Das Turiner Grabtuch

Ich frage mich, wie der Mais auf das Tuch kommen konnte. Das kann ja eigentlich nur bedeuten, dass es jemand, als es bereits als "Grabtuch" verehrt wurde, noch mit arg schmutzigen Händen (nach dem Essen?) angefasst hat.
 
... oder Transport mit einem Frachtschiff oder Karren, auf der Fahrt von Frankreich nach Norditalien, auf dem auch staubiger Maisgries für Polenta transportiert wurde.

Es kann auch sein dass getrocknete Maiskörner als Mittel gegen Feuchtigkeit verwendet wurden.
In der Klosterbibliothek von St.Mang in Füssen waren noch Anfang der 1990er Jahre die Bücher von der Wand abgerückt und mit Hopfendolden hinterfüttert. Ein sehr einfaches und sicheres Verfahren, das uns der Abt bei einer privaten Führung zeigte.
 
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hier noch die zugrundeliegende Studie: DNA signatures preserved in the official 1978 sample collection of the Shroud of Turin - Scientific Reports
 
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Im Grabtuchabbild verläuft eine helle vertikale Linie, die sich genau dort mit dem T-Kreuz schneidet, das sich aus der Augenbrauen- und Nasenrückenpartie ergibt, wohin Da Vinci den Johannes am Kreuz seines Hirtenstabes zeigen lässt. Nur Zufall, oder mehr? Dass sich genau hier im Grabtuchabbild auch noch eine kleine Figur befindet, ist schon seltsam. Die sieht so ähnlich aus, wie die große Christusfigur im Genter Altar und diesem Altar wurde nachgesagt, dass er ein Bilderrätsel enthält, das den Weg zum Heiligen Gral weist. Und der Großmeister mit der Ordenskette im Bild, Der Mann mit der Nelke, hatte das Erbe des verbotenen Templerordens angetreten. Und dem Templerorden wiederum wurde nachgesagt, dass sie den Heiligen Gral in ihrer Obhut hatten. Wäre doch denkbar, dass nicht nur von Van Eyck ein Gralsbilderrätsel in seinem Klappaltar versteckt hatte. Und dass man das Grabtuch, als "Kelch", der das Blut von Jesus aufgefangen hatte, auch in der Vergangenheit auch schon möglichen Heiligen Gral diskutiert hatte, das wissen wird doch auch.
 

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Hä, das ist wohl eher dem Stoff geschuldet!
Außerdem wollte ich wissen, wo ich das obere Bild mit der nachträglichen gelben Linie finde.
 
Als Jan van Eyck geboren wurde (1390), war das Leinentuch schon 100 Jahre alt. Die Templer waren Geschichte, und Jan van Eyck hatte weder Zeit noch Interesse sich mit dieser Zeit zu beschäftigen. Ziemlich genau 100 Jahre liegen zwischen der Fertigstellung des Genter Altars (1432 oder 1435) und der ersten "Vermarktung" des Tuches in Troyes 1335.

Was für einen Sinn hat es, Zeiten und stilistische Epochen zusammenzuwerfen die nichts miteinander zu tun haben?

Weder hat Jan van Eyck jemals dieses Tuch gesehen, noch hätte es ihm oder seinen Auftraggebern etwas bedeutet. Es war damals zu unbedeutend, eine von vielen angeblich echten Reliquien, und diese war noch nicht einmal von der katholischen Kirche anerkannt, galt als Fälschung. Seine Kunden waren wohlhabende und klar denkende, aber strenggläubige Kaufleute aus Flandern.
 
Da wir mittlerweile (natürlich) beim Gral gelandet sind und voraussichtlich in Kürze gemeinsam mit Robert Langdon den Trevibrunnen, die Mona Lisa und das Grab von Isaak Newton überprüfen dürfen, sei darauf hingewiesen, dass der Heilige Gral in den beiden frühsten bekannten Gralsromanen (diejenigen des Chrétien von Troyes und des Wolfram von Eschenbach) gar nicht der Abendmahlskelch oder ein Gefäß zum Auffangen des Blutes Jesu am Kreuz ist. Vielmehr handelt es sich im einen Fall um eine Art Patene und im anderen um einen wunderwirkenden Stein.

Reliquien des aufgefangenen Blutes Christi gibt es übrigens auch, beispielsweise in den oberschwäbischen Kleinstädten Bad Wurzach und Weingarten. Mordtaten des Opus Dei zur Vertuschung irgendwelcher Templergeheimnisse sind mir aus dieser Region aber nicht bekannt.
 
Hä, das ist wohl eher dem Stoff geschuldet!
Außerdem wollte ich wissen, wo ich das obere Bild mit der nachträglichen gelben Linie finde.
Bei der hellen Linie im Grabtuchabbild handelt es sich um ein Linie in der Gewebestruktur des Tuches und die gelbe Linie im Gemälde, die hatte ich zur Verdeutlichung vom Schnittpunkt am T-Kreuz in Paint eingefügt. Was auch auffällt ist, dass der Klöppel vom Glöckchen am Krückenkreuz der Ordenskette genau dort hängt (auf der rechten Seite), wo sich im Grabtuchabbild am Kinn des Gekreuzigten ein deutlich erkennbaren Punkt befindet. Für mich sieht es so aus, dass die Symbolik der Ordenskette perfekt in der Symbolik des Grabtuchabbildes einrastet. Und was soll das, dass man davon hier ablenken möchte, indem man auf den Unsinn vom Film Da Vici Code verweist.
 
Als Jan van Eyck geboren wurde (1390), war das Leinentuch schon 100 Jahre alt. Die Templer waren Geschichte, und Jan van Eyck hatte weder Zeit noch Interesse sich mit dieser Zeit zu beschäftigen. Ziemlich genau 100 Jahre liegen zwischen der Fertigstellung des Genter Altars (1432 oder 1435) und der ersten "Vermarktung" des Tuches in Troyes 1335.

Was für einen Sinn hat es, Zeiten und stilistische Epochen zusammenzuwerfen die nichts miteinander zu tun haben?

Weder hat Jan van Eyck jemals dieses Tuch gesehen, noch hätte es ihm oder seinen Auftraggebern etwas bedeutet. Es war damals zu unbedeutend, eine von vielen angeblich echten Reliquien, und diese war noch nicht einmal von der katholischen Kirche anerkannt, galt als Fälschung. Seine Kunden waren wohlhabende und klar denkende, aber strenggläubige Kaufleute aus Flandern.
Und was soll das, dass man davon hier ablenken möchte, indem man auf den Unsinn vom Film Da Vici Code verweist.
Wer hat vom "Da Vinci Code" gesprochen?
Und ist nicht jede Diskussion über eine eventuell Interpretation sinnlos bei dem gefälschten Tuch!
 
Ich kenne weder Buch noch Film, Dan Brown lese ich eh nicht ( deshalb war mir "Robert Langdon" nicht bekannt.
Auch eine Fälschung kann - theoretisch! - in der Absicht erfolgt sein, irgendetwas auszusagen oder zu "verschlüsseln". (Nicht dass ich davon irgendetwas halten würde.)
Richtig, theoretisch! aber beim hier behandelten Thema sehe ich das nicht.
 
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