Wieviel "Kelte" ist ein Österreicher?

Dieses Thema im Forum "Die Kelten" wurde erstellt von SergejKorolev, 15. Mai 2008.

  1. Grüße!

    Also erstmals sorry, falls ich irgendwo etwas überlesen habe, das meine Fragen beantworten könnte.

    Aber nun zu meinen Fragen:

    Wie "keltisch" sind eigentlich meine österreichischen Landsgenossen? Haben die Kelten überhaupt, abgesehen von Archäeolögischen Funden, den heutigen Ösis überlassen? Gibt es noch irgendwelche Spuren in den Traditionen oder den Bräuchen?

    Immerhin wurde das heutige Österreich von zahlreichen Kelten besiedelt.

    Grüße

    SK
     
  2. DerGeist

    DerGeist Neues Mitglied

    Als "keltisch" kann man keine der heute lebenden Bevölkerung beschreiben.
    Selbst die noch keltischsprachigen Schotten, Iren und Waliser sind keine Kelten mehr.
    Vrgl.
    Kelten – Wikipedia
     
  3. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    (a) Keltische Bräuche wird es sicherlich noch geben, allerdings vielfach "umgedeutet" durch das Christentum.
    (b) Da es keine "keltischen Vertreibungen" oder "Unterdrückungen gegeben hat, wird es sicherlich genau so viele oder mehr keltische Gene wir zur Zeitenwende geben. Ein großer Teil der Österreicher sind natürlich Baiern (oder umgekehrt).

    Ein Beispiel aus Salzburg:
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Mai 2008
  4. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

  5. Habt dank Leute!

    @ lynxxx: Danke für den Link, aber der hat meine Fragen nicht beantwortet.
     
  6. Haerangil

    Haerangil Aktives Mitglied

    historisch gesehen waren "die Kelten" einfach eine Kulturgruppe die es in Europa eine ganze Zeit gab und die dann irgendwann durch weiterentwicklung und Assimilierung verschwand.

    "Brauchtum" ist nur sehr schwierig zu deuten und sollte nicht kritiklos in vorchristliche schriftlose Zeiten datiert werden... selbst wenn es oberflächlich immer wieder offensichtliche Ähnlichkeiten gibt zwischen Neuzeitlichem Brauchtum und Vorstellungen die es auch in alten Kulturen gab... häufig kommen Menschen in einer bäuerlich geprägten Kultur einfach nur auf ähnliche Ideen und man wird ähnliches auch in ganz entferten Kulturkreisen wie China, Südamerika oder Afrika vorfinden können ohne ,daß es da irgendwelche historischen Beeinflussungen gegeben haben muss...

    selbst wenn sich heute Iren, Schotten und Waliser selbst als Kelten fühlen ist das eigentlich ein eher romantisierender Standpunkt... mit den "alten Kelten" im historischen Sinne hat dies sicher nur wenig zu tun.

    Ein Österreicher kann sich getrost als Nachkomme eines bunten Gemischs aus Rätern, Illyrern, Römern, Etruskern, Kelten, Franken, Goten, Langobarden und was weiss ich noch fühlen...
     
  7. Etruskern?
     
  8. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Die müssen ja irgendwo geblieben sein :) Es gab ja mal viele von ihnen! Es gibt sogar Theorien, dass sie sich teilweise in den Alpenraum abgesetzt hätten. Und die Toscana liegt schließlich nicht weit von der Gallia Cisapina...
     
  9. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    und Türken, Bulgaren, Serben, Kroaten, Griechen und Ungarn (Stichwort: Vergewaltigungen bei den jahrhundertelangen Konflikten)... ;)
     
  10. Sorry, ich verstehe da den Zusammenhang nicht...
     
  11. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Gene verstreuen sich breit. Wir sind alle Homo Sapiens... Siehe auch dazu den einen ZEIT-Artikel, der hier mal diskutiert wurde, nachdem wir alle mit den Pharaonen und Eskimos verwandt sind.
     
  12. Im Grunde stimme ich dir zu. Allerdings sind manche enger Verwandt als andere (ich bin zB viel enger mit den Bulgaren verwandt als zB einem Japaner oder Ureinwohner Papua-Neuguineas)
     
  13. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Wenn man schon Illyrer zu den Vorfahren der Österreicher zählt, dann sind SO-Europäer jüngeren Datums (1500-1900) wohl auch dazuzuzählen, betrachtet man sich mal Beckstein oder Waigel, oder Söder, oder so einen bayr. Bergsteiger, der kurz nach Messner ohne Sauerstoff auf den Everest stieg und aussieht, wie ein Uigure... diese Leutchen sind für einen Hamburger auch schon fast Österreicher... ;) :D
     
  14. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Nur zur Erinnerung: Ein Mensch besitzt 40.000 Gene; die meisten sind aber bei allen Menschen gleich; die Unterschiede werden mit 0,2% = 80 Gene angegebene. Vom Vater bekommen wir also 40, von Großvater 20, von Ur-Ur-Ur-Ur-Großvater (also dem Ahnen vor knapp 200 Jahren) gerade mal ein spezifisches Gen. Auch wenn das Napoleon oder Goethe gewesen war - was soll's?
    ---
    Ist 80 nicht etwas wenig? Nun wenn wir 4 Allele annehmen dann kann man daraus immerhin 4 hoch 80 = 2 hoch 160 = ca 10 hoch 50 verschiedene Menschen konstruieren...
     
  15. Muss ich euch zustimmen..

    Ausserdem ist (ich glaube lt. UNESCO), nicht der genetische, sondern kulturelle und sprachliche Aspekte zu berücksichtigen, und mir ging es ja auch mehr darum.
     
  16. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Ja, dafür diese - "memetische" - Vererbung gibt es keine Regeln :)
    Kultur oder Sprache kann durch den Vater erzwungen sein, aber auch eine "Familienmischung" darstellen, durch die "Schule" vollständig verändert werden - und wird natürlich immer durch die "Nachbarn" beeinflusst.
     
  17. das ist klar.
     

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