Kriegsverbrecher der Deutschen Luftwaffe

Lies doch die Nachricht der New York Times vom 4.04.1941, kostenfreier Zugang.
  • Jugoslawien war nicht im Krieg mit Deutschland,
  • Deutschland hatte weder ein (ohnehin illegitimes) Ultimatum gestellt noch den Krieg erklärt.
  • Die Deutsche Luftwaffe führte einen Terrorangriff auf die unverteidigte Stadt, mit tausenden von Toten unter der Zivilbevölkerung


Ich habe Dich nicht beleidigt, aber Deine Äußerungen sind aus dem Spektrum rechtsradikaler Rechtfertigungspropaganda der deutschen Nachkriegszeit.


Dieser Satz ist verwirrt und verworren. Erkläre ihn bitte noch einmal.

Jetzt erkläre aber bitte vor allem:
  • Warum war der Angriff auf Jugoslawien kein Angriffskrieg?
  • Warum war die Bombardierung von Belgrad kein Kriegsverbrechen?
Weil es für dieses Land eine Vorgeschichte gab. Nicht gelesen ? Militärputsch in Jugoslawien kein Begriff März 41 ?
Das die neue jugoslawische Regierung den Engländern Zugang zum Balkan gewähren wollte auch nicht ? Das Vereinigte Königreich wollte auch nie irgendwo in Europa eine Zweite Front errichten ,nein nirgends *lach*.
Na ja bestimmt ist das alles rechtsradikale Rechtfertigungspropaganda und Europa befand sich auch nie im latenten Kriegszustand.
 
Du windest Dich, man sieht es.
  • Angriffskrieg ist Angriffskrieg,
  • Kriegsverbrechen ist Kriegsverbrechen.

Jetzt stelle Du doch mal zur Diskussion:
  • Was ist ein völkerrechtlich anerkannter Grund für die Bombardierung Belgrads?
  • Was ist ein völkerrechtlich anerkannter Grund für den Angriffskrieg auf Jugoslawien?
 
Das die neue jugoslawische Regierung den Engländern Zugang zum Balkan gewähren wollte
Für diese Behauptung fehlt jeder Beleg. Wie der deutsche Gesandte in Belgrad berichtete, hatte die neue Regierung Simovic mehrfach betont, sie wolle gute Beziehungen zu Deutschland aufrechterhalten. Kriegstreiber war hingegen der deutsche Militärattaché: Er bestätigte zwar, »daß Jugoslawien zum Dreimächtepakt [vom 25.3.1941] stehe«, fügte aber hinzu »Offenbar nur Zeitgewinn beabsichtigt« (beides in OKW-KTB 31.3.1941). Tatsächlich war die jugoslawische Regierung nicht einmal bereit, mit den Briten über eine engere Zusammenarbeit oder gar über eine Militärallianz zu verhandeln. Churchill bestätigt das in seinen Weltkriegs-Aufzeichungen (Band 2, S. 166): »Final result of Belgrad visit was disappointing in any ways but it was impossible to get Simovich to sign any sort of agreement.«

Das MGFA-Weltkriegswerk (Band 3, S. 442 ff.) behandelt den Balkankrieg sehr ausführlich. Hiernach war die Bomdardierung von Belgrad zuallererst ein persönliches Rache-Unternehmen von Hitler. Er hasste die Serben, unter anderem, weil sie zum Untergang seines Heimatstaates (Österreich-Ungarn) beigetragen hatten. Dass es durchaus andere Meinungen in seinem Umfeld gab, ergibt sich aus einem Eintrag im OKW-Kriegstagebuch vom 5.4.1941: »In Reichskanzlei beschäftigt man sich mit der Frage, ob Luftangriff auf Belgrad trotz Erklärung zur offenen Stadt erfolgen soll. Noch nicht entschieden.« Auch der deutsche Gesandte in Belgrad hatte eindeutig von der Rache-Aktion abgeraten (S. 444).
 
Er hasste die Serben, unter anderem, weil sie zum Untergang seines Heimatstaates (Österreich-Ungarn) beigetragen hatten.
Das kann ich mir nicht so recht vorstellen. Hitler hatte für Österreich-Ungarn als Vielvölkerstaat nichts übrig, auf die Habsburger-Dynastie (der er unterstellte, sie habe eine planmäßige Slawisierung der deutschen Bevölkerung betrieben) hatte er einen regelrechten Hass.
 
Das kann ich mir nicht so recht vorstellen. Hitler hatte für Österreich-Ungarn als Vielvölkerstaat nichts übrig, auf die Habsburger-Dynastie (der er unterstellte, sie habe eine planmäßige Slawisierung der deutschen Bevölkerung betrieben) hatte er einen regelrechten Hass.

Im MGFA-Werk heißt es: »Der deutsche Diktator verfolgte das Ziel, die Ergebnisse des Ersten Weltkrieges gründlich zu revidieren und vor allem den serbischen Einfluß im Vielvölkerstaat [Jugoslawien] auszuschalten.« Die Kroaten hingegen wollte er unterstützen. Das Ustascha-Regime wurde dann eines der grausamsten im 20. Jahrhundert.

Hitler und Österreich – das war gewiss eine komplexe Beziehung. [1] Der ermordete Franz Ferdinand war für ihn der »größte Slawenfreund« [2], in Kaiser Franz Joseph sah er die »uralte Verkörperung des Reiches«. Was Serbien betraf, war die Aussage eindeutig: »Österreich besaß an seiner Südostgrenze einen unerbittlichen Todfeind. der in immer kürzeren Perioden die Monarchie herausforderte und der nimmer locker gelassen hätte, bis endlich der günstige Augenblick zur Zertrümmerung des Reiches doch eingetreten wäre.« (Zitate aus »Mein Kampf«, Band I, S. 167)

[1] Geeignet für ein separates Thema.
[2] Siehe dazu z.B. den (streitbaren und umstrittenen) Friedrich Heer: Der Glaube des Adolf Hitler (München 1968), S. 171 ff.
 
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