Mittelalterlager
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Nicht zu vergessen die Märtyrer-und Heiligen Reliquien!
War halt geschäftlich sehr interessant.
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Dabei handelt es sich zwar oft z.B. um spätantike Hinterlassenschaften, aber oft auch um die tatsächlichen Hinterlassenschaften von Heiliggesprochenen. Passionsreliquien oder gar Kindheitsreliquien Christi sind hingegen eine ganz andere Kategorie.Nicht zu vergessen die Märtyrer-und Heiligen Reliquien!![]()
Hier muss man aber auch unterscheiden, ob es sich um Reliquien von Aposteln oder antiken Märtyrern handelt oder um Reliquien von Heiligen aus dem Mittelalter. Wenn der Bischof X aus dem 12. Jhdt. in seiner Bischofskirche begraben und später heiliggesprochen wurde, wird man davon ausgehen können, dass seine als Reliquien verehrten Gebeine meist authentisch sein werden. Wenn hingegen im 12. Jhdt. plötzlich Reliquien eines Märtyrers aus dem 3. Jhdt. auftauchten, wohl nicht.Dabei handelt es sich zwar oft z.B. um spätantike Hinterlassenschaften, aber oft auch um die tatsächlichen Hinterlassenschaften von Heiliggesprochenen. Passionsreliquien oder gar Kindheitsreliquien Christi sind hingegen eine ganz andere Kategorie.
Aus Sicht der Mainstream-Ökonomik wird das Bruttoinlandsprodukt durch erhöhte Nachfrage nicht dauerhaft erhöht, das geht nur über eine Steigerung der Produktionskapazitäten.Indem immaterielle Dinge (der Glauben) die Nachfrage nach materiellen Produkten (Holz- und Knochensplitter, Leinentücher, Goldblech, Schutzglas) anfachten, kam es zu einer enormen Steigerung des Bruttosozialproduktes v.a. im tertiären Sektor:
Ja, das meinte ich mit spätantiken Hinterlassenschaften (Thebäische Legion, 12.000 Jungfrauen....) etc.Hier muss man aber auch unterscheiden, ob es sich um Reliquien von Aposteln oder antiken Märtyrern handelt oder um Reliquien von Heiligen aus dem Mittelalter. Wenn der Bischof X aus dem 12. Jhdt. in seiner Bischofskirche begraben und später heiliggesprochen wurde, wird man davon ausgehen können, dass seine als Reliquien verehrten Gebeine meist authentisch sein werden. Wenn hingegen im 12. Jhdt. plötzlich Reliquien eines Märtyrers aus dem 3. Jhdt. auftauchten, wohl nicht.
Wahrscheinlich Mark Twain, ähnliche Aussagen von ihm finden sich in Innocents Abroad/Die Arglosen im Ausland....von wem stammt das Bonmot, der Messias müsse an einen ganzen Wald genagelt worden sein angesichts der zahlreichen Kreuzessplitter?
Dass die historische Existenz etlicher antiker Märtyrer fraglich (oder auch definitiv zu verneinen) ist, ist noch einmal ein anderes Thema. Für sie existieren meist keine zeitnahen Belege.Ja, das meinte ich mit spätantiken Hinterlassenschaften (Thebäische Legion, 12.000 Jungfrauen....) etc.
Unbestritten. Aber ob man sagen kann, dass Heiligenverehrung und Reliquienkult quasi der Treiber des wirtschaftlichen Wachstums im Spätmittelalter war.. (Hast du so natürlich auch nicht gesagt.)Naja, in allen von mir genannten Bereichen nahmen Produktion, Produktivität und Umsatz zu...
Es ist im späten Mittelalter und der Neuzeit eine faszinierende Wertschöpfungskette.
Die Richtung kam wohl von mir.Nicht zu vergessen die Märtyrer-und Heiligen Reliquien!
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Aber ob man sagen kann, dass Heiligenverehrung und Reliquienkult quasi der Treiber des wirtschaftlichen Wachstums im Spätmittelalter war.. (Hast du so natürlich auch nicht gesagt.)
daran denkt man im ersten Moment nicht! Aber es ist sicher richtig: die dem Mittelalter eigene Mobilität transportierte sicher allerlei Viren & Co.Pilger konnten ein hygienisches Problem darstellen, oft auch ein seuchenhygienisches.
Nicht zu vergessen die Märtyrer-und Heiligen Reliquien!
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Das gilt übrigens sogar bei der ersten bezeugten öffentlichen Verehrung des Grabtuches in einer Stiftskirche in Lirey: Der zuständige Bischof von Troyes unterstellte den Kanonikern einige Jahre später einen Betrug aus Habgier. Es war den Zeitgenossen also schon klar, dass so etwas vorkam.Unkritisch war man dennoch schon im Mittelalter nicht.
Als bei der Belagerung Antiochias 1098 durch ein muslimisches Heer (die Kreuzfahrer, die die Stadt eben erst erobert hatten, wurden kurz darauf selbst zu Belagerten) in der Stadt ein dubioser Mönch dank „Visionen“ die „Heilige Lanze“ fand, stieß das bei weltlichen und geistlichen Autoritäten überwiegend auf Skepsis. (Die Moral der Masse der Krieger steigerte der Fund dennoch.)
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