Joinville
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Also willst du mir damit sagen, dass es vor der NSDAP keinen Rassismus gab oder dass der Rassismus vor der NSDAP nicht schlecht war.
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Ich habe "NSDAP" als eine Art Richtpunkt von dem antiken Sparta und dem aufkommenden Rassismus des 19. und 20. Jahrhundert verwendet. Um deutlich zu machen, dass ich im antiken spartanischen Staat, dessen Gesellschaft und das was Plutarch oder Herodot von ihm überliefern kaum Verbindungen zu heutigem rassistischen Gedankengut erkenne .
Schon gar nicht bei Aussagen wie "Nur Spartanerinnen können echte Männer gebären!". Solche Sprüche gibt es heute noch zu Hauf (aus Brasilien kommen die besten Fußballer, aus Sachsen die schönsten Frauen, usw.).
Der Vergleich hinkt. Warum sollten die Spartaner nicht die "Helden" der (Film)geschichte sein? Schließlich tretten sie als Verteidiger des eigenen Landes gegen Aggresoren auf. Was man dem Nazi-Deutschland sicher nicht zuschreiben kann. Und deshalb würde man auch nie einen solchen Film der versucht das Gegenteil zu behaupten positiv aufnehmen.Jago schrieb:...
"300" zeigt für dich vielleicht lediglich die spartanische Wirklichkeit, aber darf er dies in einem Film so unreflektiert (Spartaner = Helden, Perser = Böse)? Ein Nazi Film dürfte es nicht (Nazis = Helden, Polen = Böse)? Die alten Cowboyfilme haben es gemacht, (Cowboys = Helden, Indianer = Böse). Aber war das richtig. Auch diese Filme wurden aufgrund ihrer White-Power Aussage kritisiert.
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Du hast sie richtig interpretiert.Jago schrieb:...
Also deinen zweiten Kommentar hoff ich richtig zu interpretieren. Also du sagst, der Vergleich hinkt, da die Perser die Invasoren waren, wie die USA jetzt. Damit hast du zwar zum Teil recht, übersiehst allerdings einige wichtige Punkte. Sparta repräsentiert den Westen und die Perser repräsentieren den Osten (darüber dürften wir uns einig sein). Zwar sind die Afghanen, Iraker und Iraner nicht die Invasoren, aber sie werden aus Sicht der USA sicherlich als Aggressoren gesehen, die den ersten Stein geworfen haben. Der Film soll sagen die Spartaner haben ihre Freiheit verteidigt genauso wie die USA dies jetzt für den Westen macht. Daher kommt die USA = Sparta sogar noch besser im Film weg, da dort sogar auf eigenem Land gekämpft = verteidigt wird.
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Allerdings ist das alles überhaupt eine Interpretationssache . Die die in dem Film (Comic) Bezüge zur aktuellen Weltpolitik sehen wollen werden diese auch sehen, da man sich diese Bezüge eben bedarfsgerecht zurechtbiegen kann (Islam=Aggressor - USA=Verteidiger oder andersrum).
Genau solche Bezüge könnte man auf "Alexander" oder "Troja" und andere "Historienfilme" aufstellen.
Kann man, wenn man solcher Überzeugung ist. Kann man nicht wenn man meint das es propagandistischer Blödsinn ist.Jago schrieb:...
Überdies kannman, wenn man nun unbedingt will, die islamische Welt als Invasor der Freiheit sehen. Was meinst du dazu?
Ich hab "300" noch nicht gesehen, jedoch bezweifle ich, dass in diesem Film eine solche Aussage vorkommt.