Militärdiktatur 1916

Dieses Thema im Forum "Der Erste Weltkrieg" wurde erstellt von WeimarLaie, 23. November 2018.

  1. WeimarLaie

    WeimarLaie Gast

    kann eigentlich 1916 wirklich von einer Militärdiktatur durch Ludendorff gesprochen werden? immerhin war die Verfassung nicht geändert und er den Reichstag nicht wirklich beherrschte.
     
  2. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Die Analyse, die zu dieser Beurteilung führte, war ja auch komplexer. Kitchen sprach beispielsweise von einem "silent dictatorship".

    Ansonsten die Rückfrage, welche Aspekte hatten sich denn im WW1 verändert? Und vor allem die zentrale Gretchenfrage, wer die Abdankung der Kaisers erzwang. War es die 3. OHL, einzelne Parteien oder der Reichstag?
     
  3. WeimarLaie

    WeimarLaie Gast

    "Einer" silent dictatorship. Er bezieht seine Analyse vor allem auf Ludendorff und die Machtverhältnisse zwischen ihm und Hindenburg scheinen nicht ganz klar zu sein. Während Deist weniger dem Begriff der Diktatur sondern mehr der Sache nach meinte und von einer Diktatur der OHL. Konkrete Gedanken einer Militärdiktatur scheinten Oberst Bauer, General Thaer und General Eisenhart-Rothe gehabt zu haben. Hindenburg dachte scheinbar daran, aber erst nach dem Krieg..
     
  4. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Die Weimarer Verfassung ist auch bis 1945 nie außer Kraft gesetzt worden. Trotzdem sprachen die Nazis und sprechen wir auch heute, vom Dritten Reich. Das kann also kein Argument für oder gegen eine Diktatur sein. Auch die Verfassung der DDR war im Grunde demokratisch. Nichtsdestowenigertrotz würde niemand, der geistig gesund ist, die DDR für eine Demokratie halten.
     
  5. WeimarLaie

    WeimarLaie Gast

    Die Beherrschung des Reichstags ist schon ein Argument. Das ist doch eine der Grundvoraussetzungen einer Diktatur - war im Nationalsozialismus genau so. Es gibt viele Beispiele, dass dies dem Militär bzw. der 3. OHL im Kriege nicht gelang
     

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