Tierhaltung im Westen des Römischen Reiches

Dieses Thema im Forum "Das Römische Reich" wurde erstellt von silesia, 2. Januar 2019.

  1. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Fixierung auf Moderatorenrolle - na, wenn das nicht nach unserem alten Bekannten Marek riecht. Natürlich sind Ochsen größer. Sie stecken eben keine Energie mehr in ihren Reproduktionsapparat. Warum kastriert man die Tier wohl, wenn man keinen Vorteil davon hat?!
     
  2. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    ...kastriert/verschneidet man die Sprache, werden die Wörter buchstabenreicher... aber allen Ernstes :D:D:D
     
  3. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Da lässt sich natürlich auch an das leichtere "handling" denken.

    Abseits davon ist aber der Hinweis auf das Wachstum völlig richtig, und der vorherige Einwurf von "johnwick" liegt nicht nur wegen unangemessenen Tonfalls neben der Sache:

    The second aspect of human-animal relationships that I wish to discuss concerns castration. In the ancient world it was probably rare to castrate a dog or cat but there is evidence for the castration of male farm animals from early in the Neolithic period. By 2000 BC it was a well established practice throughout Eurasia.

    Castration is a physiological aid to taming. It enables all male animals to be more easily handled; the behaviour of the bull, ram, boar and stallion is transformed by the removal of their testes.

    Castration also produces other benefits to the owners of livestock: if it is carried out before growth has ceased, the animals grow larger and become fat, which in oxen and sheep was of very great value in producing tallow before fossil fuels became widespread. When the famous Shorthorn Durham ox died, aged 11 years, in 1807, the weight of the tallow (fat) alone from the carcass was 11 st 12 lb (75.3 kg), and this was after the ox had been ailing with a dislocated hip for eight weeks (Plate 2.2). Moreover, castrated cattle and horses not only become fat and placid they are also powerful animals that can be used for haulage and ploughing


    Siehe so beispielhaft Manning/Serpell, Animals and human society: changing perspectives, S. 31-32.
     
  4. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Neben den persönlichen Angriffen - und die waren wohl der Zweck des Postings - habe ich mir noch mal die inhaltliche Kritik zu Gemüte geführt und noch mal nachrecherchiert.

    Wikipedia sagt folgendes:

    Da sich bei kastrierten Tieren die Wachstumsfugen später schließen, wachsen Ochsen deutlich länger als Stiere und erreichen dadurch eine Größe, die die eines gewöhnlichen männlichen Rindes derselben Rasse übertrifft.
    Allerdings heißt es dort weiter:

    Ochsen zeigen einen muskulöseren Wuchs als Kühe, jedoch einen geringeren als Stiere.
    Eine ecuadorianische Rinderzüchterseite sagt:

    ¿POR QUÉ SE DEBE CASTRAR?
    • Uno de los ingresos importantes para una ganadería eficiente y tecnificada es la venta de terneros machos con destino al engorde. [...]
    • [...]
    • [...]
    • Incrementan las masas musculares de las piernas, con un mejor recubrimiento de grasa que los toros. Inversamente los animales enteros o toros, tienen más desarrollados la cabeza, la giba o joroba, cuello y cuarto delantero en donde se encuentran los cortes de carne de menor valor comercial.
    • [...]
    Zusammenfassung der ecuadorianischen Darstellung: Die Kastration männlicher Rinder dient der Fleischgewinnung. Bei Ochsen hat man mehr Muskelfleisch an den Beinen mit einer besseren Schichtung der Fette als bei Stieren. Dagegen ist bei Stieren der Fleischansatz am Kopf, dem Buckel und dem Vorderviertel besser entwickelt, die Teile, die im Verkauf weniger Wert haben. (Die nicht zitierten Stellen gingen auf Verhalten im Stall und auf dem Transport sowie die Güte des Fleisches ein).

    Dagegen sagt ein schwarzwäldischer Rinderzuchtbetrieb:

    Unter einem Ochsen versteht man ein männliches, kastriertes Rind. Durch die Kastration entfällt die Testosteron-Produktion und Ochsen wachsen deutlich langsamer als Bullen (= nicht kastrierte, männliche Rinder) heran und erreichen somit auch nicht die normale Größe eines Bullen.
    Wenn wir die Wikipedia-Aussage streichen, haben wir zwei sich zumindest teilweise widersprechende Aussagen von professionellen Rinderzüchtern.
     
  5. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ich weiß nicht mehr genau, woher ich mein Halbwissen hatte. Ich schau bei Gelegenheit noch mal im Benecke nach.
     
  6. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Ist nicht nötig, weil Dein Hinweis völlig "auf Linie" mit der Fachliteratur liegt.
    Das Nichtwissen liegt bei "johnwick", der vielleicht vor eigenen Mutmaßungen etwas Literatur lesen sollte.
     

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