Schlieffen-Plan

Dieses Thema im Forum "Der Erste Weltkrieg" wurde erstellt von schlieffenplan, 2. Februar 2014.

  1. schlieffenplan

    schlieffenplan Neues Mitglied

    Hallo, mich würde eure Meinung zu folgendem sehr interessieren:


    Wie würdet ihr den Schlieffen-Plan analysieren und was war eurer Meinung nach der größte Fehler weshalb der Plan gescheitert ist?

    Wie ist der Schlieffen-Plan mit der Deutschen Militärkultur verbunden? Was zeichnete das Deutsche Militär damals aus?
     
  2. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Vielleicht könntest Du einfach mal ein wenig im Forum suchen, dann wirst Du jede Menge Antworten dazu finden.

    Oder anders, was waren denn nach Deiner Meinung die Vor- und Nachteile?
     
  3. schlieffenplan

    schlieffenplan Neues Mitglied

    Hallo, mich würde eure Meinung zu folgendem sehr interessieren:


    Wie würdet ihr den Schlieffen-Plan analysieren und was war eurer Meinung nach der größte Fehler weshalb der Plan gescheitert ist?

    Auf welcher ehemaligen Erfahrung basierte der Plan?

    Wie ist der Schlieffen-Plan mit der Deutschen Militärkultur verbunden?
     
  4. Ingeborg

    Ingeborg Moderator Mitarbeiter

    Auch dieses Thema hast du bereits am 2.2. in einem anderen Board eingestellt. Wie gerade erläutert, sollen Themen nicht mehrfach angefangen werden, da sonst die Diskussion unübersichtlich werden kann. Außerdem solltest du dich entscheiden, ob du Meinungen hören willst oder eine Analyse.

    Es wird vermutlich bei den Mitgliedern die Lust zu antworten sehr fördern, wenn du nicht einfach nur Fragen nach Meinungen stellst, sondern selbst auch zum Thema beiträgst.
     
  5. Diskursant

    Diskursant Mitglied

    zum Gruße

    Der größte Fehler des Sch liegt in seinem Ausschließlichkeitsanspruch.

    Als Präventivkonzept war er so angelegt dass das DR angreifen musste.
    Das Prinzip der Friedenserhaltung und der Kriegsvermeidung, wurde damit umgekehrt, also auf den Kopf gestellt. Deutsche Außenpolitik musste so
    Aggressiven Charakter annehmen. Ebenso die Planungen des Großen Generalstabs. Krieg wurde erstrebt und nicht mehr zu vermeiden gesucht.
    In der Folge verfestigte diese ursprünglich als eine Notwehroption
    erdachte Antwort auf einen zu erwartenden 2Frontenkrieg im Großen Generalstab zum Dogma und unwiderstehlichen Siegesrezept in Abkehrung Von Kriegskonzepten Moltkes d Ä. Es wurde offensiv, ja präventiv gedacht und geplant. Dies endgültig und alternativlos ab 1912.
    Die 'Genialität' des Sch. lag in seinem Überraschungseffekt und seinem Tempo. Die Überraschung wurde bewirkt durch eine Tücke, einem Vertragsbruch, dem Durchmarsch durch die neutralen Belgien und Luxemburg. Seine rasche Durchführung erforderte eine gewaltige logistische Vorbereitung und Planung. wo jeder Soldat, jeder Transportvorgang, jedes Materialkontingent genau erfasst, vorherbestimmt und mit Fahrplan versehen werden musste. Dies alles sollte im Falle einer Kriegs-Möglichkeit in Gang gesetzt werden. War der Befehl erteilt, konnte die Schlieffen-Maschinerie (laut Generalstab) nicht mehr gestoppt werden Ohne dieses Überraschungsmoment war der Sch. nutzlos - ja kontraproduktiv. Zu seiner (Erfolg reichen) Durchführung war die OHL nachgerade gezwungen, einen Anlass zu seiner Anwendung herbei zu führen. Die deutschen Militärs waren ohnehin von der Unvermeidlichkeit eines Krieges überzeugt, und planten diesen deshalb präventiv und zu einem geeigneten Zeitpunkt durch zu führen. Die ursprüngliche Sch-Planung, welche eine 7 : 1 –Proportion vorsah (eine Art Super-Leuthen…)wurde ja von Moltke d J auf ca 3 : 1 eingeengt Aber auch bei Gelingen des Überraschungsmoments war die Erfolgsaussicht des Sch ziemlich beschränkt,
    denn die Umfassung von Paris und die Vernichtung des frz Heeres in einer riesenhaften Neuauflage von Sedan, war aus
    technischen Gründen ohnehin undurchführbar. Jedoch gerade aus seinem Totalitätscharakter bezog Schlieffens Offensiv-Konzept
    seine morbide Faszination: Also wenn schon Krieg, dann totaler Sieg . . .
    Würde der Plan scheitern, was dann ja zwangsläufig der Fall war, trat die ganze Problematik dieser Konzeption zutage:

    1. Die Verletzung der belgischen Neutralität bewog England zum sofortigen Kriegseintritt.
    2. Die Kriegserklärung an Frankreich machte das Dt Reich zum Angreifer und im Falle einer Niederlage zum Hauptschuldigen.
    3. Das Präventiv-Dogma verhinderte jeden anderen Versuch zur Konfliktlösung.

    . Das Attentat von Sarajewo erbrachte
    Diesen gewünschten Kriegsanlass.

    Und los gings, mit Hurra in den Untergang. . .

    D
     
  6. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

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