Transport im 19.Jahrhundert

Dieses Thema im Forum "Die Industrielle Revolution" wurde erstellt von Fusàr, 31. Januar 2009.

  1. Fusàr

    Fusàr Gast

    Guten Tag!
    Erstmal bin ich ganz froh solch eine Community gefunden zu haben, ich hab mich ein wenig umgesehen, und ihr scheint wirklich sehr hilfsbereit zu sein!
    Ich hoffe ihr könnt auch mir helfen.
    Im März muss ich ein Referat über die Entwicklung des Transports im 19.Jahrhundert halten, also ein sehr vages und umfangreiches Kapitel der Geschichte. Da ich mich aber nun zum ersten Mal mit der Geschichte des 19.Jahrhunderts etwas näher auseinandersetzen muss, sitze ich hier vor dem PC ohne Plan wie ich das Ganze aufbauen soll :D
    Also könntet ihr mir ein wenig auf die Sprünge helfen? Eine kleine Struktur, wie ich es aufbauen könnte, ein paar Stichwörte, ein paar nützliche Links, ich wäre für alles dankbar! Keiner soll mir mein Referat schreiben, aber ich will irgendwo den Anfang dafür finden (falls Französischsprachige unter euch sind, ich nehm auch gerne französische Seiten an, weil ich muss das Referat eh auf Französisch halten). Falls ich später noch detailliertere Fragen hätte, würde ich mich auch an euch wenden!
    Vielen Dank schon mal im Voraus :pfeif:
     
  2. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Ein umfangreiches Kapitel, das insbesondere im 19. Jahrhundert sehr im Umbruch war.

    Als Stichpunkte wären zu nennen, zuerstmal der Straßenbau. Die Makadam-Straße google mal nach Mac Adam oder eben Makadam.

    Dann die Kanäle, insbesondere in England sehr wichtig bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts hinein. Dasselbe nehme ich mal sehr für Frankreich an, kenne mich aber nicht so aus.

    Und natürlich die Eisenbahn, hier würde ich mal nach "Friedrich List" googeln, hat für Deutschland hier eine erhebliche Bedeutung.

    Und der Zollverein wäre natürlich anzuführen, gehörte ja Luxemburg bis 1918 dazu.
    Wobei die Zoll-Problematik, besser Maut-Problematik, in anderen europäischen Ländern ebenso vorhanden war. Nicht das spezielle deutsche Kleinstaaterei-Problem war, wie es die borussophile Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts gerne darstellt.

    Da gibt es eine 5-bändige "Prophyläen-Technik-Geschichte", kompetent, umfassend und gut zu lesen. Zu Deinem Thema in Band 4 ca. 100 Seiten. In Deutschland ein Standard-Werk und flächendeckend in den Büchereien vorhanden, Luxemburg weiß ich natürlich nicht, aber schau mal.
     
  3. Treibsand

    Treibsand Neues Mitglied

    Kanäle in F entstanden schon im Absolutismius , besonders wichtig der
    Canal Midi. Wann die Verbindung Rhein / Rhone geschaffen wurde, weiss
    ich atm nicht.

    Ich möchte noch auf die Entwicklung der Post hinweisen.Diese war ja auch
    der hauptsächliche Träger des zivilen Personenverkehrs gewesen.
    Hier übernahm rasch die Eisenbahn.
    Die die Kapazität des Personentransportes wuchs damit rasant bei
    gleichzeitiger Zeitersparnis.
    Der Fall des kaiserlichen Postregals als Monopol von Thurn und Taxis,
    die Einführung der Briefmarke beschleunigten den Informationsaustausch.
     
  4. urvo

    urvo Aktives Mitglied

    Im 19. Jahrhundert setzte die wirtschaftliche und technische Differenzierung der Verkehrsmittel ein. Sie wurden entsprechend ihrer typischen Merkmale zu Verkehrszweigen zusammengefasst. Verkehrszweige sind die Menge aller Verkehrssysteme und deren Komponenten, mit definierten Merkmalen Eisenbahn, Schiff,...)
    Art und Umfang des Verkehrs werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Die Entwicklung der Bevölkerung (auch Lebensweise und Traditionen), der Arbeitsplätze und insbesondere der Wirtschaftsleistung hängen mit der Verkehrsentwicklung zusammen.

    Mit Entfaltung des heute bekannten Verkehrswesens in Deutschland setzte auch die wissenschaftliche Auseinandersetzung ein.
    Es gab zwei Entwicklungsstränge:
    1. Die universelle Ingenieurwissenschaft des 19. Jahrhunderts passte sich der rasanten technischen Entwicklung an, indem sie sich differenzierte: zunächst Bauwesen und Maschinenwesen, später weitere Speziallinien, so u. a. auch die verkehrstechnischen Disziplinen, wie z. B. Verkehrs- und Brückenbau, Fahrzeugtechnik und später auch Verkehrsbetrieb.
    2. Der andere Entwicklungsstrang fand sich auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften, wo sich neben der Handels- und Finanzwissenschaft auch die Verkehrswissenschaft herausbildete.
    Der Nationalökonom Friedrich List gilt als erster Verkehrswissenschaftler im deutschsprachigen Raum. Er beschäftigte sich u. a. mit der Bedeutung des Verkehrssystems für die Entwicklung der Produktivkräfte in Regionen und der daraus resultierenden staatspolitischen Zweckmäßigkeit des Verkehrswesens. Er erkannte, dass der Erfolg eines Verkehrssystems insbesondere durch seine Vernetzung bestimmt ist. Somit postulierte List die Sonderstellung des Verkehrswesens innerhalb der Staatspolitik und vollzog damit den ersten Schritt zu einer eigenständigen Verkehrswissenschaft. Der Ökonom Emil Sax veröffentlichte 1878 das erste umfassende Werk („Die Verkehrsmittel in der Volks- und Staatswirtschaft“) und schuf damit das wissenschaftliche Fundament für die weitere Entwicklung der Disziplin. http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/vkw/history/verkehrswissenschaft

    Bedeutende Verkehrswissenschaftler waren in Deutschland u. a.

    Friedrich List (1789-1846),
    Emil Sax (1845-1927),
    Richard van der Borght (1861-1926),
    Wilhelm Launhardt (1832-1918),
    Kurt Wiedenfeld (1871-1955),
    Richard Hennig (1874-1951),
    Ernst Esch (1881-1945),
    Anton Felix Napp-Zinn (1899-1965),
    Carl Pirath (1884-1955),
    Gerhart Potthoff (1908-1989),
    Fritz Voigt (1910-1993).

    Siehe auch
    http://www.campus-digibook.de/Wissenschaft/Unterwegs_und_mobil/content/pages31193.html
     
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