Voynich Manuskript

@Mittelalterlager wenn du mir sachlich eine Kritik äußerst nehme ich sie gerne an. Mein trigger war. Ich kenn mich nicht mit botanik nicht aus. Diese aussage hättest du dir auch sparen können und direkt sagen können was dich an meiner Aussage stört
 
Ich vetrage kritik!
das teste ich jetzt:

deine Überlegungen zur Aufzucht/Veredelung von "Superpflanzen", was sich im Voinych-Manuskript manifestieren soll, können sich auf keinerlei Fakten stützen. Fakten sind: es gab reichlich permanent überlieferte antike und mittelalterliche Literatur, die im jeweiligen Stile der Zeit das vorhandene Wissen dazu bündelte, woraus hervorgeht, dass dieser thematische Bereich absolut NICHT in der Schublade "Geheimnis/Alechemie" gelagert war.

Funfakt: die immerhin als zauberisch im Mittelalter verdächtigte Alraune taucht im Manuskript nicht auf - diese wäre die einzige plausible Verbindung zu "alchemistisch-geheimnisvoller Botanik/Veredlung".

Fazit: deine Überlegung ist evtl fantasievoll, aber zur Entschlüsselung des Manuskripts schon in diesem engen Bereich (Botanik) völlig untauglich. Abgesehen davon befasst sich das Manuskript nicht einzig mit Veredlung/Badefreuden, sodass völlig unklar bleibt, warum gerade diese willkürliche Auswahl das große Geheimnis sein soll*)
Quellen haben @El Quijote und ich verlinkt

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Die Pflanzendarstellungen, die wir im Voynich-Manuskript sehen (und sie stellen ja nur einen Teil der bildlichen Darstellungen dar, daneben gibt es in seltsamen Konstrukten badende Frauen und auch landschaftliche Darstellungen mit Darstellungen von Mauern und Türmen) sind dagegen fiktiv.
 
@Mittelalterlager Vorher wurde gesagt, dass ein geheimes botanisches Wissen für die Bauern nicht von Bedeutung gewesen sei, da ihre Felder auch ohne dieses Wissen trotzdem gut gediehen sind. Ich hab dann gesagt das dieses Wissen nicht für den normalen kartoffelbauern war
 
@Mittelalterlager in welchem Zusammenhang habe ich den kartoffelbauern genannt?
Das Voynich-Manuskript ist aber kein Handbuch für den mittelalterlichen Kartoffelbauer, sondern ein Werk eines hochgebildeten Gelehrten oder Alchemisten.
(manchmal wäre es hilfreich, wenn man sich in seinen eigenen Beiträgen auskennen würde) ;) der "mittelalterliche Kartoffelbauer" ist dein Kunstprodukt @samet
 
@Mittelalterlager kartoffelbauer war nur bildlich gemeint, ich hätte gedacht das es da alle Art von Bauern gab. Aber es würde auch nichts an meiner Aussage ändern das dieses Buch nicht für den normalen Bauern gedacht war... ( dann nehme ich den Getreidebauern, hoffe den gab's nur als bildlich festzuhalten
 
@samet (noch bin ich geduldig) es wäre erfreulich und für die Diskussion hilfreich, wenn du sachliche Einwände zur Kenntnis nehmen würdest.

Heilkräuter, sonstige Kräuter (für Aufgüsse, Sud etc), Obstbäume & Obstsorten (natürlich diejenigen, die schon in Mitteleuropa heimisch waren) und deren ggf auch Veredlung waren im europäischen Mittelalter keine alchemistische Geheimniskrämerei - ganz im Gegenteil gab es jahrhundertelang Literatur dazu, betrieben wurde solche "angewandte Botanik" z.B. in zahllosen Klostergärten (du kannst heute solche - quasi rekonstruierte - vielerorts in Klöstern und Burgen besichtigen) damit fällt deine "These" oder "Beobachtung", irgendwer habe um 1500 botanische Kenntnisse zur geheimen Veredlung von "Superpflanzen" vehement verschlüsselt!!

Sei so gut, und versuch die nun schon oft genug genannten Fakten zu berücksichtigen! Momentan wirkt deine "Beobachtung" schlichtweg unsinnig, und es nützt niemandem, wenn du dich rabulistisch um deinen Fauxpas vom "mittelalterlichen Kartoffelbauern" herumwindest. Ganz offen gesagt; ich habe den Eindruck, dass du dich nahezu nicht in der dein Thema berührenden mittelalterlichen Literatur und Kultur auskennst (Stichwort Klostergarten, dazu u.v.a. Alberts Magnus de vegetabilibus (de plantatione viridariorum))
 
@dekumatland Ich habe nicht behauptet, dass ich mich irgendwo besonders gut auskenne. Ich wollte hier lediglich über das Manuskript diskutieren und mitteilen, welche Beobachtungen ich für mich gemacht habe. Vielen Dank für die Aufklärung zum Kartoffelbauern, das war mir so nicht bewusst. Ich würde gerne weiterhin ausschließlich über dieses Buch diskutieren. Wenn ich paar Wörter falsch benutze dann tut es mir jetzt schon leid, das ist nicht meine Absicht
 
Im Spätmittelalter und der frühen Renaissance war das Wissen um die erfolgreiche Veredelung von Heilkräutern und Nutzpflanzen pures Gold wert. Wer es schaffte, eine empfindliche, seltene Arzneipflanze auf einer heimischen Wildwurzel zum Überleben zu bringen, hatte ein medizinisches und wirtschaftliches Monopol.
das ist überwiegend Quatsch.
Ich will mich nicht wiederholen, sonder nur stichwortartig: nahezu lückenlos überlieferte Botanik-Literatur, Klostergärten, seit um 1500 auch Herbarien - alles keine Geheimwissenschaften. Und nirgendwo (außer vielleicht beim Großhandel mit Pfeffer - Pfeffersäcke) warfen Heilkräuter gigantische Gewinne ab (oder gibt es einen sagenhaft reichen "Kamillen-Fugger"?)
 
@dekumatland Es mag sein, dass dies so in Büchern oder anderen Quellen beschrieben wird. Wenn wir jedoch annehmen, dass man herausgefunden hat, dass Veredelungen eine Pflanze robuster, leistungsfähiger oder widerstandsfähiger machen können, ergibt sich ein interessantes Bild.
Bei der klassischen Pflanzenveredelung entstehen dabei keine völlig neuen Eigenschaften im genetischen Sinne. Stattdessen werden die Eigenschaften von Unterlage und Edelreis miteinander kombiniert und beeinflussen sich gegenseitig. Die Unterlage kann zum Beispiel die Robustheit, das Wachstum oder die Widerstandsfähigkeit gegenüber Umweltbedingungen verbessern, während der Edelreis die Frucht- oder Sorteneigenschaften bestimmt.
Dadurch wirkt die Pflanze insgesamt „verbessert“ oder „erweitert“, weil bestimmte Eigenschaften verstärkt oder günstiger kombiniert werden. Es entsteht jedoch keine völlig neue Eigenschaft, sondern eine gezielte Verbindung bereits vorhandener Eigenschaften zweier Pflanzen.
 
Ich wollte hier lediglich über das Manuskript diskutieren und mitteilen, welche Beobachtungen ich für mich gemacht habe. (...) Ich würde gerne weiterhin ausschließlich über dieses Buch diskutieren.
methodisch wie faktisch ist es unerlässlich, dass "dieses Buch" auch im Kontext seiner Zeit und seines geistigen Umfelds betrachtet wird - das kannst du schön daran sehen, dass deine "botanische Geheimwissenschaft (verschlüsselte Veredlung zur Superpflanze)" in sich zusammenfällt, sowie die realen Quellen berücksichtigt werden (allerlei "botanisches" war nun einmal keine Geheimwissenschaft/Alchemie)

Wenn du rein textimmanent "ausschließlich über dieses Buch" diskutieren willst, dann hat eine solche Diskussion recht schlechte Karten, denn:
1. der Text ist schlichtweg unbekannt, da noch nicht (und eventuell nie) entschlüsselt
2. die Abbildungen sind verglichen mit ähnlichen Produktion des Spätmittelalters nicht sonderlich kunstvoll, d.h. kunsthistorisch bietet auf dieser Ebene das Buch nicht viel
 
Es mag sein, dass dies so in Büchern oder anderen Quellen beschrieben wird. Wenn wir jedoch annehmen, dass man herausgefunden hat, dass Veredelungen eine Pflanze robuster, leistungsfähiger oder widerstandsfähiger machen können, ergibt sich ein interessantes Bild.
Frage: was haben seit der Antike die Weinbauern gemacht, immer nur dieselbe Wildtraube geerntet? Allein die Geschichte des Weinbaus sollte dir zu denken geben.
 
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