Scheitern der Nationalversammlung, König Friedrich Wilhelm IV.

Dieses Thema im Forum "Zeitalter der Nationalstaaten" wurde erstellt von Jeycee, 10. Januar 2012.

  1. Jeycee

    Jeycee Neues Mitglied

    Hallöchen :)
    hab da mal eine frage...

    dem preußichen könig friedrich wilhelm IV. wurde ja die kaiserkrone angetragen, aber er lehnte ab. aber wieso? in meinem buch steht er sah darin die anerkennung der volkssouveränität und eine verletzung des prinzips des gottesgnadentums... ist das nicht völlig widersinnig?
     
  2. YoungArkas

    YoungArkas Neues Mitglied

    Nein, es ist, in der damaligen Gedankenwelt der Fürsten vollkommen logisch. Ein König oder Kaiser hatte seine Legitimation nicht durch das Volk erhalten sondern durch die Gnade seiner Geburt (als Thronfolger) und durch Gottes Vorhersehung dieses Herrschergeschlecht einzusetzen. Für Friedrich Wilhelm IV. war eine Krone, die er nicht auf göttliches Recht begründen konnte (dazu würde auch die Wahl durch die anderen von Gott auserwählten Fürsten zählen) nichts Wert.
    Hinzu kam, dass er ja nicht nur die Krone angenommen, sondern auch die Verfassung akzeptiert hätte. die Verfassung aber, war ihm eindeutig zu demokatisch, beschnitt sie doch die Macht des Monarchen.
     
  3. MacX

    MacX Neues Mitglied

    Hier der Wortlaut:

    "Jeder deutsche Edelmann, der ein Kreuz oder einen Strich im Wappen führt, ist hundertmal zu gut dazu, um solch ein Diadem aus Dreck und Letten der Revolution, des Treubruchs und des Hochverrats geschmiedet, anzunehmen. Die alte, legitime, seit 1806 ruhende Krone deutscher Nation, das Diadem von Gottes Gnaden, das den, der es trägt, zur höchsten Obrigkeit Deutschlands macht, der man Gehorsam schuldet um des Gewissens willen, das kann man annehmen, wenn man in sich die Kraft dazu fühlt und die angeborenen Pflichten es zulassen. Die Krone vergibt aber keiner als Kaiser Franz Joseph, ich und unseresgleichen und wehe dem! der es ohne uns versucht und wehe dem! der sie annimmt [...]"
     

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