Bismarck und Hitler vergleichen

Dieses Thema im Forum "Zeitalter der Nationalstaaten" wurde erstellt von Woyzeck, 30. März 2013.

  1. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

    Wo findet sich diese Darstellung von Bismarck als Schwächling in der NS-Propaganda? Oder ist dies nur Deine Interpretation?

    Zu Rezeption von Bismarck im Dritten Reich siehe:

    Otto von Bismarck ? Wikipedia
    Bismarck (Film) ? Wikipedia
    Die Entlassung ? Wikipedia
     
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  2. Woyzeck

    Woyzeck Neues Mitglied

    @ Carolus: Das war meine Interpretation. Tut mir Leid, hätte ich besser dazugeschrieben :red: Denn ich denke mal, dass Hitler sich am besten mit Bismarck 1 identifizieren konnte, weil er das DR geschaffen hat mit kriegerischen Mitteln und er nicht aufgehört hat, bis er seinen Plan verwirklicht hat. Wohingegen Bismarck 2 ja "nur" das DR sichern und ein Gleichgewicht in Europa schaffen wollte, für Hitler war das - so denke ich - nicht der "superduper-Plan" ;) Vielleicht ist "Schwächling" ein zu starker Ausdruck, vielleicht sollte ich Bismarck 1 = Kriegsführer und Bismarck 2 = Friedenspolitiker auf die Folie schreiben statt Held und Schwächling.

    Dass man Filme von ihm gemacht hat, wusste ich gar nicht :autsch: Bin nicht mal auf die Idee gekommen, danach zu schauen ... gibt es die auf DVD? Oder online?
    Ah, okay, habe "Bismarck" online gefunden :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. April 2013
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  3. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

    Deine Interpretation von Bismarck als "Schwächling" kann ich so auch nicht in der NS-Propaganda finden.

    Die Kriege, die Bismarck geführt hat, werden auch als "Einigungskriege" bezeichnet. Letztendlich führten sie zur Gründung des Deutschen Reiches. Ist das (preußische) Außenpolitik oder doch eher (deutsche) Innenpolitik?
     
  4. Woyzeck

    Woyzeck Neues Mitglied

    Ich finde aber auch nirgendwo, dass Hitler sich mit Bismarcks Friedenspolitik identifiziert. Ihm hätte wohl auch niemand die Politik von Bismarck (2) abgekauft, so sehe ich das. Jedenfalls macht das auf mich diesen Eindruck :)

    Die Einigungskriege würde ich sowohl in preußische Außenpolitik als auch in deutsche Innenpolitik einordnen. Einerseits ging es ja darum, die Deutschen zu einen (Nationalitätsgefühl) und einen großen Staat zu schaffen mit Preußen als Vorherrscher, aber andererseits musste dafür Österreich zurückgedrängt und Frankreich isoliert werden, da niemand gerne ein großes Deutschland in Europa sah. Es hat meiner Meinung nach sowohl mit Innen- als auch mit Außenpolitik zu tun.
     

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