Zwiebeltürme in Süddeutschland

Dieses Thema im Forum "Zeitalter der Glaubensspaltung (1517 - 1648)" wurde erstellt von lynxxx, 30. Juli 2008.

  1. Tekker

    Tekker Gast

    Bist du krank? Auf den Versuch wäre ich auch ohne Zahlung gespannt. Lynxxx hatte oben behauptet, das wäre sehr einfach. Obschon er dann zurückruderte, hätte ich auch da gern den zeichnerischen Beweis. Ansonsten kann man die weiter oben gemachte Behauptung, welche den Grund dieses Exkurses darstellt, getrost vergessen. :fs:
     
  2. Mercy

    Mercy unvergessen

    Nach dem ersten Dutzend traue ich dir das zu, das Probieren.
    Darf gelöscht werden.
     
  3. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Das ist eine der bekanntesten Glyphen. Ein chinesischer Bekanter sagte mir gerade, es würde "sehr künstlich" aussehen. Er meinte nicht "künstlerisch", sondern "unnatürlich". Doch die heutigen Chinesen sind an gedruckte Zeichen gewöhnt..... Ein europäischer Kunststudent kriegt das aber schon hin..

    ----
    Edit: Ein "Computer" würde das rechte Bild bevorzugen...
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 6. August 2008
  4. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Frischauf ans Werk, @Lynxxx. Ich habe ja schon gestanden, es nicht zu können.
     
  5. Tekker

    Tekker Gast

    Was heißt das denn? Möglicherweise möchte es sich ja jemand hier tätowieren lassen. :)
     
  6. hyokkose

    hyokkose Gast

    Das heißt "Glück".
     
  7. Tekker

    Tekker Gast

    Vielen Dank. Was das in deiner Signatur heißen soll, frag ich lieber nicht. =)

    Nun harren wir wohl den diversen Nachzeichnung(sversuch)en. :fs:
     
  8. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Tekker, nix zurückgerudert, nur präzisiert.
    Viel Komplexer als obiges Beispiel war mein damaliges Beispiel auch nicht. Also bzgl. Verteilung von "Tintenklecksen", Pinselstrichduktusschwankungen, Ausfransungen, Helligkeitsschwankungen innerhalb des Stiches, etc.

    Maximal diese Schwierigkeitsstufe, ebenfalls unifarben.:

    [​IMG]

    Also nicht in der Art von dieser weeesentlich komplexeren japan. Kalligraphie:

    [​IMG]


    Eine Kalligraphie, die Jahrelang an meiner Wand hing, von der japanischen Künstlerin Kyôko Muraki, hätte ich auch nie abzeichnen können, egal ob ich die Quadrat-Methode, oder ein Pantograph nutze, oder freihand. Ich weiß selber, wenn jemand eine Muttersprache spricht, und ein "Fremder" diese Muttersprache nun spricht, hört er sehr oft trotz perfekter Aussprache Nuancen an Unterschieden. So wird auch ein mit chin. oder jap. Schriftzeichen aufgewachsener, öfters Unterschiede erkennen können, von schnell Handgeschriebenem, und penibel Abgezeichnetem, auch wenn das Auge nicht so ein exaktes Sinnesorgan wie das Gehör ist.

    Und wenn ihr mir das nicht abnimmt, dann tut es mir leid, ich werde hier nun bestimmt nicht irgendwas beweisen wollen und anfangen zu zeichnen. Und in den Keller werde ich auch nicht gehen, um meine alten Ölgemälde abzuscannen. :nono: Haltet mich für einen Aufschneider, mir egal.

    Wir sind aber aufgrund des arab. Schriftzuges an der Kirche drauf gekommen, und da ist pure Geometrie am Werk, die jeder selber nachmalen kann, egal ob Muslim oder nicht.

    @MODS: Könntet ihr bei Gelegenheit ab Hyos Frage, die Posts in den Smalltalk verschieben, die haben hier nun wirklich nix mit dem Thema zu tun.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. August 2008
  9. Tekker

    Tekker Gast

    Na gut, dann fang doch damit an. :p
     
  10. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Da wir die Karlskirche schon hatten, mal ein kleiner architekturhistorischer Einwurf nochmal meinerseits zu Schwetzingens Moschee. Der Architekt Nicholas de Pigage (1723-1796) dürfte den architekturinteressierten Forianern vielleicht ein Begriff sein. Er entwarf ebenso große Teile des französischen Parks von Schwetzingen und Benrath wie dann auch die vom englischen Geschmack eher angeregten Partien ab etwa den 1770ern.

    S. 71
    Ferdinand Werner: "Der Garten der kurfürstlichen Sommerresidenz Schwetzingen"
    Essay in: "Lebenslust und Frömmigkeit..." Handbuch, 1999, Regensburg, Verlag Pustet
     
  11. Mercy

    Mercy unvergessen

    Schwetzinger Schloß: Moschee
     
  12. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Übrigens, da wir nun doch über das 16. Jh. hinaus in die Epoche der Turquerie hinein diskutieren, möchte ich natürlich ebenfalls erwähnen, dass westliche Architekturstile im Osmanischen Reich auch Eingang gefunden haben.
    (Damit man mir nicht evtl. "Einseitigkeit" vorwerfen sollte... ;))

    Die erste große Barockmoschee in Istanbul ist die Nuruosmaniye Moschee:

    [​IMG]

    Nuruosmaniye Complex


    Früher, also vor 50 Jahren, wurde sie noch in ihrem künstlerischen Wert/Ausdruck für nicht so hoch angesiedelt, inzwischen jedoch schätzt man diese Moschee schon eher, die teilweise erfrischende Verbindung des osm. Stils mittels barocker Formen. Sehr ungewöhnlich der hufeisenförmige Innenhof, der die hufeisenförmige Apsis spiegelt. usw. Siehe Abb. in dem Link.

    Später wurden dann in eklizistischer Weise verschiedenste Baustile von der Neorennaissance bis zum Empirestil wie aus einem Steinbbruch zusammengemischt, architektonisch und kunsthistorisch sicherlich nicht von allerhöchster Güte, jedoch mit eigenem Reiz:


    [​IMG]

    Nusretiye Mosque

    Oder schaut euch mal dieses zeltartige Dach dieses kleinen Kiosk/Pavillons des Beylerbey Palastkomplexes an:

    [​IMG]

    Beylerbeyi Palace


    und so weiter. Siehe hier:
    Building Style: Ottoman
     
  13. Ältester

    Ältester Neues Mitglied

    Hallo,
    schade das dieses Thema 2008 beendet wurde, aber nochmal zu den Zwiebeltürmen. In Wahrenbrück im Bundesland Brandenburg, gibt es seit oder besser gesagt nach dem Dreißigjährigen Krieg eine doppelte Zwiebelhaube auf dem Kirchturm. Auch im Norden findet man diese Art Haube, dabei fand ich einen Baumeister J. Ph. Seiz. In meiner Website Wardenbrugk.de und der Auseinandersetzung mit einem alten Stadtsiegel kam ich immer wieder auf die Freimaurer, kann das ein Ansatz sein?
     
  14. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied


    Laut Wiki ist die erste Kirche mit Zwiebeltürmen im 16. Jahrhundert entstanden s. Zwiebelturm – Wikipedia , die Freimaurer sind im frühen 18. Jahrhundert entstanden. Von daher würde ich einen Zusammenhang ausschließen.
     
  15. Ältester

    Ältester Neues Mitglied

    Das stimmt nicht, lies bitte das Handbuch für Freimaurer, über den Ursprung und die Geschichte des Ordens von Biegon von Czudnochowski. Danach gab es schon 926 eine Urkunde „Bau-Corporation“ für England und Schottland, in der Verhaltensregeln festgelegt wurden. Sie wurde 1818 ins Deutsche übersetzt, gelangte aber schon am 24. Juni 1535 in die Niederlande wo sich 19 europäische Bauhütten mit Verleumdungen auseinander setzen mussten. Es gibt ein Original der Institutionsakte der Loge vom 8 März 1519 in englischer Sprache und ein Verzeichnis aller Mitglieder dieser Loge von 1519 bis 1601. Die Originalurkunde der Brüderschaft in Köln, den 24 Juni 1535 geschrieben auf Pergament in plano mit Charakteren in lateinischer Sprache ganz unversehrt und unterzeichnet mit neunzehn Handschriften nicht in Charakteren sondern in gewöhnlicher Cursivschrift.
     
  16. Ältester

    Ältester Neues Mitglied

    Nein, ich versteif mich nicht darauf, aber die Kette die man auf dem Siegel sehen kann gleicht der der Freimaurer. Könnte doch sein?
     

Diese Seite empfehlen