt für den „Herrn des Hauses“… Letztlich warfen sie den bereits stark verwesten Kadaver in den Fluss, wo die Gaffer herbeieilten, wenn er vorbeitrieb. Der Leichnam soll noch weiter missbraucht worden sein, ehe er endlich ins Mittelmeer gespült wurde – und keiner rührte einen Finger gegen diese Vorgänge…


    Neben diesen unappetitlichen Vorgängen hatte die Verschwörung weite Kreise gezogen und einen offenen Krieg der Worte, Schriften und Waffen zwischen Lorenzo und dem Papst Sixtus IV. hervorgerufen, der als verdeckter Förderer der Verschwörung gilt. Er verhängte ein Interdictum gegen Florenz, was den Krieg auch auf Worte und Schriften ausdehnte (die Buchdruckerkunst hatte gerade in Italien Einzug gehalten) und bereits an den späteren Konflikt zwischen Luther/Lutheranern mit der päpstlichen Kurie einer wenig späteren Zeit denken lässt. Die meisten größeren, italienischen Mächte (Mailand, Venedig und Neapel…) wurden in die Kämpfe hineingezogen. Am Ende brachte der persönliche Einsatz und das Charisma von Lorenzo de Medici den entscheidenden Durchbruch zum Frieden und Ausgleich… So sollten auch wieder Pazzi in Florenz leben dürfen. Und der geneigte Besucher kann nicht nur in den Uffizien, reichlich durch die Medici gesammelte Kunstschätze der Epoche bewundern, mit denen ihr Nachruhm noch heute verbunden wird. Und eben nicht mit ihrer rücksichtslosen Art eine Verschwörung zu rächen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. August 2013
  16. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    In den deutschen Heldensagen trage viele Städte etwas andere Namen als wir sie kennen. So ist mit Bern ,bei Dietrich von Bern nicht die gleichnamige Stadt in der Schweiz gemeint, sondern das italienische Verona und Dietrich ist bekanntermaßen Theoderich. Auch Raben heißt in Wirklichkeit Ravenna und Salnek ist Thesaloniki.

    Eine weitere, unter einem anderen Namen sehr bekannte Stadt wurde in den Sagen Wüstenbabylon genannt. Deren richtiger Name wäre die Lösung.
     
  17. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Das scheint ja gar keinen oder keine zu interessieren. Ich mache noch einen Versuch. Die gesuchte Stadt liegt an einem großen Strom, zählt als größte Metropole des Kontinents auf dem sie liegt und hat heute eine geschätzte Einwohnerzahl von 16,2 Mio.
     
  18. excideuil

    excideuil unvergessen

    Gut, probier ich es mal:

    Was ist [der Großraum] Kairo?

    Grüße
    exci
     
  19. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Richtig probiert. In den deutschen Sagen heißt Kairo Wüstenbabylon.
     
  20. excideuil

    excideuil unvergessen

    Am 15. August 1795 erfolgte die Einführung der neuen Währung in Frankreich:

    100 Centimes = 10 Décimes = 1 Franc

    Bald darauf zierte das Avers der Kleinmünzen ein neues Motiv: Die Marianne, die Personifikation der französischen Republik.

    Welche Dame der gehobenen Pariser Gesellschaft stand dem Graveur zur ersten Marianne Modell?

    Napoleon verbannte sie 1811 aus Paris und ein Möbelstück wurde nach ihr benannt.

    Grüße
    exci
     

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