Denklingen bezieht sich urkundlich übergeordnet auf Epfach, solange keine ältere Epfach/Eptaticus-Urkunde am besten des 7./8. Jhds. auftaucht. Vielleicht hat die KI das auch übersehen
Das ist Blödsinn. Mal abgesehen davon gibt es die älteren Belege: Abodiakum und Auodiacum in der Tabula Peutingeriana und Abuzaco im Itinerarium Antonini. Das Problem ist halt eben nur, dass du diese Belege unbedingt widerlegen möchtest. Bisher hapert es aber noch immer daran, dass du trotz mehrfacher Aufforderung mal Butter bei die Fische zu geben, beharrlich das geheim halten willst und uns auf eine Veröffentlichung bei der RGK vertröstest, die niemals kommen wird.
Aber natürlich muss nicht jeder Weiler zwingend urkundlich überliefert sein. So zu tun, als müsse für jeden Weiler ein urkundlicher Beleg vorliegen, bevor seine Existenz überhaupt als plausibel gelten kann, verkennt die Aussagekraft und die Grenzen der historischen Überlieferung.
Im Übrigen ist auch der Erstbeleg von Epfach (wenn man denn Abodiacum/Abuzaco nicht als solchen akzeptiert) älter als der von Denklingen. Denn in der
Vita Sancti Magni (9. Jhdt.) kommt Epfach vor:
Pergentes itaque beatus Magnus et conviator eius, venerunt ad locum qui vocatur Eptaticus, ubi invenerunt episcopum Augustensis ecclesie nomine Wigterbum.
Das wäre dann nur eine weitere griech. Ergänzung zur schon vorliegenden griech. Namensherleitung und widerlegt hier nicht die vorgebrachten kirchenpolitischen Motivationen - im Gegenteil!
????
Es ist bekannt, dass ich nicht in die Details gehen kann. Ich habe aber bereits ausreichend Hinweise abgegeben, mit der man nun relativ einfach selber dahin kommen könnte, wenn man nicht so befangen von der Epfach-Abodiaco-Hypothese wäre.
So kann man sich natürlich gegen jegliche Kritik immunisieren.
Die heutigen Endergebnisse bezüglich der IA basieren auf über drei Jahrhunderte philologischen Untersuchungen aller überlieferter Codices, die du hier nur im Ansatz angehen kannst.
Du hast schon mitbekommen, dass ich direkt aus den HSS zitiert habe? Offensichtlich nicht....
Dazu gibt es dann noch an einigen Parametern Korrekturversuche bzw. Vorschläge, die aber historisch-topographisch standhalten müssen.
Du nennst andauernd das Wort
Parameter. Aber was du damit meinst, erklärst du nicht. Das Wort
Parameter ist nicht selbsterklärend. Man könnte z.B. sagen, dass 30 Meilen eine mittlere Größe für eine Tagesreise waren. Das wäre ein Parameter. Oder dass Furten oder Steigungen etc. diesen Parameter veränderten. Aber bei dir wird dieses Wort ohne nähere Erklärung verwendet. Und damit ist das nichts weiter als heiße Luft.
Wie bereits erwähnt, fallen besonders im Bereich der Städte Auslassungen auf, die die Primärquellen insgesamt nicht "entmachten", wie das bislang gerne verübt wird. In meinem Untersuchungsbereich musste ich nach eingehenden historisch-topographischen Parameter- und Streckenanalysen feststellen, dass die Zuverlässigkeit der Primärquellen für diesen Raum zwischen 95-98% liegt - also auch hier nicht 100% aber ein Wert, mit dem sich noch gut arbeiten lässt.
Leider lässt du uns an deinen Ergebnissen nicht teilhaben. Das ist, wie wenn du sagst: "
Die Parameter der Matheaufgabe verrate ich dir nicht, aber das Eregbnis ist 10. Jetzt lern was draus." Das funktioniert nicht, aber genau das praktizierst du hier, seitdem du deine "These" hier (eigentlich ja nicht) "vorgestellt" hast.
Das sind für mich keine Fehler, sondern Hinweise, dass da noch germanisch-althochdeutsche Schreiber am Werk waren. Mittelhochdeutsch wäre dann bekanntlich Bern.
Jetzt wird es endgültig blödsinnig: Was hat der Unterschied von XXXIIII und XXIIII (34 oder 24) mit mittelhochdeutsch zu tun? Was der Unterschied von XXXVII, XXXVI oder XXXIII (37, 36 oder 33)? (Vor allem sind die HSS älter als das Mittehochdeutsche, aber das nur mal so by the way). Wie dumme Hilfshypothesen kann man bilden, um nicht zugeben zu müssen, dass die Überlieferung eben nicht der Behauptung, dass "im Untersuchungsgebiet... keine Abweichungen feststellbar" seien, entspricht:
Das IA ist in mehreren Codices überliefert. Im Untersuchungsgebiet sind keine Abweichungen feststellbar
Kannst du nicht einfach zugeben, dass du dich zu weit aus dem Fenster gelehnt hast, zumal es so offensichtlich vor aller Augen liegt?!? Dann würdest du dich auch nicht so lächerlich machen, wie du es mit dieser seltsamen Hilfsbehauptung coram publico tust.
Die meisten deiner Kritikpunkte sind marginal (z.B. Schreibweisen).
Das sind keine Kritikpunkte, sondern interessierte Feststellungen.
Was nicht marginal ist, sind die Abweichungen in den Meilenangaben, die es deiner Darstellung nach ja nicht gibt.
Die restlichen Parameter-Instabilitäten konnten durch die angesprochenen jahrhundertelangen philologischen Untersuchungen aller überlieferter Codices weitgehend beseitigt werden. Die übrigen Krümel und Zweifel lassen sich durch eingehende historisch-topographischen Parameter- und Streckenanalysen auflösen.
Nach welcher philologischen Methodik denn? Butter bei die Fische!
Wie du aber die Straßengabelung so zielsicher lokalisieren willst und gleich Brictan mit seinem Brückenkastell pons Drusi zuordnen kannst, ist mir aus dem Text der Þiðreks saga unbegreiflich.
Wenn man die Topographie genau kennt, lässt sich das relativ leicht zuordnen.
So, so....
Nv ríða þeir siðan leið sina þar til er vegirnir skiliaz þa mælti Hidibrandr þessir baðir vegir liggia til bernar er annor long leið oc daleg en annor miklo skemri oc betri. en a þessi hinni skemrí er annmarki noccoar sva þat er a ein er eigi ma ivir komaz nema at einom steinboga. við þann steinboga er kastali einn er heitir brictan. þann kastala halda .xij. scotmenn. einn þeÍRra beitir Gramaleif. A þeim steinboga er tollr þar verðo ver at lata hesta vara oc vapn oc lata þo vel ivir ef ver haldom lifino eða limvm varom. Nv er litil von at ver komemc ivir þenna steinboga firir vtan þeiara vilia firir þvi at þiðricr hefir til komit at vinna þann kastala oc feck ecki at gort. En nv sa er þessom xij kappom ma firir coma þa þorir eigi þiðricr þeiw imot at standa oc engi annanra. En nv at mino raði þa verðvm ver at fara hina lengri leiðina.
Danach kämpft Witiges gegen die 12 Räuber, erschlägt 7 und 5 in die Flucht und die Gefährten übernachten in der eben eroberten Burg. Am nächsten Morgen diskutieren sie, wie mit der Burg verfahren und zerstören sie. Dann erreichen sie die Weser:
Til þess riða þeir er coma at a þeÍRri er heilir visar.
Das muss man sich wirklich sehr sehr gut in Norditalien auskennen, um ein zerstörtes Brückenkastell, was nach der
Þiðreks saga zwischen Eider und Weser lag und dessen einzige Lokalisierungsangabe ist, dass es auf dem kürzeren Weg nach Bern lag, genau wiederzuerkenen. Dass, wie gesagt, die skandinavischen Überlieferer offensichtlich keinerlei Vorstellungen von der Geographie jenseits der Weser hatten und dass sie offensichtlich die Eider für die Grenze zwischen dem dänischen Königreich und Þiðreks Reich hielten oder ggf. das Land zwischen Eider und Weser für ein Niemandsland zwischen dem dänischen und Þiðreks Reich, das sich dann aber an der Weser anschlösse, müsste dir doch zu denken geben, dass sich die geographischen Angaben zu NICHTS eignen, zumal alles was du über das Brückenkastell weißt, ist, dass es irgendwo hinter einer Weggabelung lag. Keine Angabe wie weit, nichts. Aber zum Glück kennst du dich ja so gut in Norditalien aus, dass du Pons Drusi wiedererkennst (von dem man gar nicht weiß, wo es tatsächlich lag).
Das archäologisch gut erforschte und von den Ablautregeln passende Epfach lehnst du ab, erkennst aber das unbekannte Pons Drusi im Brückenkastell wieder. Das nötigt mir echt Respekt ab. Chapeu!