Biturigos
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Nachtrag zur Amöneburg, Mühlsteinreste Latène von der archäologischen Untersuchung der latènezeitlichen Brücke:
"Die im Brückenbereich gefundenen Mahlsteine wurden entweder als Müll entsorgt oder dienten in Zweitverwendung als Trittsteine bzw. Schotterung. Eine Deutung als Opfergaben erscheint im Fundzusammenhang nicht plausibel. Interessanter für die Fundstelle von Kirchhain-Niederwald ist die Beobachtung, dass aus der Verbreitung von latènezeitlichen Handdrehmühlen darauf geschlossen werden kann, dass die Distribution entlang von Flüssen und der Transport also höchstwahrscheinlich zu Wasser erfolgte. Auch wenn der ehemalige Flusslauf nicht gut befahrbar war, liegt es nahe, im Umfeld der Brücke einen Umschlag- bzw. Verladeplatz zu vermuten. Rückschlüsse auf die Bedeutung der Brücke für den überregionalen (Waren-)Verkehr dürfen dennoch nur unter Vorbehalt gezogen werden. Möglicherweise wurden die Mahlsteine im Amöneburger Becken nur rund 10 km südlich von Niederwald hergestellt. Es gibt Hinweise auf einen Steinbruch und eine Fertigungsstelle westlich der „Mardorfer Kippe/Kuppe“ in der Gemarkung Mardorf, von der Halbfabrikate von Mahl- oder Mühlsteinen aus Basalt stammen sollen. Die genaue Lage des Ortes und die Zeitstellung dieser Funde sind jedoch ungeklärt. Insgesamt muss Mardorf wohl als Produktionsort von lokaler, allenfalls regionaler Bedeutung eingestuft werden, dessen Erzeugnisse überwiegend im Umkreis von 25 km verhandelt wurden."
aus: Die latènezeitliche Brücke mit Siedlung bei Kirchhain-Niederwald, Landkreis Marburg-Biedenkopf -Interdisziplinäre Forschungen zur eisenzeitlichen Siedlungslandschaft des Amöneburger Beckens, 2021
In dem umfangreichen Fundbericht werden 18 Mühlsteinfragmente aus Basalt erwähnt, die im Siedlungs - und Brückenbereich gefunden wurden.
Die Mühlsteine können auf der Ohm von Mardorf nach Niederwald transportiert worden sein.
"Die im Brückenbereich gefundenen Mahlsteine wurden entweder als Müll entsorgt oder dienten in Zweitverwendung als Trittsteine bzw. Schotterung. Eine Deutung als Opfergaben erscheint im Fundzusammenhang nicht plausibel. Interessanter für die Fundstelle von Kirchhain-Niederwald ist die Beobachtung, dass aus der Verbreitung von latènezeitlichen Handdrehmühlen darauf geschlossen werden kann, dass die Distribution entlang von Flüssen und der Transport also höchstwahrscheinlich zu Wasser erfolgte. Auch wenn der ehemalige Flusslauf nicht gut befahrbar war, liegt es nahe, im Umfeld der Brücke einen Umschlag- bzw. Verladeplatz zu vermuten. Rückschlüsse auf die Bedeutung der Brücke für den überregionalen (Waren-)Verkehr dürfen dennoch nur unter Vorbehalt gezogen werden. Möglicherweise wurden die Mahlsteine im Amöneburger Becken nur rund 10 km südlich von Niederwald hergestellt. Es gibt Hinweise auf einen Steinbruch und eine Fertigungsstelle westlich der „Mardorfer Kippe/Kuppe“ in der Gemarkung Mardorf, von der Halbfabrikate von Mahl- oder Mühlsteinen aus Basalt stammen sollen. Die genaue Lage des Ortes und die Zeitstellung dieser Funde sind jedoch ungeklärt. Insgesamt muss Mardorf wohl als Produktionsort von lokaler, allenfalls regionaler Bedeutung eingestuft werden, dessen Erzeugnisse überwiegend im Umkreis von 25 km verhandelt wurden."
aus: Die latènezeitliche Brücke mit Siedlung bei Kirchhain-Niederwald, Landkreis Marburg-Biedenkopf -Interdisziplinäre Forschungen zur eisenzeitlichen Siedlungslandschaft des Amöneburger Beckens, 2021
In dem umfangreichen Fundbericht werden 18 Mühlsteinfragmente aus Basalt erwähnt, die im Siedlungs - und Brückenbereich gefunden wurden.
Die Mühlsteine können auf der Ohm von Mardorf nach Niederwald transportiert worden sein.
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