Mittelalterlager
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Wobei der "Kreationismus" an sich hat ja auch keine belastbare wissenschaftliche Grundlage.
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Das war auch nur eine Vorbemerkung von mir. In welcher Hinsicht Deine Aussage falsch ist, hast Du ja nun zu Protokoll gegeben. Inwieweit der Schöpfungsbericht als "wahr" akzeptiert wird, welche Aussagen "bildlich" und welche "wörtlich" geglaubt werden sollen, ergibt sich nicht aus der Bibel, sondern aus der (kreationistischen) Lehre, die vorgibt, wie die Aussagen zu interpretieren sind.Ich sprach jetzt vom christlichen Kreationismus und um diesen ging es auch explizit in der Frage. Insofern war meine Aussage richtig.
Mir ist klar, dass es Atheisten gelegen kommt der Bibel so ein Weltbild zu unterstellen. Trotzdem ist es biblisch nicht haltbar:
Die "Fenster des Himmel" in 1.Mose 7 kann man natürlich wörtlich nehmen, wenn man der Bibel unbedingt eins reinwürgen will. Näherliegend ist aber eine bildhafte Beschreibung für starken Regen.
Wobei der "Kreationismus" an sich hat ja auch keine belastbare wissenschaftliche Grundlage.
Gould hat eine Hypothese aufgestellt, die du hier zitierst. Andere Evolutionsbiologen haben ihm widersprochen. Jedenfalls ist es Unsinn, dass die Evolution nicht mehrfach zum gleichen Ergebniss geführt hat. Konvergente Evolution ist allgegenwärtig.Das kommt daher, dass von ziellosen Naturprozessen eigentlich nicht zu erwarten ist, dass sie mehrfach unabhängig zum gleichen Ergebnis führen. Deshalb hatte man auch früher erwartet, dass sie äußerst selten sein müssten. So schrieb Gould 1989:
"Spulen Sie das Band des Lebens zurück zu den Anfängen des Burgess -Schiefers; lassen Sie es von einem identischen Ausgangspunkt aus erneut ablaufen, und die Chance, dass etwas wie menschliche Intelligenz die Wiederholung zieren würde, wird verschwindend gering." (https://hiskingdom.us/wp-content/uploads/2019/02/Gould-WonderfulLife.pdf I Seite 14)
Damit bist du auf der falschen Baustelle.die Bibel ist unsere weltanschauliche Deutungsgrundlage und Grundannahme.
D.h. radioakive Zerfallsreihen, Halbwertszeiten, die zunehmende Entfernung des Mondes von der Erde und und wäre dann wohl leider schnöder BetrugStrata von Terry Pratchett.
Und keine Physik der Welt kann die Behauptung widerlegen, die Welt sei zwar nur 6.000 Jahre alt, aber sähe nach allen denkbaren Kriterien so aus, als sei sie weit älter; gleiche Voraussagen, keine Falsifikation möglich. Einem allmächtigen Gott, der schummelt, kommt auch die Wissenschaft nicht bei... Ganz davon abgesehen, dass die Schöpfung ja erst neun Tage her ist...
Es war in Wirklichkeit letzten Donnerstag:Die Welt wurde immer und zu jeder Zeit am vorletzten Dienstag erschaffen...
Wie will man was anderes nachweisen, wenn der Fälscher per definitionem perfekt arbeitet?D.h. radioakive Zerfallsreihen, Halbwertszeiten, die zunehmende Entfernung des Mondes von der Erde und und wäre dann wohl leider schnöder Betrug![]()
Empirie ist Wissen, dass auf Erfahrung beruht oder durch Beobachtung (gegebenenfalls auch im Rahmen eines Experiments) gewonnen wurde.Doch, dem ist genau so. Die Empiere kann sich definitionsgemäß nur mit dem Beschäftigen, was wiederholt gegenwärtig beobachtbar ist.
Man kann aus der Empirie im Rahmen der normalen wissenschaftlichen Methode durch Induktion Theorien über die Entstehung von Arten, von Gebirgen, von Sternen oder von Galaxien bilden, daraus durch Deduktion Vorhersagen treffen und dann versuchen, diese empirisch, also durch Beobachtungen zu bestätigen, sei es, durch das Graben nach Fossilien oder anatomische oder genetische Untersuchungen, durch den Bau von großen Teleskopen, die man ins All bringt, um weit entfernte Sterne oder Galaxien zu beobachten usw..Sie kann methodisch bedingt nichts über Ursprung und Entstehung aussagen. Die Rekonstruktion der Vergangenheit ist nur möglich, wenn man eine Grundannahme über den Ursaprung vorausetzt, aus der sich gewisse Erwartungen ableiten lassen und dann nach bestätigenden Befunden ("smoking guns") in der Empiere zu suchen.
Man muss hier unterscheiden zwischen dem Verwenden von Homologien zum Erkennen von Verwandtschaftsbeziehungen zwischen Organismen und dem Verwenden von Homologien als Beleg für Evolution.Um Konvergenzen von Homologien zu unterscheiden, muss erst ein Evolutionsverlauf vorausgesetzt werden, um dann zu schauen wo sich die wenigsten Konvergenzen ergeben. Wenn aber Evolution vorausgesetzt werden muss, um Homologien zu bestimmen, können sie kein unabhängiger Evolutionsbeleg sein und wer sie so verwendet, argumentiert zirkulär.
Was für Widersprüche soll es da geben? Die erwähnten Konvergenzen treten immer wieder auf. Bei nah verwandten Arten kann die Abgrenzung von Homologien und Analogien bzw. Konvergenzen schwierig sein und manchmal hat man auch nicht genug Informationen, um eine sichere Entscheidung zu treffen. Dann muss man weiter forschen. So ist das in der Wissenschaft.Ein Bsp. aus der Praxis findet sich bei der Rekonstruktion der evolutionären Verwandschaftsbeziehungen zwischen Eulen und anderen Vögeln. Diese sind nicht widerspruchsfrei rekontruierbar und Brown & Mindell folgern daraus:
Deshalb kann ja auch der Evolutionsverlauf, die Kontinentaldrift und alles andere nicht als Beweis herhalten. Wurde ja alles exakt genauso geschaffen. Es soll ja nur ein Eindruck erweckt werden ( aus welchen Gründen auch immer)Wie will man was anderes nachweisen, wenn der Fälscher per definitionem perfekt arbeitet?
Das passt nicht, das würde bedeuten, die "Kreationisten" haben eine andere "Wissenschaft", eine die andere Parameter benutzt, eine " Wissenschaft" die nicht die selben Methoden anwendet.Falsch... Wissenschaft an sich (als Methode) schätzen wir als ein Werkzeug, um Gottes Schöpfung zu erforschen. Was wir kritisieren, ist die Evolutionstheorie. Die ET ist eben so wenig "die Wissenschaft", wie der Kreationismus. Beides sind Modelle basierend auf der selben wissenschaftlichen Methode aber unterschiedlichen Grundannahmen.
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