Female Choice? Damenwahl?

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Diese Gegenüberstellung scheint mir doch ein wenig seltsam. Eine Frau muss vor allem ein bestimmtes körperliches Merkmal (Schlankheit) mitbringen und ein Mann materiellen Wohlstand?
Ja, das war und ist immer noch der Fall. Frauen wählen aus, und weil sie, anders als der Mann, Kinder zu Welt bringen, sind sie daran interessiert, einen Mann zu haben, der in der Lage sein würde, ihre Kinder durchzubringen. Das war und ist das Hauptkriterium für die Auswahl. Auch die Seitensprünge und die daraus resultierenden Kinder sind in dieser Richtung zu deuten: Unterschiedliche Männer (und Frauen) bringen unterschiedliche Gene mit, was die Überlebenschancen der Kinder erhöht, weil man nie weiß, welche Eigenschaften später von Vorteil sein werden.

Aber damit eine Frau überhaupt eine Chance zum Auswählen bekommt, muss sie attraktiv sein. Und das Hauptmerkmal dafür ist der schlanke Leib, denn der signalisiert: Ich bin nicht schwanger. Das trifft vor allem auf junge Frauen zu.

Jung und dick, das ist ev. nur was für Fetischisten. ;)
 
Was soll diese Aussage "ev. nur was für Fetischisten"

Ich war und bin in dieser Hinsicht kein Fetischist! Das wären dann ja gut ein Drittel aller Männer!

Und Seitensprünge der Frau, die dann schwanger wird/ sich bewußt schwängern läßt, diese Aussage finde ich mehr als fraglich, so easy ist solch ein Fall auch nicht!
 
Nein, da kenne ich noch zwei andere Geschlechtsgenossen. Natürlich gibt es da ab und an kleinere Dinge, aber nichts was man als Problem bezeichnen kann.

Ist eher ohne Frauen ein Problem:)

Ist natürlich auch eine Frage der Wertung, ab und mal Schwierigkeiten in einer Beziehung muß man nicht gleich als Problem werten, da das dazu gehört, kommt halt darauf an, wie schwerwiegend.
In dieser Hinsicht gab es bei mir tatsächlich nie "Probleme"

Wichtig ist, eigene Ansprüche auf ein Minimum zurück zufahren, sich der Unzulänglichkeiten der
Menschen bewußt zu sein, ( niemand ist Perfekt, nicht jeder kann aussehen wie Adonis oder die Venus von Milo ), dann klappt das auch.
 
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Aber damit eine Frau überhaupt eine Chance zum Auswählen bekommt, muss sie attraktiv sein. Und das Hauptmerkmal dafür ist der schlanke Leib, denn der signalisiert: Ich bin nicht schwanger. Das trifft vor allem auf junge Frauen zu.

Das ist nicht korrekt.
Wie auch immer man Attraktivität wertet: Attraktivität ist keine Einbahnstraße. So wie es unattraktive Frauen gibt, gibt es auch unattraktive Männer und so bietet am Ende der „Markt“ für fast jeden und jede eine/n Partnerin.
Zudem liegt Attraktivität im Auge des Betrachters, auch wenn diese natürlich Moden unterworfen ist.
Und es ist keinesfalls so, dass der Reproduktionsfaktor, wie in deiner utilitaristischen Darstellung, alleiniger Grund für ein rein utilitaristisches Sich-Verlieben ist.
Kinderwunsch und Bedürfnis nach Sex sind zwei verschiedene Dinge. Der Kinderwunsch steht also beim Sich-Verlieben sicher nicht im Vordergrund.
Neben der äußerlichen Attraktivität ist auch noch wichtig, „ob die Chemie stimmt“, ob „man sich riechen kann“. Es ist wichtig, ob man miteinander reden und auch lachen kann.
Ein wichtiges Element, ob wir jemanden als hübsch empfinden ist im Übrigen auch Symmetrie. Wir Menschen sind eigentlich so gut wie nie symmetrisch perfekt, aber je näher ein Mensch dem kommt, desto hübscher wird er eben wahrgenommen.

Nun noch zu deiner These bzgl. dicker Frauen und Erkennbarkeit, ob sie schwanger seien oder nicht, was deiner Auffassung nach ein negativer Attraktivitätsfaktor sei.
Dieser Fetisch nach Hungerhaken, der heute das überwiegende heteronormative männliche Schönheitsideal darstellt, scheint in der Geschichte ein relativ junges Phänomen zu sein. Frauen mussten anpacken können und vor allem die Statue haben, um Kinder zu gebären.

Der Maria-Theresien-T(h)aler war daher nicht umsonst, neben seinem Silbergehalt, bis ins 20. Jhdt. ein beliebtes Zahlungsmittel von Kalkutta bis Addis Abeba. Einen Teil seines Prestiges hatte er auch wegen der Darstellung der Erzherzogin.
 
Dieser Fetisch nach Hungerhaken, der heute das überwiegende heteronormative männliche Schönheitsideal darstellt, scheint in der Geschichte ein relativ junges Phänomen zu sein. Frauen mussten anpacken können und vor allem die Statue haben, um Kinder zu gebären.
Bei den nordamerikanischen Kolonisten im 18./19. Jh. sollen füllige Frauen besonders attraktiv gewesen sein, weil sie besser über den Winter kamen (Speckschicht) -- ich weiß nicht mehr, wo ich das zufällig gelesen hatte. Wenn es stimmt, dann ist das Westernbild John Wayne mit schlanker Blondine als Farmer und Farmerin irrig.
 
Eine Frau muß eine auf mich wirkende erotische Ausstrahlungskraft haben, sonst wird das nix. Dann schaut man mal weiter "ob die Chemie stimmt".
Glücklicherweise sind die Geschmäcker verschieden, da findet sich normalerweise für jeden was.
Ich denke nicht, das viele Frauen nach der "Genetik" schauen!

Irgendwie habe ich häufig den Eindruck, das Probleme in der Paarbeziehung einfach künstlich hochgespielt werden.
Sicherlich ist das für die meisten Paare nicht immer einfach aber wieso läßt man nicht die "Kirche im Dorf".
 
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Aber damit eine Frau überhaupt eine Chance zum Auswählen bekommt, muss sie attraktiv sein. Und das Hauptmerkmal dafür ist der schlanke Leib, denn der signalisiert: Ich bin nicht schwanger. Das trifft vor allem auf junge Frauen zu.

Jung und dick, das ist ev. nur was für Fetischisten. ;)

Ist das nicht ein sehr "männlicher" Blick auf menschliche Attraktivität? Wie ElQuijote und Mittelalterlager schon sagten, wurden zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlichen Kulturen zuweilen andere körperliche Merkmale als schön angesehen, und nicht in jeder Lebensphase und von allen Menschen werden Beziehungen mit dem Ziel der Fortpflanzung eingegangen.

Bei Männern scheint körperliche Attraktivität tatsächlich etwas weniger mit einer besonders schlanken Erscheinung verknüpft zu werden, aber das hat vermutlich auch mit medialer Vermittlung zu tun. Außerdem kann man sicherlich nicht behaupten, dass für Frauen das Aussehen ihrer Männer weitgehend egal wäre.

Zuletzt wäre auch eine historische Perspektive sinnvoll. Ausgangspunkt war eine These zum modernen Feminismus, nach der dieser zum Ziel hätte, die Kriterien für Attraktivität zu verändern, damit auch füllige Frauen leichter einen Mann bekämen. In welchen Situationen wurden ähnliche Thesen aufgestellt? Mir fällt da zunächst der publizistische Widerstand gegen die Suffragettenbewegung ein, aber vielleicht gibt es bessere Analogien?
 
Na, "die Kriterien für Attraktivität", das ist der Punkt, da können/müßen die Frauen selbst ansetzen, wenn die die Mode und die Models der meist männlichen Macher so hinnehmen!
Wenn ständig ein bestimmtes Schönheitsideal in der Öffentlichkeit propagiert wird und sehr viele darauf anspringen, dann ändert sich halt nix!
 
Natürlich gibt es Gegenden auf dieser Welt, wo füllige Frauen gefragt sind. Aber selbst dort ist die schlanke Taille ein entscheidender Faktor.
Wenn man sich die Geschichte der Moden der letzten 300 Jahre bei uns ansieht, dann wird man feststellen, dass mal der Busen und mal der Hintern betont wurden, aber die Taille im Verhältnis zum übrigen Körper immer schmal blieb.
Die einzige Ausnahme waren die 1920er Jahre, aber das ist als eine Reaktion auf die vorangegangene Exzesse mit dem Korsett zu verstehen. Diese Reaktion dauerte auch weniger als 10 Jahre, danach kehrte man zurück und die schmale Taille wurde wieder Pflicht.
Nicht nur Löwen bringen den Nachwuchs seines Vorgänger um, damit sie schnell selbst eigenen Nachwuchs zeugen können, dass tun auch Gorillas. Täten sie das nicht, müssten sie bis zu 3 Jahre warten, bis sie selbst zum Zuge kommen, weil solange Kinder seines Vorgänger nicht entwöhnt sind, ist das Weibchen, also die Mutter des Kindes, nicht empfängnisbereit. Das ist eine zu lange Zeit für einen angehehenden Silberrücken, weil inzwischen neue Konkurrenten nachwachsen könnten.
Will sagen, dieser Trieb, Nachkommen zeugen zu müssen, ist sehr stark und wird bei Menschen mit starken Lustgefühlen beim Sex auch entsprechend unterstützt.
Auch der Mann hat früher weniger Zeit als heute fürs Zeugen des Nachwuchs gehabt, weil er gefährlicher und damit wesentlich kürzer lebte. Deswegen erreicht er das max. seiner sexullen Potenz schon mit 17 Jahren - danach geht es nur noch abwärts. :(
 
Beleibtheit gilt vor allem in ärmeren Weltgegenden als attraktiv, weil sie mit Wohlstand assoziiert wird.

Generell ist mal eines zu berücksichtigen: Der Homo Sapiens gehört zu den Spezies, deren Weibchen entscheiden, mit wem sie sich fortpflanzen. (Zur Verdeutlichung bleibe ich jetzt bewusst in der abstrakten Sprache der Biologie.) Die Weibchen definieren durch Selektion männliche Attraktivität, und definieren durch Rivalität untereinander, welche weiblichen Merkmale attraktiv sind.

Das wird jetzt überraschen und die berechtigte Frage aufwerfen: Augenblick, was ist mit der Ehe, die historisch oft genug einer Zwangsverheiratung gleichkam, was ist mit Vergewaltigung?

Nun ja – wir alle stammen von mehr weiblichen als männlichen Individuen ab. Auf die Spezies insgesamt bezogen, haben mehr Mütter als Väter ihr Erbgut weitergegeben. Denn sie sind es, die ihren Fortpflanzungspartner auswählen, und dabei auf einen kleineren Pool zurückgreifen (eben auf die begehrenswertesten Männchen). Demgegenüber paaren sich viele Männchen überhaupt nicht.

Das in puncto Anthropogenese kurze Intermezzo der Zivilisation ändert daran nichts, woraus man schließen darf, dass – trotz der sozialen und gesundheitlichen Gefahren für die im Patriarchat benachteiligte Frau – ungewollte Schwangerschaften immer schon autonom beendet wurden bzw. Nachwuchs mit begehrenswerteren Partnern auch aus einer Beziehung heraus heimlich gesucht wurde.

Wenn Frauen über das Diktat der Schönheitsideale klagen, so sind dies von Frauen definierte Ideale (wenn auch unbewusst). Es gibt zig verhaltenspsychologische und sexualwissenschaftliche Studien, die bestätigen, was wir immer schon wussten: Männer sind Schweine. Der männliche Homo Sapiens ist bei der Partnerwahl sehr viel unkritischer als das Weibchen. Frauen, die von anderen Frauen als wenig attraktiv bewertet werden, haben eine höhere Chance, bei einem attraktiven Mann zu "landen", als umgekehrt ein von Frauen als wenig attraktiv bewerteter Mann bei einer attraktiven Frau.
 
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Moin

Ich persönlich wehre mich hiermit gegen die Aussage, eine schlanke Taille sein auch bei etwas fülligeren Frauen gefragt!

Große Brüste und breite Hüften, kräftige Hintern, haben noirmalerweise kaum eine schlanke Taille zur Folge.
Außerdem kann ich aus eigener Lebenserfahrung ganz klar sagen, das etwa einen Drittel aller Männer dieser Punkt egal ist.
Wieso wird dann solch eine Aussage getroffen?
 
Generell ist mal eines zu berücksichtigen: Der Homo Sapiens gehört zu den Spezies, deren Weibchen entscheiden, mit wem sie sich fortpflanzen. (Zur Verdeutlichung bleibe ich jetzt bewusst in der abstrakten Sprache der Biologie.) Die Weibchen definieren durch Selektion männliche Attraktivität, und definieren durch Rivalität untereinander, welche weiblichen Merkmale attraktiv sind.

Wie gesagt kann das so simpel nicht stimmen. Beim Menschen sind es grade die Weibchen, die mit körperlichen Merkmalen um Männchen werben, und die Männchen treffen die Wahl, welches Playboy-Modell sie sie attraktiver finden.

Vereinfacht gesagt liegt die Vermutung nahe, dass hier der eigene Einsatz, die eigene "Investition" in den Nachwuchs eine Rolle spielt.
 
Die Archäologie stellte fest: Seit Altsteinzeit schmücken sich ausschließlich Frauen. Warum? Weil sie auffallen wollten. Das ist auch heute der Grund. Sie wollen gesehen werden. Aber das bedeutet auch: Sie definieren sich selbst über ihr Äußeres.
Bei Männern war und ist ihr Äußeres weniger wichtig. Bei ihnen ist der hoher Status in der Gesellschaft wichtig, einst durch Körperkraft und/oder Intelligenz definiert und durch die Gesellschaft mit Privilegien honoriert.
Ein Mann mit Privilegien bedeutet mehr Nahrung und mehr Schutz, was nicht nur ihm zugute kommt, sondern auch seiner Familie.
Und das ist entscheidend. Eine Frau investiert viel mehr in ihren Nachwuchs als der Mann und will nicht, dass diese Investition umsonst ist.
Also sucht sie sich jemand, bei dem diese Investition sicher ist oder zumindest irgendwann sicher sein wird.
Das ist z.B. der Grund, dass eine Frau durch Arbeit seinem mittellosen Mann das Studium finanziert.
Außerdem: Frauen steigen durchs heiraten hoch, Männern gelingt das nur selten. Weil einer Frau in höheren gesellschaftlichen Stellung ein Mann in niedriger gesellschaftlichen Stellung nichts bieten kann, was sie nicht schon hat.
 
Die Archäologie stellte fest: Seit Altsteinzeit schmücken sich ausschließlich Frauen.
Wo kann man das nachlesen? Mal abgesehen davon, dass dies zwar kein völlig unarchäologisches Thema, aber doch eher ein ethnologisches Thema ist: es stimmt einfach nicht. Und dafür muss man gar nicht in die Geschichte oder zu fremden Kulturen gehen. Schau Dir Männer unter 40 an, wie viele davon tätowiert und gepierct sind. Sind die schmucklos?
Tätowierungen sind nachweisbar bei den Skythen, Piercings bei asiatischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Kulturen. Die Maya kannten Zahnschmuck. Man denke an die Federkronen der Sioux oder der Yanomami, man denke an die Turmschädel, die Kulturen rund um den Globus bei Babies banden.... Wikinger spitzten sich die Zähne an.
Und man schaue sich Childerichs Grab an....
Seit der Altsteinzeit schmücken sich ausschließlich Frauen? Nein.
 
Bei Männern war und ist ihr Äußeres weniger wichtig. Bei ihnen ist der hoher Status in der Gesellschaft wichtig, einst durch Körperkraft und/oder Intelligenz definiert und durch die Gesellschaft mit Privilegien honoriert.
[…]
Außerdem: Frauen steigen durchs heiraten hoch, Männern gelingt das nur selten. Weil einer Frau in höheren gesellschaftlichen Stellung ein Mann in niedriger gesellschaftlichen Stellung nichts bieten kann, was sie nicht schon hat.
Das ist misogyner Incel-Unsinn!
 
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