Zusammenbruch der Sowjetunion

Dieses Thema im Forum "Russland | Sowjetunion | Osteuropa" wurde erstellt von Atila, 24. Februar 2006.

  1. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Lies mal 1984. Danach schätzt du Freiheit im Denken und Handeln bestimmt höher ein. Geheimdienst stellen mWn kein typisch kapitalistisches Phänomen dar (MfS)
    Kommunismus ist laut dem Manifest wirklich eine assoziation in der die Freiheit eines Jeden die Bedingung der Freiheit aller ist. Sich für den Kommunismus aussprechen, aber Freiheit nicht schätzen ist also durchaus als paradox zu bezeichnen. Menschen leben übrigens in der praktischen Welt und nicht zwischen zwei Buchdeckeln.
    auch wenn mit Wiedervereinigung und allgemeinen Untergang sozialistischer Ideen einges an Müll auf die leute zukam. Ich kann mir eher eine Verbeserung im Kapitalismus vorstellen, als dass sich im Sozialismusm erfolgreiche Verbesserungen durchgesetzt hätten (oder zugelassen wären).
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. April 2006
  2. heinz

    heinz Neues Mitglied

    Lieber Wieger,
    Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden (Rosa Luxemburg).
    Dass bei der Vereinigung vieles falsch gemacht wurde, ist mir auch klar, nur wurde bisher in der Geschichte noch niemals ein sozialisitsches System mit einem kapitalistischen vereinigt.:grübel:
     
  3. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Doch, in China... sie nennen es Sozialismus und praktizieren Parteidiktatur und Kapitalismus.
     
  4. heinz

    heinz Neues Mitglied

    Lieber Quijote,

    ich war selbst schon in China, dass ist keine Vereinigung der verschiedenen Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme. Bettler bettelten mit von Maschinenarbeit verstümmelten Armen, Verkäufer übernachten gleich an ihrem Arbeitsplatz. Das ist noch nicht mal Markwirtschaft, sondern Manchester-Kapitalismus.:motz:
     
  5. pippigro

    pippigro Gast

    Wie erklärst du dir dann das größte Wirschaftswachstum in China? Zwar liegt in China kein reiner Kapitalismus vor, allerdings gibt es schon einige Indizien für den Kapitalismus! Z.B.: Fast alle großen westlichen (und kapitalistischen) Länder investieren in China. Das ist schon eine kapitalistische Eigenschaft.
    Allerdings bin ich der Ansicht, dass man die Wirtschaftsform, wie sie in China vorliegt, nicht GENAU einordnen kann...
    Es gibt halt in China hochentwickelte, menschenfreundliche Einrichtungen (ein Verwander arbeitete 6 Monate in einer) und es gibt menschenausbeutende Einrichtungen...
    Grundsätzlich kann ich El Quijote zustimmen.
     
  6. Wieger

    Wieger Gesperrt

    Ich habe kein Problem mit der Freiheit, aber ich habe ein Problem damit, wie hier damit gehandhabt wird, in Deutschland. So sollte das eigentlich rüberkommen, dass ich immer für Freiheit stehen würde, sage ich aus tiefster Überzeugung. Freiheiten wie soziale Rechte (Recht auf Wohnung, Arbeit, usw.) stehen bei mir ganz hoch im Kurs. Geheimdienste sind aber Fremdkörper in einer Demokratie. Sie untergraben sie. Unsere Freiheit hier ist meist nicht mehr als eine Blase, sie Meinungs-und Pressefreiheit. Zumal nur schon das Privateigentum( nicht euer PC, sondern die Fabriken und Betriebe) Unfreiheiten heraufbeschwört. Das es im Stalinismus nicht sehr einfach zu Veränderungen kommt, weiß ich auch, hat man ja gesehen. Und das Zitat von Rosa Luxemburg kann man nich bringen, da wenn man den Artikel kennen würde, indem das vorkommt, man weiß, dass die Freiheit von der sie spricht, nie der gleich kommt, wie der jetzigen.Sie spricht auch nich von Meinungfreiheit. Sie war immer für den Sozialismus. Dieses Zitat wurde einfach aus dem Zusammenhang gerissen. Das zieht ja mal gar nicht. Laut Lenin sollte der Kapitalismus absterben, so wie er es jetzt gerade macht und dann der Sozialismus daraus resultieren und schließlich der Staat ganz absterben und der Kommunismus entstehen, eine freie, klassenlose Gesellschaft. Aber wie gesagt Theorie ist nicht gleich Praxis, merk ich gerade beim Autofahren lernen.

    Und zu China, diese menschenfeindlichen Einrichtungen sind meist westliche Firmen, wie unser Tchibo z.B, wo die Arbeiterinnen zur Strafe eine halbe Stunde stehen müssen, ohne sich zu bewegen und Löhne bekommen, die kommen ungefähr unseren Ein-Euro-Jobbern gleich.
    Ich gehe sogar soweit, zu behaupten, der Manchester-Kapitalismus bereits in Deutschland Einzug gehalten hat. Nur noch wenige Länder schaffen es soziale Dinge zu erhalten, durch Streiks, etc. Wie Frankreich, Belgien, usw. Aber da versucht man ja auch schon den freien Markt einzuführen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. April 2006
  7. hyokkose

    hyokkose Gast

    Das Thema hier lautet "Zusammenbruch der Sowjetunion".

    Ich bitte um Verständnis, daß wir allgemeine Politikdiskussionen hier im Geschichtsforum nicht führen möchten.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. April 2006
  8. Wieger

    Wieger Gesperrt

    Eine Diskussion entwickelt immer eine Eigendynamik. Das musst du Verstehen und diesem "Naturgesetz" sollte man nicht entgegentreten. Nichts ist nerviger als Diskussionen die nicht mit knackigen Statements beendet wurden.
    Politik ist die aktuelle Geschichte, ob wir heute oder morgen drüber reden:grübel:
     
  9. hyokkose

    hyokkose Gast

    Darum geht es nicht. Wir wollen hier keine Politikdiskussionen. Die Begründung kannst Du unter Bekanntmachungen nachlesen.
     
  10. heinz

    heinz Neues Mitglied

    Lieber Pippigro,
    in China geht es der Küstenbevölkerung einigermaßen gut. Das geschieht alles auf Kosten, der weiter im Inland lebenden Bevölkerung, die sich als Wanderarbeiter zu Hungerlöhnen verdingen müssen.
    Warum investieren alle westlichen länder in China? Weil es ein Markt mit 1,3 Millarden Menschen ist. Die Löhne, ohne Gewerkschaftsbeteiligung, sind so niedrig, dass damit kein westliches Unternehmen mithalten kann. Wenn ein Arbeitnehmer nicht spurt, wird er gefeuert.:motz:
    Gesetze stehen nur auf dem Papier, durch Koruption der Partei- und Staatsmitglieder werden diese ausgehebelt. Im Prinzip sind die Arbeiter in China rechtloser, als sie es in der DDR je waren.:grübel:
     
  11. Liljana

    Liljana Neues Mitglied

    Liebe Danila,
    wie du sicher bemerkt hast, ging ich bei meiner Aussage von mir aus. Ich sagte meinetwegen kann man ihn heilig sprechen. Ich denke ausserdem das du mit deinen 95 % die Messlatte sehr weit oben angesetzt hast. Wie gesagt es gibt immer zwei Seiten. Ich persönlich finde den Mann klasse.

    Und zu deinem russischen Zusatz: Wenn du nicht diskutieren willst, bist du hier falsch :hmpf:
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. April 2006
  12. danila

    danila Neues Mitglied


    Dann bist du die zweite die ich meinem Leben sehe,die Gorbatschow "klasse" findet.Ich vertrete aber die Meinung von zich millionen Russen.

    Erstens: Du bist hier falsch.

    Zweitens: Не спорить со мной,это не означет что я не хочу здесь общатся на разные темы!
     
  13. Coq Rouge

    Coq Rouge Neues Mitglied

    Oftmals wird Reagan zugesprochen durch seine Rüstungspolitik habe er die SU in die Knie gezwungen.

    Während die USA immer mehr Geld in Rüstung steckten um die Rusen militärisch zu übertreffen, waren die Soviets natürlich gezwungen es ihnen gleich zu tun und ebenfalls massiv in die Rüstung zu investieren.

    Der feine Unterschied zwischen beiden Weltmächten bestand darin, dass die USA wenn sie in die Rüstungsindustrie investierten, damit auch gleichzeitig in andere zivile Wirtschaftsbereiche investierten.

    Das bedeutet dass die Amerikaner weniger Mittel allein ins Militär investieren mussten und daher zu höheren Ausgaben fähig waren, die dann die SU letztendlich in die Knie zwangen.
     
  14. Mercy

    Mercy unvergessen

    Virtuell wie die zich millionen versteht sich.
    Das sehe ich anders.
    Dazu kann ich mich nicht äußern, aber für eine Auseinandersetzung über die aktuelle Bewertung Gorbatschows ist hier nicht der richtige Ort
     
  15. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Soll wohl heißen:
    "Streite nicht mit mir; dies bedeutet nicht, daß ich hier nicht über verschiedene Themen sprechen möchte."
    Anm.: Leider ist die Sprache bei mir etwas holprig geworden, aber interessant, was ein Wörterbuch aus DDR Zeiten noch für Dienste leisten kann...
     

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