Kuba in der Zeit des Imperialismus

Dieses Thema im Forum "Die großen Kolonialreiche" wurde erstellt von helchen15, 16. September 2012.

  1. helchen15

    helchen15 Neues Mitglied

    Wie würdet ihr Amerika in der Quelle "Nuestra America" von Jose Marti Perez charakterisieren?

    ich habe sie so verstanden,dass Marti Amerika als eine große Macht darstellt,die aber zuerst "unsichtbar" scheint,sodass die Nachbarländer Amerika womöglich Gewalt antun.Deshalb soll es sich so darstellen wie es ist.

    die Quelle Myhtos Kuba "Heldenmut der Antillen" von Fidel Castro habe ich genauso gedeutet,aber in meiner Aufgabe heißt es,dass das USA-Bild Castros sich als Gegenbild von Marti ergibt.


    habe ich die Quellen falsch gedeutet?Was ist der Unterschied?Bild der beiden?


    Danke
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Hi,

    du kannst nicht einfach voraussetzen, dass den Mitgliedern dieses Forums José Martí ein Begriff ist oder sein Text Nuestra América.
    José Martí ist eine Art Nationalheld von Kuba, der von Castro, Guevara und anderen Jahrzehnte nach seinem Ableben für die kubanische Revolution genauso vereinnahmt wurde, wie zuvor von Batista, der von Castro und seinen Mitstreitern vertrieben wurde.
    América - Nuestra América - bezieht sich dabei nicht auf die USA, sondern auf den Doppelkontinenten, wie im Spanischen üblich.
    Kuba war die letzte spanische Kolonie in Lateinamerika, welche die Unabhängigkeit von Spanien erlangte und zwar im Zuge des spanisch-amerikanischen Krieges 1898.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. September 2012
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  3. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Na ja! Jose Martí kennen wir schon. Aber von seinen Texten ist höchstens sein Gedicht "Guantanamera" einem breiteren Publikum bekannt:

    Yo soy un hombre sincero,
    de donde crece la palma,
    y antes de morirme quiero
    echar mis versos del alma.

    Mi verso es de un verde claro
    y de un carmín encendido.
    Mi verso es un ciervo herido
    que busca en el monte amparo.

    Cultivo una rosa blanca,
    En julio como en enero,
    Para el amigo sincero
    Que me da su mano franca.

    Con los pobres de la tierra
    quiero yo mi suerte echar.
    El arroyo de la sierra
    me complace más que el mar.

    Ich bin ein aufrichtiger Mensch
    von da, wo die Palme wächst,
    und bevor ich sterbe, möchte ich
    mir meine Verse von der Seele singen.

    Mein Vers ist von hellem Grün
    und von entflammtem Rot
    Mein Vers ist ein verwundeter Hirsch
    der im Gebirge Zuflucht sucht.

    Ich ziehe eine weiße Rose heran,
    im Juli wie im Januar,
    für den ehrlichen Freund
    der mir seine offene Hand reicht.

    Mit den Ärmsten der Erde
    will ich mein Schicksal abwerfen.
    Der Bach im Gebirge
    erfreut mich mehr als das Meer.

    Guantanamera ? Wikipedia

    Castro steht eher für Prosa und davon mindestens vier Stunden im Stück.
     

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