Hitlers persönlichen Kontakten zu Juden

Für diejenigen, die sich nicht die Mühe machen, das Buch selbst zu lesen, aber sehr gerne von jemandem, der es gelesen hat, die Quellen des Autors erfahren möchten
Ja @ViktorVW ich gehöre zu "denjenigen", die solche Informationen gerne von den Panegyrikern des neuen epochalen Wurfs oder Meisterwerks haben möchten:
Hitler considered Wagner his great idol, despite the fact that Wagner was known in his early years as "a Jewish bastard son." Wagner's mother had an extramarital affair with a Jewish actor named Richard Geyer. When Richard Wagner was only a few months old, his official father died of typhoid fever. Mother and child went to live with the Jewish actor, and for the first fourteen years of his life, Richard Wagner was known as Richard Geyer. Because the actor often took the child to theater performances, little Richard developed a love for the stage, which would later serve him well as a writer of operas.
...gewiß, Fehler können passieren, allerdings sollten doch Lektorate da korrigierend vor der Publikation tätig werden. Ich habe deshalb aus dem Original-Werbelink zitiert (deine Übersetzung ist also nicht für den peinlichen Doppelfehler verantwortlich)
Doppelfehler? Aber ja:
1. hieß der Stiefvater des Komponisten Richard Wagner nicht ebenfalls Richard mit Vornamen, sondern Ludwig
2. und dieser Ludwig Geyer war kein "jüdischer Schauspieler", auch wenn u.a. Nietzsche dieses Gerücht streute
Der Biograph Carl Friedrich Glasenapp schrieb, Wagner habe guten Freunden gegenüber mehrfach angedeutet, Geyer sei womöglich sein leiblicher Vater. Offenbar gehörte auch Friedrich Nietzsche zu diesen Freunden. In der Nachschrift zu seiner Abrechnung Der Fall Wagner schrieb er 1881: „War Wagner überhaupt ein Deutscher? […] Sein Vater war ein Schauspieler Namens Geyer. Ein Geyer ist beinahe schon ein Adler […]“ All diese Andeutungen werden als Spekulationen angesehen, da es keine Anhaltspunkte für die Vaterschaft Geyers gibt. Mit dem Namen „Adler“ spielte Nietzsche auf einen möglichen jüdischen Hintergrund Wagners an, dessen Antisemitismus er ablehnte. Auch dieser Hinweis war abwegig, da der Stiefvater Wagners einer alten sächsisch-anhaltinischen Familie entstammte.[11]
aus Richard Wagner – Wikipedia
Sekundärliteratur zu Wagner kenne und habe ich, auch den Borchmeier (Fußnote 11) - bevor hier pseudoschlaubergerisch an Wikipedia gemäkelt wird: es geht einfach schneller, das, was dort korrekt ist, zu verlinken als aus nicht digitalisierten Büchern langwierig abzuschreiben.

Für mich sieht es nicht so aus, als sei die Quellenarbeit des Meisterwerks sonderlich zuverlässig (s.o.) - ist das in anderen Fällen dort ebenso, oder ist der peinliche Doppelfehler (Name falsch, falsches Gerücht als Tatsache präsentiert) nur eine Ausnahme? (Über keinen Komponisten gibt es mehr Literatur als über Wagner, salopp gesagt ist da nahezu jeder Pups aktenkundig - ausgerechnet da... das macht mich misstrauisch)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich persönlich würde kaum ein Buch aus dem genanntem Verlag lesen, dessen Veröffendlichungen erscheinen mir doch vorwiegend in recht zweifelhaften Anliegen/Thesen und Mutmaßungen zu liegen. In dem Sinne ist es mir dann schon klar weshalb der Autor bei solch einem Verlag veröffendlicht.
 
Ja @ViktorVW ich gehöre zu "denjenigen", die solche Informationen gerne von den Panegyrikern des neuen epochalen Wurfs oder Meisterwerks haben möchten:

...gewiß, Fehler können passieren, allerdings sollten doch Lektorate da korrigierend vor der Publikation tätig werden. Ich habe deshalb aus dem Original-Werbelink zitiert (deine Übersetzung ist also nicht für den peinlichen Doppelfehler verantwortlich)
Doppelfehler? Aber ja:
1. hieß der Stiefvater des Komponisten Richard Wagner nicht ebenfalls Richard mit Vornamen, sondern Ludwig
2. und dieser Ludwig Geyer war kein "jüdischer Schauspieler", auch wenn u.a. Nietzsche dieses Gerücht streute

aus Richard Wagner – Wikipedia
Sekundärliteratur zu Wagner kenne und habe ich, auch den Borchmeier (Fußnote 11) - bevor hier pseudoschlaubergerisch an Wikipedia gemäkelt wird: es geht einfach schneller, das, was dort korrekt ist, zu verlinken als aus nicht digitalisierten Büchern langwierig abzuschreiben.

Für mich sieht es nicht so aus, als sei die Quellenarbeit des Meisterwerks sonderlich zuverlässig (s.o.) - ist das in anderen Fällen dort ebenso, oder ist der peinliche Doppelfehler (Name falsch, falsches Gerücht als Tatsache präsentiert) nur eine Ausnahme? (Über keinen Komponisten gibt es mehr Literatur als über Wagner, salopp gesagt ist da nahezu jeder Pups aktenkundig - ausgerechnet da... das macht mich misstrauisch)

Vielen Dank, mein Freund! Dank Ihres Hinweises, dass bei der Bearbeitung des Buches durch den Verlag Fehler unterlaufen sind, habe ich mir die Mühe gemacht, das gesamte Kapitel über Wagner (Kapitel 25) noch einmal durchzulesen – und was stelle ich fest? Dass der Name des angeblichen jüdischen Vaters von Wagner im gesamten Kapitel korrekt als Ludwig Geyer angegeben ist.

Autor und Verlag haben also bei der Darstellung des Textes keine Fehler begangen, wie du andeutest.

In der Übersicht (der Zusammenfassung) des Buches (auf der persönlichen Website des Autors) wird der Name zwar einmal fälschlicherweise als Richard Geyer angegeben (wie du zu Recht bemerkt hast), aber das ist wohl auf einen verständlichen Tippfehler zurückzuführen, da ansonsten häufig Richard Wagner genannt wird. Aus Respekt und Wertschätzung für das kolossale Werk, das der Autor uns geliefert hat (ich besitze Hunderte von Büchern über Hitler und das Dritte Reich und halte dieses Buch für das mit Abstand beste, das ich je über Hitler gelesen habe), habe ich ihm eine E-Mail geschickt, in der ich meine Bewunderung zum Ausdruck bringe und ihn beiläufig auf den Tippfehler auf seiner Website hingewiesen habe, den Sie so alarmierend finden...

Da der Autor meiner Erwartung nach, wie Sie und ich, wohl ein Mensch und kein Roboter (?) ist, wird er vielleicht in der Lage sein, diesen menschlichen Tippfehler zu korrigieren… Hoffentlich liest er meine Nachricht und unternimmt das Nötige, damit Sie sich wieder erholen können…
Übrigens: Nein, nicht nur Nietzsche war davon überzeugt, dass Wagner ein jüdischer Bastardsohn war, sondern auch andere Prominente jener Zeit, einschließlich Wagner selbst...

Der Autor erklärt in dem betreffenden Kapitel, dass er diese Schlussfolgerung anhand bestimmter Elemente in Wagners privatem Wohnsitz ziehen konnte, aber das werde ich lieber nicht verraten, da ich hier keine Spoiler verwenden möchte, die anderen Lesern den Lesespaß verderben könnten... Ich gehe davon aus, dass der Autor es nicht schätzen würde, wenn ich zu viel vom wörtlichen Inhalt des Buches preisgebe – und das ganz umsonst.
 
Der Autor erklärt in dem betreffenden Kapitel, dass er diese Schlussfolgerung anhand bestimmter Elemente in Wagners privatem Wohnsitz ziehen konnte, aber das werde ich lieber nicht verraten, da ich hier keine Spoiler verwenden möchte, die anderen Lesern den Lesespaß verderben könnten...
Saperlot: das ist richtig interessant. Der private Wohnsitz samt sämtlichem Interieur ist seit langem Museum, alles ist dort katalogisiert (ich war mehrfach in Wahnfried, kenne den Museumsleiter) und wenn der angepriesene Autor dort etwas entdeckt haben sollte, was sämtlicher Forschung zu Wagner entgangen ist, das wäre eine Sensation. Da würde man das Museum umkrempeln und die Sensation mit großem Presserummel präsentieren, denn dort wird absolut nichts, was Wagner betrifft, egal was es ist, unter den Tisch gekehrt!

Daran glaube ich erst, wenn dank belgischer Hitlerforschung das Museum Wahnfried die Sensation kundtut.

...was den Ludwig Geyer betrifft, hat der belgische Entdecker da genealogische Neuigkeiten ausgraben können, die Borchmeier u.a. widerlegen? Im Werbetext wird Geyer als "jüdischer Schauspieler" bezeichnet.
 
Ja, und? Das ich von etwas "überzeugt" bin heißt ja noch nicht das solches auch auf der Wahrheit beruht!!

Richtig! Sie wollen also sagen, dass, wenn Sie davon überzeugt sind, dass die Erde rund ist, sie gleichzeitig auch flach sein kann...? Das ist ein interessanter Ansatz. Wenn Sie so denken, kann man (mit Menschen wie Ihnen) niemals zu eindeutigen Schlussfolgerungen gelangen, und jede Debatte wird ewig weitergehen...
 
Richtig! Sie wollen also sagen, dass, wenn Sie davon überzeugt sind, dass die Erde rund ist, sie gleichzeitig auch flach sein kann...? Das ist ein interessanter Ansatz. Wenn Sie so denken, kann man (mit Menschen wie Ihnen) niemals zu eindeutigen Schlussfolgerungen gelangen, und jede Debatte wird ewig weitergehen...
Nö, es gibt naturwissenschaftliche Beweise ( hier, das die Erde nicht flach ist!), auch in fast allen anderen Bereichen ist das so. Bei dem Thema Wagner/ jüdische Wurzeln! aber eben nicht! Es gibt auch Personen, die überzeugt sind, das es keine Mondlandung gab ( das nur als Beispiel).
Von etwas überzeugt sein, das allein ist etwas wenig, da fehlt noch was!!, z.B. belastbare!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Indizien. Alles andere ist Spekulation.
 
Richtig! Sie wollen also sagen, dass, wenn Sie davon überzeugt sind, dass die Erde rund ist, sie gleichzeitig auch flach sein kann...? Das ist ein interessanter Ansatz. Wenn Sie so denken, kann man (mit Menschen wie Ihnen) niemals zu eindeutigen Schlussfolgerungen gelangen, und jede Debatte wird ewig weitergehen...
Zudem hast du wohl kaum verstanden was ich damit ausgedrückt habe.
Mir persönlich ist es ziemlich egal was da ein Autor von sich gibt, solange das nicht "Hand und Fuß" hat und in dem Sinne auf begründeten Annahmen oder zumindest belastbaren Indizien beruht, ist soetwas für mich nicht im Bereich von wissenschaftlicher Glaubwürdigkeit.
 
Ich persönlich würde kaum ein Buch aus dem genanntem Verlag lesen, dessen Veröffendlichungen erscheinen mir doch vorwiegend in recht zweifelhaften Anliegen/Thesen und Mutmaßungen zu liegen. In dem Sinne ist es mir dann schon klar weshalb der Autor bei solch einem Verlag veröffendlicht.

Es ist ein menschlicher Reflex Ihrerseits, sich gegen die vom Autor vorgebrachten Beweise zu wehren, da Sie (genau wie Millionen andere) von dem Dogma indoktriniert wurden, dass Hitler keine freundschaftlichen Beziehungen zu Juden haben konnte, da er (zu Recht!) für den brutalen Mord an sechs Millionen Juden verantwortlich gemacht wird (die Opferzahl, von der man üblicherweise ausgeht).

Das erscheint so unvereinbar, dass Ihr Verstand sich weigert, diese These zu akzeptieren. Ich persönlich glaube, dass der Autor in seinem Buch aufzeigen will, dass Hitler eine gespaltene Persönlichkeit hatte. Dass er den Antisemitismus lediglich dazu nutzte, auf der politischen Karriereleiter aufzusteigen, indem er die Juden als Sündenböcke für alles benannte, was in Deutschland für die Deutschen schieflief, privat jedoch kein Problem damit hatte, freundschaftlich mit bestimmten Personen umzugehen, von denen er wusste, dass sie (ganz oder teilweise) jüdisch waren oder jüdischer Herkunft waren...

Das ist meiner Meinung nach auch der Grund, warum der Autor sein Buch in Amerika veröffentlicht hat. Der Widerstand der europäischen intellektuellen Elite gegen diese scheinbar widersprüchlichen Fakten ist so groß, dass eine Veröffentlichung hier möglicherweise abgelehnt worden wäre, da die Verlage hier panische Angst davor haben, nicht im Einklang mit dem zu stehen, was man als „politische Korrektheit“ bezeichnet...

In Amerika hingegen ist und bleibt das Recht auf freie Meinungsäußerung ein heiliges Prinzip, und man bleibt offen für neue Erkenntnisse und Ideen, ungeachtet dessen, wer an der Macht ist und all dies einschränken will…

Ihre Reaktion auf das Buch von Thomas Frederik ist vergleichbar mit den Reaktionen auf das Buch, das Galileo Galilei 1632 veröffentlichte und in dem er nachwies, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt. Dieser Gedanke erschien in den Augen der Elite und des Volkes, das der Elite sklavisch folgte, als ein solcher „Gotteslästerung“ (Umsturz eines festgefahrenen Dogmas), dass Galilei (trotz der Tatsache, dass er Recht hatte) von der Inquisition verurteilt wurde...
 
Es ist ein menschlicher Reflex Ihrerseits, sich gegen die vom Autor vorgebrachten Beweise zu wehren, da Sie (genau wie Millionen andere) von dem Dogma indoktriniert wurden, dass Hitler keine freundschaftlichen Beziehungen zu Juden haben konnte, da er (zu Recht!) für den brutalen Mord an sechs Millionen Juden verantwortlich gemacht wird (die Opferzahl, von der man üblicherweise ausgeht).

Das erscheint so unvereinbar, dass Ihr Verstand sich weigert, diese These zu akzeptieren. Ich persönlich glaube, dass der Autor in seinem Buch aufzeigen will, dass Hitler eine gespaltene Persönlichkeit hatte. Dass er den Antisemitismus lediglich dazu nutzte, auf der politischen Karriereleiter aufzusteigen, indem er die Juden als Sündenböcke für alles benannte, was in Deutschland für die Deutschen schieflief, privat jedoch kein Problem damit hatte, freundschaftlich mit bestimmten Personen umzugehen, von denen er wusste, dass sie (ganz oder teilweise) jüdisch waren oder jüdischer Herkunft waren...

Viele gehen bei Hitler davon aus, dass er zu keinerlei persönlicher Beziehung fähig war. (also weder zu Juden, noch zu irgendwelchen anderen Menschen)
Auszug aus Gemini KI (zur Frage: hatte Hitler Freunde):

Zusammenfassung
Historische Analysen beschreiben Hitler als einen zutiefst beziehungsunfähigen und misstrauischen Menschen, der private Kontakte nur zuließ, wenn sie seiner Selbstdarstellung oder seinen politischen Zielen dienten. Sobald Vertraute eine eigene Meinung äußerten oder politisch unbequem wurden (wie etwa der SA-Chef Ernst Röhm), ließ er sie fallen oder ermorden
 
Der Autor stützt sich nicht nur auf das von Ihnen bereits erwähnte Buch, sondern auch auf drei weitere Quellen: Andrew Norman („Hitler – Dictator or Puppet?“), Brigitte Hamann („Hitler’s Vienna“) und Sydney J. Jones („Hitler in Vienna 1907–1913“).

Das sind keine "Quellen"; die einzige Quelle für die Begegnung zwischen Hitler und Lanz ist, soweit ich sehe, Lanz selber, der notorische Hochstapler. Lanz "rühmte" sich, bedeutenden Einfluss auf Hitler (und Lenin!) gehabt zu haben, er behauptete, Hitler sei bei ihm persönlich vorstellig geworden, um an seine "Ostara"-Hefte heranzukommen. Weder für die Behauptung, Hitler und Lanz seien sich persönlich begegnet, noch für die Behauptung, die "Ostara"-Hefte seien Hitlers "Lieblingszeitschrift" gewesen, gibt es belastbare Belege. Es lässt sich noch nicht einmal beweisen, dass Hitler die Hefte überhaupt gelesen hat.

Ich zitiere, urheberrechtskonform, Auszüge aus Brigitte Hamann, Hitlers Wien, München/Zürich 1996, S. 316f:

"Lanz bemühte sich seit den zwanziger Jahren, als angeblicher Wegbereiter H.s gewürdigt zu werden. [...] Nach 1945 lebte Lanz hauptsächlich in Wien und erzählte gerne Journalisten von seinen angeblichen Beziehungen zu H., was seiner Familie höchst peinlich war. [...] Der 77jährige Lanz behauptete auch 1951 gegenüber dem Tiefenpsychologen Dr. Wilfried Daim, den damals 20jährigen H. in Wien 1909 persönlich kennengelernt zu haben. [...] Ob Lanz hier die Wahrheit sagte, ist kaum nachzuprüfen. Die Zeugin Elsa Schmidt-Falk wußte über eine Beziehung zwischen Lanz und H. nichts. H. habe sich mit ihr auch nicht über Lanz unterhalten, nur einmal kurz 'Lanz und seine homosexuelle Clique' erwähnt."​

Und, weil es so schön online nachzulesen ist, Ian Kershaw, Hitler 1889-1936:

Der Hauptbeleg, wonach Hitler Ostara gekannt haben soll, stammt aus einem nach dem Krieg geführten Interview, in dem Lanz behauptete, sich daran zu erinnern, Hitler habe ihm während der Zeit in der Felberstraße im Jahr 1909 einen Besuch abgestattet und nach Exemplaren früherer Nummern der Zeitschrift gefragt. Bei Hitlers heruntergekommenem Aussehen habe er ihm die Exemplare umsonst überlassen und zwei Kronen für die Rückfahrt nach Hause geschenkt. Niemand hat Lanz in dem Interview, das mehr als 40 Jahre nach der angeblichen Begegnung stattfand, gefragt, woher er wisse, daß der junge Mann Hitler gewesen sei. [...]
Wahrscheinlich hat Hitler Ostara zusammen mit all der rassistischen Schundliteratur gelesen, die an Wiener Zeitungsständen ins Auge stach, doch wir wissen es nicht mit Gewißheit. Auch wenn er die Zeitschrift gelesen hat, ist nicht sicher, was er geglaubt hat. Hitlers erste bekanntgewordenen Äußerungen über den Antisemitismus unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg verraten keine Anzeichen von Lanz’ obskurer Rassendoktrin. Später äußerte sich Hitler häufig verächtlich über »völkische« Sekten und die Extreme des Germanenkults. Soweit es gesichert ist, hat Hitler, lassen wir Elsa Schmidt-Falks zweifelhafte Aussage außer acht, Lanz niemals namentlich erwähnt. Das NS-Regime stand seinen Schriften argwöhnisch gegenüber.​








Welche zusätzlichen Informationen sich daraus ergeben, werde ich später noch darlegen; ich werde das nachlesen und vergleichen … Es ist jedoch unangemessen, den Wert dieser neuen Hitler-Biografie (ich meine also „Hitler’s Jewish Biography“) anhand eines einzigen Kapitels zu beurteilen, das Lanz von Lebensfels gewidmet ist …

Die Fülle an Informationen, die der Autor in einem einzigen Band bereitstellt, ist beispiellos und war bisher kaum, gar nicht oder nur unzureichend bekannt. Das allein scheint mir schon eine beachtliche Leistung zu sein.
 
Das ist meiner Meinung nach auch der Grund, warum der Autor sein Buch in Amerika veröffentlicht hat. Der Widerstand der europäischen intellektuellen Elite gegen diese scheinbar widersprüchlichen Fakten ist so groß, dass eine Veröffentlichung hier möglicherweise abgelehnt worden wäre, da die Verlage hier panische Angst davor haben, nicht im Einklang mit dem zu stehen, was man als „politische Korrektheit“ bezeichnet...

In Amerika hingegen ist und bleibt das Recht auf freie Meinungsäußerung ein heiliges Prinzip, und man bleibt offen für neue Erkenntnisse und Ideen, ungeachtet dessen, wer an der Macht ist und all dies einschränken will…
Obacht! Das ist ein gefährliches Pflaster! Bei uns wird das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht eingeschränkt! Allerdings sollte jedem ( auch in den USA!) klar sein, das es bei der "Meinungsäußerung" gravierende Unterschiede gibt!!, gerade in Bezug auf das NS-Regime!!! Genau deshalb gibt es in Deutschland Gesetzte gegen Volksverhetzung, das zeigen und tragen von NS-Sysmbolen, die Leugnung des Holocaustes und einiges mehr. Das sollte auch jemand aus den USA bedenken!!!

Und nein, die "europäischen intellektuellen Eliten", was immer auch du darunter verstehst ( erkläre uns das bitte!!!) leisten in dieser Hinsicht kaum Wiederstand, allerding kann eine Veröffendlich durchaus abgelehnt werden. ( Hierfür liegen dann Sachgründe vor!!!!!!!!!!!!)
 
In Amerika hingegen ist
der Wohnsitz Wagners nicht zu finden. In Belgien auch nicht. Großes Blabla-Tamtam in Sachen Beweise wirkt im Zusammenhang mit den angeblichen Wagnerneuigkeiten zunächst recht lächerlich.

Deshalb wiederhole ich meine Frage: was hat der gepriesene Autor im Bayreuther Wagnermuseum gefunden, das jahrzehntelanger Forschung inklusive Katalogisierung in besagtem Museum entgangen ist?
 
Vielen Dank, mein Freund! Dank Ihres Hinweises, dass bei der Bearbeitung des Buches durch den Verlag Fehler unterlaufen sind, habe ich mir die Mühe gemacht, das gesamte Kapitel über Wagner (Kapitel 25) noch einmal durchzulesen – und was stelle ich fest? Dass der Name des angeblichen jüdischen Vaters von Wagner im gesamten Kapitel korrekt als Ludwig Geyer angegeben ist.

Autor und Verlag haben also bei der Darstellung des Textes keine Fehler begangen, wie du andeutest.

Falls sich im Buch die Behauptung befindet, Ludwig Geyer sei Jude gewesen, ist das ein grober Fehler.
Darüber hinaus fällt die Behauptung einer außerehelichen Affäre von Wagners Mutter mit Geyer unter üble Nachrede.

Wagners Mutter hatte eine außereheliche Affäre mit einem jüdischen Schauspieler namens Richard Geyer.
 
Viele gehen bei Hitler davon aus, dass er zu keinerlei persönlicher Beziehung fähig war. (also weder zu Juden, noch zu irgendwelchen anderen Menschen)
Auszug aus Gemini KI (zur Frage: hatte Hitler Freunde):

Zusammenfassung
Historische Analysen beschreiben Hitler als einen zutiefst beziehungsunfähigen und misstrauischen Menschen, der private Kontakte nur zuließ, wenn sie seiner Selbstdarstellung oder seinen politischen Zielen dienten. Sobald Vertraute eine eigene Meinung äußerten oder politisch unbequem wurden (wie etwa der SA-Chef Ernst Röhm), ließ er sie fallen oder ermorden

Das ist doch genau das, was ich sagen wollte? Dass Hitler eine gespaltene Persönlichkeit hatte und somit ein Jekyll und Hyde war: Er konnte also einerseits freundschaftliche Beziehungen zu Juden pflegen (oder vorgeben, solche zu haben), wenn er sich daraus in diesem Moment einen Vorteil verschaffen konnte, und anschließend skrupellos zulassen, dass Millionen von Juden ermordet wurden.

Das deckt sich mit dem, was Sie in Bezug auf Röhm beweisen wollen, auch wenn ich es mit anderen Worten ausdrücke. Ob die freundschaftlichen Beziehungen, die Hitler zu bestimmten Juden unterhielt, aufrichtig oder vorgetäuscht waren, ist dabei irrelevant, da nur Hitler selbst darauf eine schlüssige Antwort geben kann, was jedoch nicht mehr möglich ist, da er tot ist...
 
Falls sich im Buch die Behauptung befindet, Ludwig Geyer sei Jude gewesen, ist das ein grober Fehler.
Darüber hinaus fällt die Behauptung einer außerehelichen Affäre von Wagners Mutter mit Geyer unter üble Nachrede.

Haben Sie der Familie Wagner bereits geschrieben und vorgeschlagen, den Autor wegen Verleumdung zu verklagen, Herr Anwalt?

Woher nehmen Sie die Frechheit, ein gerade erschienenes Buch zu verreißen, das Sie gar nicht gelesen haben? Aus dem Buch geht hervor, dass Richard Wagner im fortgeschrittenen Alter selbst die Liebesbriefe entdeckte, die seine eigene Mutter und ihr jüdischer Liebhaber Ludwig Geyer einander geschrieben hatten – und zwar in der Zeit, bevor er (Richard Wagner) selbst geboren wurde...

Beabsichtigen Sie immer noch, die Familie Wagner wegen angeblicher Verleumdung zu alarmieren?
 
Woher nehmen Sie die Frechheit, ein gerade erschienenes Buch zu verreißen, das Sie gar nicht gelesen haben?

Ich bitte darum, den Tonfall zu mäßigen. Ich habe keinerlei Frechheit begangen, noch nicht einmal ein Buch verrissen, sondern festgestellt:
Falls sich im Buch die Behauptung befindet, Ludwig Geyer sei Jude gewesen, ist das ein grober Fehler.

Findet sich die Behauptung im Buch?

Beabsichtigen Sie immer noch, die Familie Wagner wegen angeblicher Verleumdung zu alarmieren?
Ich habe weder von Verleumdung gesprochen noch die Absicht geäußert, die Familie Wagner zu alarmieren. Ich bitte sehr darum, sachlich zu bleiben.
 
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