Bdaian
Aktives Mitglied
Meine Meinung: Es fehlt zwar der archäologische Nachweis dieser konkreten Nutzungsform. Für plausibel halte ich sie auf harten Boden z.B. um einen Durchgang (Lagertor) zu erschweren, schon.
Es ähnelt in Form und Funktion den Krähenfuss, der auch zu römischer Zeit verwendet wurde. Wenn man so ein relativ stabiles Gebilde versucht umzureissen, kommt immer eine Spitze nach oben. Durch eine Gruppe davon kann nicht einfach so durchrauschen, weder zu Fuss, noch zu Pferde.
Ähnliche Objekte, ob einfache Pfähle oder zusammengesetzte Spanische Reiter (die in Spanien übrigens "Friesische Pferde" heissen) sind, wie von Tiberius erwähnt, von jeher belegt. In der Schedelschen Weltchronik sind ähnliche stachelige Konstruktion vor einem Tor zu sehen (ich glaube Nürnberg).
Ich gehöre zu einer dieser Berufsgruppen (und bin kein Lehrling) und kann dir versichern, dass ich dem sehr gut ein "technisches Verständniss" entgegenbringe. ich halte es wie gesagt sogar für plausibel, noch dazu wenn es ähnliche Beispiele aus anderen Zeiträumen gibt. Warum sollten die Römer die Ausnahme sein? Die Effektivität ist da kein Argument. Niemand erwartet dass sich die Angreifer selber aufspiessen, es reichte in der Regel schon, sie kurze Zeit aufzuhalten und keine Formation beibehalten können.
Dass die Römer diese Hölzer so zugearbeitet haben und sie dann mit sich herumgetragen haben, ist aber belegt, sowohl archäologisch wie dokumentarisch. Dass die Primäre Verwendungsform im Einrammen in eine Böschung oder Wall bestand, ist logisch. Dass man sie, falls dieses nicht möglich wäre, jedoch einfach so herum liegen lassen würde, ist unwahrscheinlich, da klingt eine wie auch immer geartete Zusammensetzung vernünftiger. Die Erwähnung von Igeln ("Erici") weist auf eine solche Hindernisform hin.
Zusammenfassend:
-Belege gibt es keine ausser den so zugeschnittenen Pfosten (für eine Palisade könnten sie auch einfacher gehalten sein)
-Diese Nutzung ist plausibel.
-Der Ton und die Argumentationsweise von "Schütze" grenzen an Trollerei.
Es ähnelt in Form und Funktion den Krähenfuss, der auch zu römischer Zeit verwendet wurde. Wenn man so ein relativ stabiles Gebilde versucht umzureissen, kommt immer eine Spitze nach oben. Durch eine Gruppe davon kann nicht einfach so durchrauschen, weder zu Fuss, noch zu Pferde.
Ähnliche Objekte, ob einfache Pfähle oder zusammengesetzte Spanische Reiter (die in Spanien übrigens "Friesische Pferde" heissen) sind, wie von Tiberius erwähnt, von jeher belegt. In der Schedelschen Weltchronik sind ähnliche stachelige Konstruktion vor einem Tor zu sehen (ich glaube Nürnberg).
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Weder Architekt, Statiker, Zimmermann und deren Lehrlinge werden dieser Darstellung irgendein "technisches" Verständniss entgegenbringen.
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Ich gehöre zu einer dieser Berufsgruppen (und bin kein Lehrling) und kann dir versichern, dass ich dem sehr gut ein "technisches Verständniss" entgegenbringe. ich halte es wie gesagt sogar für plausibel, noch dazu wenn es ähnliche Beispiele aus anderen Zeiträumen gibt. Warum sollten die Römer die Ausnahme sein? Die Effektivität ist da kein Argument. Niemand erwartet dass sich die Angreifer selber aufspiessen, es reichte in der Regel schon, sie kurze Zeit aufzuhalten und keine Formation beibehalten können.
Liegt bei Abb im Ermessen des Betrachters. ca 10-15 Kilogramm (3 St) Hartholz so aufwendig zu bearbeiten um eine wirksame Spitze zu erhalten könnte man als uneffizient erachten,ich betone, könnte man. Ich tue dies. Waren es (uneffizient) die Römer in diesem Fall? Nach Meinung, nicht nach Fakten, offensichtlich.
Dass die Römer diese Hölzer so zugearbeitet haben und sie dann mit sich herumgetragen haben, ist aber belegt, sowohl archäologisch wie dokumentarisch. Dass die Primäre Verwendungsform im Einrammen in eine Böschung oder Wall bestand, ist logisch. Dass man sie, falls dieses nicht möglich wäre, jedoch einfach so herum liegen lassen würde, ist unwahrscheinlich, da klingt eine wie auch immer geartete Zusammensetzung vernünftiger. Die Erwähnung von Igeln ("Erici") weist auf eine solche Hindernisform hin.
Zusammenfassend:
-Belege gibt es keine ausser den so zugeschnittenen Pfosten (für eine Palisade könnten sie auch einfacher gehalten sein)
-Diese Nutzung ist plausibel.
-Der Ton und die Argumentationsweise von "Schütze" grenzen an Trollerei.
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