Ethnogenese der Türken

Dieses Thema im Forum "Das Osmanische Reich" wurde erstellt von Dieter, 11. Mai 2007.

Schlagworte:
  1. Tekker

    Tekker Gast

    Das wird ja immer haarsträubender! Kam Siddharta Gautama also aus dem Altaigebiet? :mad:

    Zur Turantheorie: Ich dachte, die hätte man verworfen?! :confused:

    Zur Turfanforschung: Nach dem, was ich auf die schnelle laß, gibt es da etliche Schriften in etlichen Sprachen. Was beweißt das also?
     
  2. foldier

    foldier Neues Mitglied

    Hallo lieber Tekker,

    Das mit dem Buddhismus und den Türkvölkern:
    Du darfst nicht böse auf mich sein Tekker :rofl:..diese Seite ist eine deutsche Wissenschaftsseite und dort steht es schwarz auf weiss..ich habe zu diesem Thema auch unzählige Bücher gelesen, und da haben viele Forscher keine Zweifel mehr. Weisst du wen man sich so intensiv mit der Urgeschichte der Türkvölker befasst so wie ich, und noch tiefer in die Geschichte und ihre Einzelheiten geht, erfährt man so einiges, das für manche unglaublich zu sein scheint.

    Zu den Turanforschungen:

    Nein leiber Tekker ganz im gegenteil..die Turantheorie floriert regelrecht..ich kriege es mit, da ich selber gern in Unis rumschnüffle, da ich selber studiere..ich habe persönlich auch sehr viele Turkologen (deutsche wie Türken) als Freunde und bin daher immer auf dem neuesten Stand..und in der Archäologie der Alttürken kann man nicht mehr um die Sumerer drum herum kommen..immer mehr Sprachwissenschaftler und Turkologen befassen sich intensiv mit diesen Themen und bringen so erstaunliches zu Tage..aber dieser Bereich in der Wissenschaft ist noch immer in der Forschung und deshalb müssen wir geduldig sein und abwarten bis diese Untersuchungen Lexikonreif sind. Man muss immer eine Tür offen lassen den wer weiss..ich finde es einfach nur interessant und werde es auch abwarten.


    Zu den Turfanforschungen:

    Also um erlich zu sein bin ich da auch nicht weiter..aber ich kann schon mal soviel sagen, das viele der alttürkischen Texte dort beweisen, das auch Proto - Türken zu den mitbegründern der Hochkulturen, des Buddhismus sowie der Seidenstraße gelten..neben Chinesen, Persern usw. Und das will doch schon was heißen :rofl:

    mfg
     
  3. Tekker

    Tekker Gast

    Also ich versuche mal zusammenzufassen. Die Sumerer sind Abkömmlinge der Türken, obwohl deren Sprache und Herkunft im Dunkeln liegt. Jedenfalls gemäß einer deutschen (?) "Wissenschaftsseite" (?), die du uns hier aber leider vorenthältst.

    Weiterhin fußen sämtliche Hochkulturen und der Buddhismus auf den Türken, was - wiederum nicht belegte - Beweise "eindeutig" zeigen würden. Das tolle an der Sache ist auch noch, daß alles in einer einzigen (!) Oase zu finden ist. Toll! Übrigens hast du die Pyramiden vergessen, nicht nur in Ägypten, in Amerika stehen auch noch welche. :pfeif:

    Um es einmal klar zu sagen, in diesem Board genügt nicht allein die bloße Behauptung, und mit einem Verweis auf nicht nähergenannte "Wissenschaftler" wirst du hier kaum Erstaunen hervorrufen, eher ein müdes Lächeln ernten.
     
  4. Malkibaal

    Malkibaal Neues Mitglied

    Dieter, ich finde deine Aussage dass die alteingesessene kleinasiatische Bevölkerung 25% für sehr wahrscheinlich, da diese stark unterdrückt von den fremden Völkern worden waren, waren diese recht arm geworden und hatten eine niedrige Geburtenwachstumsrate, die anatolier die in den bergen und auf dem land wiet entfernt von den städten lebten müssten eigentlich noch recht homogen sein,

    aber eigentlich gibt es fast bei allen völkern dieser erde immer eine vorbevölkerung dies sich mit der zeit mit neu eindringende völker gemischt hat, so kann man den begriff volk nicht als extra-genetisch andere menschen sehen, was völker unterscheidet ist meistens die lebensweise und die sprache

    ich finde trotz des öfteren eindringens von anderen völkern in kleinasien, haben sich nur eine geringe anzahl von fremden völkern abgesetz, wie gesagt außer den kurden und vielleicht doch noch den seldschuken(später osmanen genannt) gab es keine großen siedlungsversuche von andern völkern, am rand der westtürkei haben sich noch griechen abgestzt, ioner( auch griechen) lebten in der nordwesttürkei
     
  5. foldier

    foldier Neues Mitglied

    Hallo Tekker,

    Wieso machst du es so unnötig kompliziert?

    Wenn überhaupt, sind die Turanischen Völker Abkömmlinge der Sumerer nicht umgekehrt.


    Und von was für einer deutschen Wissenschaftsseite redest du denn?..habe ich irgendetwas davon erwähnt?..und selbst wenn ich erwähnen würde, würde ich es euch nicht vorenthalten.

    Zu den Hochkulturen:

    Ich habe doch ausdrücklich gesagt, das die alten Turkvölker zu den Mitgründern der Hochkulturen zählen.."Mitgründer" nicht "Gründer"..neben Persern, Chinesen usw.. Da habe ich dir doch sogar einen Link gegeben. In diesem Turfanlink steht es doch.

    Ich werde demnächst auch weitere Quellen mit den Turkvölkern und dem Buddhismus posten.

    Zu den Pyramiden:

    Nicht nur in Agypten und Amerika..auch in Asien stehen Pyramiden. Aber was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?

    "Um es einmal klar zu sagen, in diesem Board genügt nicht allein die bloße Behauptung, und mit einem Verweis auf nicht nähergenannte "Wissenschaftler" wirst du hier kaum Erstaunen hervorrufen, eher ein müdes Lächeln ernten."

    Zu dem Zitat von dir:

    Wie schon gesagt ich werde dir Namen nennen. Aber du musst auch zugeben, das es sehr schwierig ist dir Namen von Forschern zu nennen, mit mit denen ich zwar persönlich verkehre aber die nicht im Internet oder sonst wo vermerkt sind..wenn man bei euch mal keine Links aufzählt, werdet ihr gleich misstrauisch..obwohl das Wissen doch eigentlich in Büchern gespeichert ist.. und nicht jeder Forscher ist nunmal im Internet vermerkt..aber ich werde mein bestes tun. Und solche Unterstellungen wie die in deinem Zitat verbiete ich mir..ich bin hier um zu diskutieren und nicht um beleidigt zu werden. Daran erkenne ich bloß, das du zu diesen Leuten gehörst, die so manche Wahrheit nicht ertragen können und denen so etwas einfach nicht in den Kram passt, obwohl man gute Argumente bringt..das dachte ich mir schon als du bei den Buddhistenthemen ausgeflippt bist. Also bevor du mir Unsinn unterstellst, rate ich dir eine Bücherei zu besuchen, denn da erfährt man so einiges.

    Aber gut..abwarten..ich komm schon noch mit meinen Quellen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Juli 2007
  6. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Nun ists aber gut. Lange genug lese ich mir das mit an. Bin ich denn hier auf einem Basar?
    Schreibt gefälligst so, das keiner jemandem beleidigt, zum Teufel noch mal.

    Was soll ich unwissender denn aus solchen blöden Sprüchen lernen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Juli 2007
  7. foldier

    foldier Neues Mitglied

    Hallo florian17160

    Tut mir Leid..ich wollte ja nicht das es soweit kommt. Ich habe ganz normal diskutiert und muss mir dann so etwas anhören.
     
  8. Malkibaal

    Malkibaal Neues Mitglied

    osmanisch ist sowas was im deutschen jiddisch ist, deutsch mit vielen hebräischen,aramäischen vokabular, osmanisch ist türkisch mit viel arabischen, persischen vokabular.


    osmanisch ist nicht altürkisch im allgemeinen sinn, es ist ein dialekt des türkischen, da es aber für jeden türken unverständlich klingt kann man eigentlich schon von sprache sprechen, besser geasagt mischsprache
     
  9. askan

    askan Neues Mitglied

    Die Grammatik der Sumerer und der türkischen Sprachen soll Ähnlichkeiten aufweisen, auch bestimmte Mythen der Sumerer (Etana-Mythos) tauchen weit im Norden in Turkmenistan auf, jedenfalls fand man dort Pictogramme und Reliefs die Szenen des Mythos aufgreifen.
     
  10. Malkibaal

    Malkibaal Neues Mitglied


    Das hört sich interessant und vielversprechend an Askan, woher hast du diese Information?
     
  11. hyokkose

    hyokkose Gast


    Das stimmt; sowohl die Türken wie auch die Sumerer benutzen Wörter und verschiedene Endsilben, die sie diesen Wörtern anhängen, um die grammatischen Beziehungen zum Ausdruck zu bringen.
     
  12. Malkibaal

    Malkibaal Neues Mitglied

    Atatürk , der Begründer der modernen Türkei, machte geheime Forschungen oder ließ geheime Forschungen in Auftrag geben, die seine forscher sollten die Vorfahren der Türken herausfinden, erforschen, beschreiben

    atatürk stellt mehrere thesen von welchen völker die türken abstammen oder welche völker mit den türken verwandt waren

    sumerer,hethiter und die restlichen anatolier, wie auch die uiguren, die er als nachfahrwen des allerersten turkvolks beschieb das ein überbleibsel von der mu-bevölkerung darstellt( mu war ein untergegangener kontinent, in manchen sprachen bedeutet mu auch wasser, mu ist wie atlantis noch ungeklärt und es könnte sich auch um eine erfundene geschichte handeln), werden erwähnt


    seldschuken und osmanen werden nicht erwähnt
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Juli 2007
  13. BOIORIX

    BOIORIX Neues Mitglied

    "Deutsche Wissenschaftsseite

    foldier schreibt, Beitrag No 93

    //Hallo Tekker,
    Wieso machst du es so unnötig kompliziert?
    Wenn überhaupt, sind die Turanischen Völker Abkömmlinge der Sumerer nicht umgekehrt.

    Und von was für einer deutschen Wissenschaftsseite redest du denn?..habe ich irgendetwas davon erwähnt?..und selbst wenn ich erwähnen würde, würde ich es euch nicht vorenthalten.//

    Hier stehts Beitrag No 90

    //Hallo lieber Tekker,

    Das mit dem Buddhismus und den Türkvölkern:
    Du darfst nicht böse auf mich sein Tekker ..:rofl:diese Seite ist eine deutsche Wissenschaftsseite und dort steht es schwarz auf weiss..ich habe zu diesem Thema auch unzählige Bücher gelesen, und da haben viele Forscher keine Zweifel mehr. Weisst du wen man sich so intensiv mit der Urgeschichte der Türkvölker befasst so wie ich, und noch tiefer in die Geschichte und ihre Einzelheiten geht, erfährt man so einiges, das für manche unglaublich zu sein scheint//

    foldier gibt auch einen link zu //Turaner/:
    Dort wird zur Behauptung der sumerisch-mesapotamischen Herkunft der Turaner der Aufsatz "Das alte Chorasmien" des sowjetischen Archäologen S.P. Tolstov als Referenz gegeben.
    Zufällig habe ich den Aufsatz: Kein Wort davon
    Soviel zur Seriosität dieser Referenz.
    .Zur Zeit des Al-Kharezmi (8.-9. Jh) war es Kharezm/Chorasmie noch iranophon;
    Gruss
    Boiorix
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Juli 2007
  14. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Das ist der größte Unsinn, den ich je gelesen habe!

    Ich kenne keinen serösen Forscher, der davon ausgeht, dass die Sumerer im Altai gesiedelt hätten. Die Sumerer werden auch von keinem Historiker oder Linguisten zu fabulösen "turanischen Völkern" gezählt, sondern lediglich von einer winzigen Gruppe nationalistischer Türken. Wikipedia schreibt dazu:

    Also: Die Hypothese von "turanischen Völkern" ist eine wissenschaftliche Ente und überhaupt nur im Rahmen pantürkischer Bestrebungen erwähnenswert.

    Im Gegensatz zu solchen Fabeln ist die Herkunft der Sumerer nach wie vor ungeklärt. Von vielen Forschern wird vermutet, dass die Ethnogenese der Sumerer in die vorschriftliche Periode zurückreicht und sich im südlichen Mesopotamien vollzog. Danach sind die Sumerer nicht als voll ausgebildetes Volk in ihre spätere Heimat eingewandert, wie vielfach bisher angenommen wurde.

    Als Ursprungsland wird von den Sumerern selbst "Dilmun" genannt, was mit der Insel Bahrain im Persischen Golf identifiziert wurde. Diese mythische Herkunft kann alllerdings nicht durch archäologische Daten untermauert werden, ganz abgesehen davon, dass eine Insel als Herkunftsland eines Volks zu klein wäre.

    Eine heute mehrheitlich vertretene Hypothese ist, dass das sumerische Volkstum das Ergebnis eines ethnischen Transforamtionsprozesses ist, an dem sowohl Einwanderer als auch lokale Siedlungsgruppen beteiligt waren. Bevölkerungsgruppen aus Nordmesopotamien, Träger der Ubaid-Kultur, drangen um 4000 v. Chr. nach Süden vor und gingen im Kontakt mit der lokalen vorsumerischen Bevölkerung der Region eine Fusion ein.

    Hinsichtlich der sumerischen Sprache ist bis zum heutigen Tage kein Nachweis einer Verwandtschaft mit irgendeiner anderen bekannten Sprache gelungen, der von der Forschung allgemein anerkannt wurde - unbewiesene Hypothesen gibt es hingegen viele. Das Sumerische, eine agglutinierende Sprache, zählt somit zu den isolierten Sprachen, und es ist kaum zu erwarten, dass sich daran etwas ändern wird.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Juli 2007
  15. Malkibaal

    Malkibaal Neues Mitglied

    In Dilmun herrschten schon seit 4000 vor christus uraraber, die höchstwahrscheinlich eine protosemitische sprache sprachen

    Dieter hat schon recht dass sogar vor den sumerern eine bevölkerung da war und vielleciht ist sie, die ubaid-kultur, verantwortlich dass die sumerer eine sprache sprechen die viele verwandte vokabeln hat die mit altaischen sprachen ähnlich klingen oder sogar übereinstimmen, von der al-ubaid-kultur weiss man jedoch noch nicht sehr viel, da man nichts schriftliches entdecken konnte, da es wahrscheinlich noch kein schriftsystem gab, vielleicht war die ubaid-kultur so etwas wie ein urturkstamm, oder besser gesagt das volk das vielleciht durch eroberungen seine sprache in ganz asien verbreitet hat,,vieleicht sich mit den völkern asiens vermischt hat und die nachfahren dieser völker sind die, die eine altaische sprache oder möglicherweise auch eine kaukasische sprache sprechen

    aber das ist jetzt nicht wissenschaftlich gewesen, das war meine theorie,

    wissenschaftlich, forscher wollen jetzt eine verbindung des sumerischen mit den nadenesprachen herstellen,

    nadenesprachen sind die sprachen der indigenen völker in nordamerika und einiger völker in sibirien
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Juli 2007
  16. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Es gab 4000 v. Chr. keine Urtürken! :motz:

    Turkstämme giibt es erst über 4000 Jahre später.

    Die Sumerer haben nichts - aber auch gar nichts - mit etwaigen Türken oder Proto-Türken oder Protoprototürken zu tun!
     
  17. Malkibaal

    Malkibaal Neues Mitglied

    das mit den urturkstamm nimm ich zurück aber das die ubaid-kultur möglicherweise verantwortlich für die weiterverbreitung ihrer sprache ist und somit ein substrat für die sprache von den vorfahren der altaisprecher bildet kann möglich sein
     
  18. Ingeborg

    Ingeborg Moderator Mitarbeiter

    Na-Dene-Sprachen sind nicht die Sprachen *der* indigenen Völker Nordamerikas, sondern nur *eine* dort vertretene Sprachfamilie und zwar vorwiegend in Alaska und Kanada, mit einigen 'Ausreißern' an der Westküste sowie im Südwesten (Navaho, Apache). In Sibirien wird Na-Dene überhaupt nicht gesprochen.

    *Einige* Linguisten vertreten die *Hypothese*, daß Na-Dene mit sibirischen Sprachen in eine Sprachfamilie gehören könnte; dies ist jedoch nicht allgemein akzeptiert.

    Eine solche Verbindung *will* man nicht herstellen, die kann man nachweisen oder nicht.
     
  19. foldier

    foldier Neues Mitglied

    Hallo Dieter,

    das mit dem Wikipedia Link kannst du gleich vergessen..das nehme ich nicht ernst. Zudem gibt es durchaus auch internationale Forscher die die Sumerer mit den Turanern in Verbindung bringen. Das hat nichts mit Pantürkismus oder nationalistischen Geschichtsschreibern zu tun. Zudem sind die Türkvölker mehr als 4000 Jahre alt. Ein Link wird in kürze folgen.


    Hallo BOIORIX,

    Mit der deutschen Wissenschaftsseite habe ich den Turfanlink gemeint den ich auch gepostet habe und damit auf den Buddhismus und den Turvölkern aufmerksam gemacht. Doch mir wurde unterstellt, das ich eine deutsche Wissenschaftsseite vorenthalten würde..aber das ist jetzt egal.
     
  20. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Hallo Foldier,

    es muss Die im Moment so vorkommen, als wäre alle gegen Dich - ich darf Dich beruhigen, dem ist nicht so. Du solltest Dir aber noch einmal aufmerksam die von Dir verlinkte Seite durchlesen. Die Seite behauptet nämlich mitnichten, dass die Türken Mitbegründer des Buddhimus wären, wie von Dir behauptet und gibt auch nicht den geringsten Anlass zu einer solchen Schlussfolgerung:

    Grob gesagt: In der Zeit, in der buddhistische Texte in türkischer Sprache nachgewiesen sind, hat der Buddhismus schon eine knapp 1500jährige Geschichte hinter sich.
     

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