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Ergänzend zu meinem Vorposter...
Zitat:
„Geschichte wird von den Siegern geschrieben.“
Ja, in Diktaturen.
Geschichte wird von den Siegern geschrieben.
...
Ein gutes Beispiel dafür sind die USA. Während des Vietnamkrieges haben sie alleine über Laos 2 Millionen Tonnen Bomben abgeworfen und die zivilen Opfer übersteigen die der Nazis bei Weitem. Das bedeutet, dass im Schnitt über einen Zeitraum von 9 Jahren alle 7 Minuten ein Bomber der stärksten Klasse komplett vollgepackt seine Ladung über Laos abgeworfen hat....
Geschichte wird von den Siegern geschrieben.
Ein gutes, aber gesellschaftlich gefährliches Beispiel ist Hitler. Und die Tatsache, dass es kulturell grenzwertig ist ist bereits Beweis dafür, dass in diesem Fall die Sieger Geschichte geschrieben haben.
Keine Angst, ich will nicht den Holocaust leugnen, um Gottes Willen. Es geht nur um die Annahme, dass die Auffassung von Hitler und dem deutschen Reich heute, hätten "wir" gewonnen, komplett anders wäre. Hitler würde als großartiger Feldherr und fast schon messiasartig in die Annalen der Weltgeschichte eingehen und nicht als größter Tyrann der Moderne.
Ein gutes Beispiel dafür sind die USA. Während des Vietnamkrieges haben sie alleine über Laos 2 Millionen Tonnen Bomben abgeworfen und die zivilen Opfer übersteigen die der Nazis bei Weitem. Das bedeutet, dass im Schnitt über einen Zeitraum von 9 Jahren alle 7 Minuten ein Bomber der stärksten Klasse komplett vollgepackt seine Ladung über Laos abgeworfen hat.
Nur, da die USA die primären Kriegsgeschichtsschreiber und die selbsternannte Weltpolizei sind steht hier in keinem Lexikon etwas von Tyrannei geschrieben.
Das ist nur ein Beispiel. Es gibt unzählige. Aber Hitler ist in meinen Augen das Beste Beispiel, wie es aussieht, wenn man nicht auf der Siegerseite war, die Geschichte die geschrieben hat.
Demokratie befindet sich in einem ständigen Prozess. Sie ist nichts, was fertig wäre, denn sie muss und kann sich den Umständen ihrer Zeit anpassen. Das schließt Fehler und Verbrechen nicht aus. So gehört die Unterstützung des Putschisten Augusto Pinochet sicher nicht auf das Ruhmesblatt der USA. Zur Demokratie gehört dann eben auch, dass man dies offen sagen und publizieren darf, ohne dafür in sogenannte Schutzhaft oder gleich in den Gulag zu kommen.Nur, da die USA die primären Kriegsgeschichtsschreiber und die selbsternannte Weltpolizei sind steht hier in keinem Lexikon etwas von Tyrannei geschrieben.
Gegenbeispiel: Stalin war seinerzeit auf der Seite der Sieger, trotzdem gilt er heute als Unhold. Das Wort Stalinismus umschreibt jedenfalls keine paradisischen Zustände.Das ist nur ein Beispiel. Es gibt unzählige. Aber Hitler ist in meinen Augen das Beste Beispiel, wie es aussieht, wenn man nicht auf der Siegerseite war, die Geschichte die geschrieben hat.
Demokratie befindet sich in einem ständigen Prozess. Sie ist nichts, was fertig wäre, denn sie muss und kann sich den Umständen ihrer Zeit anpassen. Das schließt Fehler und Verbrechen nicht aus. So gehört die Unterstützung des Putschisten Augusto Pinochet sicher nicht auf das Ruhmesblatt der USA. Zur Demokratie gehört dann eben auch, dass man dies offen sagen und publizieren darf, ohne dafür in sogenannte Schutzhaft oder gleich in den Gulag zu kommen.
Gegenbeispiel: Stalin war seinerzeit auf der Seite der Sieger, trotzdem gilt er heute als Unhold. Das Wort Stalinismus umschreibt jedenfalls keine paradisischen Zustände.
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Ein gutes Beispiel dafür sind die USA. Während des Vietnamkrieges haben sie alleine über Laos 2 Millionen Tonnen Bomben abgeworfen und die zivilen Opfer übersteigen die der Nazis bei Weitem. Das bedeutet, dass im Schnitt über einen Zeitraum von 9 Jahren alle 7 Minuten ein Bomber der stärksten Klasse komplett vollgepackt seine Ladung über Laos abgeworfen hat. ...
Der Sieger schreibt die Geschichte, der Verlierer aber die Wahrheit? Das ist doch totaler Quatsch. Du sagst, du willst den Holocaust nicht leugnen, wenn "wir" aber den Krieg gewonnen hätten, würde Hitler als genialer Staatsmann und Kriegsherr gefeiert. Damit kommst du einer Relativierung ziemlich nahe, was durch die Behauptung verstärkt wird, die zivilen Opfer des Vietnamkrieges überstiegen die Opferzahlen der Nazis.
Das würde bedeuten, dass der Zweck jedes Mittel heiligt und der Erfolg nicht nur alles rechtfertigt, sondern auch den Täter zum Heiligen und Helden macht.
Genozid, Euthanasie und der gesamte Terrorapparat des Systems wären dann nur Petitessen, eine Fußnote der Geschichte, die man mit Hilfe der Geschichtsschreibung ohnehin längst vergessen hätte.
Die USA haben den Vietnamkrieg verloren, und es hat auch kein "Geschichtsschreiber" oder Journalist geschafft, die Niederlage in einen Sieg umzulügen oder das Massaker von My Lai in eine Heldentat zu verwandeln. Im Gegenteil hatten Journalisten die Möglichkeit, Bilder vom Kriegsschauplatz zu senden, die beim Unternehmen Desert Storm undenkbar gewesen wären, denn sie wären der Zensur verfallen.
Viele Größen der Geschichte haben Blut in Strömen vergossen, etliche Parteigänger versuchten es zu rechtfertigen, doch hat die Nachwelt solche Gewalttaten nicht vergessen, selbst wenn es sich um tüchtige Herrscher handelte wie Augustus oder Alexander und Peter der Große.
Beide lügen.
...
Ein Beispiel:
In Deutschland wird immer gern behauptet, die alliierten Flächenbombardements waren notwendig, um die deutsche Kriegswirtschaft lahmzulegen und die Moral der Bevölkerung zu brechen. Wer etwas anderes behauptet, wird hier von einigen (nicht von allen) sofort in die rechte Ecke gestellt, weil er die "Wahrheit" einiger nicht anerkennen will. Die Argumente, dass nämlich die deutsche Kriegswirtschaft sich kontinuierlich steigerte und im Februar 1944 den höchsten Ausstoß an Rüstungsgütern während des gesamten Krieges zu verzeichnen hatte, oder auch Äußerungen namhafter britischer Historiker, die die Flächenbombardements verurteilen, weil auf alliierter Seite diese Bombardierungen nicht eingestellt wurden obwohl man schnell erkannte, dass sie nicht zum Ziel führen, werden nicht berücksichtigt. Wer also um solche Fakten weiß und trotzdem, also wider besseres Wissen, seine falsche Meinung verbreitet, der kann nicht mehr von "seiner Sicht auf die Dinge" reden. "Seine Sicht" ist erwiesenermaßen falsch, und sie weiter als "richtig" zu verbreiten, heißt "lügen".
Die Frage ist aber: Warum verhält sich jemand so? Wie man es auch dreht und wendet, die einzige schlüssige Erklärung, die mir einfällt, ist folgende: solchen Menschen geht es nicht um die korrekte Darstellung der Geschichte, sondern darum, die Geschichte in einer bestimmten Art und Weise darzustellen. Wenn wir die Geschichte aber nicht korrekt darstellen, wie wollen wir daraus lernen?
Ein Beispiel:
In Deutschland wird immer gern behauptet, die alliierten Flächenbombardements waren notwendig, um die deutsche Kriegswirtschaft lahmzulegen und die Moral der Bevölkerung zu brechen. Wer etwas anderes behauptet, wird hier von einigen (nicht von allen) sofort in die rechte Ecke gestellt, weil er die "Wahrheit" einiger nicht anerkennen will. Die Argumente, dass nämlich die deutsche Kriegswirtschaft sich kontinuierlich steigerte und im Februar 1944 den höchsten Ausstoß an Rüstungsgütern während des gesamten Krieges zu verzeichnen hatte, oder auch Äußerungen namhafter britischer Historiker, die die Flächenbombardements verurteilen, weil auf alliierter Seite diese Bombardierungen nicht eingestellt wurden obwohl man schnell erkannte, dass sie nicht zum Ziel führen, werden nicht berücksichtigt. Wer also um solche Fakten weiß und trotzdem, also wider besseres Wissen, seine falsche Meinung verbreitet, der kann nicht mehr von "seiner Sicht auf die Dinge" reden. "Seine Sicht" ist erwiesenermaßen falsch, und sie weiter als "richtig" zu verbreiten, heißt "lügen".
Ja, leider wird Geschichte idR von Siegern geschrieben. Ich finde, das könnte man allmählich mal ändern, da wir ja alle die Möglichkeit haben, Informationen zu sammeln, zu bewerten und aufzuschreiben. Ungewöhnlich im vorliegenden Fall ist, dass die Besiegten danach die Propaganda der Sieger brav übernommen haben. Das macht es noch schwieriger, zwischen gefärbten und neutralen Informationen zu unterscheiden. Allerdings könnte man schon meinen, die Amerikaner und Engländer haben ein wenig die Quittung dafür bekommen, als sich die Umerziehung der Deutschen in der Ablehnung von Kriegen gegen den Irak auswirkte. Da dürften nämlich die Deutschen ein Stück Zivilisation von ihren Bezwingern gelernt haben, ein Stück Zivilisation, das diese sich zwar für die Deutschen aber durchaus nicht für sich selbst so vorgestellt hatten. Was man den Deutschen als allgemeingültige Regel der Humanität verkauft hat, stand nun plötzlich den Interessen dieser Staaten entgegen. Es ist schon beachtlich, dass in Deutschland eine Wahl mit einem Nein zu einem Krieg gewonnen wurde.[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif][FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]Veröffentlicht wird doch auf Siegerseite immer nur, was opportun ist, damit deren Gutmenschen-Mythos weiterlebt.[/FONT][/FONT]
[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif][FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]Über den 1. WK habe ich in der sehr guten Autobiographie des Chirurgen Sauerbruch ("Mein Leben") beispielsweise folgendes gelesen: [/FONT][FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]England und Frankreich zwangen unter Kriegsandrohung neutrale Länder wie die Schweiz zu einem totalen Handelsverbot mit dem Deutschen Reich. (Hervorhebung von mir)[/FONT]
Derartige
[/FONT][/FONT]Grausamkeiten mit dem Ziel, die Deutschen auszuhungern, erfährst du sonst nirgends. Grausamkeiten, denen die Deutschen nichts entgegensetzen konnten.
Ja, leider wird Geschichte idR von Siegern geschrieben.
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