Hat der Begriff Altweibersommer etwas mit den Schicksalsfäden der Nornen zu tun?

Dieses Thema im Forum "Völkerwanderung und Germanen" wurde erstellt von Isleifson, 13. Dezember 2012.

  1. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    Der Altfranzose aus Mayence hat aber Kontakte zu Steinmetzen der hiesigen Dombauhütte :schlau:und daher schon Steine betrachtet,die von den Türmen stammten und da waren zweifelsohne Rillen drin . Laut Auskunft der Steinmetze waren das erodierte Bearbeitungsspuren.Wenn ich dort wieder vorbeikomme und einen Photographierapparat dabei habe ,mach ich Dir wenn Du brav bist ,auch ein Bild davon ,mon ami.:D
    Die Petroglyphen
    in Bohuslän kenne ich und auch die sogenannten Schalengruben aber den in Deinem Link hergestellten Bezug zur Chauvet-Höhle bei Vallon Pont d`Arc versteh ich nicht. Dort handelt es sich um kreisförmige Farbauftragungen, nicht um herausgehauene Vertiefungen wie in Schweden

    Was verstehst Du unter dem von Dir verwendeten Begriff "Akkultarisation" genau ?
    Da es den Begriff so im Deutschen nicht gibt wäre eine genaue Definition für die Diskussion hilfreich.

    Die Frage bei solchen Bräuchen wie Weihnachte ist , ob hier tatsächlich ein Integrieren und Umdeuten heidnischer Bräuche in christliche stattfand oder ob man einfach die heidnischen Bräuche und Feste überlagerte,indem man sie komplett durch christliche ersetzte.Mir scheint eher letzteres der Fall zu sein.

     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Dezember 2012
  2. Isleifson

    Isleifson Gesperrt

    Bekomme ich brauchbare Bilder,datiert,kommentiert,komme ich sofort nach Mayence und übereiche höchstselbst eine Flasche Lothringer Mirabellenbrandtwein.

    Petroglyphen gehören zu meinen Hauptinteressen,besonders die die man auf historischen Gebäuden findet;die sogenannten Wetzrillen.

    Der verlinkte Seite ist die von einem bekannten finnischen Spezialisten.

    Den Begriff Akkultarisation gibt es im franz.wie im deutschen scheint jedoch nicht ganz die gleiche Bedeutung zu haben.

    Für mich ist es die bewusste Übernahme eines Kulturelementes.

    Hier Wetzrillen im Elsass

    Pfaffenheim, l'église, la pierre du Diable, le dolmen du Schauenberg - Vosges-passion


    Mehr davon

    Les griffes du diable...
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Dezember 2012
  3. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    ...umso erstaunlicher ist, dass weder französische noch deutsche Wörterbürcher diese Schreibweise kennen...

    nun will ich für die sprache der Grande Nation meine Hand nicht ins Feuer legen (vielleicht gibt es diese eigenartige Schreibweise doch irgendwo?), aber was deutschsprachige Begriffe betrifft, so wäre hilfreich, sich zunächst mit diesen Definitionen/Begriffserklärungen anzufreunden:
    Akkulturation ? Wikipedia
    Synkretismus ? Wikipedia

    Gruß aus Rudel, Meute und Horde :winke: :D
     
  4. Isleifson

    Isleifson Gesperrt

    Wie gesagt man möge des mangelhafte Schriftdeutsch eines Heckenfranzosen entschuldigen.

    Grüsse auch.(Scharfes S,bei uns deutsches S genannt, hier nicht vorhanden):winke:
     
  5. Isleifson

    Isleifson Gesperrt

    Ich weiss nicht obs du dir die Mühe gemacht hast den Synkretismusbeitrag zu lesen,aber da geht es weiter zu Totenlanternen und Suehnekreiz.de und damit sind wir wieder voll beim Thema.

    Es grüsst die Grande Nation den Rest der Welt.;)
     
  6. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    Schade daß unser Lothringer Freund nicht mehr im Forum ist,aber vielleicht schaut er ja trotzdem ab und an mal rein und liest das hier :
    Der Altfranzose aus Mayence hat im hiesigen Dom tatsächlich Wetzrillen /Pestrillen gefunden und zwar nicht außen am Bauwerk sondern innen und zwar an einer SEHR VERSTECKTEN Säule im ältesten Teil des Doms am Zugang zur Ostkrypta in der der Schrein der Mainzer Märtyrer aufbewahrt wird.
    Hier hätten wir also einen klaren Fall,daß es sih nicht um Verwitterungsspuren handelt sondern um einen Volksaberglauben.
    Oberhalb der Wetzrillen scheint sich früher eine Kleinplastik an der Säule gbefunden zu haben, die leider komplett verschwunden ist. Sollte jemand alte Fotos von der Stelle finden,auf denen noch Reste vorhanden sind,möge er sich bei mir melden., denn möglicherweise gibt es einen Bezug der Rillen zur Plastik.

    .
     
  7. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    Die Säule steht in dem bis 1036 erbauten teil,könnte aber auch noch aus dem ersten Dombau (975-1009) stammen.
    So da krieg ich auch die Fotos dazu rein
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 18. Mai 2014
  8. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Am Jakobsweg gibt es eine Kirche, wo man ebenfalls solche Wetzrillen findet. Angeblich sollen die Leute den gemahlenen Sandstein aus der Kirche als Medizin zu sich genommen haben.
    Eine Remineszenz eines heidnischen Kults? Oder nicht doch eher ein aus dem Christentum erwachsener Volksaberglaube, der dem Bedürfnis der Menschen entspricht, etwas von einer geheiligten Stätte in sich aufzunehmen?
     
  9. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

  10. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    Nun ja, zumindest im Mainzer Fall ist die Verbindung zur Ostkrypta gegeben und da wurden seit Gründung die heiligsten Reliquien des Doms aufbewahrt. Gleichzeitig liegt die Stelle unweit des Eingangsportals
    Vor diesem Hinergrund würde ich von einem aus dem Christentum erwachsener Volksaberglaube ausgehen.
    Wie oben bereits angesprochen könnte ,da es die einzige Stelle am und im Dom ist,wo Wetzrillen zu finden sind, auch im Zusammenhang mit der verschwundenen Kleinplastik an der Säule zu sehen sein.
    An der Kathedrale von Dijon gibt es eine kleine Eule,die bis heute Gegenstand eines ähnlichen Volksaberglaubens ist.
     

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