Benjamin Franklins Rassentheorie: "Deutsche sind dunkelhäutig"

Franklin spielt auf die angelsächsische Landnahme an:
"Die zweite Satire unter dem Titel An Edict by the King of Prussia war ein fiktives Edikt des preußischen Königs Friedrich II.[79] In dieser fingierten Bekanntmachung ließ Franklin Friedrich den Großen argumentieren, dass die Deutschen vor langer Zeit Siedler nach England geschickt hätten und deshalb nun Einkünfte dieser preußischen Kolonien in Großbritannien an Preußen fließen sollten. Darüber hinaus gebe es die Möglichkeit, preußische Strafgefangene nach England zu schicken und die Kolonien auf der Insel auf diese Weise zu bevölkern. Für diejenigen Leser, die den Sinn der Satire noch nicht verstanden hatten, fügte Franklin hinzu, dass diese Maßnahmen nur gerecht seien, weil sie ein genaues Spiegelbild der Maßnahmen Großbritanniens gegenüber seinen Kolonien in Nordamerika darstellten."
Aus dem Wikipedia-Eintrag zu Franklin.
 
Das würde ich nicht so sehen. Bereits in früheren Jahrhunderten hat man den Hautfarbenrassismus geübt und diesen biblisch begründet. Für den biologistischen Rassismus ist der Text zu früh dran, aber nicht für den Hautfarbenrassismus.
Gut, Punkt für die andere Seite, ich habe mich da ungeschickt ausgedrückt.

Im iberoamerikanischen Raum hat man ja auch die die castas (der mit Indien bzw. dem Hinduismus verbundene Begriff Kastenwesen hängt mit Portugal als erster europäischer Kolonialmacht in Indien zusammen, es steckt darin also ein portugiesisches, kein indisches oder englisches Wort) nach Hautfarben und Mischungen klassifiziert. Also der Mischling aus "weiß" und "rot" (Mestize) stand höher, als der Mischling aus "weiß" und "schwarz" (Mulatte). Nur war dieser Rassismus nicht allein auf den Hautfarben begründet, sondern auch auf dem Geburtsort: zwei spanische Geschwister, die beide zu 100 % dieselben biologischen Eltern hatten, konnten unterschiedlichen castas angehören, je nachdem, ob ein Kind in Spanien und das andere in den Americas geboren wurde.
Und da bin ich nach wie vor der Meinung, dass Franklin jedenfalls inhaltlich, aber tölpelhaft versucht in eine ähnliche Kerbe zu hauen.

Wie gesagt: Rassismus selbst hat ja für sich immer in Anspruch genommen auf Naturbeobachtungen zu fußen, was wie wir alle wissen am Ende Schwachsinn ist, aber es war halt der Anspruch.

Die behauptung: "the Saxons only excepted, who with the English, make the principal Body of White People on the Face of the Earth."
Beruht aber offensichtlich nicht auf einer wie auch immer gemachten Beobachtung, sondern ist eine völlig willkürliche zur Schaffung einer exeptionellen Kategorie.
Das wird schon darin deutlich, dass Franklin von "English" spricht, nicht etwa von "British", womit er implizit bereits Schotten, Iren und Waliser rauswirft.
Die Vorstellung, es sei irgendwo beobachtbar, dass diese sich in ihrer Hautfarbe von den Engländern unterscheiden oder der explizit geäußerte Anspruch nachdem verglichen mit den Engländern und Sachsen die Schweden "dunkelhäutig" seien ist dermaßen lachhaft und einfach widerlegbar, dass sich Franklin damit vor seinen Zeitgenossen zum Kasper gemacht hätte, hätte seine Denke rein auf Hautfarben abgestellt.

Ich will überhaupt nicht bestreiten (das ist vielleicht falsch rübergekommen, oder ich habe mich falsch ausgedrückt), dass Franklin in seiner Denke da zum Teil auf Hautfrabenrassismus abstellt. Aber eben nicht brachial und ausschließlich.
Und wie gesagt, da er ja nicht in Kategorien von 100% weiß vs. 100% schwarz denkt, wie der biologische Rassist 100 Jahre später, der davon fabuliert, das ein ein einziger Tropfen entsprechenden Blutes jemanden zum "Schwarzen" machte o.ä. sondern er mit Zwischenkategorien arbeitet, kann man sicherlich konzedieren, das ungefähre Beobachtbarkeit des Anspruchs alle außer Engländern und Sachsen seien "swarthy" bis "black" vielleicht noch bis auf die Höhe Süd- oder Mitteleuropas irgendwie prekär funktioniert, aber bei den britischen Inseln selbst und bei Skandinavien, wenn er sich auf die Schweden kapriziert, greift das nicht mehr.
Da greift dann so zu sagen, frei nach Göring, für ihn auf einmal die Logik: "wer bei mir swarthy ist, bestimme ich".

Und spätestens an diesem Punkt ist es kein rassistisches Systhem oder eine "Rassentheorie" mehr, sondern nur noch eine willkürliche Setzung, die praktischer Weise dazu dient (oder jedenfalls den Effekt hat), alles auf die Vorteile der eigenen Gruppe zuzuschneiden.

Für mich ist das keine "Rassentheorie", sondern der Anspruch auf Sonderrechte einer Gruppe, verbrähmt mit einem Amalgam aus rassistischer Hautfrabenlehre und offensichtlich völlig willkürlicher Beanspruchung dieser, egal ob im konkreten Fall irgendwie auch nur peripher mit der beobachtbaren Realität korrespondierend oder nicht.


Auch bei dem Hierarchiesystemen der Kolonalgesellschaften, wenn es um aus Europa stammende Personen und "Kreolen" geht, ging es ja nicht um real beobachtbare Unterschiede in Hautfarbe o.ä., wie du richtig anmerkst, konnten zwei von den gleichen Eltern abstammende Geschwister durchaus in verschiedene Kasten eingeordnet werden, sondern es ging um die Schaffung einer rein fiktiven Kategorie zur Abgrenzung Sicherung der Vorrechte einer bestimmten Gruppe (in dem Fall den in Europa geborenen Personen).

Auf ähnliches, zielt, wie ich das sehe Franklin ab, wenn er Engländer und Sachsen relativ willkürlich von anderen Gruppen abgrenzt, dem ganzen den Stempel "purely white" verpasst.
Für mich läuft das auf eine Abwandlung dieses Modells hinaus, mit dem Unterschied, dass Franklin, etwas anderes als den Geburtsort als Kategorie sucht (möglicherweise weil er selbst in Amerika, nicht in Europa geboren war) und deswegen eine willkürliche Zuordnung zur Farbenlehre an die Stelle setzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und da bin ich nach wie vor der Meinung, dass Franklin jedenfalls inhaltlich, aber tölpelhaft versucht in eine ähnliche Kerbe zu hauen.
Aber nur ähnlich, da er selber ein in den Kolonien geborener war.


Die Behauptung: "the Saxons only excepted, who with the English, make the principal Body of White People on the Face of the Earth."
Beruht aber offensichtlich nicht auf einer wie auch immer gemachten Beobachtung, sondern ist eine völlig willkürliche zur Schaffung einer exeptionellen Kategorie.
Darüber sind wir uns wohl alle einig,ob wir nun akzeptieren, dass die Schrift hautfarbenrassistisch ist oder im Einzelfall eine andere Interpretation bevorzugen.


Das wird schon darin deutlich, dass Franklin von "English" spricht, nicht etwa von "British", womit er implizit bereits Schotten, Iren und Waliser rauswirft.
Das ist in der Zeit kein Alleinstellungsmerkmal. Die Schotten und Iren wurden von den Engländern im 17. und 18. Jhdt. ähnlich abschätzig betrachtet, wie die Indianer, praktisch als Wilde (dass gleichzeitig Glasgow und Edinburgh Innovationszentren waren, ist so einer dieser Widersprüche, die wir Menschen so gerne ignorieren, wenn sie uns nicht in den Kram passen).
Ungefähr zeitgleich mit der Besiedlung Amerikas legten die Engländer auch in Irland Plantations an. Das waren keine Pflanzungen sondern englische Siedlungen, die angelegt wurden, um Irland zu anglisieren. Dass 200 Jahre später während der Great Potato-Famine Ostirland Weizen nach England exportierte, während in Westirland die Menschen verhungerten oder - wenn sie noch konnten - aus Hunger auswanderten, hängt auch mit dieser Sichtweise zusammen.
Die Highland Clearances in Schottland waren von einem ähnlichen Zynismus angetrieben.

Und spätestens an diesem Punkt ist es kein rassistisches System oder eine "Rassentheorie" mehr, sondern nur noch eine willkürliche Setzung, die praktischer Weise dazu dient (oder jedenfalls den Effekt hat), alles auf die Vorteile der eigenen Gruppe zuzuschneiden.
Aber ist das nicht der Kern von Rassismus? Willkür?
 
Dass ein Mensch, der anderweitig die Fähigkeit zum wissenschaftlichen Denken bewies, einen solchen Unfug schreiben konnte … Ich meine, jenseits aller Moral—das dürfte das erste Mal sein, dass ich lese, dass jemand Schweden oder Russen eine "schwärzliche" Hautfarbe zuschreibt.

Das Ganze wird noch absurder, wenn man in Rechnung stellt, dass Franklin als gebildeter Mann die gemeinsame Geschichte Dänemarks und Schwedens gekannt haben müsste, weswegen es sich ihm hätte verbieten müssen, zwischen Schweden und Dänen solche Unterscheidungen zu treffen.

Und wenn man die "Russen" so wie Franklin definiert, nämlich rassistisch, d.h. unter Ausschluss der nicht-russischen Bevölkerungsteile des damaligen russischen Kaiserreichs, erhält man einen durchschnittlichen Phänotyp, bei dessen Anblick Alfred Rosenberg vor Freude hätte in Ohnmacht fallen müssen: blond, blauäugig, und kalkweiß. Einfach bizarr!
 
Das ist in der Zeit kein Alleinstellungsmerkmal. Die Schotten und Iren wurden von den Engländern im 17. und 18. Jhdt. ähnlich abschätzig betrachtet, wie die Indianer, praktisch als Wilde (dass gleichzeitig Glasgow und Edinburgh Innovationszentren waren, ist so einer dieser Widersprüche, die wir Menschen so gerne ignorieren, wenn sie uns nicht in den Kram passen).
Ist durchaus bekannt.
Ich stelle einfach nur fest, dass es komplett inkonsequent ist einerseits auf (angebliche)Hautfarbe als Grundlage für Hierarchien und Rechte abzustellen und dann aber Gruppen, die mehr oder weniger die gleiche Hautfarbe haben auf, die seit Jahrhunderten in der gleichen Gegend leben, auf einmal völlig anders behandeln.

Ungefähr zeitgleich mit der Besiedlung Amerikas legten die Engländer auch in Irland Plantations an. Das waren keine Pflanzungen sondern englische Siedlungen, die angelegt wurden, um Irland zu anglisieren. Dass 200 Jahre später während der Great Potato-Famine Ostirland Weizen nach England exportierte, während in Westirland die Menschen verhungerten oder - wenn sie noch konnten - aus Hunger auswanderten, hängt auch mit dieser Sichtweise zusammen.
Die Highland Clearances in Schottland waren von einem ähnlichen Zynismus angetrieben.
Natürlich, weil um Platz für die englischen Kolonisten und englischen Großgrundbesitz zu schaffen irische Grundbesitzer enteignet und in die kageren Gegenden von Connacht/Connaught in Westirland abgedrängt wurden, für die die Engländer sich weniger interessierten, was dann unter anderem auch dazu geführt hat, dass im Besonderen in Westirland die irisch-gälischen Dialekte überlebt haben, die in weiten Teilen des Ostens der Insel ja verschwunden sind/waren.

Aber gerade was Irland angeht (in Sachen Highland Clearances bin ich, wie ich zugeben muss relativ unbewandert) war das ganze ja durchaus mit Religionspolitik und dem Versuch von Loyalitätssicherung verbunden. Da griff ja im Bezug auf die katholischen Iren sehr stark die englische Lesart der "Leyenda negra" und geradezu eine paranoide Panik gegenüber allem, was irgendwie nach "Papismus" aussah.
Und die mehr oder weniger koloniale Behandlung Irlands bis ins 19. Jahrhundert hinein war ja in erheblichen Teilen auch religionspolitisch fixiert, z.B. dadurch, dass Katholiken der Grundbesitz/-Erwerb und die Ausübung bestimmter Ämter untersagt waren, jedenfalls bis zum "Roman Catholic Relief Act" von 1829.

Genau da überlappen sich die Dinge dann aber eben auch, weil beim Stereotyp "wild"/"unzivilisiert"*/"unaufgeklärt" ja vor allem auch die Religion dafür herhalten musste um das zu begründen, da bei den Protestanten der Katholizismus ja nicht selten als, sagen wir mal "vernunftabgewandt" und daher eo ipso unaufgeklärt, also durch eigenes Verschulden und halsstarrigkeit unzivilisiert betrachtet wurde.

Aber ist das nicht der Kern von Rassismus? Willkür?
Ja natürlich ist ein gewisses Maß an Willkür der Kern des Rassismus, auf Vernunft basiert der jedenfalls nicht. Für ein rassistisches System oder eine "Rassentheorie" um bei der Überschrift zu bleiben, wäre in meinen Augen aber durchaus ein notwendiges konstituierendes Kriterium, dass es sich auf irgendein Ordnungssystem nach beobachtbaren Kriterien beruft.

Unterschiedliche Phänotypen generell lassen sich natürlich in verschiedenen Erdteilen beobachten, ob Begriffe, wie "weiß"/"schwarz"/"gelb"/"rot" die sinnvoll beschreiben, sei dann man dahingestellt, aber sie sind jedenfalls vorhanden.
Und damit haben Rassisten immer bis zu einem gewissen Grad mit real beobachtbaren Phänomenen gearbeitet, die Willkür liegt dabei in der Regeln nicht im kompletten Erfinden von Phänotypen oder Hautfarben, sondern im willkürlichen Zuschreiben von Eigenschaften an die Adresse dieser Merkmale.

Und das tut Franklin hier ja gerade nicht. Er beobachtet nicht irgendein reales Merkmal von Gruppen und bedenkt es mit willkürlichen und spinnerten Zuschreibungen, sondern schreibt gleich ganzen Gruppen, die ihm nicht passen offensichtlich nicht zutreffende Mermale zu.

Dem liegt dann aber offensichtlich kein System und keine Theorie mehr zu Grunde, sondern dass ist dann wirklich Willkür in Reinform.

Ich störe mich, was die Diskussion angeht, weniger an dem Befund, dass da Hautfarbenrassismus mindestens als Teilelement drinnsteckte, sondern ich stoße mich eher an dem Begriff "Rassentheorie".
Was oben zu lesen ist, ist keine Rassentheorie oder sonstige Theorie. Es ist einfach nur xenophobes überziehen von unliebsamen Gruppen mit völlig willkürlichen erscheinenden Zuschreibungen.
Wenn man annehmen möchte, dass Franklin, das Bedürfnis gehabt hätte sich damit zum Kasper zu machen, kann man es natürlich dabei bewenden lassen.

Ich muss aber sagen, so viel Dummheit traue ich ihm eigentlich nicht zu.

Das Ganze wird noch absurder, wenn man in Rechnung stellt, dass Franklin als gebildeter Mann die gemeinsame Geschichte Dänemarks und Schwedens gekannt haben müsste, weswegen es sich ihm hätte verbieten müssen, zwischen Schweden und Dänen solche Unterscheidungen zu treffen.

Und wenn man die "Russen" so wie Franklin definiert, nämlich rassistisch, d.h. unter Ausschluss der nicht-russischen Bevölkerungsteile des damaligen russischen Kaiserreichs, erhält man einen durchschnittlichen Phänotyp, bei dessen Anblick Alfred Rosenberg vor Freude hätte in Ohnmacht fallen müssen: blond, blauäugig, und kalkweiß. Einfach bizarr!
Ich weiß nicht, ob Franklin jemals, bevor er das geschrieben hat, die Gelegenheit hatte irgendwo Russen kennen zu lernen.
Jedenfalls hat er aber von 1725 bis 1726 etwa anderthalb Jahre lang in London verbracht und dürfte da durchaus (Verkehr zwischen Skandinavien und den Britischen Inseln war ja schon deswegen rege, weil Skandinavien ein nicht ganz unbedeutender Holzlieferant für den britischen Schiffsbau war) über den einen oder anderen Skandinavier gestolpert sein.
Beim Thema Russen, würde ich Franklin zugestehen, dass das vielleicht einfach Unwissenheit war. Wenn man bedenkt, das der junge Franklin ein Zeitgenosse Peters des Großen war und die Öffnung Russlands nach Westen hin als Projekt noch in der Mache war. Die Kontrolle über die baltischen Häfen hatte Peter ja erst einige Jahre vor Franklins London-Aufenthalt übernehmen können, mit der russischen Seefahrt war es noch nicht weit her und von Auswanderungswellen nach Nordamerika (außer halt einer relativ kleinen Gruppe in Alaska), wäre mir zu Franklins Lebzeiten auch nicht bekannt und schon gar nicht vor 1751.

Da halte ich es für gut möglich, das Franklin Schilderungen über Russen, nur aus zweiter oder dritter Hand kannte und wenn die (was wegen des großen Nordischen Krieges jetzt nicht völlig abwegig wäre) möglicherweise bunte Schilderungen auch über Kosaken und Tartaren (als typische Hilfstruppen) enthielten, ohne das sauber zu differenzieren könnte ich mir noch erklären, wo solche Zuschreibungen beim Thema Russen herkommen könnten.

Aber bei den Schwenden sieht es anders aus. Die Verbindungen mit Großbritannien bestanden und außerdem gab es entland des Delaware River im 17. Jahrhundert ein paar schwedische Niederlassungen, die dann erst von den Niederländern und dann von den Briten geschluckt wurden.
Nach seiner Rückkehr in die Kolonien hat Franklin in Philadelphia gelebt, dass liegt bekanntlich ebenfalls am Delaware River, in mehr oder weniger direkter Nachbarschaft zum vormaligen schwedischen Einwanderungsgebiet in der Region.
Von dem her wird er jedenfalls Gelegenheit gehabt haben Schweden oder Nachfahren schwedischer Einwanderer zu begegnen, dazu musste er in seiner Wahlheimat Philadelphia nur aus der Haustür stolpern und ein paar Km den Fluss entlang spazieren.

Das Postulat zum Thema Russen, mag aus Unwissenheit über die Verhältnisse und tendenziöse Berichte aus 2. und 3. Hand entstanden sein aber bei der Einlassung gegenüber den Schweden, handelte es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit entweder um eine Behauptung wider besseren Wissens oder aber er hat das inhaltlich anders gemeint und "swarthy" ist mehr als Chiffre für "unzivilisiert o.ä. gemeint, als tatsächlich im Wortsinne für "dunkelhäutig".






* Was freilich, wenn man die Wirkung der irischen Missionsarbeit auf das frühmittelalterliche Europa betrachtet ähnlich absurd ist, wie im Hinblick auf die hochproduktive Universitätsstadt Edinburgh.
Und auch im Hinblick auf das Trinity College in Dublin und seine irischen Absolventen (auch wenn das, wie man einräumen muss, dass das anders als St. Andrews in Edinburgh eine Gründung der Tudors und damit der englischen Monarchie gewesen ist).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich störe mich, was die Diskussion angeht, weniger an dem Befund, dass da Hautfarbenrassismus mindestens als Teilelement drinnsteckte, sondern ich stoße mich eher an dem Begriff "Rassentheorie".
Was oben zu lesen ist, ist keine Rassentheorie oder sonstige Theorie.
da echauffierst dich da wegen des nebensächlichen Umstands der plakativ-übertriebenen Überschrift; kein eher kurzer Essay dieser Welt enthält eine komplette, in sich abgeschlossene Rassenkunde/Rassentheorie.
Was da vorliegt: Franklin verwendet - aus heutiger Sicht no go - hautfarbenrassistische Ressentiments seiner Zeit in rhetorischer Weise und biegt sie sich auf die nun schon oft beschriebene Weise weder geschickt noch überzeugend zurecht. Sonderbar für einen, der später Gründervater der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung wurde und sich später gegen Sklaverei äusserte.
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Franklin spielt auf die angelsächsische Landnahme an:
"Die zweite Satire unter dem Titel An Edict by the King of Prussia war ein fiktives Edikt des preußischen Königs Friedrich II.[79] In dieser fingierten Bekanntmachung ließ Franklin Friedrich den Großen argumentieren, dass die Deutschen vor langer Zeit Siedler nach England geschickt hätten und deshalb nun Einkünfte dieser preußischen Kolonien in Großbritannien an Preußen fließen sollten. Darüber hinaus gebe es die Möglichkeit, preußische Strafgefangene nach England zu schicken und die Kolonien auf der Insel auf diese Weise zu bevölkern. Für diejenigen Leser, die den Sinn der Satire noch nicht verstanden hatten, fügte Franklin hinzu, dass diese Maßnahmen nur gerecht seien, weil sie ein genaues Spiegelbild der Maßnahmen Großbritanniens gegenüber seinen Kolonien in Nordamerika darstellten."
Aus dem Wikipedia-Eintrag zu Franklin.
@Clemens64 diese Satire wurde 1773 geschrieben und publiziert - der Essay, den wir hier diskutieren ist von 1751.
 
@Clemens64 diese Satire wurde 1773 geschrieben und publiziert - der Essay, den wir hier diskutieren ist von 1751.
Warum ist das von Belang?

Übrigens, damit Franklin hier nicht gar so schlecht wegkommt: Er wurde im Lauf seines Lebens zum Gegner der Skaverei, und als Vorsitzender der Pennsylvania Abolitional Society schrieb er 1790 in eine Eingabe an Senat und Repräsentantenhaus, in der steht:

[The menbers of the Society observe] ”.. that these blessings [of liberty] ought rightfully to be administered, without distinction of Colour, to all descriptions of People, so they indulge themselves in the pleasing expectation, that nothing, which can be done for the relief of the unhappy objects of their care, will be either omitted or delayed."

Benjamin Franklin to John Adams, 9 February 1790 - Founders Online
 
Ich weiß nicht, ob Franklin jemals, bevor er das geschrieben hat, die Gelegenheit hatte irgendwo Russen kennen zu lernen. […]
Das hieße aber im Umkehrschluss vorauszusetzen, dass Franklin ein korrektes Urteil über ihr Äußeres abgegeben hätte, wenn er Russen begegnet wäre. Dazu war er aber offensichtlich nicht in der Lage, warum auch immer.

Die Schweden als dunkelhäutig zu bezeichnen, im Gegensatz zu den mit ihnen eng verwandten Dänen? Die sächsischen Deutschen als hellhäutig zu bezeichnen, die übrigen Bewohner des Alten Reiches jedoch nicht, als wären die Sachsen tausend Jahre eine ethnische Insel gewesen?

Es scheint mir, als benutzte Franklin hier die Hautfarbe als Chiffre für andere Eigenschaften, die ihm unerwünscht waren, z.B. katholischer Glaube oder eine bestimmte Gesellschaftskultur. Die Hautfarbe würde dann nur als leichtes Erkennungsmerkmal gedient haben.
Sonderbar für einen, der später Gründervater der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung wurde und sich später gegen Sklaverei äusserte.
Finde ich gar nicht. Rassismus ist zwar eine notwendige Voraussetzung für ethnisch begründete Sklaverei, führt aber nicht notwendigerweise dazu. Franklins Essay liest sich wie ein Plädoyer gegen das, was man später Überfremdung nennen würde. Da ist es doch eigentlich konsequent, dass er die Sklaverei verbieten wollte, die immerhin zu einem (wenn auch ganz und gar unfreiwilligen) Zuzug von Afrikanern führte.
 
Da greift dann so zu sagen, frei nach Göring, für ihn auf einmal die Logik: "wer bei mir swarthy ist, bestimme ich".

Und spätestens an diesem Punkt ist es kein rassistisches Systhem oder eine "Rassentheorie" mehr, sondern nur noch eine willkürliche Setzung, die praktischer Weise dazu dient (oder jedenfalls den Effekt hat), alles auf die Vorteile der eigenen Gruppe zuzuschneiden.
So gesehen muss man natürlich auch konstatieren, dass auch bei den Nazis weder von einem ein rassistischen System noch von einer "Rassentheorie" die Rede sein kann.

Mich stört es nicht im geringsten, wenn jemand von Rassentheorien oder von Verschwörungstheorien schreibt, solange nicht ernsthaft versucht wird, derartige Konstrukte in den Rang wissenschaftlicher Theorien zu erheben.



Es scheint mir, als benutzte Franklin hier die Hautfarbe als Chiffre für andere Eigenschaften, die ihm unerwünscht waren, z.B. katholischer Glaube oder eine bestimmte Gesellschaftskultur.
Möglicherweise hielt Franklin die Schweden für Kryptokatholiken!
 
Möglicherweise hielt Franklin die Schweden für Kryptokatholiken!
Immerhin starb das letzte nativ schwedische Königshaus mit einer Frau aus, die zum Katholizismus konvertierte …

Aber Scherz beiseite, Franklin hielt es offenbar für notwendig, zwischen Dänen und Schweden zu unterscheiden. Warum würde ein Rassist, der auf die Hautfarbe abzustellen vorgab, das tun? Man hätte ihn wunderbar damit in Verlegenheit bringen können, ihn zu bitten, zwischen einem Seeländer und einem Schonländer zu unterscheiden.

Was hätte ihn an den Schweden also stören können? Vielleicht deren Rebellion gegen die Dänen, die Franklin wohl in der Nachfolge der Angeln sah? Vielleicht die Tatsache, dass die letzten 250 Jahre schwedischer Geschichte zu seinen Lebzeiten vor allem aus Krieg und einem ebenso kometenhaften Aufstieg wie raschen Fall bestanden hatten?
 
Es scheint mir, als benutzte Franklin hier die Hautfarbe als Chiffre für andere Eigenschaften, die ihm unerwünscht waren, z.B. katholischer Glaube oder eine bestimmte Gesellschaftskultur. Die Hautfarbe würde dann nur als leichtes Erkennungsmerkmal gedient haben.
einerseits eine interessante Überlegung - andererseits setzt das aber voraus, dass diese Chiffre*) verständlich für sein Publikum war und in seinem Sinn dechiffriert wird. Wie wahrscheinlich ist um 1751 in Nordamerika ein Publikum, welches ausgerechnet hautfarbenrassistische Ressentiments mal als Chiffre, mal als (Ab)Wertung und vermeintliches Faktum handhabt? nebenbei: ein Publikum, das in weiten Teilen auf Hautfarbenrassismus beruhende Sklaverei betrieb und das für gerechtfertigt hielt.

Überhaupt stellt sich die Frage, warum andere als hautfarbenrassistisch wahrgenommene Schreibereien verurteilt werden, während hier (Franklin) quasi der Freispruch "der meint doch was ganz anderes damit" praktiziert wird und dabei nonchalant übersehen wird, dass Franklin in seiner rhetorischen Verwendung die zeittypische Auf- und Abwertung (protorassistische Zuschreibungen) völlig selbstverständlich einsetzt - wenn er selber um 1751 keine rassistische Einstellung gehabt haben sollte**), dann wäre das rhetorisch ein Fall von geradezu nihilistischem Utilitarismus (a la der Zweck heiligt restlos jedes Mittel). Des Weiteren stellt sich innerhalb der im Essay vorgenommenen "Einteilungen" die Frage, ob diese in sich wenigstens irgendwas schlüssiges ergeben. Wenn unterstellt wird, dass "katholischer Glauben" mittels der gemutmaßten Chiffrierung negativ konnotiert werden soll, warum sind dann etliche protestantische Ländereien swarthy statt white? Sollte er diese nicht gekannt haben und glauben, sein Publikum kenne sie ebenfalls nicht, aber über Hengist und Horsa wissen alle Bescheid?? Das kommt mir unstimmig, ja unsinnig vor.

Dass ein Mensch, der anderweitig die Fähigkeit zum wissenschaftlichen Denken bewies, einen solchen Unfug schreiben konnte …
1706-90 ist eine lange Lebensspanne im 18. Jh. und Franklin war ein enorm talentierter Hans Dampf in allen Gassen:
(Wikipedia) und welche Biografie enthält keine Widersprüchlichkeiten zwischen Wiege und Gruft? Und hier haben wir so eine Widersprüchlichkeit, denn derselbe Franklin, der 1751 den Essay verfasste:
Seine 1751 veröffentlichte Schrift Observations Concerning the Increase of Mankind zeigt, dass Franklin damals die Sklavenhaltung größtenteils noch aus wirtschaftlichen Überlegungen verurteilte. In den 1770er Jahren sympathisierte er mit dem Sklavereigegner Anthony Benezet, räumte jedoch ein, ein sofortiger Einfuhrstopp für Sklaven käme erst „mit der Zeit“.[123]
Franklins Engagement gegen die Sklaverei kulminierte in seiner Berufung zum Präsidenten der 1787 gegründeten Pennsylvania Abolition Society. In für ihn typischer Manier gab er der Gesellschaft eine detaillierte Satzung „für die Verbesserung der Lebensumstände freier Schwarzer“.[124] Im Namen der Gesellschaft schickte er schließlich eine Petition an den Kongress, in der er dazu aufrief, die Freiheit der Bürger der Vereinigten Staaten ungeachtet ihrer Hautfarbe zu garantieren.[125] Doch seine Bemühungen waren erfolglos. Angeführt von dem Abgeordneten James Jackson aus Georgia, verwarf der Kongress die Petition mit dem Hinweis, dass die Sklaverei durch die Bibel legitimiert und ohne die Sklaven die harte Arbeit auf den Plantagen nicht zu bewältigen sei.[126]


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*) das erinnert mich an eine ganz andere Chose: kurzzeitig war der Verdacht eines Journalisten namens Marc Weiner en mode, welcher in Wagners musikalischen Strukturen (Melodiebildungen etc) antisemitische Melismen und Chiffren entdeckt zu haben prahlte, kurioserweise solche, die Wagners Publikum schwuppdiwupp zu dechiffrieren vermochte, die aber - obwohl doch angeblich allgemein bekannt - wenige Jahrzehnte später völlig in Vergessenheit geraten sein sollen... Halleluja: um 1880 bekannte prominente antisemitische Chiffren sollen in den Jahrzehnten mit zunehmend schärfer werdendem Antisemitismus bis in die Nazizeit vergessen worden sein... - na ja, Herr Weiner konnte nichts davon belegen.
**) hier fragt sich, wie wahrscheinlich das ist angesichts des Wissensstands dieser Zeit in Sachen "Wilde", "zivilisieren" usw.
 
Franklin hielt es offenbar für notwendig, zwischen Dänen und Schweden zu unterscheiden.

Wo schreibt er denn etwas über die Dänen? Oder den Unterschied zwischen Dänen und Schweden?


@Clemens64 diese Satire wurde 1773 geschrieben und publiziert - der Essay, den wir hier diskutieren ist von 1751.
Ich verstehe nicht, warum hier die Wiki-Erwähnung einer Satire von 1773 thematisiert wird. Die sächsische Landnahme wird doch in dem Essay von 1751 explizit angesprochen.

Hat eigentlich jemand hier den Essay gelesen, über den so eifrig diskutiert, spekuliert und fabuliert wird?


Ich schlage vor, dass ihr euch den Text von Franklin einmal wissenschaftlich anschaut, das heisst, ihr führt eine saubere Quellenkritik durch. Das Ergebnis könnt ihr dann hier einstellen. Hier die Quelle: Founders Online: Observations Concerning the Increase of Mankind, 1751
 
Wo schreibt er denn etwas über die Dänen? Oder den Unterschied zwischen Dänen und Schweden?
Direkt tut er das nicht, aber indirekt.

Die Schweden stellt er explizit als dunkelhäutig dar. Seine Wortwahl ("principal body"), sowie sein Herauslösen der Sachsen aus der Betrachtung der Deutschen, lässt folgern, dass er nur solche Ethnien als hellhäutig betrachtet, die er explizit nennt. Gleichlautend die Interpretation der Quelle:
The only whites to his mind were the English and the Saxons.
Auf den ersten Blick wären die Dänen für Franklin also ebenfalls dunkelhäutig gewesen.

Bei seiner Überbetonung alles Sächsischen ergibt das jedoch keinen Sinn*. Die Bewohner des südlichen Jütlands waren ja ebenfalls Sachsen.

*) Falls man hier überhaupt von "Sinn" sprechen sollte. Der ganze Schrieb ist arg widersprüchlich.
 
Ich verstehe nicht, warum hier die Wiki-Erwähnung einer Satire von 1773 thematisiert wird.
das hatte ich ebenfalls nicht verstanden, denn die Satire (1773) erklärt den Essay (1751) nicht.
Das Anliegen des Essays ist nicht in einer darin angedeuteten "Rassentheorie" zu sehen. Die diskutierten Passagen mit ihren absonderlichen Hautfarbenzuschreibungen finden sich erst im abschließenden letzten Absatz (den ich für misslungene Rhetorik halte) - - aber davon abgesehen, ist es doch interessant, den letzten Absatz genauer anzuschauen (was er impliziert etc)
Die ausführlichen Überlegungen Franklin zur Wirtschaftlichkeit der Sklaverei, zur Bevölkerungsentwicklung und Zuwanderung, wovon der Essay eigentlich handelt, wären ein anderes Thema (jedenfalls keines, das vom Titel des Fadens angesprochen wäre)
 
Die sächsischen Deutschen als hellhäutig zu bezeichnen, die übrigen Bewohner des Alten Reiches jedoch nicht, als wären die Sachsen tausend Jahre eine ethnische Insel gewesen?
Wie gesagt, hier könnte man durchaus die Frage stellen, ob er das tatsächlich so meinte, oder ob eigentlich schon gerne alle "Germans" unter "swarthy" gefasst hätte, das aber unterließ, um König George II. nicht vor's Schienbein zu treten. Diese Inkonsequenz wäre durchaus noch erklärlich.

Wie wahrscheinlich ist um 1751 in Nordamerika ein Publikum, welches ausgerechnet hautfarbenrassistische Ressentiments mal als Chiffre, mal als (Ab)Wertung und vermeintliches Faktum handhabt? nebenbei: ein Publikum, das in weiten Teilen auf Hautfarbenrassismus beruhende Sklaverei betrieb und das für gerechtfertigt hielt.
Du übersiehst mMn wie fließend die Übergänge da im 18. Jahrhundert noch waren.

Die ursprüngliche Rechtfertigung für die Sklaverei war religiös verbrämt, nich auf Hautfarbenrassismus aufgebaut. Das lief was die betroffenen Gruppen angeht auf ähliches hinaus, weil der Großteil der afrikanischen Sklaven aus Subsahara-Afrika stammte, wo bei den Einwohnern dunklere Hautfrabe und Nichtzugehörigkeit zum Christentum in der Regel zusammenfielen.

Wenn man davon ausgeht, dass für den durchsnittlichen Einwohner der englichen Kolonien ein Nichtchrist als unzivilisiert galt (und das machte ja einen erheblichen Teil der Rechtfertigung der kolonialen Landnahme aus) und diese vorstellung von "Unzivilisiertheit" sich regelmäßig auf als "nicht weiß" angesprochene Gruppen projezieren ließ, weil aus Afrika importierte Sklaven und Indigene nunmal in der Regel keine Christen/Gechtgläubige waren, fällt es mir so überhaupt nicht schwer anzunehmen, dass ensprechende Farbzuschreibungen auch als Chiffre für mangelnde Zivilisation verstanden werden konnten.
Wenn unterstellt wird, dass "katholischer Glauben" mittels der gemutmaßten Chiffrierung negativ konnotiert werden soll, warum sind dann etliche protestantische Ländereien swarthy statt white?
Möglicherweise, weil "protestantisch" für jemanden mit kulturellen Wurzeln auf den britischen Inseln noch lange nicht "rechtgläubig" bedeuten musste, da sich die protestantische Glaubenswelt der britischen Inseln ja doch erheblich von der kontinentaleuropäischen unterschied?

Darüber hinaus: Franklin scheint ein Problem mit staatsnahen Amtskirchen im Allgemeinen gehabt zu haben:

"Unter dem Pseudonym „Mrs. Silence Dogood“ schrieb er humoristisch-kritische Essays zu gesellschaftlichen Themen, die er nachts unter der Tür der Druckerei seines Bruders hindurchschob.[5] Besonders beißend waren seine Attacken auf die Nähe von Kirche und Staat und damit auf eine der Säulen, auf denen das Leben in den puritanischen Kolonien Neuenglands beruhte.[6] "


Mit dieser Einstellung dürften die kontinentaleuropäischen protestantischen Landeskirchen mit ihrem Summepiskopat bei Franklin und im Kreis von der Aufklärung beeinflusster Deisten oder Gruppen von "Dissenters/Nonconformists" (und derer gab es in den britischen Kolonien bekanntlich reichlich) ohne an staatliche Hierarchien angebundene Amtskirche, einen ähnlich schlechten Stand gehabt haben, wie die katholische Kirche.

Überhaupt stellt sich die Frage, warum andere als hautfarbenrassistisch wahrgenommene Schreibereien verurteilt werden, während hier (Franklin) quasi der Freispruch "der meint doch was ganz anderes damit" praktiziert wird
Inwiefern stellt es einen "Freispruch" dar, wenn die Meinungen darüber ob Franklins Abwertung anderer Gruppen eher rassistisch oder kulturell begründet sind, auseinander gehen?
Der Umstand, dass diese Abwertung stattgefunden hat, bleibt davon ja unberührt und ich denke nicht, dass es moralisch einen besonderen Unterschied macht, ob dieses oder jenes Paradigma die Abwertung rechtfertigen sollte.
 
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