Daniel-Seyffarth
Neues Mitglied
Zur Marcellus-Stelle (@Sepiola #55):
Die relevante Primärquelle ist De Medicamentis Liber, Kap. IX, Zeile 131 – dort beschreibt Marcellus die Pflanze vernetus (Erle) auf Gallisch, mit Ernteanweisung. Das Eisenverbot und die Mondphasenbindung sind dokumentiert in:
Wagner et al. (2020). Celtic Provenance in Traditional Herbal Medicine of Medieval Wales and Classical Antiquity. Frontiers in Pharmacology, 11, 105. DOI: 10.3389/fphar.2020.00105
Ich räume ein: Marcellus nennt nicht explizit den Dodekaeder. Die Verbindung ist eine Hypothese, keine Behauptung.
Zu @Pardela_cenicienta #57 – Bordeaux als Randzone:
Fairer Einwand. Bordeaux ist nicht das Zentrum der Funde. Was ich behaupte ist enger: Marcellus stammt aus dem gallorömischen Kulturraum, schreibt auf Gallisch, dokumentiert Rituale die zeitlich und kulturell mit den Funden übereinstimmen. Plinius war Römer und kein Druide – trotzdem ist er die wichtigste Quelle für keltische Mistelbräuche.
Zu @Pardela_cenicienta: Warum keine keltischen Dodekaeder vor der Romanisierung?
Das ist der stärkste Einwand im Thread. Eine mögliche Erklärung: Die platonische Form des Dodekaeders kam erst durch Kontakt mit der römisch-griechischen Welt in den Kulturraum. Das wäre eine gallorömische Synthese – keltisches Ritual in platonischer Form. Genau in diese Zeit der Romanisierung fallen alle Funde.
Zu @Traklson #56:
Das Schweben ist keine Kamerainszenierung sondern Geometrie.
Jeder kann es selbst testen:
ein Dodekaeder auf eine Fläche legen – er liegt immer auf Kugeln, nie auf einer Fläche. Das ist konstruktionsbedingt und bei allen 130+ Exemplaren identisch.
Die relevante Primärquelle ist De Medicamentis Liber, Kap. IX, Zeile 131 – dort beschreibt Marcellus die Pflanze vernetus (Erle) auf Gallisch, mit Ernteanweisung. Das Eisenverbot und die Mondphasenbindung sind dokumentiert in:
Wagner et al. (2020). Celtic Provenance in Traditional Herbal Medicine of Medieval Wales and Classical Antiquity. Frontiers in Pharmacology, 11, 105. DOI: 10.3389/fphar.2020.00105
Ich räume ein: Marcellus nennt nicht explizit den Dodekaeder. Die Verbindung ist eine Hypothese, keine Behauptung.
Zu @Pardela_cenicienta #57 – Bordeaux als Randzone:
Fairer Einwand. Bordeaux ist nicht das Zentrum der Funde. Was ich behaupte ist enger: Marcellus stammt aus dem gallorömischen Kulturraum, schreibt auf Gallisch, dokumentiert Rituale die zeitlich und kulturell mit den Funden übereinstimmen. Plinius war Römer und kein Druide – trotzdem ist er die wichtigste Quelle für keltische Mistelbräuche.
Zu @Pardela_cenicienta: Warum keine keltischen Dodekaeder vor der Romanisierung?
Das ist der stärkste Einwand im Thread. Eine mögliche Erklärung: Die platonische Form des Dodekaeders kam erst durch Kontakt mit der römisch-griechischen Welt in den Kulturraum. Das wäre eine gallorömische Synthese – keltisches Ritual in platonischer Form. Genau in diese Zeit der Romanisierung fallen alle Funde.
Zu @Traklson #56:
Das Schweben ist keine Kamerainszenierung sondern Geometrie.
Jeder kann es selbst testen:
ein Dodekaeder auf eine Fläche legen – er liegt immer auf Kugeln, nie auf einer Fläche. Das ist konstruktionsbedingt und bei allen 130+ Exemplaren identisch.