Die Türken vor Wien

Dieses Thema im Forum "Das Osmanische Reich" wurde erstellt von hansmueller, 3. November 2012.

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  1. hansmueller

    hansmueller Gesperrt

    war wien jetzt jetzige deutschland seine hauptstadt oder wie?

    was wäre wenn wien gefallen wäre im jahr 1683 kann mir jemand das sAGEN? Und wie wäre wien jetzt im jahre 2012 den

    warum wollte die türken den wien einnehmen.??? Warum sind die türken nur zwei mal vor wien gekommen und nicht öfters?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 7. November 2012
  2. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Es gab eine Reihe von weitgehend selbständigen Staaten die den Kaiser in Wien als obersten Herr anerkannten und das damalige Deutsche Reich bildeten und es gab darunter Gebiete, wie z.B. das heutige Österreich, die diesem direkt unterstanden.

    Vermutlich nicht viel. Das restliche Reich wäre wohl ein zu großer Brocken gewesen. Ihre militärische Überlegenheit war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr so groß und sie fingen an immer öfters Schlachten gegen disziplinierte und durchgehend mit Feuerwaffen bewaffnete Heere zu verlieren.

    Wien war nun mal der Sitz des Kaisers, es wäre ein wichtiges Symbol gewesen, der Weg dorthin aus den Osmanischen Herrschaftsgebiet ist jedoch weit und die Österreicher waren nicht wehrlos.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. November 2012
  3. hansmueller

    hansmueller Gesperrt

    Zuletzt bearbeitet: 4. November 2012
  4. Zoki55

    Zoki55 Aktives Mitglied

    Die Türken wären auch nicht die ersten die sich auf das Römische Reich bezogen haben.

    So hieß das Gebilde welches Deutschland, Österreich aber auch das slawische Tschechien umfasste, ja auch Römisches Reich oder Heiliges Römisches Reich deutscher Nationen.

    Wo ist eigentlich lynxxx mir fehlt irgendwie die Ermahnung das man lieber von Osmanen als von Deutschen reden sollte.
     
  5. hansmueller

    hansmueller Gesperrt

    aber die türken war sich sehr sicher das sie wien einnehmen!Morgen gehört der golde apfel uns hat der kara gesagt.

    Hatten die türken schon von anfang an keine chance wien einzunehmen.2monate ist sehr lange zeit
     
  6. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Die Osmanen haben sich nach der Eroberung Konstantinopels als Nachfolger des römischen Reiches gesehen. Aber dasselbe tat der Kaiser in Wien und der Zar in Russland.


    Da war er eben zu optimistisch. Es wäre vermutlich auch eine schlechte Motivation für seine Truppen gewesen, wenn er gesagt hätte, "wollen wir mal sehen ob wir Wien vielleicht einehmen können, oder auch nicht, dann macht es eben auch nichts." Der Sultan wäre wohl nicht sehr begeistert gewesen und Kara Mustafa einen Kopf kürzer.


    Eine Chance hatten sie, die Stadt wäre ja fast gefallen. Aber eben nur "fast". Und es stellt sich die Frage, ob sie diese hätten halten können. Wenig später (1686) haben sie dann Pest (heute ein Teil Budapests) und den größten Teil Ungarns an die Österreicher verloren.

    Zwei Monate ist zudem bei einer Belagerung nicht viel. Ofen wurde zwei Jahre lang belagert: http://de.wikipedia.org/wiki/Belagerung_von_Ofen_%281684/1686%29

    La Rochelle ebenfalls zwei Jahre, Limerick zweimal anderthalb Jahre, Galway auch fast zwei Jahre. Luxemburg fast zwei Jahre. Gibraltar wurde erfolglos für vier Jahre blockiert.

    Candia auf Kreta wurde sogar von den Osmanen zwanzig (20) Jahre lang belagert bevor es fiel.

    Belagerung von Candia ? Wikipedia
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. November 2012
  7. Zoki55

    Zoki55 Aktives Mitglied

    Wenn man nicht glaubt das man eine Schlacht gewinnen kann, dann wird man sie nicht machen. Vor allem nicht aus eigenem Antrieb.

    Und selbst wenn man keine Chance hat, wird man es nicht offen sagen.
     
  8. hansmueller

    hansmueller Gesperrt

    Hallo,

    stimmt es wenn die hauptmine hochgegangen wäre dann wäre wien sturmreif weil dann die festung tore offen waren. und die türken in die festung einmaschieren konnten...

     
  9. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Ich weiss nichts von einer "Hauptmine". Die Osmanen hatten bereits viele Minen hochgehen lassen und damit die Vorwerke zerstört und sogar den Hauptwall beschädigt. Alle Angriffe wurden jedoch zurückgeschlagen und man versperrte die Breschen mit Palisaden, Schanzkörben und spanischen Reitern. Die Stadt stand zwar zweifellos kurz vor dem Untergang, im Lager der Angreifer gab es jedoch auf Grund der hohen Verluste bereits Meutereien von angriffsunwilligen Truppen noch vor dem Erscheinen des Entsatzheeres.
     
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  10. floxx78

    floxx78 Aktives Mitglied

    Hätte, wäre, könnte...

    Natürlich ist es immer auch interessant, sich damit zu beschäftigen, wie die Welt aussehen würde, hätte die Geschichte einen anderen Verlauf genommen. Aber das hat sie nun einmal nicht. Die Geschichte ist so geschehen, wie sie geschehen ist. Und für mich ist eine Beschäftigung mit den realen Folgen geschichtlicher Ereignisse interessanter, als das Nachdenken darüber, was alles hätte sein können.

    Du hängst offenbar der Vorstellung an, die Eroberung Wiens hätte positivere Folgen für die Entwicklung der Menschheit (oder evtl. auch nur der Türken) gehabt als die historische Tatsache der Nichteroberung der Stadt. Aber warum? Ich würde es begrüßen, wenn Du das näher erläutern könntest.
     
  11. hansmueller

    hansmueller Gesperrt

    was wäre wenn kara mustafa in wienerwald soldaten schickte um das entsatzheere zu stoppen.Könnte dann wien eingenommen werden.
    Alle sagen wien wurde nicht eingenommen weil kara musttafa ein paar sehr große fehler gemacht hat.Hätte er diese fehler nicht gemacht wäre wien schon lange eingenommen..




     
  12. Apvar

    Apvar Premiummitglied

    Und jetzt mal weiter gedacht. Die Mine währe explodiert und Wien gefallen mit allen Konsequenzen. Währen die türkischen Soldaten in der Lage gewesen Wien zu halten?
    Die Breche, welche mit der Mine geschlagen worden währe, hätte noch einige Zeit offen gestanden und nur notdürftig geschlossen worden. Wien hätte also einem Gegenangriff der Reichstruppen offen gestanden. Und Belagerer sind nach 2 Monaten Belagerung, welche sie durchführen auch nicht mehr ganz frisch.

    Apvar
     
  13. hansmueller

    hansmueller Gesperrt

    WARUM HABEN DIE TÜRKEN ALLES STEHEN GELASSEN ZELTE KAFFE UND IHRE KANONEN:ES WAR EIN HEILIGER KRIEG:hÄTTEN SIE RICHTIG GEKÄMPFT BIS ZUM LETZENS MAN DANN WÄREN DIE POLEN GESCHLAGEHEN UND WIEN WÜRDE DANN DEN TÜRKEN GEHÖREN

    das was die wiener machen ist doch nicht korekt.nehmen den türkischen kaffe und trinken.Nehmen die türkische zelte und kanonen.Das gehört alles den türken

    sie müssten alles wieder zurück geben an die türken
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 7. November 2012
  14. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Wenn der Sturm zu diesem Zeitpunkt gelungen wäre, dann hätte das Ersatzheer die Belagerer zum Teil vor der Stadt, zum Teil in ihr erwischt, vermutlich wären dann viele mehr dort erschlagen worden (abgesehen von dem Massaker an der Zivilbevölkerung dass die Angreifer angerichtet hätten).

    Das wird mir langsam alles zu blöd.

    Wenn du einen Einbrecher verscheuchst der gerade deine Haustür zertrümmert hat und dieser lässt sein Einbruchwerkzeug liegen, dann wirst Du ihm das auch kaum zurück geben wollen weil es ja ihm gehört.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. November 2012
  15. hansmueller

    hansmueller Gesperrt

    die türken haben gewusst das die polen kommen, warum haben sie den keine fallen gestellt an die polen umd zeit zu gewinnen............
     
  16. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Vielleicht weil Kara Mustafa zu doof war? Er hat ja schliesslich auch gegen den Befehl des Sultans Wien angegriffen.

    Übrigens solltest Du etwas differenzieren. Das Osmanische Heer bestand keinesweges auschliesslich aus Türken, nicht einmal aus Muslimen, da zahlreiche Serben, Bulgaren, Armenier, Albanern und Ungarn in deren Heer dienten. Auf der anderen Seite gab es bei den Polen auch ein Kontingent muslimischer Tataren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. November 2012
  17. hansmueller

    hansmueller Gesperrt

    wie meinst du das gegen den befehl des sultans wien angegriffen??????
    kannst mal etwas genauer schildern

     
  18. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    "Am 19. Juli kam der Hofschatzmeister des Sultans Mehmed IV., Ali Aga, ins osmanische Lager nach Wien. Er berichtete, dass Sultan Mehmed IV. bestürzt war über die Entscheidung, Wien anzugreifen. Sein Befehl war, die ungarischen Rebellen und die Feste Neuhäusl zu unterstützen und weitere Festungen in Ungarn zu nehmen und nicht auf Wien zu marschieren. Der Großwesir versuchte, durch militärische Erfolge den Hofschatzmeister zu beschwichtigen, und machte verstärkt Druck auf seine Truppen. Doch bis zur Abreise des Hofschatzmeisters Ali Aga nach Edirne am 30. Juli zur Berichterstattung beim Sultan konnte er diese nicht vorlegen."

    Zweite Wiener Türkenbelagerung ? Wikipedia
     
  19. Zoki55

    Zoki55 Aktives Mitglied

    Die Christen haben sich im Verlauf des nachfolgenden Krieges nicht wirklich loyal verhalten.
     
  20. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Der Kaiser und Polen hatten, als sich abzeichnete, dass die Osmanen einen Feldzug nach Norden planten, aber noch nicht klar war, ob er sich gegen Österreich oder Polen richten würde, ein Verteidigungsbündnis geschlossen. Polen war also zur Hilfeleistung vertraglich verpflichtet. (Dass Verteidigungsbündnisse im Ernstfall oft nichts mehr wert sind, steht auf einem anderen Blatt ...)
    Außerdem befand sich natürlich nicht die gesamte kaiserliche Armee in Wien. Ihr Befehlshaber Herzog Karl von Lothringen hatte sich aber mit seinen zahlenmäßig deutlich unterlegenen Truppen bei der Annäherung des osmanischen Heeres an Wien zunächst zurückgezogen und wartete auf Verstärkung.

    Nein, eine offizielle Hauptstadt gab es nicht. Aber in Wien residierte der Kaiser.
    Übrigens richtete sich der osmanische Feldzug nicht gegen ganz Deutschland, sondern gegen Wien und die im Südosten Deutschlands liegenden Territorien des Kaisers. Der Kaiser und Polen waren im 17. Jhdt. nun einmal die mächtigsten Nachbarn der Osmanen in Osteuropa, insofern war der Versuch, sie auszuschalten oder zumindest zu schwächen, naheliegend. Und wenn die Osmanen weiter expandieren wollten, standen die beiden Mächte ohnehin im Weg.

    Eine Chance hatten sie schon, aber nicht nur den Verteidigern, sondern auch den Belagerern lief die Zeit davon. Die Verteidiger wurden zwar immer weniger und ihre Befestigungen immer sturmreifer, aber den Osmanen gingen die Vorräte aus, und unklugerweise hatten ihre leichten Reiter das ganze Umland so verwüstet, dass dort nichts mehr zu holen war. Außerdem ging der Sommer zu Ende. Nur zur Erinnerung: Die Erste Wiener Türkenbelagerung hatten die Osmanen 1529 im Herbst nach schweren Verlusten abgebrochen.

    Das was die Türken machen ist doch nicht korrekt. Machen Wiener Mauer kaputt. Die gehört den Wienern.
    Die Türken müssten sie wieder reparieren.
     
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