Revolution in Russland und Aufstieg der Sowjetunion

Dieses Thema im Forum "Russland | Sowjetunion | Osteuropa" wurde erstellt von karo1988, 10. November 2006.

  1. AndreasKlammer

    AndreasKlammer Gesperrt

    -> Japan schlägt Russland auch auf See, bei Tsushima vernichtend aufgrund der überlegenen Flotte

    Würde eher schreiben "aufgrund der besser ausgebildeten Flotte. Technisch war die russische Flotte gar nicht so schlecht..
    Nun die Ursachen der Februarrevolution liegen, im 19. Jahrhundert (rückständigkeit, unfähigkeit die Arbeiterschaft als politischer Faktor in die politische Landschaft Russlands zu integrieren, Demütigung des Zarenreiches im Krimkrieg, Autoritätsverlust Nikolaus II). Der Auslöser war letztlich ein Hungerstreik in St. Petersburg, der bald wite Kreise zog. Daraufhin kamen die gemäßigten Kräfte, vor allem die bürgerlich-liberalen, unter Kerenski an die Macht. Kerenski konnte die LAge nicht verbessern, damit wurde der radikalen Oktoberrevolution der Weg bereitet. Die bolschewistische Regierung versprach dem russischen Volk Frieden, so konnte sie im Oktober an die MAcht gelangen, das erklärt auch den überhasteten Vertrag von Brest-Litowsk. Entscheidend für die Okt. Revolution war die Rückkeher Lenins nach Russland, da er der annerkannte Führer der Bolschewiken war. Und er hielt was er Russlands Volk versprach, so schnell wie möglich Frieden zu schließen.
     
  2. karo1988

    karo1988 Neues Mitglied

    danke für die hilfe, also die Oktoberrevolution hab ich jetzt doch sehr kurz hinbekommen und ich denke das mit den aprilthesen und dass lenin und die bolschewiki an die macht kamen auch das wichtigste drin ist. Nur bei der Februarrevolution was kann ich da noch kürzen (Verlauf denke ich passt, aber bei den Folgen bin ich mir nicht so ganz im klaren...)


    Februarrevolution (1917) – Beendigung der Zarenherrschaft in Russland
    (siehe Referat „Das Epochenjahr 1917“)

    Ursachen:
    - Rückständigkeit Russlands (veraltetes Agrarsystem, feudale Gesellschaftsstruktur)
    - unmittelbare Ursachen:
    · Verweigerung des Zaren von Reformen
    · Hungerstreik in St. Petersburg
    · Belastung des 1.WKs (Bauern an der Front, Hungernot, Mangel an Heizmaterial, wirtschaftlich Deutschland deutlich unterlegen,…)
    Verlauf:
    - Befehl des Zaren: Kosaken und Petrograder Garnison soll die Demonstrationen niederschlagen-> weigern sich auf das Volk zu schießen, gehen auf die Seite des Volkes über
    - Regierung tritt geschlossen zurück, Abdankung des Zaren Nikolaus II.
    Ergebnis:
    - 13. März: Wahl eines Arbeiter- und Soldaten- und Bauernrates (Sowjet)
    -> Volksvertretung in der Menschewiki und Sozialrevolutionäre die Mehrheit hatten
    -> hätten Macht an sich reißen können, blieb aber bei der Doppelherrschaft von provisorischer Regierung (liberale + gemäßigte Parteien) und Sowjets
    - April 1917: Eintritt der Menschewiki und Sozialrevolutionäre in die Regierung , konnten aber auch die Erwartungen nicht erfüllen und verloren Anhänger

    >> Fazit: Februarrevolution hatte zwar die Abdankung des Zaren, jedoch nicht die gehofften Reformen und die Beendigung des Krieges erbracht, was somit in die Oktoberreform führte



    Oktoberrevolution (1917)(siehe Referat „Das Epochenjahr 1917“)


    Ursachen:
    Führer der Bolschewiki Lenin fordert in den Aprilthesen: „Alle Macht den Sowjets“, Umverteilung des Bodens, Nationalisierung von Grundbesitz und Banken, sofortiger Friede
    (Bolschewiki beschlossen also die bewaffnete Machtübernahme und es kommt zum Sturm auf das Winterpalais, bei dem Arbeiter und Soldaten wichtige Gebäude in St. Petersburg besetzten und die Regierung verhaften)
    Ergebnis:
    Durch diese Versprechungen konnten die Bolschewiki im Oktober an die Macht kommen und Lenin sorgte für das Einhalten der Versprechungen indem er durch den überstürzten Frieden von Brest Litowsk für sofortigen Frieden sorgte
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. November 2006
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  3. AndreasKlammer

    AndreasKlammer Gesperrt

    Also die Februarrevolution geht in Ordnung, grunddsätzlich auch die Oktoberrev. Vielleicht solltest du noch kurz auf die Gründe für den Bürgerkrieg eingehen?
     
  4. 1.Februarrevolution

    1.1 Die politische Lage davor

    Da es starke soziale Unterschiede zwischen dem Großbürgertum, dem Adel und den Unterschichten gab, und außerdem Russland den Krieg gegen Japan 1904-1905 verloren hatte, gab es schon im Jahre 1905 einen ersten Aufstand gegen die dortige Zarenherrschaft, welcher aber vom damals herrschenden Zaren Nikolaus II. zurückgeschlagen wurde. Diese kleine Revolution hatte aber einige Reformen zufolge, unter anderem eine Volksvertretung (Duma).
    Da aber in der Verfassung der Duma geschrieben stand, dass die Zaren immer noch die dominante Herrschaft in Russland sei, und Zar Nikolaus II. sein Einverständnis zur Duma wieder revidieren wollte, waren die Russen weiterhin unzufrieden. 1907 wurde das Wahlrecht umgeändert und es wurde das Zensuswahlrecht eingeführt, was zur Folge hatte, dass große Teile der Arbeiter und Bauern die politische Repräsentanz verwehrten, was zwar ein Verfassungsbruch war, aber dennoch durchgesetzt wurde.
    Diese Lage wurde als „Scheinkonstitutionalismus“ bezeichnet.
    Außerdem wurden Reformen für die Agrarwirtschaft durchgesetzt, was aber nur deshalb geschah, da Pjotr Arkadjewitsch Stolypin, Premierminister Russlands zu Zeiten der Zaren, der festen Überzeugung war, dass nur dadurch eine blutige Revolution, die ganz Russland ins Elend stürzen würde, verhindert werden konnte.

    1.2 Die Revolution

    Da hinter den Zaren im Ersten Weltkrieg (1914-1918) zwar Anfangs der Großteil der Russen stand, aber aufgrund der schlechten Aussicht auf Sieg, gab es einen Stimmungswechsel. Desweiteren hatte Zar Nikolaus II., welcher den Oberbefehl über das Militär seit 1915 hatte, geforderte Reformen abgelehnt, und die polizeiliche Überwachung enorm verschärft. Immer mehr Protestbereitschaft lag in der Luft, und durch immer schlechter werdende Lebensmittelversorgung und sehr hohe Preise wurden die ersten Streiks und Demonstrationen ausgelöst. Doch anders als 1905 wurden die Ausständigen nicht von den russischen Soldaten niedergeschossen, sondern ganz im Gegenteil, liefen sogar viele der Soldaten zu den Demonstranten über, was den Zaren dazu zwang, abzudanken, was er auch am 15.März.1917 tat.

    1.2 Auswirkungen (März-Oktober)

    Die Absetzung des Zaren forderte eine neue Regierung, die sich aus Vorstandsmitgliedern der Duma zusammensetzte. Als erste Amtshandlung gaben sie die Grundrechte als Gesetz bekannt. Der Arbeiterrat, Petrograder Sowjet, der aus Menschewiki (Mehrheitler, Anhänger Lenins), Bolschewiki (Minderheitler) und Sozialrevolutionären bestand, entstand parallel dazu. Beide Parteien arbeiteten in der folgenden Zeit miteinander. Erst als Wladimir Iljitsch Uljanow, besser bekannt als Lenin, am 3.April.1917 wieder zurück nach Russland kam (mehr bei 2.1), änderte sich dies von Grund auf. Seine Ziele waren die Beendigung des Krieges und, dass die bürgerliche Regierung nicht weiter unterstützt werden sollte, da er diese für kapitalistisch und unfähig hielt. Aufgrund weiterer Verschlechterungen der Lebensmittelversorgung und andere Missstände, verlor das Bürgertum das Vertrauen in die Regierung.
    Daher war die Mehrheit der Sowjets in Moskau und Petograd 1917 für die Bolschewiki.



    2.Oktoberrevolution

    2.1 Ursachen

    Die Deutschen sahen in Lenin großes Potential die russische Innenpolitik enorm zu destabilisieren. Daher erlaubten sie Wladimir Iljitsch Uljanow, der sich zu der Zeit in der Schweiz im Exil befand, da er zuvor aus Russland fliehen musste, da er verhaftet wurde, und mehrfach unter Polizeiaufsicht leben musste, da er der Agitation beschuldigt wurde. Er sah diese aber als positiv an, und später, nach seinem Tod 1924 wurde sogar der Begriff „Leninismus“ geprägt. Seine Inhalte sind ähnlich dem Marxismus, welcher der Haupteinfluss auf den Sozialismus und Kommunismus ist.
    Wladimir Iljitsch Uljanow musste unter dem Decknamen N.Lenin einreisen, da er sonst verhaftet werden würde.
    Desweiteren bekamen die Bolschewiki immer mehr Zuwachs und auch mehr Macht, da sie den Großteil der Sowjets in Petrograd und Moskau hatten. Der starke Linksdruck brachte die Mehrheit dazu, den bewaffneten Bolschewiki zu folgen, was die Kräfte, die unter Lenin zielstrebig an die Macht drängten, stärkte. Leo Trotzki wurde Vorsitzender der Petograder Sowjets und Organisator der Machtübernahme. Lenin, der aus seinem Versteck in Finnland zurück nach Russland kehrte, riet der Partei, die derzeitige Schwäche der Regierung auszunutzen und die alleinige Herrschaft an sich zu reisen.

    2.2 Die Revolution

    Die Vorbereitungen zur Revolution begannen. In der Partei der Bolschewiki wurde heftig diskutiert, ob sie an den Wahlen teilnehmen, oder lieber einen gewaltsamen Aufstand planen sollten. Schließlich setzten sich Lenin und Trotzki durch, und so versammelte Lenin, der am 10.Oktober nach Petograd zurückgekehrt war, 12 der 21 Mitglieder des Zentralkomitees der bolschewikischen Partei. Diese einigten sich nach einer 10-stündigen Diskussion, mit einer Mehrheit von 10 gegen 2 Stimmen, zu einer Resolution für eine gewaltsame Machtübernahme am 16.Oktober.
    Am 16.Oktober tagte das Zentralkomitee nochmals, und diesmal wurde mit einer Mehrheit von 22 gegen 2 beschlossen, eine gewaltsame Machtübernahme zu planen.
    „Den Tag des Aufstandes bestimmen die Umstände.“ So Stalin.
    Trotzki stellte eine militärische Organisation auf, die die Machtübernahme auf sich nehmen sollte. (MRKP militärisch revolutionäres komitee petograds).
    Unter Trotzki bekam dann die MRKP am 17. November.1917 die Macht über die Befehlsgewalt der Garnisonen der Hauptstadt.
    Am Morgen des 24.Oktobers.1917 tagten die entscheidenden Mitglieder der bolschewikischen Partei im „Smoly“, dem Sitz des bolschwestischen Stabes.
    In der Nacht des 7.November.1917 nahmen die Truppen strategisch wichtige Punkte in der Stadt ein. Der Aufstand begann mit dem Signal des Panzer U-Bootes Aurora, welches einen Schuss abfeuerte. Das war das Zeichen für die Truppen, das Winterpalais zu stürmen.
    Eine Nacht später wurde dieser Winterpalast, der als Regierungssitz gedient hatte, eingenommen, und alle Regierungsmitglieder, bis auf Kerenski, den Ministerpräsident, der voher floh, wurde verhaftet. Der Regierungswechsel ging so reibungslos vonstatten, dass die Bürger es erst über die Zeitung erfuhren.




    3. Russischer Bürgerkrieg


    3.1 Weiße Armee

    Die Weiße Armee bezeichnet die Mitläufer Weißen Bewegung in Russland, die gegen die Ergebnisse der Oktober Revolution, und vor allem gegen die bolschewitische Herrschaft gekämpft haben.

    3.2 Rote Armee

    Unter der Roten Arbeiter- und Bauern Armee versteht man die Armee der Sowjetunion, die nach der Oktoberrevolution entstand, und im Bürgerkrieg gegen die Antisowjets, die Weiße Armee, kämpfte.

    3.3 Heterogene Gruppierung

    Sie setze sich aus den Konservativen, Demokraten, gemäßigten Sozialisten und den Nationalisten zusammen.

    3.4 Der Bürgerkrieg

    Der Krieg wurde hauptsächlich gegen die Zivilbevölkerung geführt, und es verlorenen insgesamt acht Millionen Menschen ihr Leben. Das Eingreifen der Entente und der Mittelmächte in den Konflikt verschlimmerte die Lage nur noch, das es sie nur noch in die Länge zog. Die Sowjetunion erlangte, da sie nach dem Bürgerkrieg die Herrschaft des Russischen Reiches übernahm, einen Großteil der Fläche Reiches; außer dem schon zuvor unabhängigen Polen, das auch weite Teile der heutigen Ukraine und Weißrussland umfasste, erlangten auch die Baltischen Staaten sowie Finnland die Unabhängigkeit. Der ganze Konflikt endete mit dem Sieg der Roten Armee über die letzten weißen Truppen im November 1920 auf der Krim.






    -> Also, das ist jetzt mal Meine GFS, ich weiß nich, ob die jmd hilft, aber nya, schadet ja nicht ;D
     
  5. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Nennst Du bitte die hierfür verwendete Literatur?
     
  6. Sascha66

    Sascha66 Neues Mitglied

    Die "AURORA" war ein Panzerkreuzer und kein Panzer U-Boot. Ist auch heute noch in St.Petersburg zu besichtigen.

    zu.2.1.: Die Deutschen haben Lenin vor allem deshalb "unterstützt", weil sie durch ein Ausscheiden Russlands aus dem 1. WK, freie Kräfte für die Westfront bekommen wollten. Dieser Plan ging ja dann auch auf. Was sie sicherlich nicht wollten war ein bolschewistischer Staat in der Nachbarschaft.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juni 2008

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