Neue archäologische Entdeckungen

Kleiner Nachtrag zum August (mit ein bisschen bayerischer Lokalgeschichte): ein Bajuware aus dem späten 7. Jh. (gestorben ca. 670/680) mit gut erhaltenem Langsax (59 cm) und Messer (20 cm), bestattet an der unteren Isar (Niederpöring). Außerdem eine Gürtelschnalle, ein undefinierbares Objekt und eine spezielle Form von steinernem Armreif (hat einen Namen, den ich vergessen habe). Scheint nicht besonders alt geworden zu sein, vielleicht in seinen 30ern gestorben, Ursache unklar. Knochen in gutem Zustand, keine direkt erkennbaren Verletzungen, allerdings an beiden Füßen ein massiver Hallux valgus. Das ganze ist wohl eine Hofgrablege, kurz bevor dann nur noch auf Kirchenfriedhöfen bestattet wurde.
Leider mit Paywall.
 
Das ist ein bedeutender Fund:
  • Spitzbarren sind standardisierte Handelsware
  • In Leder eingeschlagen und geschichtet in kleinerer Menge auf Esel, Maultier oder Pferd vom örtlichen Produzenten zum Handelsstützpunkt, oder in umgekehrter Richtung zum Endverbraucher (Schmied) gut transportierbar.
  • Vor allem aber: Schiffstransport! Das war der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg im latènezeitlichen Fernhandel.
  • Und natürlich passt das auch zum latènezeitlichen Fernhandel über Lahn, Rhein und Mosel, wir auch dem über die Schweizer Seen.
 
Ich finde Münzschätze ja öde. Nachdem ich einmal im Tresorraum einer Bank etliche 100 kg Gold in 12,5 kg-Barren mit einem Palettenwagen bewegt hatte, oder in einem Hobbykeller ein hässliches blaues Kunststoff-Fass mit 90 kg kanadischen Silberdollar umräumen musste, verstehe ich ̀die Gier nach Gold und Silber nicht mehr.
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Also, dann ein Schatz mit Geschichte, und Schönheit der Münzen: 934 Silberdenare auf einem Acker bei Köln, vergraben im 2. Viertel des 2. Jh. n. Chr.
3 kg Silber, aber sein Besitzer starb bevor er ihn wieder bergen konnte. Hätte er doch besser einen Badeurlaub in Herculaneum gemacht oder Diokletian in Split besucht, oder Gäste bewirtet wie Trimalchio.

 
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Ich finde Münzschätze ja öde. Nachdem ich einmal im Tresorraum einer Bank etliche 100 kg Gold in 12,5 kg-Barren mit einem Palettenwagen bewegt hatte, oder in einem Hobbykeller ein hässliches blaues Kunststoff-Fass mit 90 kg kanadischen Silberdollar umräumen musste, verstehe ich ̀die Gier nach Gold und Silber nicht mehr.
Es geht nie um die Menge. Im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank sieht man eine römische Goldmünze, auf der mit zwei Dolchen und einer phrygischen Freiheitskappe die Iden des März gefeiert werden.
Die Bundesbank hat, wenn ich mich recht erinnere, diese seltene Münze für teure D-Mark Anfang der 90er erworben, kurz nachdem sich Helmut Kohl bereit erklärt hatte, die Unabhängigkeit der deutschen Geldpolitik aufzugeben...
 
Wallanlage unter dem Hôpital-Dieu auf der Seine-Insel Île de la Cité: Das gallische Lutetia, aus der Zeit Caesars?

 
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