Neue archäologische Entdeckungen

Im Vorspann war gesagt worden, dass über Jahre eine unabhängige Überprüfung der Daten nicht möglich war.

Einleitung des Herausgebers (und leider eine sehr scharf formulierte Kritik):

Zusammenfassung der Redaktion
Über den Zeitpunkt der Besiedlung Amerikas wird viel diskutiert. Eine Fundstätte, die die Besiedlung Südamerikas in die Prä-Clovis-Zeit datiert, ist Monte Verde II in Chile. Allerdings wurde diese Fundstätte größtenteils nur von einer einzigen Forschungsgruppe untersucht, was bedeutet, dass eine Überprüfung der Datierungen bisher fehlte. Surovell et al. untersuchten die Fundstätte unabhängig davon unter Verwendung aktueller Methoden und mit einem breiteren Ansatz und kamen zu dem Schluss, dass die Fundstätte nicht älter als 8200 Jahre sein kann, was deutlich jünger ist als die zuvor ermittelten 14.500 Jahre (siehe die Perspektive von Rech). —Sacha Vignieri"



Die Übersetzung des Abstracts:

"Unser Verständnis vom zeitlichen Ablauf der Besiedlung Südamerikas durch den Menschen stützte sich bislang auf die Fundstätte Monte Verde II in Chile, die auf etwa 14.500 Jahre vor heute (v. u. Z.) datiert wurde und als eine der am besten belegten archäologischen Fundstätten aus der Zeit vor Clovis gilt. Wir berichten über die erste unabhängige Untersuchung von Monte Verde seit Beginn der Ausgrabungen vor fast 50 Jahren. Wir argumentieren, dass Radiokarbon- und Lumineszenzdatierungen aus alluvialen Aufschlüssen in Kombination mit der Identifizierung einer Tephra, die auf 11.000 Jahre v. u. Z. datiert wurde und stratigraphisch unterhalb der archäologischen Komponente liegt, darauf hindeuten, dass Monte Verde nicht älter als das mittlere Holozän (8200 bis 4200 Jahre v. u. Z.) sein kann. Da die Besiedlung nun nicht mehr an Monte Verde gebunden ist, stützt unsere überarbeitete Chronologie eine jüngere Datierung für die Ankunft des Menschen in Südamerika."

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Und ich hatte in meinem Bericht die Zeitangabe BP (before present) mit v. Chr. verwechselt.
 
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In dem antiken Ort Pelusium wurde außergewöhnlicher Kultort entdeckt. Pelusium liegt an einem Nilseitenarm nahe dem Mittelmeer. Dadurch war sie ein wichtiger Handelsplatz für Waren aus dem Mittelmeerraum. Wegen seiner Lage nahe der Landbrücke zur Sinaihalbinsel war sie zugleich eine Grenzfestung gegen Feinde aus der Levante.
2019 wurde bei einer Ausgrabung Teile eines kreisrundes Gebäudes entdeckt, welches aus Kalkstein und roten Ziegeln erbaut war. Aufgrund der kreisrunden Form, der Größe des Gebäudes sowie gefundene Sitzbänke vermuteten die Ausgräber das Senatsgebäude von Pelusium entdeckt zu haben. Nun offenbarte sich jedoch in der weiteren Grabung ein ganz anderer Zweck der Anlage. Es handelte sich um ein Wasserbecken mit 35 Meter Durchmesser. Im Zentrum des Beckens befindet sich ein quadratisches Steinpodest. Vermutlich stand dort einst eine Statue des Stadtgottes Pelusius. Dieser war ein Flussgott.

Über die Ausgrabung berichtet das Online-Magazin DAMALS

Ein runder Pool für den Flussgott

Zeitstellung der Tempelnutzung ist 2. Jahrhundert vuZ bis 6. Jahrhundert uZ.
 
Ausgegraben, aber nicht archäologisch: Vom Dachboden zum Schuppen, vom Schuppen in die Garage, und von der Garage in die Kongressbibliothek.

Ein verschollener Kurzfilm von Georges Méliès aus dem Jahr 1897 wurde von einer amerikanischen Familie der amerikanischen Kongressbibliothek geschenkt. In einer alten Holzkiste lagerten 8 Nitrozellulose-Filmrollen (wenn trocken, dann explosiv!), und eine mit 45 Sekunden Filmgeschichte.

Aus dem französischsprachigen Schweizer Radio RTS:

"Einer der allerersten Filme der französischen Filmgeschichte,
"Gugusse et l'Automate" [„Gugusse und der Automat“ bzw. Roboter], von Georges Méliès aus dem Jahr 1897, wurde zufällig auf einem Dachboden in Michigan in den Vereinigten Staaten entdeckt. Ein unerwarteter Fund, der Archivare auf der ganzen Welt begeistert hat.
Die alte Holzkiste befand sich seit einem Jahrhundert im Familienbesitz und war über die Generationen hinweg vom Dachboden in die Scheune und von der Scheune in die Garage gewandert. Niemand ahnte, dass sie einen Schatz des französischen Kinos barg. Niemand wusste davon, bis Bill McFarland, ein pensionierter Professor und Urenkel eines Filmvorführers aus dem ländlichen Pennsylvania (USA), einige alte Filme entdeckte, die „zu wertvoll schienen, um weggeworfen zu werden“, wie er sagt.

Doch der Siebzigjährige „hatte keine Ahnung, was das war“ oder wie man sie sich ansehen konnte. Zunächst versuchte er, sie einem Antiquitätenhändler zu verkaufen, der sie jedoch ablehnte, nachdem er erfahren hatte, dass die Nitratrollen hochentzündlich waren und explodieren konnten."

Ein verschollener Film
Dann, im vergangenen Sommer, reiste Bill McFarland von seinem Wohnort im Norden Michigans zum National Audiovisual Conservation Centre der Library of Congress in Culpeper, Virginia (im Osten). Unter den zehn Filmrollen befand sich „Gugusse et l'Automate", ein verschollener Film von Georges Méliès, einem französischen Pionier des Kinos, mit einer Laufzeit von 45 Sekunden.

Der Film entstand 1897, zwei Jahre nachdem die Brüder Lumière in Paris die erste öffentliche Filmvorführung organisiert hatten. An dieser Vorführung nahm auch Georges Méliès teil, ein Zauberer, der später für seine Experimente mit den ersten Spezialeffekten im Kino bekannt wurde. Fünf Jahre später, im Jahr 1902, drehte Georges Méliès „Le Voyage dans la Lune“, der als einer der ersten Science-Fiction-Filme gilt."


 
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An der Saale hellem Strand
fand man Biberknochen
tief im Sand:

Leider hinter Paywall, bei dem FAZ-Feuilletonreadakteur Tilmann Spreckelsen aber immer lesenswert:

Das schließt nahtlos an @Scorpios Rezeptvorschläge an:
In vielen Gegenden der USA werden Grauhörnchen verzehrt, und wenn sie richtig zubereitet werden, schmecken sie gar nicht schlecht, so ähnlich wie Wildkaninchen, aber man isst sie sich auch bald satt.

Im Süden der USA werden auch Waschbären und Opposums in einigen Gegenden gejagt und auch gegessen. Waschbär hat große Ähnlichkeit mit Roastbeef.

Wenn man mal ein Grauhörnchen geschossen hat und bereitet es frisch zu, schmeckt es ganz interessant, wen der Hautgout stört, oder bei älteren Tieren kann man sie in Buttermilch einlegen und sie braten- da schmecken sie gar nicht so übel.

Am besten haben sie mir als Chili von carne geschmeckt, obwohl das so stark gewürzt war, dass man alles Wildbret nur in Nuancen hätte unterscheiden und schwer nur zu identifizieren war.

Biber sind in den USA fast überall wieder sehr zahlreich geworden. Auf Restaurant-Speisekarten findet man Biber relativ selten, im Mittelalter galt er vielerorts als Fastenspeise und Delikatesse. Viele Trapper nutzen vom Biber nicht nur den Balg und das Castoreum (Bibergeil) das ein hervorragender Lockstoff bei der Fallenjagd ist, sondern auch das Fleisch. Einige Trapper nutzen es als Hundefutter, aber viele verwerten Biberfleisch zu Burgern.


Hier ging es natürlich um Biberpelz, aber ich weiß leider sehr wenig von Ernährung und Kleidung der Menschen in der Jungsteinzeit, noch weniger über eine eventuelle kultische bzw. rituelle Bedeutung der Biber in der Vorstellungswelt der Jäger und Sammler, oder der nachfolgenden neolithischen Bauern.
 
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