Ethnogenese der Türken

Dieses Thema im Forum "Das Osmanische Reich" wurde erstellt von Dieter, 11. Mai 2007.

Schlagworte:
  1. Malkibaal

    Malkibaal Neues Mitglied

    Yeschiil

    Altaische Sprachen - Wikipedia
    in diesem Link werden wörter der altaischen sprachen, altkoreanischen Sprache und der altjapanischen sprache untereinander verglichen
     
  2. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Ja, das ist in der Tat Zufall, denn Darstellungen von schreitenden Löwen gibt es in vielen Hochkulturen. Damit lässt sich keine ethnische Verwandtschaft begründen.

    Im übrigen werden Türken erstmals im Jahr 525 n. Chr. in einer chinesischen Quelle erwähnt. Sie vermerkt, dass sich das Nomadenvolk der T'u-küe gegen seine bisherigen Herren, die vermutlich mongolischen Jou-Jan erhob, und ein eigense Reich gründete. Ich habe auch bei Wikipedia etwas dazu gefunden:

    Der Anfang der Sumerer liegt über 4000 Jahre (!) davor, sodass etwaige Verbindungen ins Reich der Fabel gehören. Selbst wenn man annimmt, dass bereits die Hsiung-nu ein Turkstamm waren - was äußerst strittig ist- so sind wir immer noch 3500 Jahre von den frühen Sumerern entfernt. Ganz abgesehen davon, dass das Sumerische als isolierte Sprache mit keiner anderen Sprache der Welt verwandt ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. August 2007
  3. Mike Hammer

    Mike Hammer Neues Mitglied

    Nimm dies, du Ungläubiger:

    Türkische Reiche

    :D
     
  4. hyokkose

    hyokkose Gast


    Auch der Text in diesem Link wurde von jemand verfaßt, der von Altaistik keine Ahnung hat.

    Eine "Sprachgruppe der uralaltaischen Sprachen" gibt es nicht. Das war mal eine Hypothese, die seit vielen Jahrzehnten beerdigt ist.

    Es gibt die Hypothese einer altaischen Sprachfamilie, und sogar die ist umstritten, sei es bezüglich der Verwandtschaft der altaischen Sprachen im Allgemeinen betrifft, sei es bezüglich der Zugehörigkeit der japanischen Sprache im Besonderen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 1. August 2007
  5. Dieter

    Dieter Premiummitglied


    Das wurde mir bereits in Posting Nr. 120 angeboten.

    Ich musste es leider verschmähen !!! =)
     
  6. askan

    askan Neues Mitglied

    Ich habe vor kurzem am Bahnhof ein wenig in eine "Spektrum der Wissenschaft" über Sprachen geblättert, da wurde dem Sumerischen eine gewisse Verwandschaft zum Drawidischen unterstellt.
     
  7. Malkibaal

    Malkibaal Neues Mitglied

    der drwadischen sprache wird mit der elamischen sprache eine verwandtschaft zugesagt
     
  8. Tekker

    Tekker Gast

    Wo liegt der qualitative Unterschied dieser beiden Aussagen? - Richtig, hier:

    Ich hoffe, die Botschaft ist bei dem ein oder anderen angekommen... :fs:
     
  9. askan

    askan Neues Mitglied

    Ehhhh, bei mir nicht!
     
  10. hyokkose

    hyokkose Gast



    Soll ich es Dir erklären?
     
  11. askan

    askan Neues Mitglied

    Jawohl, da irgendwie meine grauen Zellen klemmen, wünsche ich brutalst mögliche Aufklärung!
     
  12. hyokkose

    hyokkose Gast


    Nun ja, der qualitative Unterschied, von dem Tekker spricht, bezieht sich darauf, daß die eine Behauptung mit einer Quellenangabe verbunden war, die andere nicht.


    Meine zwei persönlichen Bemerkungen:
    Dazu handelt es sich noch um eine Zeitschrift, für die renommierte Wissenschaftler schreiben. Umso interessanter wäre es natürlich gewesen, zu erfahren, welcher Autor/welche Autoren hier über die sumerisch-dravidische Sprachverwandtschaften schreiben.
     
  13. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Mir ist ebenfalls diese Hypothese bekannt, die in den Sumerern einen Zweig der drawidischen Völker sieht, der aus dem nordindischen Raum ins südliche Mesopotamien eingewandert sein soll. Leider haftet das nur noch in meiner Erinnerung und ich habe keinerlei Quellenbelege mehr.

    Im übrigen: Warum soll eigentlich stets etwas eingewandert sein? Warum soll sich nicht auch einmal eine Kultur aus autochthoner Wurzel entwickelt haben?
     
  14. hyokkose

    hyokkose Gast


    Ich kann im Moment nur beisteuern, daß es die These einer elamo-dravidischen Sprachverwandtschaft gibt, die in neuerer Zeit vor allem von David McAlpin vertreten wurde. Ich habe mich aber mit dieser These nicht auseinandergesetzt und kann dazu keine Einschätzung abgeben.

    Sofern man dieser Theorie anhängt, würde eine sumerisch-elamitische Verwandtschaft natürlich auch eine sumerisch-dravidische Verwandtschaft bedeuten.

    Mir ist allerdings nicht bekannt, wer eine sumerisch-elamo-dravidische Verwandtschaft vertreten soll.

    Der recht ausführliche Wikipedia-Artikel geht auf die elamo-dravidische Verwandtschaft ein: Elamische Sprache - Wikipedia

    Was das Sumerische und sonstige Sprachen betrifft, stellt er hingegen fest:





    Du sprichst ein großes Wort gelassen aus.



    NACHTRAG:
    Was bin ich doch für ein Rhinozeros! Die elamisch-sumerische Hypothese hatte ich doch hier im Geschichtsforum schon mal selber erwähnt!
    http://www.geschichtsforum.de/213939-post22.html
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. August 2007
  15. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Ich fürchte, ich habe mich falsch erinnert! Es war in der Tat die postulierte elamo-dravidische Sprachverwandtschaft, die mir im Gedächtnis haftete. :autsch:

    Woher die Sumerer kamen - wenn sie denn überhaupt kamen und nicht Landeskinder waren - bleibt offen!
     
  16. askan

    askan Neues Mitglied

  17. hyokkose

    hyokkose Gast


    Das glaube ich gerne, aber ging es um eine sumerisch-dravidische Verwandtschaft? Die gängige Hypothese der Mega-Sprachfamilien sieht ja, grob gesagt, so aus:
    Mega-Sprachfamilie Nr. 1 ("nostratisch", "eurasiatisch" oder wie man sie nennen mag) umfaßt die semitischen Sprachen, die indoeuropäischen, die uralischen, die altaischen, die dravidischen, plus ein bißchen "Kleinkram" (das Ainu, das Etruskische und so).
    Alles, was dann noch zwischen Atlantik und Pazifik übrig bleibt, wird in die Mega-Sprachfamilie Nr. 2 gepackt, das wäre z. B. das Baskische, die kaukasischen Sprachen, das Sumerische, die chinesischen und tibeto-burmanischen Sprachen, und je nach dem wie weit man geht, macht man noch bis Amerika rüber und packt die Na-Dene-Sprachen mit rein. (Alle anderen tausend Indianersprachen ergeben eine dritte Mega-Sprachfamilie, aber ich will das jetzt nicht vertiefen.)
     
  18. askan

    askan Neues Mitglied

    Ich kann mich nur an eine Passage über Indien und Drawiden erinnern, und nur so als Seitenhieb kamen die Sumerer und Elamiten ins Spiel.
     
  19. Tekker

    Tekker Gast

    Kann es sein, daß die Ausgabe schon älter ist? Ich meine, das Ding fliegt bei mir auch noch irgendwo rum... :grübel:
     
  20. gregory

    gregory Neues Mitglied

    Viele Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten trauen sich
    nicht sich zu Ihrer Identität zu bekennen.

    Ich glaube, dass es sehr viel mehr Überlebende des "Musa dagH"
    in der Türkei gibt als die Statistik glauben machen will.

    Allerdings ist es in vielen Gegenden der Türkei immer noch lebensgefährlich sich als Armenier zu bekennen und auf den Genozid im I Weltkrieg hinzuweisen.

    Verständlich, dass sich manche armenische Familie als türkisch tarnt.

    Auch behaupten viele Kurden, dass es viel mehr Angehörige Ihrer
    Nationalität gibt, als es auch in westlichen Enzyklopädien
    verlautbart wird.
     

Diese Seite empfehlen