Günter Guillaume

Dieses Thema im Forum "Persönlichkeiten in der Neuzeit" wurde erstellt von beetle, 23. Juli 2014.

  1. Rurik

    Rurik Aktives Mitglied

    Mal ganz ohne Polemik. ;) Das mit den (auch) kleinen Schritten halte ich für Unsinn. Jede Eskalation war möglich, mit oder ohne Schritte zuvor. Jedenfalls der Schritte im Westen. Die BRD hatte auf fast nichts einen Einfluss. Die USA waren im Westen der Player. Sind sie heute noch (NSA). 1989 war, um es bildlich zu sagen, das Platzen eines Kragens im Osten. Ein teilweise friedlicher Wutanfall. Das funktionierte aber auch nur, weil die Sowjetunion und mit ihr die sozialistischen Bruderstaaten in die „Sinnkrise“ gerieten. Der Westen hatte so gut wie keinen Anteil! Okay, er war wirtschaftlich besser und um einiges freier ... Da wollte viele im Osten hin.
     
  2. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Ich möchte noch einmal auf die neue Ostpolitik/W. Brandt eingehen.

    Auch aus meiner Sicht hat diese Politik den DDR Bürger schon einiges gebracht.

    Die Hallstein – Doktrin war sicher erforderlich und hatte auch sicher ihre Berechtigung. Aber im Verlauf der Entwicklung passte diese nicht mehr in die entstandene Zeit.

    Nun könnte man philosophieren was passiert wäre, wenn man daran festgehalten hätte.
    Was da im Detail alles passiert wäre, kann wohl keiner sagen, aber...
    Aber eins glaube ich sagen zu können, mit ihr wäre kein Prozess der Entspannung machbar gewesen, das Verhältnis zwischen BRD und DDR hätte sich weiter verkrampft.

    Und diese Verkrampfung hätte in erster Linie der DDR Bürger persönlich zu spüren bekommen.

    Und diese Doktrin wäre auch ein sehr wirksames Instrument für die Herrschenden gewesen, den DDR Bürger näher an die UdSSR heranzubringen.
    Nicht als Staat. Der Staat war nahe genug an der Russanei, ich meine die Bürger.

    In den 90igern sagten mir in Siauliai/Litauen ein paar Geschäftspartner, Euch DDR Leuten ging es immer und zu jeder Zeit besser. Auch die Freiheiten die ihr unter der Herrschaft Moskaus gehabt habt, waren ungleich größer als unsere Freiheiten.

    Jedenfalls war zum Zeitpunkt wo man den Weg einer neuen Ostpolitik beschritt klar, die Hallstein – Doktrin führt nicht zu den gedachten Ergebnis.

    Ich habe meistens Probleme mit Vergleiche, weil Vergleiche ja auch oft, meistens hinken.
    Aber ungefähr könnte ich mir die damalige Zeit, wenn man diesen neuen Weg nicht beschritten hätte, so vorstellen wie wir heute (und schon seit vielen Jahren) Life das Verhältnis Nord zu Südkorea erleben.

    Mir klingt auch immer noch in den Ohren was im Februar 1977 Erich Honecker den stellv. Chefredakteur der „Saarländischen Zeitung“ Herrn Voltmer Erich (Beide kannte sich ja aus der Saarländischen Zeit von Honi) zum Ausdruck brachte.
    Honecker führte da u.a. aus, er gehe von einen weiteren Auseinanderleben der Menschen beider deutschen Staaten aus.
     
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  3. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Dass die neue Ostpolitik eine Entspannung im Verhältnis beider deutscher Staaten bewirkte, ist sicher eine historische Tatsache. Das liegt daran, dass im Grunde beide Seiten davon profitierten, auch wenn das die West-CDU anfangs erbittert bestritt.

    Im Grundlagenvertrag von 1972 gab die Bundesrepublik ihren Alleinvertretungsanspruch auf und erkannte die DDR als souveränen Staat an. Die Forderung nach Wiedervereinigung erhielt die Bundesregierung aufrecht, akzeptierte aber die bestehenden politischen Realitäten. Somit wurden DDR und BRD 1973 Mitglieder der UNO und in Ost-Berlin eröffneten nahezu alle Länder der Welt Botschaften. Dieses Ergebnis war sicher ein großer Erfolg für die DDR-Diplomatie, nach dem sie Jahrzehnte gestrebt hatte.

    Im Gegenzug musste die DDR eine Reihe von Reiseerleichterungen garantieren, es wurde ein "Kleiner Grenzverkehr" eingerichtet, der es jedem Bürger der Bundesrepublik in grenznahen Kreisen erlaubte, grenznahe Gebiete der DDR zu besuchen.

    In den Ostverträgen mit der DDR, Polen und der Sowjetunion erkannte die Bundesrepublik die Unverletzlichkeit der Nachkriegsgrenzen an und verzichtete auf Gebietsansprüche und Gewaltanwendung.

    Man kann sich leicht vorstellen, dass dies alles Diskussionen und Kontroversen in der BRD auslöste. Vor allem bei der CDU-Opposition stieß die Ostpolitik auf erbitterten Widerstand. Sie behauptete, dass zentrale Rechtsansprüche ohne echte Gegenleistuungen aufgegeben worden seien. Besonders die völkerrechtliche Anerkennung der DDR mochte die Opposition nicht akzeptieren. Die sozialliberale Koalition erwiderte, es sei nichts aufgegeben worden, was nicht ohnehin längst verloren sei.

    Und in der Tat legte die neue Ostpolitik den Grundstein für eine politische Entwicklung, die 1975 zur "Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa" (KSZE) führte und schließlich zur Überwindung des "Eisernen Vorhangs" in Europa im Jahr 1989 zumindest beitrug.

    Allerdings muss man ebenfalls darauf verweisen, dass sich nun die Abgrenzungspolitik der DDR verschärfte, da sie eine innenpolitische Aufweichung auf jeden Fall verhindern wollte. Alle Hinweise auf die deutsche Einheit verschwanden aus der neuen Verfassung vom Oktober 1974 und der Text der Nationalhymne entfiel wegen seiner Berufung auf "Deutschland, einig Vaterland". Kritische Schriftsteller und Künstler bekämpfte die SED nach wie vor, einige wurden aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen, andere sogar ausgewiesen (z.B. Monika Maron, Sarah Kirsch, Reiner Kunze).
     
  4. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

    Okay, der historische Anspruch der politischen Aktionen, gerade durch den Führungswechsel ins Sozialdemokratische Lager im Westen, im Gegensatz zur scharfen Außenpolitik gegen die Ostzone zuvor hat sich "Entspannend" ausgewirkt.
    Allerdings sehe ich das (thane sagt richtig, subjektiv) nur eine Entspannung in Richtung Umgang und Verhältnis von Seiten der BRD zur DDR. Umgedreht sehe ich keine Entspannung, sondern durch die Anerkennung der DDR als soveräner Staat sogar einen Schub für das Regime, sich in der Innenpolitik zu festigen, ja den Machtanspruch durch die nun weiche Haltung der Westregierung zur Ostzone zu zementieren und daß auf Kosten der DDR Bevölkerung.

    Nur entspannter wirkte sich wohl in den 80iger Jahren die Finanzierung mit Westkrediten auf die DDR Führung aus, sich damit den Machterhalt weiter zu sichern, wer weiß, wie lang ansonsten dei DDR finanziell sich hätte noch halten können. Aber das ist Spekulation.

    Da wir hier aber ja in den Spionage Thema sind, um den Guillaume. Ich denke, viel Interessanter für die Stasie war das überlaufen einer Führungskraft oder hoher Wissensträger beim BND. [Ich weiß nur grad nicht wer und wann das war ... wer kann helfen.]
     
  5. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    1979!?
    Könnte Werner Stiller gewesen sein, Oberleutnant der Firma Markus Wolf.

    Dieter hat hier in diese Zeit fallend die KSZE angesprochen

    Meiner Erinnerung nach wurde das Dokument in der DDR im vollem Wortlaut (!) seinerzeit nur im ND veröffentlicht.
    In den anderen Zeitungen auszugsweise.
    Was zur Folge hatte, viele Menschen versuchten an diese Ausgabe des ND heranzukommen. Primär wegen den Regelungen des freien Reiseverkehr.
    Wurde so ein Objekt auf dem Schwarzmarkt und war da käuflich erhältlich, allerdings nicht zu den 15 Pfennigen die die Ausgabe gekostet hat.
     
  6. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

  7. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Hatte ich umgekehrt verstanden.
    Klar, wurde ja damals reichlich propagandistisch ausgeschlachtet.
     
  8. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

    Noch was interessantes, vor allem, wie die Stasie mit BND Spionen umging, troz "Entspannung" ...
    Der Fall des "Roten Admirals" weckt gerade mein Interesse.
    Der Fregattenkapitän Baumann/Zakrzowski wurde 1980 in der DDR zum Tote verurteilt.
    Er wurde durch einen "unerwarteten Genickschuss in den Hinterkopf" ermordet. Desweiteren wurden 227 mal das Todesurteil vollstreckt, anfänglich durch den Galgen oder das Fallbeil.

    DER SPIEGEL 46/1992 - Beim Sterben fehlt jedes Ziel
     
  9. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Ist Guillaume eigentlich nach 1989 noch mal in die Öffentlichkeit getreten?

    Ich habe nur den Wiki-Artikel gelesen, da gibt es keinen Hinweis.
     
  10. hatl

    hatl Premiummitglied



    Es war vereinbart, und wurde auch umgesetzt, dass die Schlussakte der KSZE vom 1. August in allen Unterzeichnerstaaten veröffentlich wird.

    Diese Konferenz wurde übrigens zunächst von den Warschauer Pakt Staaten initiiert.
    Interessant hierzu auch vielleicht:
    Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE)
    Die Schlussakte von Helsinki ? 1. August 1975 | Wir Europäer | DW.DE | 21.07.2009

    Man kann annehmen, dass der schließlich eintretenden KSZE-Prozess ohne die vorausgegangene Entspannnungspolitik Brandts zu diesem Zeitpunkt nicht stattgefunden hätte.

    Und man darf sich auch fragen, ob dieser Weg dadurch begünstigt wurde, dass die DDR-Führung, und damit wohl auch die Führung der UDSSR, durch Gaulliaume einen erstklassigen Einblick in die Internas der BRD-Führung hatte.
     
  11. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Das sehe ich auch als wichtigen Aspekt.
    Allerdings waren die "Anläufe" zum KSZE-Prozeß unter den Großmächten seit 1968 wohl schon im Gange, wenn ich die Kissinger-Memoiren richtig in Erinnerung habe. Deshalb habe ich das oben etwas vorsichtig formuliert.
     
  12. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

    ? Wie meinste das?

    Letztlich konnte der Inhalt der KSZE Akte innerhalb der DDR (Ostblock lass ich jetzt mal aussen vor) nicht veröffentlicht werden, weil der Inhalt wohl kontraproduktiv zur ideologischen und innenpolitischen Ausrichtung stand. Damit hätte man einer Opposition ordentlich Holz für Feuer gegeben, vor allem, den OTTO Normalverbraucher (ja den gab es auch in der Zone! ... sprich der sich anpassende Bürger) hätte es sehr verunsichert und mehr Fragen aufgeworfen, die Konterrevolutionär auslegbar waren.
    Die Ratifizierung der KSZE durch die DDR war eine Farce. Damit begab sich das Regime in Ihrer Lügenpolitik aus dem Inneren Kreis der DDR auf die Weltbühne.
    Alle fanden die Schlussakte wichtig und einen richtigen Schritt, aber hat es was für die Bevölkerung in der Zone gebracht?, Ich behaupte, Nein!
     
  13. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Das ist richtig und wird auch bei Brandt so dargestellt, im Kapitel "Wenn schon Entspannung, dann machen wir sie" (R. Nixon) (in: W. Brandt: Erinnerungen. 2013, S. 185)

    Brandt stellt dar, wie die "Neue Ostpolitik", die sich auf den Ostblock ingesamt als Entspannungspolitik bezogen hatte und nicht nur auf die DDR, im Gleichklang mit Nixon und vor allem auch mit Kissinger gelaufen ist. Und bei Brandt und Bahr wird deutlich, dass es die Achse Moskau, Warschau und Ost-Berlin war, die eingebunden war.

    Brandt hat dabei im Gleichklang, aber eigenständig gehandelt, und so den außenpolitischen Spielraum der BRD in Richtung Osten deutlich erweitert (S. 190).

    In bezug auf "Henry" formuliert "Willy", dass er wiederholt beglückwünscht worden ist, "was die deutsche Ostpolitik bewirkt habe und sich damit selbst korrigiert" (S. 189/190), da er einen schnellen Prozess der Annäherung für gefährlich hielt.

    Wobei im Ostblock / WP Ende 1969 in den zentralen Gremien des Pakts deutlich wurde, "dass die Veränderungen in der Bundesrepublik gleichbedeutend mit einem echten Durchbruch in der Frage der Sicherheitskonferenz [gemient ist KSZE] waren" (C. Bekes: Der Warschauer Pakt und der KSZE-Prozess, in: Diedrich, Heinemann Ostermann (Hrsg.) Der Warschauer Pakt, 2009, S. 237ff).

    Vor diesem Kontext wird deutlich, dass sich die Entspannung, im Sinne von Reagan "Zum Tanzen gehören 2" (OT: habe ich gestern von "Kujat" gelernet und war erstaunt über sein differenziertes politisches Urteil. Respekt Hr. General!) durch die "Neue Ostpolitik" in den Rahmenbedingungen deutlich verändert hat und die mentale Voraussetzung erst geschaffen hat, dass "Perestroika" oder "Solidarnosc" überhaupt stattfinden konnte.

    Die Vorstellungen über "Bedrohungen" durch den Westen in der UdSSR wurden durch diesen Prozess der Entspannungspoltik verändert, wie Hopf deutlich im Vergleich von 1955 zu 1999 zeigt (Social Construction of International Poltics. Identities & Foreign Policies, Mocscow 1955 & 1999, 2002 Mentale Karte 1955: S. 155)
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juli 2014
  14. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

    Na gut, ich wiederhole mich gern bei dem Thema, aber wo hat die Entspannungspolitik in der DDR/Ostzone entspannend gewirkt? Eine Antwort auf die Frage ist mir wohl bisher verwirkt geblieben.
    Vielleicht kannst Du was aus den Dir zur Verfügung stehenden Quellen oder Literatur dazu darlegen,

    Die Leute im Osten standen damals in Erfurt am Hotel und haben nach Brandt gerufen, aber was blieb? Die Ernüchterung, daß sich an Ihrer Situation nichts ändern wird, auch nachdem mit Honecker ein neuer Staatschef im Osten für neuen Wind sorgte (negativ oder positiv war damals nicht erkannbar, aber später ist man immer schlauer), keine Veränderung an der Situation der Bevölkerung. Die KSZE? Unterzeichnet, aber die Bevölkerung blieb unterdrückt?

    ....
     
  15. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Wie ich schon sagte.

    Im vollen Wortlaut im „ND“. Bitte Seite 88 anklicken.

    War dann Schwarzmarktware.
     
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  16. beetle

    beetle Aktives Mitglied

    der Sohn von Günter Guillaume, Pierre Boom, hat ein Buch über seinen Vater geschrieben: "der fremde Vater" ISBN: 335102567X

    @Silesia: ob Guillaume nach der Freilassung noch aufgetreten ist, konnte ich nicht fest stellen.
     
  17. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied


    Hat wohl nach 90ig noch Auftritte gegeben.
    Zumindest ist einer im Netz.
    YouTube:
    „Willy Brandt und der Kanzlerspion“ Teil 1 von Guido Knopp.
    Muss in Phoenix ausgestrahlt worden sein.
     
  18. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

    Okay, hätte ich jetzt so nicht gedacht, aber es erklärt die weiter Entwicklung in der Zone.
    Denn das Ende vom Lied war, daß viele Menschen in der Zone über das Wort - Menschenrechte - stolperten ... entsprechend gab es Nahrung für den Nährboden der Dissidentengruppen in der DDR ... eine Opposition konnte sich formieren, weil es einen angreifbaren Punkt an der Politik des SED Regimes gab.
     
  19. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

    OT: Vorab, thane, wenn Du deine Beiträge im Rahmen der möglichen Zeitspanne Nachträglich erweiterst/korrigierst kann es sein, daß innerhalb der Diskussion keiner darauf antwortet. Das bedeutet dann nicht, daß du ignoriert wirst sondern es ist der Chronologie der Diskussionsbeiträge geschuldet ist.

    Der Entspannungspolitik die in den 70iger erhoffte Früchte tragen sollte, wurde aber in den 80iger, durch den "politischen" konservativen [politischen Spektrum "Rechtsruck" im Westen mit Kohl und Reagan] schwer entgegen gewirkt.
    In den 80igern war der Kalte Krieg wieder so Kalt, wie zur Kuba-Krise, wenn nicht sogar noch Kälter und ausgerechnet eine sozialdemokratische Regierung hat durch den Nato-Doppelbeschluß einer Entspannungspolitik schwer entgegen gewirkt.

    hmmm. und nu?
     
  20. hatl

    hatl Premiummitglied

    So weit würde ich nicht gehen.
    Denn einen einfachen Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung kann man in einer Abfolge einmaliger Ereignisse (und eine solche Abfolge stellt ja die Geschichte dar) nicht herausdestillieren.
    Aber es ist schon so, dass man von einem bemerkenswerten Einfluss ausgehen kann.

    Das hast Du mE sehr zutreffend bemerkt.
    Tatsächlich war die Lage zwischen den Blöcken in der ersten Hälfte der 80er außerordentlich angespannt, und ich nehme an, dass diese Spannung noch mehr unmittelbare Vernichtungsgefahr in sich trug als die Kubakrise.
    Das aber wäre ein eigenes und interessantes Thema.

    Nun ist das vielleicht auch so wie in einer streitlustigen Ehe, bei der ja auch das Wetzen der Messer durch eine Erinnerung an bessere und harmonische Tage ein Ende finden kann.
    Die Tatsache, dass man vorher miteinander sprach und, ganz besonders wichtig, sich auch dabei kennenlernen durfte, könnte ja das große Unglück verhindert haben.
    Will man sich vorstellen, dass eine Abkühlung von Beziehungen eine vorherige Annäherung entwerten würde,
    dann muss man ja einräumen, dass es ebenso umgekehrt sein könnte.
    Es also doch eher so wäre, dass der Konflikt eine Milderung durch vorangegangene bessere Zeiten der Verständigung erfuhr.

    Aber, wie schon bemerkt, hier entfernen wir uns vom eigentlichen Thema.
    Das finde ich auch garnicht verkehrt und vielleicht finden wir einen geeigneten Zettelkasten dabei weiterzumachen.

    Grüße hatl
     

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