Nein.und jetzt frage ich mich, ob schon Meir - wegen dieses Narrativs - als "rechtsgerichtet und in Teilen faschistisch" gesehen werden sollte.
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Nein.und jetzt frage ich mich, ob schon Meir - wegen dieses Narrativs - als "rechtsgerichtet und in Teilen faschistisch" gesehen werden sollte.
Ich habe geschrieben, dass es der Narrativ einer rechtsgerichteten und in Teilen faschistischen Regierung ist. Die Adjektive waren also auf die Regierung bezogen, wobei ich den Koalitionspartner 'Oṣmah Jehudit hervorgehoben habe.ich verstehe es wirklich nicht: ist das Narrativ "rechtsgerichtet und in Teilen faschistisch"? Oder ist es das nur, wenn es von Leuten verwendet wird, die "rechtsgerichtet und in Teilen faschistisch" sind? Oder ist es, das Narrativ, weder rechtsgerichtet noch in Teilen faschistisch, aber eventuell geschichtsverfälschend?
Das ist wieder so eine Stellungnahme, bei der ich nicht weiß, was man daraus machen soll. Es gibt gute Gründe, warum die Palästinenser diese Ansprüche nicht einfach aufgeben; zB weil sich auch Eigentum, das man nicht wieder erhält, immer noch entschädigt werden kann. Der Vorwurf, jeder, der solche (völkerrechtlich abgesicherten!) Ansprüche unterstütze, würde für die Vernichtung Israels eintreten (der so ziemlich schlimmste Vorwurf, den es in Zeiten der Staatsräson gibt), untergräbt das Völkerrecht, ja das Konzept des Rechts an sich.Kein Palästinenser wird jemals das Haus oder Grundstück, das seine Familie 1948 fluchtartig verlassen musste, zurückerhalten. Wer den Palästinensern darauf Hoffnung macht, der will die Vernichtung Israels und benutzt die Palästinenser.
Ich meine keine Entschädigungsansprüche, die man ja verhandeln kann, sondern den realen Anspruch darauf, in das Haus der Vorfahren wieder einzuziehen oder das Grundstück wieder in Besitz zu nehmen. Die sind einfach unrealistisch und können mit realem Umsetzungsanspruch nur von Personen vertreten werden, die das Existenzrecht Israels negieren.Weiß nicht, ob ElQ das so gemeint hat. Eine Verhandlungslösung, die auch diese Ansprüche reguliert, ist ja immer noch möglich, wenn auch derzeit in weiter Ferne.
Wenn ich es richtig verstehe, dann verwendet die derzeitige (rechtgerichtete, teils faschistische) Regierung ein Narrativ, das schon deutlich älter (Golda Meir) und wohl nicht genuin faschistoid ist. Und deiner Darstellung der histor. Entwicklungen zufolge - danke für den Überblick! - ist es jedenfalls historisch falsch.Ich habe geschrieben, dass es der Narrativ einer rechtsgerichteten und in Teilen faschistischen Regierung ist. Die Adjektive waren also auf die Regierung bezogen, wobei ich den Koalitionspartner 'Oṣmah Jehudit hervorgehoben habe.
Ja, da ist etwas dran ! Oft ist es nicht einmal persönliche Präferenz, sondern der der pure Zufall von Geographie und persönlichem Lebensschicksal der einen zur Partei werden lässt. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass man wenn man die KonfliktlinieWer Partei an der ethnisch-religiösen Konfliktlinie ausgerichtet ergreift, wird immer die einen Opfer bagatellisieren und die Gewalt der anderen legitimieren. Wenn man in diese Falle hineintappt, lässt man sich leicht vor den Karren der jeweiligen Partei spannen. Ob nun vor den Karren rechtsgerichteter Israelis oder islamistischer (also ebenfalls rechtsgerichteter) Palästinenser. Wenn man ein wenig darüber nachdenkt, dann ist das eigentlich offensichtlich.
In diesem Zusammenhang sollte man auch erwähnen, dass es neben der Nakbah auch einen erzwungenen massenhaften jüdischen Exodus gab. Fast eine Millionen Menschen, mehr als 900.000 Juden mussten nach 1948 aus muslimischen Staaten auswandern oder wurden vertrieben. Im Irak wurden die Juden nicht nur vertrieben, sondern auch entschädigungslos enteignet, aus Ägypten durften sie wenn ich mich recht erinnere, maximal 20 Pfund mitnehmen.Man darf aber, selbst wenn man die Gründung des Staates Israel auf dem Gebiet des historischen Judäa als alternativlos anerkennt, trotzdem nicht vergessen, dass damit die Verdrängung von mehreren Millionen Palästinensern einherging.
Ich möchte da nichts kleinreden, aber sind mehrere Millionen Palästinenser nicht etwas hochgegriffen?Man darf aber, selbst wenn man die Gründung des Staates Israel auf dem Gebiet des historischen Judäa als alternativlos anerkennt, trotzdem nicht vergessen, dass damit die Verdrängung von mehreren Millionen Palästinensern einherging.
Ich muss ehrlich gestehen, wenn du mich nicht zitiert hättest, hätte ich mich bei der Frage gar nicht angesprochen gefühlt. Es stimmt, 1948 wurden nicht "mehrere Millionen Palästinenser" vertrieben, Palästina hatte nach britischem Zensus 1931 etwa eine Millionen Einwohner. Davon der größte Teil waren muslimische Palästinenser, 1945 etwa 1,7 Millionen EW, davon ca. 1 Millionen muslimische Palästinenser. Christen - ohne genauere Angabe ob arabische oder andere - wuchsen in der Zeit von etwa 90.000 auf etwa 135.000. Also wurden 1948 nicht mehrere Millionen Palästinenser vertrieben, zumal ja einige Palästinenser die israelische Staatsangehörigkeit erhielten > arabische Israelis. Heute leben mehrere Millionen Palästinenser im Ausland, ca. 2 bis 3 Millionen in Jordanien. Weitere im Libanon, in Syrien, sonstwo in der arabischen Welt, in Europa, den USA und Australien.Ich möchte da nichts kleinreden, aber sind mehrere Millionen Palästinenser nicht etwas hochgegriffen?
Das ist richtig. Aber was ist von Despotien auch zu erwarten?In diesem Zusammenhang sollte man auch erwähnen, dass es neben der Nakbah auch einen erzwungenen massenhaften jüdischen Exodus gab. Fast eine Millionen Menschen, mehr als 900.000 Juden mussten nach 1948 aus muslimischen Staaten auswandern oder wurden vertrieben. Im Irak wurden die Juden nicht nur vertrieben, sondern auch entschädigungslos enteignet, aus Ägypten durften sie wenn ich mich recht erinnere, maximal 20 Pfund mitnehmen.
Ich meine keine Entschädigungsansprüche, die man ja verhandeln kann, sondern den realen Anspruch darauf, in das Haus der Vorfahren wieder einzuziehen oder das Grundstück wieder in Besitz zu nehmen. Die sind einfach unrealistisch und können mit realem Umsetzungsanspruch nur von Personen vertreten werden, die das Existenzrecht Israels negieren.
Das ist wieder so eine Stellungnahme, bei der ich nicht weiß, was man daraus machen soll. Es gibt gute Gründe, warum die Palästinenser diese Ansprüche nicht einfach aufgeben; zB weil sich auch Eigentum, das man nicht wieder erhält, immer noch entschädigt werden kann. Der Vorwurf, jeder, der solche (völkerrechtlich abgesicherten!) Ansprüche unterstütze, würde für die Vernichtung Israels eintreten (der so ziemlich schlimmste Vorwurf, den es in Zeiten der Staatsräson gibt), untergräbt das Völkerrecht, ja das Konzept des Rechts an sich.
Weiß nicht, ob ElQ das so gemeint hat. Eine Verhandlungslösung, die auch diese Ansprüche reguliert, ist ja immer noch möglich, wenn auch derzeit in weiter Ferne.
Wer Partei an der ethnisch-religiösen Konfliktlinie ausgerichtet ergreift, wird immer die einen Opfer bagatellisieren und die Gewalt der anderen legitimieren. Wenn man in diese Falle hineintappt, lässt man sich leicht vor den Karren der jeweiligen Partei spannen. Ob nun vor den Karren rechtsgerichteter Israelis oder islamistischer (also ebenfalls rechtsgerichteter) Palästinenser. Wenn man ein wenig darüber nachdenkt, dann ist das eigentlich offensichtlich.
Friedrich Nietzsche schrieb 1885:Der hausgemachte Antisemitismus- der war eine Konstante der europäischen Geistesgeschichte, er war immer in der Mitte der Gesellschaft, war immer anschluss- und immer mehrheitsfähig
Friedrich Nietzsche schrieb 1885:
Ich bin noch keinem Deutschen begegnet, der den Juden gewogen gewesen wäre;und so unbedingt auch die Ablehnung der eigentlichen Antisemiterei von Seiten allerVorsichtigen und Politischen sein mag, so richtet sich doch auch dieseVorsicht und Politik nicht etwa gegen die Gattung des Gefühls selber,sondern nur gegen seine gefährliche Unmässigkeit, insbesondere gegenden abgeschmackten und schandbaren Ausdruck dieses unmässigen Gefühls,- darüber darf man sich nicht täuschen.
Jenseits von Gut und Böse
[Mod-Edit: verdeutlicht, dass es sich um ein Zitat handelt, Zitat eingerückt, Satz vorangestellt]
Hat es eigentlich während oder nach dem WK II Ideen gegeben, den Juden auf dem Staatsgebiet des Deutschen Reiches einen eigenen Staat zu geben? Da schließlich Deutschland für die Ermordung von Millionen Juden verantwortlich war, hätte man auf diese Idee kommen können. Zum Beispiel Schleswig-Holstein oder Ostfriesland.
Aber die Palästinenser zu vertreiben war eine gute Idee?Zuerst einmal hätte man dann ja auch erst mal die Ostfriesen und die Schleswig-Holsteiner vertreiben müssen so wie man die Schlesier, Ostpreußen und Pommern vertrieben hat.
Da hätten sich wohl die meisten gesagt, weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist.
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