Neue archäologische Entdeckungen

Kleiner Nachtrag zum August (mit ein bisschen bayerischer Lokalgeschichte): ein Bajuware aus dem späten 7. Jh. (gestorben ca. 670/680) mit gut erhaltenem Langsax (59 cm) und Messer (20 cm), bestattet an der unteren Isar (Niederpöring). Außerdem eine Gürtelschnalle, ein undefinierbares Objekt und eine spezielle Form von steinernem Armreif (hat einen Namen, den ich vergessen habe). Scheint nicht besonders alt geworden zu sein, vielleicht in seinen 30ern gestorben, Ursache unklar. Knochen in gutem Zustand, keine direkt erkennbaren Verletzungen, allerdings an beiden Füßen ein massiver Hallux valgus. Das ganze ist wohl eine Hofgrablege, kurz bevor dann nur noch auf Kirchenfriedhöfen bestattet wurde.
Leider mit Paywall.
 
Das ist ein bedeutender Fund:
  • Spitzbarren sind standardisierte Handelsware
  • In Leder eingeschlagen und geschichtet in kleinerer Menge auf Esel, Maultier oder Pferd vom örtlichen Produzenten zum Handelsstützpunkt, oder in umgekehrter Richtung zum Endverbraucher (Schmied) gut transportierbar.
  • Vor allem aber: Schiffstransport! Das war der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg im latènezeitlichen Fernhandel.
  • Und natürlich passt das auch zum latènezeitlichen Fernhandel über Lahn, Rhein und Mosel, wir auch dem über die Schweizer Seen.
 
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