Kidnapping bzw. Internierung von prominenten Alliierten

Karl100

Neues Mitglied
Hallo Forum,

während des WKII wurden von Deutscher Seite gezielt prominente (auch adlige) Personen der Alliierten gekidnappt bzw. interniert.


Welche spektakulären (auch geplante oder gescheiterte) Fälle sind euch bekannt ?

Welche Behörde oder Kommandos auf dt. Seite waren für die Aktionen zuständig ?

Welche ggf. politischen oder militärischen o.a. Ziele wurden damit verfolgt und wo wurde ggf. auch gezielt Erpressung angewendet ?


Anm.:
Der Fall eines gefangen genommenen Sohnes von J. Stalin ist mir hinreichend bekannt.


Danke und Gruß

Karl
 
Anm.:
Der Fall eines gefangen genommenen Sohnes von J. Stalin ist mir hinreichend bekannt.
Hallo Karl,

von Kidnapping prominenter Alliierter seitens der Nazis habe ich noch nie gehört. Wenn es das gab, wird es nicht sehr zentral gewesen sein. Ich weiß wohl, dass etwa ein León Blum als "Ehrenhäftling" in Buchenwald geführt wurde. Aber vielleicht haben wir nur einen anderen BEgriff von Kidnapping?

Dass ein Stalinsohn gekidnappt wurde, davon weiß ich nichts. Ich kenne sehr wohl die Geschichte, dass ein Sohn Satlins Kriegsgefangener wurde. Die sowjetischen Soldaten hätten ihn an die Deutschen verraten (auf ihn gezeigt und "Stalin" gerufen) und er sei dann quasi bevorzugt behandelt worden. "Bevorzugt behandelt" konnte bei den Nazis zwar immer ein Euphemismus für scheußliche Verbrechen sein, in diesem Falle wurde er aber nach Moskau zurückgesandt. So viel ich weiß. Ich habe das allerdings als Jugendlicher (also vor über 30 Jahren) in einem Buch von Knopp über den WKII gefunden.
 
@ El Quijote
Ich habe auch nichts davon geschrieben, dass ein Sohn von J. Stalin gekidnappt wurde sondern das er gefangen genommen wurde.
 
@ El Quijote
Statt Kidnapping kann man evt. auch besser den Begriff Entführung verwenden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mag sein. Es handelte sich um eine Zeitzeugenaussage. Ich besitze das Buch nicht mehr (oder wüsste nicht, dass es in meinem Elternhaus noch irgendwo herumfliegt. Die Zeitzeugenaussage kann falsch sein. (Oder ich habe mich falsch erinnert, was mich ärgern würde.) Einer der Vorwürfe an Knopp ist ja sein unkritischer Umgang mit Zeitzeugenaussagen.

Daher auch der einschränkende Schluss:
So viel ich weiß. Ich habe das allerdings als Jugendlicher (also vor über 30 Jahren) in einem Buch von Knopp über den WKII gefunden.

Vielleicht erzählt die Zeitzeugenaussage auch mehr darüber, was die Soldaten dachten, was mit dem "Promi" passieren würde, als was wirklich geschah.
 
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