Luftkrieg: Wieluń, die Bombardierung am 1.9.1939

Nun ja, das Krankenhaus im Zentrum fiel wohl der ersten Angriffswelle zum Opfer.
jap, beim ersten Angriff der I.Stuka 76, ursprünglich war die I.Stuka 2 dafür eingeplant.
neben dem Krankenhaus war das Starosty, das nicht getroffen wurde, je nach Schreibweise kommt Stadtverwaltung, Bürgermeister oder Bezirksamt heraus. die Möglichkeit daß nicht das Krankenhaus sondern das starosty das Ziel war erachte ich als hoch, erst recht bei der schlechten Sicht die damals herrschte. unter anderem in solche Gebäude würden sich militärische Stäbe einnisten und wären somit ein bevorzugtes Ziel
es gibt auch ein paar kritische polnische Stimmen die an dem roten Kreuz auf dem Dach zweifeln z.B.
"Das erste Ziel, auf das die Granaten fielen, war das All Saints Hospital, das angeblich (wie einigen Zeugen behaupten) deutlich mit den Symbolen des roten Kreuzes markiert war ( wie Dr. Grzegorz Bebnik hervorhebt wird diese Markierung vom damaligen Direktor der Einrichtung, Zygmunt Patryn, nicht bestätigt )" 1.9.2025 auf polskieradio24.pl
 
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Kav gegen eine leichte Division! Auch wenn die damalige LD wesendlich kampfschwächer als die PD war, so war beiden Seiten im Prinzip klar, das eine Kav-Einheit einen Anachronismus im modernen Krieg darstellt.
die 1.l.Div. war eine der kampfstärksten, mit der größten gepanzerten Feuerkraft aller dt. Divisionen, ihre Schwäche lag in der zu geringen Ausstattung mit Infanterie und Artillerie. in Bezug auf die anderen leichten Div. hast du allerdings recht.
die Polen waren stolz auf ihre Kavallerie, die Kav. Brig. waren die Elite des poln. Heeres und haben mehrfach bewiesen zu was sie fähig waren wenn sie richtig eingesetzt wurden, z.B. bei Mokra hat die Kav.Brig. Wolynska, die fälschlicherweise bei Wielun verortet wurde, die 4. Pz.Div. aufgehalten und ihr empfindliche Verluste beigebracht so daß diese stehen blieb und nach Luftunterstützung gerufen hat. die Deutschen hatten großen Respekt vor ihnen. aber auch sie konnten letzten Endes nicht gegen unsere Panzer bestehen.
 
  • In Wieluń gab es kein polnisches Militär, keine polnische Kavallerie.
  • Um Wieluń gab es polnisches Militär, vereinzelt
wie bereits erwähnt gab es vor dem Überfall auf Polen zwei ON Bataillone sowie ein KOP Kavallerie Regiment in und um Wielun, dazu noch Teile der benachbarten 30. Inf.Div., Infanterie und eine Kavallerie Abteilung, die sich im Vorfeld von Wielun aufhielten.

am 1.9. während der Stuka-Angriffe waren meines Wissens nur ein Verbindungs-Stab der ON Brigade, ein Bezirkshauptquartier für Nachschub und eine kurz zuvor fertiggestellte Militärtankstelle in Wielun, aber bei weitem nicht relevant genug um die Angriffe zu rechtfertigen.
die gesamte Div. C, außer dem Div. Stab sowie Führungs-und Versorgungsteilen, die im laufe des Tages als 28. Inf.Div. erkannt wurde, befand sich rings um Wielun. außer der Div.-eigenen Kavallerie war meines Wissens keine weitere Kavallerie in der Nähe von Wielun.

wo sich der ON BrigadeStab aus Sieradz befand entzieht sich meiner Kenntnis. Tatsache ist daß er den Befehl erhalten hatte nach Wielun zu verlegen. war er noch in Sieradz, schon in Wielun oder auf dem Weg dorthin, ich weis es nicht.
der Div. Stab der 28. Inf.Div. hatte ebenfalls den Befehl erhalten am 1.9. zu verlegen, er wäre im laufe des Tages in Wielun angekommen. aus naheliegenden Gründen geschah dies jedoch nicht mehr.

wäre der Überfall nur einen Tag später erfolgt hätten sich in Wielun mindestens einer, wahrscheinlich sogar zwei große Stäbe, samt Führungs-und Versorgungsteilen befunden und diese Diskussion würde nicht stattfinden.
so waren die einen schon weg und die anderen noch nicht da.
 
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sowas z.B. sucht man in unseren Medien auch vergeblich, weil nicht sein kann was nicht sein darf

1.9.2019
Moritz Tuch erinnert sich:
...
"Und in einem Park habe ich sämtliche Militärleute gesehen, alle mit,m geschnittenen Bauch offen. ... Alle tot."
...
gefunden auf: Gedenkstaette-moringen.de > Dokumente PDF


aber eigentlich wollte ich euch das hier noch zeigen, das ist die Wieluner Seite - Nasza Historia

31.8.2016
...
Grzegorz Bebnik stellte auch das allgemein akzeptierte Narrativ in Frage, daß der Überfall auf Wielun keine militärische Rechtfertigung hatte. Er stellt fest, daß "in den wenigen Monaten vor Kriegsausbruch der Anblick von Militäruniformen auf den Straßen von Wielun alltäglich gewesen sein muß."
Auf der Grundlage einer Abfrage von Archivdokumenten weist er außerdem darauf hin, daß die deutschen Stabsoffiziere zu Recht davon ausgehen konnten, daß es in Wielun zumindest einen Stab auf Divisionsebene gab.

Der deutsche Luftfahrtforscher Marius Emmerling hatte bereits versucht, eine Rechtfertigung für den Luftwaffenangriff zu finden. Er gibt an, daß die Bomber eine Kavalleriebrigade treffen sollten, die laut Geheimdienstangaben angeblich in Wielun stationiert war. Emmerling vertrat daher die Position, daß es sich "eher um einen tragischen Fehler als um einen vorgeplanten Terroranschlag auf ein ziviles Ziel" handelt.
(anmerkung: Emmerling ist gebürtiger Pole und hat mindestens drei Luftwaffenbücher in Polen veröffentlicht, leider nur auf polnisch)

gefunden auf: wielun.naszemiasto.pl
 
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