Der Aton-Kult und Echnaton

Ich glaube Echnaton hat auch einen Feldzug geführt, so weit ich weiß nach Nubien. Soll aber eher ein Einsatz der Polizei gewesen sein...
 
Man hat bei Echnaton und Tutanchamun bei der DNS-Analyse die Haplogruppe R gefunden, was für Ägypten untypisch ist.

Die Haplogruppe R-M269 entstand vor ca. 9.500 Jahren in der Region um das Schwarze Meer. Die Einwanderung dieser Gruppe nach Europa erfolgte frühestens mit der Ausbreitung der Landwirtschaft ab 7.000 v.Chr., höchstwahrscheinlich besteht auch ein starker Zusammenhang mit den Indoeuropäern, die sich erst etwas später in mehreren Wellen nach Europa ausbreiteten.

In Ägypten macht diese Gruppe heute unter 1% aus und ist sicher teilweise auf europäische Einwanderung während der letzten 2.000 Jahre zurück zu führen.

Tutanchamun war der letzte Pharao der 18. Dynastie und regierte von 1332 bis 1323 v. Chr.. Seine väterliche Linie beginnt mit Pharao Thutmosis I. welcher etwa von 1504 v. Chr. bis 1492 v. Chr. regierte. Dessen väterliche Herkunft ist unbekannt.

Es ist deshalb derzeit noch unklar, wie diese Linie aus dem Ursprungsgebiet nach Ägypten kam. Die frühesten Anzeichen für Ackerbau sind aus der Zeit um 5.000 v.Chr. bekannt, es ist möglich, dass bereits mit der Ausbreitung des Ackerbaus aus der Region des fruchtbaren Halbmondes die Haplogruppe R-M269 aus dem Norden nach Ägypten gelangte.

Ebenso kommt die vierte Ausbreitungswelle der vermutlich indoeuropäischen Kurgankultur zwischen 2.500 und 2.200 v.Chr. in Frage. Diese Kultur breitete sich bereits ab ca. 4.400 v.Chr. auch nach Europa aus wodurch der Zusammenhang mit der Haplogruppe R-M269 erklärt werden kann. Die Haplogruppe R-M269 war sicherlich auch im Reich der indoeuropäischen Hethiter in Anatolien weit verbreitet. Aus der Regierungszeit Echnatons oder Tutanchamuns ist aus den Archiven der Hethiter ein Brief einer ägyptischen Königin überliefert. In diesem Brief bittet sie den König der Hethiter um einen seiner Söhne als neuen Pharao, da Ihr Gatte tot sei und sie keinen Sohn habe.

Die Identität der Königin ist bis heute unklar, möglicherweise bestanden jedoch verwandtschaftliche Beziehungen zwischen der 18. Dynastie Ägyptens und den Hethitern, die Herkunft der R-M269-Linie der Pharaonen könnte hierauf hindeuten.



diese Geschichte ist diese hier:


Wenn also Echnaton selbst von den Hethitern abstammt, er sieht ja auch ganz anders aus als die Ägypter:


1790149269498.png


man vergleiche mit anderen Pharaonen

1790149303629.png
1790149333048.png
1790149368090.png

Cheops.....................Tutmosis III.................Ramses II


..., fragt man sich schon, warum ausgerechnet er den Monotheismus in Ägypten eingeführt hat.

Die Hethither selbst waren polytheistisch:


Die Hethiter waren indoeuropäischer Herkunft und errichteten im 2. Jahrtausend v. Chr. ein Großreich im heutigen Anatolien (Osttürkei). Ab etwa 1500 v. Chr. waren die Hethiter die großen Widersacher des mächtigen ägyptischen Reiches. Berühmt geworden ist die Schlacht von Kadesch (im Jahr 1299 v. Chr.), in der die Hethiter dem ägyptischen Pharao Ramses II. schwer zu schaffen machten.


Obwohl die Hethiter indoeuropäische Wurzeln hatten, spielte das indoeuropäische Element in ihrer Religion nur eine untergeordnete Rolle. Die hethitische Religion war vielmehr ein Konglomerat aus religiösen Vorstellungen der anatolischen Urbevölkerung (Hattier), nordmesopotamisch-syrischen Einflüssen (Hurriter) und nicht zuletzt sumerisch-akkadischen Glaubensinhalten. So kam der Gott Anu aus dem akkadischen Gebiet, während der Gott Kumarbi hurritischer Herkunft war und die Göttin Inara aus der Mythologie der Hattier stammte. In ihrem Aussehen glichen die hethitischen Götter deshalb stark den sumerisch-akkadischen und syrischen Gottheiten.

​

Die Muttergöttin nahm – wie dies häufig im kleinasiatischen Raum der Fall war – eine besonders wichtige Stellung ein. Als »Königin des Landes« oder »Königin der Erde und des Himmels« war sie die Hauptgöttin des hethitischen Götterhimmels und stand möglicherweise sogar über ihrem Gemahl Teschup, dem König des Himmels. Während die Hattier sie Wurushemu nannten, bezeichneten sie die Hurriter als Hepat. Als Sonnengöttin von Arinna war sie die Schutzherrin des hethitischen Reiches.

Das einzige was ich hier entdecke:

Aton wird in Ägypten zum einzigen Gott erhoben, es ist der Sonnengott
Bei den Hethitern war Arinna = Sonnengöttin eine der wichtigsten Gottheiten

Vielleicht ist ja diese genetische Verbindung zu den Hethitern das fehlende Puzzlestück ?
 
Echnatons Vater war Amenophis III., sein Großvater Thutmosis IV., beide aus der 18. Dynastie. Falls er also tatsächlich Vorfahren aus Kleinasien hatte, müssten sie auf der mütterlichen Seite zu finden sein. Häufig lassen sich die Frauen und Töchter der Pharaonen nicht immer genau zuordnen, insofern wäre das schon möglich.

Aton als "Thron des Re" ist aber bereits im Mittleren Reich bezeugt, und die (stets mit männlichen Göttern verbundene) Sonne spielte ohnehin eine große Rolle für die ägyptische Vorstellungswelt. Es ist also eher Spekulation, ob eine (weiblich gedachte) Sonnengottheit aus Kleinasien bei der religiösen Revolution des Echnaton/Amenophis IV. eine Rolle gespielt haben könnte.
 
Wenn also Echnaton selbst von den Hethitern abstammt, er sieht ja auch ganz anders aus als die Ägypter:


man vergleiche mit anderen Pharaonen
Habe gerade keine Zeit, das in Ruhe zu lesen, aber zu diesem Satz eine methodische Anmerkung: Das ist kein Argument. Es gibt bei Porträts des Altertums, auch in Ägypten, erst einmal keine Bildnisähnlichkeit. Idealisierungen und idealtypische Darstellungen sind zwar im pharaonischen Ägypten über die meiste Zeit nicht so extrem wie beispielsweise in der griechischen Klassik oder der frühen Kaiserzeit und es gibt immer wieder besondere Merkmale bei Porträts, die man vorschnell als "das ist so einzigartig/abseits vom Ideal, so muss der wirklich ausgesehen haben" lesen könnte, aber Porträttypen und -stile sind eine eigene Sache und ein Porträt kann u. U. ganz anders aussehen als der tatsächliche Mensch. Allein schon, weil Porträts genutzt werden können, um nicht sichtbare (Charakter-)Eigenschaften sichtbar darzustellen.

In der Tat sieht Echnaton in seinen Porträts ganz anders aus als die meisten anderen Pharaonen, wie auch Echnatons ganze Familie. Das ist der sog. Amarna-Stil, dem Skulptur, aber auch Architektur etc. dieser Zeit folgen. Dieser Stil trat sehr abrupt auf, ohne lange Übergangsphase. Führt aber vom Thema weg. Das nur als methodische Anmerkung - ein Porträt, das anders aussieht als andere Porträts, kann nicht herangezogen werden, um für oder gegen eine bestimmte Abstammung zu argumentieren, bzw. überhaupt um für oder gegen irgendetwas zu argumentieren, was das tatsächliche Aussehen der historischen Person betrifft.

In den Rest muss ich mich nochmal einlesen, bevor ich dazu was sagen kann. Auf die Schnelle sehe ich das wie @Stradivari - die Abstammung ist durchaus möglich über die mütterliche Seite (ich erinnere mich da an zwei drei spezielle diplomatische Briefe zwischen Ägyptern und Hethitern ... muss ich nochmal nachschauen, alle Bücher dafür stehen in der anderen Wohnung, da bin ich erst nächste Woche wieder - aber schon interessant, was die DNA-Analyse da hervorbringt) - den Ursprung von Aton würde ich darin aber nicht sehen, bzw. man muss es getrennt sehen. Ein gewisser Einfluss ist natürlich möglich, solche Einflüsse gab es viele und die Welt der späten Bronzezeit war eine im Rahmen der damals bekannten Welt sehr globalisierte und vernetzte. Aton kann etwas von den Hethitern haben, ohne dass das notwendigerweise mit Echnatons Abstammung über x Ecken zu tun haben muss.
 
Wenn also Echnaton selbst von den Hethitern abstammt, er sieht ja auch ganz anders aus als die Ägypter:
Ich kann an der Gesichtsform nichts hethitisches erkennen.

Aus der Regierungszeit Echnatons oder Tutanchamuns ist aus den Archiven der Hethiter ein Brief einer ägyptischen Königin überliefert. In diesem Brief bittet sie den König der Hethiter um einen seiner Söhne als neuen Pharao, da Ihr Gatte tot sei und sie keinen Sohn habe.
Allerdings ist daraus ja nichts geworden, und der Sohn des Großkönigs Šuppiluliuma I., den dieser schließlich schickte, ist gestorben, bevor es zur Hochzeit kommen konnte; die Hethiter vermuteten seine Ermordung.

Theoretisch hätte es natürlich schon früher derartige Deals geben können. Allerdings waren die Beziehungen zwischen Ägypten und den Hethitern damals sehr schlecht. Das geht auch aus der Korrespondenz hervor. Der Großkönig ist extrem misstrauisch gegenüber dem Angebot und stimmt erst nach langem Zögern zu. Falls die Hethiter schon vorher einen Prinzen nach Ägypten geschickt hätten, der dann Pharao geworden wäre, wäre das doch sicher in der Korrespondenz erwähnt worden?
 
Ein fremdstämmiger Prinz als Pharao wäre sicher sehr außergewöhnlich und unwahrscheinlich, weil dann überhaupt keine Abstammung mehr von Amenophis III. und Thutmosis IV. bestünde. Echnaton wäre dann nur in symbolischer Weise der Sohn seines Vorgängers. Wie hätte er sich den Thron erstreiten sollen, auf welchen Rückhalt im für ihn fremden Land zurückgreifen können? Wäre er von den Ägyptern überhaupt als möglicher Prätendent in Betracht gezogen worden? Falls die Haplogruppe wirklich etwas aussagen sollte, kann es eigentlich nur um eine nichtägyptische Mutter oder Großmutter gehen.
 
Bevor es nochmal zu Aton geht, erstmal zur Abstammung:
Falls die Haplogruppe wirklich etwas aussagen sollte, kann es eigentlich nur um eine nichtägyptische Mutter oder Großmutter gehen.
Echnatons Vater, Amenophis III., hatte in der Tat einige nichtägyptische Nebenfrauen dank seiner weitreichenden diplomatischen Beziehungen - zwei mittanische Prinzessinen (Giluchepa und Taduchepa) sowie zwei babylonische Prinzessinnen (und mutmaßlich noch eine luwische Prinzessin, wobei nur die Verhandlungen bekannt sind und nicht deren Ausgang).

Allerdings ist die Mutterschaft Tejes für Echnaton ja so sicher wie man es nur sagen kann, auch durch DNA-Analysen. Teje wiederum kommt aus der "Provinz", Tochter eines hohen Beamten, der definitiv ägyptischer Abstammung sein dürfte - eine ausländische Herkunft müsste wiederum wenn dann über Tejes Mutter Tuja kommen. Sie scheint aus dem Lokaladel in Oberägypten zu kommen. Ich weiß nicht, ob noch eine Generation davor überhaupt irgendetwas bekannt ist, aber soweit scheint mir Echnaton bis mindestens zur Großelterngeneration rein ägyptischer Abstammung zu sein.

Jetzt bräuchte man vielleicht einen Genetiker, denn da sind meine Kenntnisse bestenfalls mangelhaft.
Frage 1, zu recherchieren (falls öffentlich): Wie groß ist der Anteil der Haplogruppe R in Echnatons DNA?
Frage 2, idealerweise an einen Experten/eine Expertin: Wie genau funktionieren diese Haplogruppen, und lässt sich mit der Antwort auf Frage 1 eine Aussage treffen, aus welcher Ahnengeneration die Gruppe etwa stammt?
(Beides sehr laienhaft formuliert, hoffentlich nicht in der Frage schon völlig falsch - wie gesagt, Kenntnisse bestenfalls mangelhaft.)
 
Ich bin kein Genetiker, aber paar allgemeine Infos kann ich beitragen:

Die Analyse der Gene der Mutter erfolgt über die Mitochondrien, da diese immer nur von der Mutter auf die Kinder weitergegeben werden.
man kürzt diese mit mtDNA ab.

Die Analyse der Gene des Vaters erfolgt über das Y Chromosom, da nur Männer eines haben und an einen Sohn direkt weitergegeben werden.

Nun gibt es somit 2 Analysen und 2 Arten von Haplogruppen: Y-DNA Haplogruppen (Väterlich) und mtDNA Haplogruppen (Mütterlich).

Tatsächlich laufen die meisten Analysen aber über das Y Chromosom, so auch in der Analyse der Mumien in Ägypten. Die bei Tutanchamun & co. festgestellte R1b Haplogruppe ist also eine Y-DNA = männliche Haplogruppe.

Das Schema ist in etwa so: irgendwann hat sich eine eindeutige Gruppe von Menschen herausgebildet, wobei A, B, usw. die ersten waren, die Gruppe "R" ist eine spätere. Irgendwann gab es eine Vermischung mit anderen Genen, so entstanden R1 und R2. danach gab es wieder eine Vermischung, das führte zu R1a und R1b.

R1b gilt als die "europäische" Haplogruppe. Sie ist heute vor allem in Westeuropa stark zu finden. R1a ist eher in Russland/Zentralasien zu finden

1790317864214.png



Wichtiger ist aber die Frage, wie war die Verteilung von R1b auf der Welt während der 18. Dynastie, also ca. 1530 v. Chr - ca. 1300 v.Chr.
Wobei die Verteilung zu Beginn der 18. Dynastie noch viel spannender ist, denn da kam die R1B "irgendwie" nach Ägypten und wurde typisch für die Männer in dieser Zeit, was die Herrschaftsfamilie(n) angeht.
 

Details:

Implications from Y-chromosomal DNA analysis:

Haplogroup R1b
The proposed haplogroup for three of the investigated mummies, namely Tutankhamun, KV55
(Akhenaten) and Amenhotep III, was R1b. The R1b haplogroup is dened by the mutation M343 and
thought to originate in the western Asian region (Wood et al. 2005, 867–876; Cruciani et al. 2010,
800–807; Myres et al. 2011, 95–101; Klyosov 2012, 87–105). R1b is not abundant in contemporary

1790335790189.png


Fig. 2. Family pedigree depicting mitochondrial and Y chromosome haplogroups

Yehia Z. Gad et al. 12
Africa (Cruciani et al. 2010, 800–807), yet it is geographically widespread among the European
populations making up to 50-60% of the genetic pool of the modern Europeans (Arredi et al. 2004,
338–345; Cinnioǧlu et al. 2004, 127–148; Karafet et al. 2008, 830–838; Myres et al. 2011, 95–101;
Klyosov 2012, 87–105). The introduction of this Y-chromosomal signature may be due to old
introgression of lineages to the European gene pool from the Near East during the Neolithic spread
of farming (Myres et al. 2011, 95–101). The phylogeographic analysis of the R1b haplogroup
distribution provided strong support to the back-migration theory from Asia to Africa (Cruciani et
al. 2010, 800–807). The R1b group was estimated to have an age of ca. 16,000 years before present
(YBP) (Klyosov 2012, 87–105), and its suggested expansion time nearly approximates that of the
G2a haplogroup (Cinnioǧlu et al. 2004, 127–148). Less than 7% of the contemporary Egyptians share
the R1b Y-chromosomal ngerprint (Cruciani et al. 2010, 800–807; El-Sibai et al. 2009, 568–581).

Haplogroup G2a
The great-grandfather of Tutankhamun, Yuya, carries a Y-chromosomal signature that could be
assigned to the haplogroup G2a. Haplogroup G is an F-afliated clade (Luis et al. 2004, 532–544;
Wood et al. 2005, 867–876), and it is dened by the mutation M201 (Cinnioǧlu et al. 2004, 127–148;
Luis et al. 2004, 532–544; Wood et al. 2005, 867–876; Karafet et al. 2008, 830–838). This clade is
not globally abundant, and its prevalence is mainly in the Middle East (highest in Druze), the
Mediterranean basin and Caucasus Mountains where it exhibits its maximum frequency (Cinnioǧlu
et al. 2004, 127–148; Karafet et al. 2008, 830–838; Balanovsky et al. 2011, 18255–18259; Lacan et
al. 2011, 2905–2920). The pattern of this haplogroup distribution in the Caucasus suggests a Near
Eastern origin (Cinnioǧlu et al. 2004, 127–148; Balanovsky et al. 2011, 18255–18259). The genetic
share of the F-afliated groups (G, H, I, J) is around 40% of the modern Egyptians, with G-M201
representing approximately 9% of the population (Luis et al. 2004, 532–544).

Haplogroup L
One of the male control mummies, an unidentied 18th Dynasty royal, previously thought to be
Thutmose I (TT320-Cairo CG 61065), was proposed to belong to haplogroup L. This haplogroup is
mainly dened by the M20 mutation, with additional markers to further conrm the clade denition
(Sengupta et al. 2006, 202–221). It is found at low frequencies in some parts of the Middle East and
Mediterranean Europe, and is mainly observed in southern, western and central Asia (highest in Indian
subcontinent) (Kivisild et al. 2003, 313–332; Cordaux et al. 2004, 231–235; Sengupta et al. 2006,
202–221; Thanseem et al. 2006, 42; Karafet et al. 2008, 830–838). In Y-chromosome studies on
modern Egyptians, no haplogroup L ndings were reported (Arredi et al. 2004, 338–345; Luis et al.
2004, 532–544; El-Sibai et al. 2009, 568–581).

Haplogroup E1b1a
The father-son pair, Ramesses III and Unknown Man E/Pentawere, was found to have the haplogroup
E1b1a (Hawass et al. 2012, e8268) that shows its highest frequencies in modern populations from
West Africa (~80%) and Central Africa (~60%). It is less than 10% among North Africans and nearly
absent in East Africa, which is where it was hypothesized to have originated (Trombetta et al. 2011,
e16073). Alternatively, an earlier origin of around 20,000-30,000 YBP, was hypothesized in West
Africa due to its very high diversity and frequency in that location (Rosa et al. 2007, 124). Although
the frequency of haplogroup E among contemporary Egyptians is 39.5%, that of the E1b1 subclade
was only 1.4% (Cruciani et al. 2004, 1014–1022; Luis et al. 2004, 532–544; El-Sibai et al. 2009,
568–581).
 
Der spannende Teil dieser DNA-Analyse ist folgender:

Es gibt - wie immer - mehrere Möglichkeiten, wer wessen Sohn/Tochter ist. Damit ist auch eine Variante diese:

Vater: Amenhotep III / Mutter Tiye
Sohn: Smenchkare Tochter: "younger lady"
Enkel: Tutanchamun, Sohn von Smenchkare + "younger lady", die 100% Geschwister sind.

die DNA-Analyse hat ergeben, dass die Mumie in KV 55 Vater von Tutanchamun, Bruder von der "younger lady" und Sohn von Amenhoptep III + Tiye ist, aber nicht, dass es Echnaton ist. Kann sein, muss aber nicht. In KV 55 könnte z.B. auch Smenchkare liegen, über den man wenig weiß.

In dieser Variante muss man sich fragen: wer war Echnaton? Wer waren die Eltern? Welche Gene hatte er? Wo ist seine Mumie ?

Problem: die Mumie von Nofrete wurde noch nicht gefunden.
Problem II (in dieser Variante): die Mumie von Echnaton wäre dann auch noch unentdeckt.

Ich finde diese Variante aber ziemlich plausibel. Wenn Echnaton mit seinen radikalen Maßnahmen:

- Einführung Monotheismus
- Verlegung der Hauptstadt

das Volk überforderte und sich die Elite zum Feind machte, hat man nach dem Tod Echnatons evtl. ebenso radikale Maßnahmen ergriffen:

- vielleicht nicht im Tal der Könige bestattet
- die Kinder von Echnaton + Nofretete ignoriert und den Sohn von Smechkare und der "younger lady" zum neuen Pharao gemacht, also Tutanchamun.

hier ist dann viel Platz für weitere Forschung und Spekulationen

In der Variante, dass in KV 55 doch Echnaton liegt,
gibt es auch paar Interessante Überlegungen:

Die Mumie der "younger lady" ist stark entstellt. Die Bestattung war einer Pharaonengattin unwürdig, Sie lag nur so auf dem Boden, neben einem 10 Jahre alten toten Kind und der "older lady". Es war auch nicht im Grab KV55, wo in dieser Variante Echnaton war, sondern in einem anderen: KV35YL, das YL steht für Younger Lady. Schon früh kam hier die Idee auf, dass die "younger lady" Nofrete selbst ist. Das würde erklären, warum man sie nirgendwo anders findet, der miserable Zustand wird manchmal mit Grabräubern erklärt, es könnte aber auch sein, dass man sie getötet hat und voller Hass unwürdig in KV 35 beerdigt hat. Das ist aber umstritten. Es fehlen an Inschriften, die das belegen. Aber vielleicht wollte aber auch genau das, dass Echnaton + Nofrete möglichst schnell und für immer in Vergessenheit geraten. Es war ja genau eben jene Priesterschaft, die am meisten an Macht durch den Aton-Glauben verloren hat. Die Motivation, genau jenen Echnaton und die Gemahlin Nofrete "toll" zu bestatten, hielt sich vermutlich in Grenzen.

das findet man dazu als "Mainstream-Theorie:

Early speculation that this mummy was the remains of Nefertiti was argued to be incorrect, as nowhere is Nefertiti accorded the title "King's daughter" unless this mummy was in fact a cousin of Akhenaten and not a sister. Two Egyptologists, Zahi Hawass and Martin Bommas have suggested that she was Beketaten, the youngest daughter of Queen Tiye and Amenhotep III
 
Zurück
Oben