Luftkrieg: Wieluń, die Bombardierung am 1.9.1939

Hallo, die bloße Anwesenheit von Stellungen und Bunker im Vorfeld von Wielun sind nur Indizien, beweisen aber gar nichts.
Waehred eines Krieges haben potenzielle Kriegsanlagen den gleichen Angriffswert wie aktive Kriegsanlagen, sind also durchaus legitime Angriffsziele.
Die Bunker waren unbesetzt und die Stellungen wurden nicht nachhaltig verteidigt. In der Stadt selbst gab es nach allem was ich weiß keine Gefechte. Die Polen wollten Wielun nicht verteidigen sondern die deutschen Bewegungen nur verzögern. Die Gegend um Wielun wird polnischerseits als Aufklärungsvordergrund bezeichnet. Verteidigen wollten die poln. Einheiten erst hinter der Warthe.
Und darueber hatten die Polen die LW unterrichtet?
Poland hatte das denkbar schlechteste Oberkommando gehabt.
Allerdings hervorragende Kampfflugzeugpiloten wie sie sich besonders im Battle of Britain bewiesen und bewaehrt hatten.
 
Nun, die blose Anwesenheit von Stellungewn zeigt, das diese auch benutzt werden könnten und somit die Stadt ein legitimes Angroffsziel war.
Genau
Allein der Angriff nur auf den Mittelpunkt der Stadt wo sich diew Wege kreuzen zeigt, das man mit Verbänden gerechnet hat.
Was die Polen wollten oder auch nicht spielt dabei für angreifende Verbände gar keine Rolle und hat es im ganzen Krieg für keinen angreifenden Verband gespielt.
Ditto.
 
In den späteren Berichten ging es darum, Wieluń als Ausweichziel und nicht als primäres Angriffsziel darzustellen.
diese spätere Berichte gibt es nicht, es gibt nur die Anweisungen/Befehle die Tage vor den Angriffen herausgegeben wurden
das Kriegstagebuch von Kurt Hartmann ist privat, nichts offizielles, es wurde von seinen Nachkommen den Verantwortlichen in Wielun zur Verfügung gestellt und soll sich jetzt im BAMA befinden. Ich kann nicht erkennen warum hier etwas verschleiert werden sollte.
 
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Hä, was meinst du jetzt damit?

Und was soll diese Bemerkung jetzt heißen? 275 Avro Lancaster haben da ungegriffen, außerdem steht da "heftig verteidigt", nicht heftigst!
Das kann ich dir sagen Wielun war frontnah und Gießen nicht. Könnte jeder verstehen.
Wortklauberei, wer hat denn Gießen heftigt verteidigt , die paar Nachtjäger die es über Deutschland gab ?
 
Das kann ich dir sagen Wielun war frontnah und Gießen nicht. Könnte jeder verstehen.
Wann kapierst Du es endlich?

Die Deutsche Luftwaffe beging ein Kriegsverbrechen, führte ohne Kriegserklärung im Morgengrauen einen Luftangriff auf eine unverteidigte Kleinstadt aus, machte Zivilisten zum primären Ziel.

Gießen war ein Eisenbahnknotenpunkt, Industrieschwerpunkt zusammen mit der optischen Industrie von Wetzlar, durch Luftabwehr und Nachtjäger geschützt, mit Bunkern gespickt, und es war mehr als 5 Jahre nach Beginn eines Angriffskrieges durch Deutschland.

So sehr ich die Schönheit Mittelhessens und die Menschen dort liebe, diese Bombardierung war erforderlich und gerechtfertigt.

Ich denke, da stimmst Du mir zu?
 
Nun, die blose Anwesenheit von Stellungewn zeigt, das diese auch benutzt werden könnten und somit die Stadt ein legitimes Angroffsziel war.
Allein der Angriff nur auf den Mittelpunkt der Stadt wo sich diew Wege kreuzen zeigt, das man mit Verbänden gerechnet hat.
Was die Polen wollten oder auch nicht spielt dabei für angreifende Verbände gar keine Rolle und hat es im ganzen Krieg für keinen angreifenden Verband gespielt.

eigentlich sind wir gar nicht so weit auseinander, ich komme nur nicht damit klar eine Bombardierung zu rechtfertigen, nur weil unbesetzte Bunker und oder Stellungen in der Nähe sind die eventuell besetzt werden könnten. Und wenn man deine Lesart weiterspinnt wären nicht einmal diese von Nöten, da sich Infanterie ganz schnell eingraben könnte.
Solange keine gegnerische Truppen in der Nähe sind halte ich das für falsch und würde sowas als Kriegsverbrechen bezeichnen.

Im Falle von Wielun war fast die gesamte poln. 28. I.D. rund um die Stadt in Stellung gegangen und die verantwortlichen dt. Offiziere hatten allen Grund dazu den Divisions Stab in Wielun zu vermuten, welcher auch tatsächlich den Befehl hatte sich am 1.9.39 in Wielun einzufinden. Auch war es naheliegend den Stab der "Kav.Brig." und evtl. weitere Stäbe in Wielun zu vermuten. Auch der ON-Brig.Stab hatte Befehl nach Wielun zu verlegen, ein Verbindungsstab der Brigade war schon längere Zeit vor Ort.
Auch in den Tagen und Wochen vor dem Überfall gab es reges militärisches Treiben in der Stadt. Da wären:
Die ON-Btl. Wielun I und II, jeweils mit Stab und einer Kompanie in der Stadt sowie das 1. KOP-Kav.Regiment das vermutlich ebenfalls mit Teilen in Wielun untergebracht war. Dann war da noch ein festlicher Anlaß in der Stadt bei dem viele Stabsoffiziere gesehen wurden, wo auch General Rommel anwesend war, der ON wurden gespendete MGs übergeben und an dessen Ende das KOP-Kav.Reg. feierlich aus Wielun auszog.
Nach herankommen der Div. C/28. I.D. verließen auch die ON-Bataillone Wielun.
In den folgenden Tagen durchquerten größere Teile der Division die Stadt um in dessen Vorfeld in Stellung zu gehen. Ich halte es durchaus für wahrscheinlich daß kleinere rückwärtige Teile in der Stadt verblieben sind.
Größere, lohnende Stäbe oder Truppenteile waren aber am 1.9.39 wahrscheinlich nicht in der Stadt.
Dies alles war den dt. Verantwortlichen so nicht bekannt.

Der fehlerhaften Aufklärung zufolge waren bis zu drei Inf.Div., eine Kav.Brig. mit Panzer sowie Panzer Bataillone in, bei und im Raum Wielun zusammengezogen, vielfach wird auch von einer (offensiven) Operationsgruppe gesprochen.
In Wielun waren zwei Panzer Kompanien gemeldet.
In den dt. Kommandobehörden wurde zumindestens ein größerer Stab samt Unterstützungs-und Versorgungsteilen in Wielun vermutet die es auszuschalten galt.
Für mich Grund genug ein von langer Hand geplantes Kriegsverbrechen mit großer Wahrscheinlichkeit auszuschließen.
 
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Pardelas's Position ist, dass die Deutsche Luftwaffe ein Kriegsverbrechen mit Wielun beging.
Didihummel teilt diese Auffassung nicht.

Wenn man etwas aus dem Voelkerrecht behauptet, wie z.B. 'Kriegsverbrechen' ,sollte man dann nicht in der Lage sein, seinen Standpunkt per damals gueltigem Voelkerrecht klar zu stellen?

Wir haben hier den seltenen Fall wobei Pardela als auch Didihummel beide Recht haben. Um das zu verstehen muessen wir uns damals verbindliches Voelkerrecht THE HAGUE DECLARATIONS OF 1899 (IV, 1) AND 1907 (XIV); PROHIBITING THE DISCHARGE OF PROJECTILES AND EXPLOSIVES FROM BALLOONS naeher betrachten.

The present Declaration is only binding on the contracting Powers in case of war between two or more of them.

DEU hatte THE HAGUE DECLARATION OF 1899 (IV, 1) unterschrieben und ratifiziert.
Poland weder noch.

DEU hatte THE HAGUE DECLARATION OF 1907 (XIV); nicht ratifiziert.
War somit keine 'contracting Power'.
Poland weder noch.

"What's right for the uhl, is right for the nightingal"​

Ebenso wie DEU sich nicht an HAGUE 1907 ((XIV)) gebunden fuehlte, brauchten die United Nations sich ebenfalls nicht daran gebunden fuehlen. Die circa 3 meg t Bomben die ueber DEU abgeworfen wurden, waren demzufolge perfectly legal. Doch war es wirklich so?


The Joker in HAGUE 1907 ((XIV)):​

"The undersigned, plenipotentiaries of the Powers invited to the Second International Peace Conference at The Hague,[...]
Declare :
The contracting Powers agree to prohibit, for a period extending to the close of the Third Peace Conference, the discharge of projectiles and explosives from balloons or by other new methods of a similar nature."

Dieser kleine Zusatz bedeutet, dass Bombenabwuerfe aus Flugzeugen ,Bombenabwuerfen aus Ballonen gleichkommt und per HAGUE 1907 ((XIV)) verboten waren. Voellig absurde Vorstellung.

 
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