Polarisierung von Sekundärquellen aus dem 19. Jahrhundert

Dieses Thema im Forum "Zeitalter der Nationalstaaten" wurde erstellt von Rothaos, 13. Dezember 2012.

  1. Rothaos

    Rothaos Neues Mitglied

    Hey Leute

    Morgen schreibe ich eine Geschichtsklausur über die Zeit von Marius und Sulla.

    Es kommt warscheinlich eine Primärquelle bestehend aus einer Münze mit einer speziellen Prägung (als Propagandazweck).

    Den Aufbau davon haben wir so gelernt, dass erst die quellenkritische Einleitung, dann die Beschreibung und Deutung schreiben sollen.

    Als zweiter Teil wird es eine SEKUNDÄRQUELLE geben.
    Wir wurden darauf hingewiesen dass wir uns bei Sekundärquellen in der quellenkritischen Einleitung über die politische Einstellung des Autors klar sein müssen.
    Es wird eine Sekundärquelle aus dem 19. Jahrhundert sein. Angeblich hat es irgentwas mit Napoleon zu tun. Die politische Ansicht der Historiker soll demnach in einer bestimmten Richtung geprägt gewesen sein. Und ebend diese ''Richtung'' müssen wir halt erläutern.

    Mein Problem ist aber, dass ich dazu bisher kein bisschen gefunden habe.
    Deshalb: Gab es eine bestimmte politische Polarisierung der Historiker, die Texte über dien Zeitraum 100 v. Chr bis 60 v. Chr. verfasst haben und hat Napoleon etwas damit zutun?
    Wäre euch sehr dankbar für eine Antwort!

    MfG Rothaos
     
  2. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

    Wenn das eigentlich Thema "Marius & Sulla" lautet, wird es doch eine Quelle aus dem 19. Jh. zu Marius, Sulla oder was verwandtem sein. Dass Historiker vor 100 bis 200 Jahren anders an die Sache herangingen, als das heute üblich ist, sollte klar sein. Diese Sichtweise oder "Brille" inkl aller unbewusster Vorannahmen (engl. bias) gilt es zu erkennen und zu beachten. Worum's genau geht kann ich natürlich auch nicht sagen.

    (Wobei, hatten nicht Sulla und der erste Napoleon beide nen Alexander-Komplex... ;) ).

    Ein ähnlich gelagertes Beispiel: Napoleon III lies Grabungen am Ort der historischen Niederlage der Gallier gegen Cäsar (Alesia) durchführen. Ua wurde in diesem Zuge ein Denkmal des Vercingetorix errichtet (der Napoleon rein zufällig ziemlich ähnlich sehen soll, hab ich mal gelesen...). Dies geschah nicht nur wegen der archäologischen Begeisterung, sondern hatte ganz konkrete politische Ziele. Kannst Du Dir denken, welche? Und was das für die Interpretationen und Schlüsse bedeutet, die damals gezogen worden?
     
  3. Rothaos

    Rothaos Neues Mitglied

    Ja genau das meinte ich ja. Und über diese Brille sollten wir uns (war nur ein Tipp, ansonsten könnte man halt nur 14 punkte erreichen..) vorab informieren.

    Ja bei Vercingetorix und Napoleon kann man natürlich Parallelen ziehen, hinsichtlich Herrscher Galliens (= späteres Frankreich o.ä) denke ich, so in der Richtung.
    Genau wie Caesar sich, wie man auf mehreren Münzprägungen sehen kann, mit Aeneas dem Gründer Roms (und weil dessen Mutter angeblich Venus gewesen sein soll) verglichen hat und damit seine göttliche Abstammung darstellen wollte, zusätzlich legitimiert durch seinen Titel als Pontifex Maximus.

    Danke für die Hilfe!
     
  4. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Man vergleiche auch das Hermannsdenkmal, wo Hermann alias Arminius sein Schwert gegen wen richtet? Nicht jedenfalls gegen Rom.
     

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