trotz der Gezeiten? wow!
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trotz der Gezeiten? wow!
Stimmt, die Gezeiten sind in London extrem. - vor zwei Wochen war ich noch da, da schien zudem Hochwasser gewesen zu sein, das Wasser stand bis kurz unter den Löwen (When the Lions are drinking, London ist sinking), letzten Sommer habe ich mich noch zusammen mit Mudlarkern (ich habe auch einiges gefunden, aber nichts mitgenommen: Pfeifenreste, einen (Rinder?)Knochen, geschmiedete (Schiffs?)Nägel) bei Ebbe am Strand (beach, nicht am Strand (Straße)) unterhalten, ich war unterwegs zwischen Gabriels Pier und Blackfriars Bridge.trotz der Gezeiten? wow!
So oder so wurden Rhein und Donau immer wieder von Invasoren überquert (ohne dass die Römer das verhindern konnten), und das auch in Zeiten, in denen es um das Römische Reich und seine Verteidigung wesentlich besser bestellt war. Anfang des 5. Jhdts. wurde Gallien von fast permanenten Bürgerkriegen und Unruhen heimgesucht.bzgl. der Plausibilität gibt es sicher einige offene Fragen zum Rheinübergang um 406: auch kleinere Wasserläufe stellten eklatante Hindernisse dar (nur ein von vielen Exempeln: Prokops Gotenkriege beschreiben an vielen Stellen umkämpfte Furten und Brücken, Aufstaumaßnahmen a la Inundation usw, und da ist nicht von einem riesigen Strom wie dem Rhein oder der Donau die Rede) und ziemlich sicher stellte der Rhein, auch zerfasert in mehrere Läufe (Auenlandschaft) in der oberrheinischen Tiefebene, ein sehr deutliches Hindernis dar (die spätantike Rheingrenze hat sicher darin ihren Hauptgrund)
was die Donau betrifft: auf dieser (sic) verhandelten mal ein spätantiker Römerkaiser und ein Gotenkönig miteinander - - wie und unter welchen Umständen es verschiedene barbarische Angreifer schafften, derart große Flüße ungehindert zu überqueren, wäre interessant zu wissen.So oder so wurden Rhein und Donau immer wieder von Invasoren überquert (ohne dass die Römer das verhindern konnten)
Du hattest das schon einmal in der Diskussion um die Schlacht auf dem Peipussee erwähnt, nur muss ich gestehen, dass ich mich mit der Donau, wesentlich weniger gut auskenne, als mit dem Rhein, was Fließgeschwindigkeit etc. angeht, beim Rhein, im Besonderen beim Mittel- und Niederrhein habe ich da jedenfalls präzisere Vorstellungen.Die Donau fror auch nach ihrer Regulierung im Raum Wien noch mehrmals zu, insbesondere 1929 mit einer Eisdicke von einem halben Meter und mehr. Zum bislang letzten Mal fror sie in Österreich 2012 streckenweise zu.
Davon ausgehend, dass London zumindest Teilweise für Ankh-Morpork Pate gestanden hat, würde ich etwaiges Erstarren der Themse eher auf den Verschmutzungsgrad, als auf die Temperaturen schieben.Wie gesagt, ich habe auch den Main (konkret in Schweinfurt, wo es schweinekalt war!) zugefroren gesehen und der Rhein war bis zum 17. Jhdt. zerfaserter, als heute, wo er quasi nur noch eine Fließrinne hat, die vermutlich auch regelmäßig ausgebaggert wird.
Ob es das Phänomen vorher gab, weiß ich nicht, würde mich aber zu der Einschätzung einlassen wollen, dass das Zufrieren des Belt 1657/58 keinen entscheidenden Wendepunkt für die Entstehung der schwedischen Großmacht darstellte, weil die bereits vorhanden war.Der Rhein mag 406 nicht zugefroren gewesen sein, der Große Belt im Winter 1657/58 jedoch schon und das bringt die davon profitierenden Schweden wieder ins Spiel.
Das Ereignis gilt als Wendepunkt in der Geschichte der übersundischen Provinzen, auch wenn es noch etwas dauerte, bis sie endgültig zu Schweden gehörten.
Hat das Klima den Schweden einen zwar seltenen aber doch nachhaltigen Vorteil verschafft?
Soweit ich ausmachen konnte fror der Belt 1580, 1657/58, 1783/84 und 1892/93 zu oder gab es das Phänomen häufiger auch vor oder nach der kleinen Eiszeit?
Ich denke das größte Hindernis dafür dass mit dem zugefrohrenen Rhein zu glauben, liegt auch nicht in Temperaturen oder Wassertiefe, sondern vor allem auch an der Fließgeschwindigkeits des Flusses.
Allerdings zum Einen hattest du die Flussbegradigungsmaßnahmen seit dem 19. Jahrhundert ja bereits erwähnt, zum anderen stellt sich natürlich auch die Frage, an welcher Stelle der Rhein denn überschritten worden seien soll.
Also auch wenn die Überquerung des zugefrorenen Rheins ein von Gibbons im 18. Jhdt. aufgebrachtes Faktoid ist, vollkommen abwegig ist sie nicht.
meine Eltern berichteten mir vom zugefrorenen Rhein: die Industrialisierung hat nach 1962/63 ein Zufrieren verhindert (Kühlwasser der Kraftwerke, Salzgehalt aus Abwässern). Ein Überqueren war möglich, aber nicht immer einfach und ungefährlich, so habe ich ihre Berichte in Erinnerung.Der Rhein war auch nach der Regulierung noch öfter zugefroren, auch unterhalb der Mündungen von Neckar und Main:
"Im Winter auf Schlittschuhen über den Rhein gleiten? Was heute kaum mehr vorstellbar ist, war 1929 Realität. Über mehrere Tage war der Fluss zwischen Koblenz und Ludwigshafen mit dicken Eisschichten überzogen.
Schon im 19. Jahrhundert ist der Rhein mehr als nur einmal vereist. Ab 1815 zählen Heimatforscher knapp 20 Mal eine geschlossene Eisdecke. Besonders frostig aber war das Jahr 1929. Bis zu minus 25 Grad Celsius und wochenlanger Dauerfrost führen dazu, dass sich eine richtige Eiswüste von Ludwigshafen bis Koblenz erstreckt."
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Vor 90 Jahren: Als der Rhein zugefroren war
Im Winter auf Schlittschuhen über den Rhein gleiten? Was heute kaum mehr vorstellbar ist, war 1929 Realität. Über mehrere Tage war der Fluss zwischen Koblenz und Ludwigshafen mit dicken Eisschichten überzogen.www.swr.de

@Biturigos verblüffende Parallele: bei mir genauso! Mein Vater erzählte vom zugefrorenen Rhein bei St. Goar in den Nachkriegsjahren, aufgetürmte Schollen, dass zusammengeschobene aufgetürmte Schollen gesprengt werden mussten (sogar mit Granaten)meine Eltern berichteten mir vom zugefrorenen Rhein: die Industrialisierung hat nach 1962/63 ein Zufrieren verhindert (Kühlwasser der Kraftwerke, Salzgehalt aus Abwässern). Ein Überqueren war möglich, aber nicht immer einfach und ungefährlich, so habe ich ihre Berichte in Erinnerung.
Es gab zusammengeschobene und übereinandergeschobene Schollen, die sich auch auftürmten
und trotzdem hat sich der rheinische Kulturraum samt Kölschplörre nicht woandershin verschoben (auch nicht seismisch-ptolemäisch)aber im Winter 62/63 war der Rhein wohl als letztes zugefroren.
@pietFFM die waren vermutlich deutlicher abhängig von klimatischen Bedingungen als z.B. der (arbeitsteilige antik-industrielle hochorganisierte) etrusk-griech-röm. mediterrane Kulturraum, der sich drastisch in aus seiner Perspektive unwirtliche Klimata ausbreiten konnte (und dabei ein beachtliches Imperium errichtete)die Aurignacien -Menschen
Hauptbewegung ist grob gesagt Höhe schwäbische Alp Richtung südliches Frankreich und Spanien. Die Kleinkunst wie der Löwenmensch und die spätere Höhlenmalereien im Westen bleiben auch im Schwerpunkt südlich.Äh @pietFFM, ehrlich gesagt komme ich da nicht mit, was an meiner Unwissenheit bezüglich Paläolithikum liegt. Dehnte sich die Aurignacien-Region von den Mittelgebirgen nach Westen aus, wenn es wärmer wurde? Dabei war das Klima im Westen doch sicher milder..
Wie gesagt, irgendwas hab ich da nicht richtig mitbekommen.
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